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Full text of "Der Führer in die Pilzkunde : Anleitung zum methodischen, leichten und sichern Bestimmen der in Deutschland vorkommenden Pilze : mit Ausnahme der Schimmel- und allzu winzigen Schleim- und Kern-Pilzchen"

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Anleitung 


zum 


der in 


g Deutſchland vorkommenden Pilze, 
| mit Ausnahme der 


Schimmel⸗ und allzu winzigen Schleim⸗ 
und Kern⸗Pilzchen. 


Paul Kummer. 
Mit 80 lithographiſchen Abbildungen. 


| Zerbſt, 
Verlag von E. Luppe's Buchhandlung. 
187 br. 55 
NEW YORK 53 
BOTANICAL 5 


Vorwort. 


’ Die Pilze kennen zu lernen, hat bei der Methode, (wie dieſelben bis⸗ 

ber behandelt wurden), bekanntlich ſeine großen Schwierigkeiten, ſo daß 

vielen Botanikern, Forſtmännern, Gärtnern und überhaupt Natur⸗ 
7 . die ſichere Kenntniß dieſes überaus intereſſanten Naturreiches 
ein vergeblicher Wunſch blieb. Es beſchreiben eben alle bisher vor⸗ 
handenen Handbücher die Pilze nur neben einander, ohne zugleich 
Mittel und Wege an die Hand zu geben, jeden einzelnen leicht und 
ſicher zu beſtimmen. Sie entbehren ſomit des Ariadnefadens. Wieder⸗ 
um die Werke mit beigefügten colorirten Abbildungen find allzu koſt⸗ 
ſpielig und laſſen zum großen Theil auch trotzdem noch viel zu wünſchen 
übrig. a 
: Ich habe nun verſucht, dieſe Kenntniß einem Jeden auf leichte 
und ſichere Weiſe durch dieſes ſchlichte Buch zu ermöglichen. Es iſt 
daſſelbe auch fo wenig umfangreich, daß man es auf Excurſionen mit⸗ 
nehmen kann, um, wenigſtens nach nur einiger Uebung im Gebrauch 
deſſelben, einen Pilz womöglich alsbald an Ort und Stelle zu be⸗ 
ſtimmen. 
5 Nicht als ein Mangel, ſondern als ein Vorzug wird es, denke 
* ich, daher gelten, daß ich, um das Buch ſo handlich und auch ſo billig 
1 als möglich zu machen, die nur den gewiegteſten Pilzforſcher und 
witer intereſſirenden winzigſten Gattungen weggelaſſen habe, 
* (nämlich die ganzen Schimmel⸗, die oft kaum punktgroßen, an Zweigen 
ſchmarotzenden Kernpilze, die ſonſtigen für das Auge oft kaum ſicht⸗ 
baren Bauchpilze und Pezizen), ebenſo von den augenfälligeren Gat⸗ 
2 tungen diejenigen Arten, welche nur hier und da einmal von einem 
be als große Seltenheiten nachgewieſen find. Dagegen ſehr häu. 


werfen und auszutuſchen pflegte.“) Von mir nicht ſelber gefundene 
Arten habe ich nach Angaben und Kupferwerken zuverläſſiger Forſcher 


beſchrieben. — Die Gruppirung der Gattungen iſt durchſchnittlich 


die herkömmliche, die auch dem ſchlichten Auge als die überſichtlichſte er⸗ 
ſcheinen muß. 

Die beigefügten Abbildungen, welche zur Veranſchaulichung der 
Hauptformen dienen ſollen, ſind zu meiſt unter der natürlichen Größe; 
die unter Nr. 7 ſind ſtark vergrößerte mikroskopiſche Zeichnungen. 

Sollte dies Büchlein Anklang finden, ſo würde ich im Laufe der 
Zeit gern auch die übergangenen Schimmel⸗ und andern winzigen 
Pilzchen in ähnlicher Weiſe herausgeben. 

Mit dem Wunſche, daß aber zunächſt dies Buch recht Vielen eine 
willkommene Gabe ſei, übergebe ich daſſelbe allen Naturfreunden. 


Zerbſt, im Juni 1871. 


Der Verfaſſer. 


5 *) Es iſt das die beſte Methode überhaupt für Jeden. der die Pilze ſich recht zu eigen 
machen will, und es gehört gar kein beſonderes Zeichentalent dazu. Um die Originale zu 
den Zeichnungen zu haben, mag man außerdem die härteren Arten in Käſtchen aufbewahren 
und die weicheren preſſen, wie man eben Pflanzen für's Herbarium preßt; von den ſehr 
fleiſchigen Arten nimmt man nur Längshälften, und dünne Blätterpilze laſſen ſich auch mit 
heißem Sande ſehr gut präpariren. Eine ſehr ausführliche Anleitung dazu giebt „Lüders⸗ 
dorff, das Auftrocknen der Pflanzen und die Aufbewahrung ger Pilze.“ 


Inhalts-Verseichniss. 


Seite. 
Einleitung 5 ! 5 5 ; 5 0 1 
Tabelle zum Beſtimmen der Gattungen 5 5 e 
Tabellen zum Beſtimmen der Arten 0 4 8 ER 
Abkürzungen und Zeichen i ; 5 31 
Lateiniſche Gattungsnamen 5 0 | ; 3 49 
Lateiniſche Artennamen a ; ; 5 N 128 


Populäre deutſche Namen { ; . 5 145 


Druckfehler i . . 14 R 8 146 


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Als ob es da nicht etwas a. wäre um die e 
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hen, wie ale um die graubraunen, e ne Coprinen, die wie 


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tr e 1 hocken. Und den Blick die alten Baumſtämme 
0 5 Aus ihren Spalten und Ritzen brechen die Schwammgebilde 


Rh anisduftigen Trameten, dort teraſſenartig gezweigte Maſſen ei 
Stachelpilze, geſtielte und ungeſtielte Polyporen ohne Zahl und die gold⸗ 


gelben Pholioten, deren ſparrig ſchuppiger Stiel zierlich ſich aufbiegt. 


el leuchtete. Es and der Wald wie in e da, und fr 
j te fragen, 1 nicht eine 1 mich täuſche. 1 


kel zu Grunde gelegt. 


Vie aber gradezu märchenhaft der Wald verwandelt werden kann, 
79 70 5 öfters erfahren in einem e in wel (dem, es weit 1 


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0 einleitenden Worten habe ich einige in der Zeitſchrift „Die Natur“ 1869, 
40 und 41 unter dem Titel „eine wunderliche e von mir 9 


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des Baumes hervordringenden Auſterpilzen, dem vielköpfigen Eichhafen, 
dem zu zierlichen Roſetten geordneten bunten Zonenſchwamme. Es iſt 
eben eine zahlloſe Unmenge von originellen Arten ſo an und auf die 
Bäume verwieſen, die ſomit eine reiche Fundgrube für den Pilzfreund 
ſind. — Wieder wenden wir den Blick den fallenden Blättern nach zur 
Erde. Der muß den Wald nie richtig kreuz und quer durchſtreift haben, 
der nach warmem Herbſtregen die herrlichen Gruppen nicht hier und da 
und überall zu ſeiner Freude umherſtehen ſah, bald würdig und ernſt 
wie die hochſtrunkigen Amaniten und Hallimaſche mit zierlicher Man⸗ 
ſchette am Stiel und pantherfleckigen Hüten, bald komiſch und burlesk 
wie die rothen, weißen, gelben, kurzſtrunkigen, oft ſchiefhütigen Erd⸗ 
ſchieber, bald plump und coloſſal, wie die fleiſchig-maſſigen Steinpilze 
mit poröſem Fruchtlager unter dem Hute, bald mädchenhaft ſchüchtern, 
bald koket, bald ſtutzerartig, bald wieder einzeln, bald in Gruppen, bald 
wie eine zerſtreut irrende Heerde, — Alles, wenn wir der Wirklichkeit 
uns entſchlagen, ein herbſtlicher Faſchingaufzug von lauter ſeltſam ver⸗ 
körperten Erdgeiſtern. Wahrhaftig, ich wüßte keinen Charakterzug, deſſen 
Typus ſich nicht unter ihnen vorfände: Prunk und Einfachheit, Prah⸗ 
lerei und Beſcheidenheit, Leichtſinn und Sinnigkeit, Freimuth und De⸗ 
votion, Melancholie und Phlegma, die Temperamente alle vier und in 
bunteſter Miſchung — Alles iſt vertreten. Und wie der vogelſprach⸗ 
kundige heilige Franziskus von Aſſiſi mit den Blumen und Sängern 
des Waldes ſich verſtändnißinnig unterhielt, ſo läßt ſich bei einiger 
Begabung an den Pilzphyſiognomien die Tauſendgeſtaltigkeit menſchlicher 
und thieriſcher Charaktere ſtudiren. | 

Ein Zug aber geht durch faſt alle hindurch, der tragiſche Zug 
ephemeren Daſeins. „Heute roth, morgen todt,“ vielleicht ſchon in 
wenigen Stunden ein Fraß der gierigen Maden und Larven, die in 
ihnen nach Nahrung wühlen! Beſonders ganze Familien von Fliegen 
ſind es, namentlich die reichliche Familie der ſogenannten Schwamm⸗ 
fliegen, welche, wie der Adler das Aas, ſo die Pilze von weit her zu 
finden wiſſen. Sie legen ihre Eier dahin ab, deren auskommende Maden 
nun in tauſend Kanälen ihre Geburtsſtätte durchwinden und verzehren. 
Aber der Grund der raſchen Vergänglichkeit liegt nicht minder in ihnen 
ſelber. Denn aus nur loſe gebundenen Stoffen ſchießt ihr Leib in einer 
einzigen warmen Nacht raſch auf, beſonders aus Stickſtoffverbindun⸗ 
gen der Waldatmosphäre. Stickſtoffverbindungen ſind ja die loſeſten 
allezeit, wie denn auch alle uns dienenden Explofivftoffe darauf ſich 


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gründen. Sie weihen darum die organiſchen Gebilde, denen ſie ein⸗ 


gewoben ſind, dem baldigſten Untergange. 

Wie raſch das Werden und Vergehen iſt, wurde mir an einem 
Sommermorgen klar, als ich früh um 4 Uhr über einen Anger ging 
und überall einen Tintenpilz (Coprinus ephemerus) erſt kaum aus 


hervorblicken ſah. Auf meinem Rückwege um 6 Uhr ftanden 

ſchirmförmig entfaltet auf einige Zoll hohen, dünnen, glas⸗ 

gen Stielen; einige aber waren ſchon wieder dem Vergehen nahe. 

dich um 8 Uhr an dieſelbe Stelle kam, hingen die Hüte ſchlaff 

rab, triefend von tintenartiger Jauche, in die fie zerfloſſen. So läßt 

ch binnen einigen Stunden von ihrem Entſtehen an ihr Wachsthum 
bis zum Vergehen beobachten. 

Noch intereſſanter iſt die biographiſche Betrachtung über pittoresk 
5 aufgeputzte Pilze, indem deren ſeltſamer Aufputz dadurch ſich auf ein⸗ 
= fachſte Weiſe als ganz natürlich erklärt. Solch ein Waldgnom in zier⸗ 
. rahlicher Galatracht, vor der wir bewundernd und fragend ſtehen bleiben, 


a 05 etwa der rothe Fliegenſchwamm. Aus einem weißen Kelche erhebt 


ſich der Strunk, und um feine Mitte hängt eine zierliche Manſchette; 
5 den Rand des Hutes ſäumen weiße Franſen, und deſſen hochrothe 


Oberfläche iſt mit ſchneeweißen Flecken beſtreut. Wer kennt das nicht! 
Aber all' der Zierrath erklärt ſich, wenn wir den Pilz bei ſeinem 
Wachſen in's Auge faſſen. Wie iſt es da? Aus einem ſogenannten 
Mayeeliumgewebe, das ſchimmelartig am Boden kriecht, ſproßt als erſter 
Infang des Pilzes ein nußgroßer eiförmiger Knollen, von einer ab⸗ 
öslichen Haut umgeben; dieſe platzt oben auf, und indem ſie ſelbſt als 
elch (Wulſtſcheide) halb in der Erde ſtehen bleibt, ſteigt der Knollen 

ls ſtielartig ausgezogene Kugel daraus in die Höhe. Dieſe Kugel er⸗ 
weiſt ſich bei ihrem Durchſchnitt als ein eingerollter Schirm, der unten 
ſchon die ſtrahligen Samenblätter trägt. Er iſt noch durch eine weiße 
Hautblaſe, den Schleier, umhüllt. Beim ſchirmartigen Ausbreiten der 
Kugel aber reißt dieſer Schleier rings herum, ſo daß die untere Hälfte 


tiger Streckung in Fetzen zerriſſen und läßt das Scharlach der Hut⸗ 
oberhaut zwiſchen ſich durchblicken. Der Hut ſtreckt ſich immer mehr, 

und jene weiße Fetzen liegen ihm zuletzt nur noch als fleckige oder 
warzige weiße Flecke auf. — Bei andern Pilzen fehlt die äußere Knollen⸗ 
laſe und demnach dem aufgeblühten Pilze die Kelchſcheide am Grunde; 
ei andern Arten iſt die den eingerollten Hut umgebende Blaſe (der 
Schleier) nicht häutig, ſondern ſpinnwebartig oder flockig oder auch jo 
gut wie gar nicht vorhanden. Je nachdem iſt auch der Zierrath des 
| enwanjenen Pilzes 1 oder 5 gar nicht vorhanden. 


en: es iſt 5 Aber daß es io 95 it in der Natur ja nicht 
in ſeiner Art. Der Apfel und die Kirſche, ja die meiſten Früchte 
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als ſogenannte Manſchette am Stamme hängen bleibt; dagegen bleibt 
ie obere Hälfte auf der Hutoberfläche kleben, wird bei deren ſchirmar⸗ 


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find im Prinzipe gar nicht anders gebildet, — und es fieht nicht nur 


| fo aus; es iſt das, was unſere ehrliche Hausfrau als Pilze kocht, in 
| | der That nichts Anderes als eine Frucht. Die Samen derſelben, bei 


den Pilzen wie bei allen Cryptogamen, „Sporen“ genannt, ſind 
mikroskopiſch (meiſt kugel⸗ oder eiförmige Bläschen) und ſitzen zu My⸗ 
| riaden an den das Fruchtlager bildenden blätterigen Strahlen zu je vier 
} auf mikroskopiſch kleinen, vierarmigen Stielchen (Fig. 7 a); bei der Reife 
des Pilzes fallen ſie ab und Alles umher iſt davon dann farbſtaubig über⸗ 
| haucht. Bei den meiſten Bauchpilzen (Boviſten u. ſ. w.) befinden ſich 
g die Sporen im Innern, wo ſie ſich entweder ganz frei oder an einem 
das Innere des Pilzes ausfüllenden Gefaſer entwickeln (Fig. 7 b), und 
| wenn nun dieſe Pilze bei der Reife ſich (meift mit einem Löchelchen am 
| Scheitel) öffnen, ſo ſtäubt die feine Sporenmaſſe bei jedem Druck wölk⸗ 
chenartig heraus. — Wiederum bei den Morcheln, Pezizen und einigen 
andern ähnlichen Gattungen beſteht das Fruchtlager aus mikroskopiſchen, 
dicht gedrängten Schläuchen, welche meiſt je 8 Sporen in ſich entwickeln 
(Fig. 70), welche durch Verwitterung oder Aufplatzen der Schläuchelchen 
frei werden. Darum iſt aber der Pilz nicht eine Frucht, die unver⸗ 
mittelt aus der Erde wüchſe! So ohne alle Umſtände zeitigt die Natur 
keine Früchte. Das, was wir Wurzel, Stamm und Blätter nennen 
möchten, iſt nur ſehr ſchlicht und einfach. Nach triftigen botaniſchen 
Gründen iſt nämlich Alles in Allem das ſchimmelige Mycelium dafür an⸗ 
zuſehen, das ſpinnwebartig über oder unter der Erde ſich wuchernd hin⸗ 
zieht, und woraus die Pilze als die freilich ſeltſamen Früchte anſchießen. 

Somit iſt die Vielen unheimliche Geſtalt des Pilzes wirklich nicht 
im Entfernteſten unheimlich; ſie iſt eine Form ſo ſchön wie die des 
Apfels und läßt in Farbenpracht und zierräthlichem Behange keinen 
noch ſo phantaſtiſchen Wunſch unerfüllt. Man muß das freundliche 
Waldeskind nur einmal vorurtheilslos anſehen und ernſtlich feiner ſich 

| freuen wollen. Man wird von Bewunderung erfüllt werden und ſich 

; nicht ſatt ſehen können an den einfach edlen Formen und der jungfräu⸗ 

| lichen Zartheit aller Theile. Es bedarf dabei noch gar keiner Appel⸗ 
lation des Biscuites der aufgebrochenen Stücke an unſere Geſchmacks⸗ 
nerven. 

Und doch trotz alledem, wer mag ſich aus reiner Naturfreude mit 
den Pilzen befaſſen, dieſen gleißneriſchen Circen, die, wenn ſie denn 
wirklich zu dem liebenswürdigen Pflanzenreiche gehören, doch deſſen ge- 
putzte Parias bilden und gegen die freundlichen Blumen genommen 
das ſind, was im Thierreiche die Reptile und Spinnen gegen das 
bunte, ſingende Vögelheer! Ein horror naturalis, ſo ſcheint es, tft 

davor dem Menſchen eingeboren, ganz wie vor den Schlangen und 
Spinnen, vor denen die Natur durch einen innern Widerwillen uns 
warnen wollte. — Ja, aber nur nicht eingeboren iſt der Widerwille, 


ſo Stehen fie im Pflanzenreiche etwa auf gleicher Syſtemſtufe mit den 
prächtigen Corallenſtöcken, Meduſen und Quallen und ſonſtigen Weich⸗ 
eren der blauen Tiefe. Man muß die Meeresquallen nur mit eigenen 
igen beobachtet haben, um fie für lebendige Pilze, und dieſe für pflanzlich 
wordene Quallen zu halten. Die Schwammwurzel entſpricht dem 


em naturökonomiſchen Werthe nach, indem fie als antiſeptiſche We⸗ 


bei den Aquarien die Erfahrung gemacht, daß dieſelben ohne Schnecken 
ncht beſtehen können und hat den Grund darin gefunden, daß faulige 


ſehen die raſch und coloſſal aufſchießenden Schwämme, die darum 
auch auf verwitterndem Dünger und an mulmigen Stellen am häu⸗ 
baten vorkommen, im Herbſte vor Allem, wo eine Zerſetzung der 
pflanzlichen Gebilde vor ſich geht. Aber die Exhalationen der Pflan⸗ 
find verſchiedene, und fo haben denn auch die verſchiedenen Bäume 
e beſtimmten Schwämme; der Lärchenſchwamm kommt nur an den 
Lärchenbäumen vor, der Nadelwaldboden hat ſeine eigene Pilzflora und 


axis hat es völlig erwieſen, daß die Trüffel nur in der Nähe von 
chenwurzeln gedeiht, und daß der Champignon in unumgänglicher 
hängigkeit vom Pferdedünger ſteht, weiß Jedermann. Was die höher 
ganiſirte Pflanzenwelt ausſtößt, das nehmen die Pilze auf und weben 
e niedriger organiſirten Gebilde daraus. Gewiß, es ſind nicht ver⸗ 


en der warmblütigen Thiere — für den ſie ja nicht beſtimmt zu 
brauchen — ſchädlich ſein können. So ſchlimm iſt es übrigens 
nicht! Ein Giftquell, vor dem alles Lebendige flieht, find fie vor Allem 
ht; ſelbſt den giftigſten Satanspilz (Boletus satanas) habe ich 
von Inſektenmaden ganz durchwühlt gefunden, und der Fliegenpilz, ſo⸗ 

vie der 1 ſind oft kaum halb aufgeblüht, ſo 4 ſich die In⸗ 


hnen et 1 11 ganze e uns ad Schwämme 
m Appetite verzehren ſehen. 

tere find freilich keine Menſchen! Von dem Fliegenſchwamm 
es bekannt, daß er von nördlichen Völkern verſpeiſt wird, ja, 


e ein ein berauſchendes Getränk daraus bereiten. Geringe Biſſen 


5 nallenmunde, der Strunk dem Schlunde und der Hut dem Magen 
ind die Fruchtlamellen den Ovarien der Quallen. Auf dieſe Thiere 
5 chten ſie auch, ihrem äſthetiſchen Werthe nach, hinweiſen. Und ebenſo 
die Exhalationen der Pflanzenwelt in ſich aufnehmen. Man hat 


anzentheile von ihnen aufgenommen werden. Ganz denſelben Dienſt 


njo der Buchen-, Eich⸗ und Birkenwald mehr oder minder. Die 


ächtliche Weſen, wenn auch einzelne und gerade recht hochfarbige dem 


ig bild ildet und anerzogen. Und nicht ben Reptilen ih 5 Spi Be: 
ier prechen fie. Das wäre nicht ſowohl zu häßlich als auch zu 
och gegriffen! Wenn fie einer Stufe des Thierreichs entſprechen ſollen, 


\ 


A des Geſchnackes vom Botaniker richtig e Werder inne 11 0 


außerdem zur vollen Charakteriſirung einer Pilzart auch die richtige 
Angabe des Geſchmackes gehört, ſo wüßte ich keinen giftigen Pilz, von 
den ich nicht zu dem Zwecke geringe Proben genoſſen hätte. Von no⸗ 
tttivriſch als giftig bekannten Arten habe ich gerade größere Stücke ge⸗ 5 
noſſen und doch ſelbſt davon nie etwas Anderes, als eine bald vor- 2 


übergehende Uebelkeit empfunden. Nur ein einziger Fall iſt mir vor⸗ 
gekommen, wo die bloße Ausdünſtung betäubend wirkte. Eine mir bis 
dahin unbekannte große Reizkerart mit rothem Hute und gelben La⸗ 
mellen, die ich auch in keinem der mir zu Gebote ſtehenden Werke 
angegeben fand, hatte ich mit nach Hauſe genommen, um eine genaue 
Diagnoſe vorzunehmen und ihn vor Allem genau abzuzeichnen. Er 
lag einfach vor mir, aber nach etwa einer Viertelſtunde 87 0 N 
damit wurde ich von Uebelkeit und Betäubung befallen, die mehrere 
Stunden währte, und von der ich erſt einen Tag nachher Pol 
frei wurde. 
2 Auch in dem liebenswürdigen Blumenreiche giebt es ja giftige 
Mitglieder genug, und doch bringt dieſes Attribut 55 Oleander und 
Goldregen, die Ranunkeln und Anemonen, das Schneeglöckchen und 
die Narciſſe nicht im Entfernteſten um ihre Liebenswürdigkeit. Frei⸗ 
ligrath's „Der Blumen Rache“ malt in poetiſcher Weiſe die zwei⸗ 
felloſe Thatſache, daß der Athem des Blumenduftes ſelbſt der b x 
loſeſten ihres Geſch chlechtes betäubend und tödtend wirken könne. und 
dennoch ſind ſie 8 zärtlichſten Schutzes verſichert. 5 
So ganz von Abneigung und Furcht gegen die Pilze iſt RR 3 
doch das Volk nicht erfüllt. Nicht nur, daß faſt jedes Walddorf ſeine 
kundige Pilzſammlerin hat, welche, den Korb in der Hand, die Ge⸗ 
büſche durchkriecht und die benachbarte Landſtadt verſorgt, — auch der 
Humor iſt im deutſchen Volke gegen dies wunderliche Pflanzenreich 25 
losgelaſſen. Der Agaricus procerus mit ſeiner altfränkiſch würdi⸗ En 
gen Phyftognomte, durch feine Gröpe alle andern überragend, ift in 
deutſcher Zunge der „Schulmeiſterpilz“; der Steinpilz wird um jeiner 
Güte willen vieler Orten als der „Herrenpilz“ ausgezeichnet. „Sem⸗ 
melpilz“ und „Schafeuter“ und „Phallus“ ſind ſchelmiſch der Form 
abgelauſchte Namen; den „Brätling“ und „Schmerling“ läßt der hu⸗ 
moriſtiſche Name ſchon in der Pfanne braten und ſchmoren; das 
„Teufelsei“ e impudicus), der „Satanspilz“ (Boletus Sa- 


tanas) und der „Speiteufel“ (Russula 1 ſind mit liebens 4 
würdigem Spott dem ſchwarzen Vater ge gewidmet. Die ur⸗ 
alten Namen „Geißfuß“, „Eichhaſe“, Sunaaaher, „Todtentrompete“ 
„Kukumücke“ (Champignon) zeigen das ſinnige Einverſtändniß de 


Volksgemüthes von Alters her mit den ſeltſamen Formen. Von ähnlich 


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nd lateiniſchen Namen Kc. Lycogala, Suillus, Vul- 
inauf 


Ae bis zur Barba Jovis 


Ne Nicht anders als kindiſch läßt es ſich bezeichnen, wenn ein ſonſt 

In ganz verdienter Mann ſchreibt: „Wer ſich zum Lobredner der Pilze 
aufwerfen wollte, hätte in der That einen ſchweren Stand. Rechnen 
bir einige wenige Gattungen ab, welche in der Haushaltung Verwen⸗ 
diung finden, wie die Trüffeln, Champignons, Morcheln u. ſ. w., jo 
kann man von einem Nutzen der ganzen Klaſſe füglich nicht reden. 
Bei Weitem die meiſten (!) größeren Arten ſind ſchädlich, ſelbſt tödt⸗ 


lich. Die glänzenden Farben einiger Gattungen flößen uns Mißtrauen 


1 ein, weil ſie nur beſtimmt 0 ſcheinen, Unerfahrene anzulocken und zum 


5 gefährlichen Genuß zu reizen, und ſelbſt die Orte, an denen ſie Mn 
ſen, erregen Grauen und Widerwillen.“ 

| Der Mann muß, obgleich er über Pilze gefchrieben, doch niemals 
welche gefunden noch beobachtet haben. 

Wer aber an der Freude mit Auge und Gemüth nicht genug 


hat, ſondern die Pilze für Küche und Tafel ſammeln will, — nun, 
5 der muß fie einfach kennen lernen, um keinen Mißgriff zu thun. Wun⸗ 
derliche Frage: welche ſind giftig, welche aber nicht? Weg mit aller 
allgemeinen Regel! Oder wer will eine allgemeine Regel aufſtellen, 


worgn die giftigen Fliegen und Schlangen zu erkennen ſind, oder wo⸗ 
durch wir die narkotiſchen Blumen als ſolche unterſcheiden? Farbe, 


5 Conſiſtenz, Geſtalt, 1 Geruch, das Alles gibt keinen allgemeinen 
5 1 Stempel, den die Natur zu der Menſchen Nutz und Frommen ihnen 
aufgedrückt hätte. Selbſt der ſilberne Löffel, der beim Kochen durch 
ſſie ſchwarz werde, iſt nur ein gefährlicher culinariſcher Irrthum. — 
3 Aber es gibt ein ſchönes, manche Freude bereitendes Mifel, die guten 
FE und böſen wie Böcke und Schafe von einander ſcheiden zu lernen. 


3 


Wir müſſen ſie in Wald und Feld aufſuchen und genau betrachten, 
1 en ihren Unterſcheidungszeichen, nach ihrem ganzen ſpecifiſchen Habitus 
kennen lernen, wie wir die Roſen und Lilien und Veilchen kennen und 
nie wieder verwechſeln. Viele werden wir dabei kennen lernen, die 


freude, nebenher neue, verkannte Schönheiten dieſer Welt zu entdecken 
und mit den niedlichen Gebilden der Pilze bekannt zu werden, die 
5 e unſer Fuß achtlos zertrat. 


Aber es gibt auch rein praktiſche Naturen, die darüber nicht mit 

ich rechten laſſen, daß es genug ſei, die Dinge der Welt nur bei 
ihrer Nützlichkeitsſeite zu faſſen. Ein einziger herbſtlicher Streifzug 
durch Kiefernhaide und Laubwald nach einem warmen Regentage kann 
ee aber für ihre culinariſchen Zwecke urtheilsfähig machen, wenn ſie, 


zeugen für den Sprachkundigen auch ſchon die alten griechi⸗ 5 


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d eßbar und nicht ſchädlich ſind. Aber es iſt eine echte Menſchen⸗ 


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gelblichem 


— dieſes Excurſionsbuch in der Hand — folgende völlig hinreichenden 
Angaben beherzigen. | ‘ 
Aus der Reihe der Hutpilze ift die Zahl der eßbaren, die auf 


keine Weiſe verwechſelt werden können, eben nur gering. Der Cham⸗ 


pignon (Agaricus campestris und arvensis) mit weißem oder 

Hute iſt unverkennbar durch ſeine Manſchette und die in 
der Jugend roſafarbigen Lamellen; wenn dieſe im Alter violettbraun 
oder ſchwarzbraun werden und die Manſchette verſchwindet, läßt er 
eine Verwechſelung höchſtens mit unſchädlichen Tintenpilzen zu. — Die 
ſämmtlich eßbaren weißen Maiſchwämme (darunter vor Allem der 
weich wie Handſchuhleder ſich anfühlende köſtliche Pflaumenpilz 
(Clitopilus Prunulus) mit herablaufenden Lamellen) find fleiſchig und 
ohne Manſchette, haben anfangs weiße, dann roſa werdende Lamellen 
und ſind von zartem, angenehmem Geruche. — Die durchweg dotter⸗ 
gelben Gählinge (Cantharellus cibarius) mit dicken, herablaufen⸗ 
den Lamellen und pfefferartigem Geſchmacke munden Jedem und ſind 


kaum mit dem dünnen, ganz weichen, roth angehauchten Cantharellus 


aurantiacus zu verwechſeln, welcher verdächtig iſt. Die zierlichen 
Haäidemouſſerons (Collybia_scorodonia) mit pfenniggroßem, 
weißlichem bis fuchsrothem Hute und frappantem Knoblauchgeſchmacke 
ſind durch den Geſchmack wie durch den hornartigen, dünnen, roth⸗ 
oder ſchwarzbraunen Stiel mit keinem ſchädlichen zu verwechſeln; und 


die wahrhaft wohlriechenden (etwa wie Mandelöl) Kröslinge (Colly- 


bia esculenta und orcades) mit ocherfarbigem, bis thalergroßem 
Hute, die auf allen Angern, Wieſen und an Landſtraßen truppweiſe 
ſtehen, ſind dadurch keinem ſchädlichen auch nur von ferne ähnlich. Der 
gigantiſche, bis zwei Fuß hohe graubraune Paxaſolpilz (Lepiota pro; 


Cera) mit dürrſchuppigem, tellergroßem Hute und derber, bewegli⸗ 


mm 


cher Manſchette, hat ein zu wäſſeriges und geringes Fleiſch, um ſchmack⸗ 
haft zu ſein. Die Ritterſchwämme (Tricholoma equestre und 
andere Tricholoma-Arten), die vor Allem in Kiefernhaiden zahllos 
vorkommen, mit gelbem, braunem oder rothbraunem Hute, mildſchmecken⸗ 
dem, derbem Fleiſche, gold» oder citronengelben (nicht ochergelben) nie⸗ 
mals aderig verbundenen Lamellen, oft verbogenem, innen vollem und 
oft innen gelblichem Strunke, ohne Manſchette und ohne Kelchſcheide 
am Grunde, können mit keinem giftigen verwechſelt werden. Aehnlich 
find die auch eßbaren Seifenſchwämme (Tricholoma saponacea), 
aber mit weißen Lamellen und Stielen und derben, grauen, glatten 
Hüten. Von allen andern, vor Allem von den rothen, gelben, kirſch—⸗ 
rothen, weißen Reizkern (Russulae) (mit pergamentdiden, gel⸗ 
ben oder weißen einfachen Lamellen und ſehr ſprödem Fleiſche) und 
Milchnern (Lactarü), die beim Bruche tropfig milchen, und unter 
denen es köſtlich eßbare, aber auch die giftigſten Arten gibt, laſſe Jeder 


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e beim Sammeln, der ſie nicht als Botaniker nach ihren 
inen Unterſcheidungszeichen kennt; gerade durch ihren Genuß ſind 
die meiſten Vergiftungsfälle bisher vorgekommen. Unter den Boleten g 
Steinpilzen, Butterpilzen, Schmerlingen, Schafeutern) mit pröfem 
ruchtlager unter dem Hute ſind die giftigen durchaus unverkennbar 
durch den mennigrothen oder hochrothen oder hellroſaen Anhauch der 
Porenmündungen des Fruchtlagers. Eine höchſtens verdächtige, aber 
ſeltene Art hat große braune Poren und einen ſtechenden Pfefferge⸗ 
ſchmack; eine ſchwarzbläuliche Färbung des Fleiſches beim Bruche und 

des Fruchtlagers ſchon bei der Berührung hat an ſich nichts zu be⸗ 


. ſagen. Dieſe maſſigen Individuen, die vor Allem in Kiefernhaiden 
wuaachſen, geben die reichlichſten Mahlzeiten. Die Hydneen, deren 
9 Fruchtlager unten aus weichen Stacheln beſteht, beſonders eine maſſen⸗ 8 
85 in Nadelgehölz vorkommende Art mit ſchwarzbraunem, grobſchur⸗ 
pigem Hute (Hirſch⸗, Habichtsſchwamm (Hydnum inbricatum), deſſen EN: 
ſtachelige Unterſeite rehfellartig ausſieht und ſo auch ſich gaaeh 155 Br. 
ſüämmtlich eßbar. — Nicht ind! lle an Bäum ile. 
5 Unter den „Keulenpilz en“ (Clavariaceen) ſind die benen igen "= 
| Morcheln mit ei⸗ oder kegelförmigem Hute und desgleichen die Hel⸗ 
bvellen mit faltig gewundener brauner Mütze die auserkorenen und 177 
Alnperkennbaren Lieblinge der Gutf ſchmecker. Die einzige verdächtige 
Hlelvxella suspecta mit rede wäſſerigem Hute iſt ſehr felten 
und durch den ſüßlich widrigen Geſchmack unverkennbar. Die eigent- 
lichen Keulenpilze (Clavaria) kamen Bärentatze] find ohne 


3 h 
EL N 
Wer 


allen Hut und haben eine aſt⸗ oder geweihartige oder laubblätterige 
1 Form und ſind von verſchiedenſter Größe; alle irgendwie ſo geformten | 
Pilze find ausnahmslos eßbar. — Dieſelbe Ausnahmsloſigkeit gilt von 
den ſchneeweißen, kugel⸗ oder birnförmigen Staubpilzen (Bovista 5 
und Lycoperdon), vom Volke Boviſte oder Katzeneier genannt. So 
groß oder ſo klein ſie ſein mögen, nackt oder mit Flocken und Stacheln 
beſtreut, geben fie, fo lange ſie jugendliches, weißes Fleiſch haben, ein 8 
ſchmackhaftes Gericht; ſelbſt roh, mit Pfeffer und Salz genoſſen, ſind 
e Nicht zu erachten. In vielen Gegenden wiederum fällt es keiner 1 
Renſchenſeele ein, fie für eßbar zu halten, anderwärts find ſie dagegen 
€ Lieblingsgericht Die Italiener verſpeiſen ſie unter dem Namen 1 
| „Pettino’s“ ; ; mir ſelbſt haben fie in jeder Gegend in und außer 2 
ei 


32 4 


' ren gemumbet, und vieler Orten hat man es meine Mahnung 


gar nicht unwerth ſchätzen gelernt. Es iſt eine reſpectable Koſt. Zu⸗ 
mal der Rieſenboviſt vermag durch ein einziges Tremplar eine Familie 
mit Weib, Kind und Kegel zu ſättigen. Bekannter und geſuchter, aber 
uch ſeltener, bekanntlich faſt nur durch beſondere Spürkraft darauf 
bgerichteter Hunde aufzufinden ſind deſſen nächſte Anverwandten, die 


Trüffeln, die ihrem innern und äußern Baue nach nichts mehr 
eee — 5 er 


und nichts weniger als Staubpilze find, nur härter und noch wohl⸗ 
ſchmeckender. Verwechſelt werden aber gerade ſie oft leicht und von 
Betrügern abſichtlich mit dem verdächtigen, innen ſchwarzblau werdenden 
Hartboviſt (Scleroderma vulgare), der in Scheiben geſchnitten faſt 
unkenntlich iſt und verkauft wird. Er kommt maſſenweiſe in allen 
ſandigen Gegenden in Wäldern und an Wegen vor, iſt aber in der 


That mit der viel tiefer liegenden Trüffel nicht zu verwechſeln, zumal 
wenn man darauf achket, daß dieſe beim Durchſchnitt ein blaſſes, zart 


marmorirtes Fleiſch hat, während der Hartboviſt in allen jenen Arten 
immer grobkörnig ſchwarzblau iſt. 5 
Nach allen dieſen Andeutungen möchte es unmöglich ſein, Miß⸗ 


griffe beim Sammeln zu thun; es iſt aber durch dieſelben auch an die 


Hand gegeben, diejenigen Pilze mit voller Sicherheit zu erkennen, welche 
durch ihren Wohlgeſchmack und ihr reichliches Vorkommen allerorten 
werth ſind, nicht überſehen zu werden. Ueber den gaſtronomiſchen 


Werth nun ließe ſich freilich ftreiten; denn wenn fie auch von Gour⸗ 


mands allezeit eifrig begehrt worden find, und wenn auch daraus etwa, 
daß im Süden Deutſchlands und anderwärts in den Städten beſtimmte 
Marktplätze für den Pilzverkauf vorhanden ſind, die Popularität des 
Conſums ſich abnehmen läßt, ſo ſind doch immerhin die Geſchmäcke 
verſchieden, und bei manchen Pilzarten muß die künſtliche Zuthat 
ſicherlich die Hauptſache thun. Aber der Ernährungswerth läßt ſich 
weniger antaſten. Die verſchiedenſten nährenden Stoffarten ſind darin 
durch chemiſche Analyſe nachgewieſen. Beſonders durch die ſtickſtoff? 
haltigen Stoffe ſtehen ſie mit der Fleiſchkoſt auf faſt gleicher Stufe, 
wenn auch der Magen ganz andere Mühe hat, jene Stoffe zu be 
wältigen. So ſind ſie denn wenigſtens keine verächtliche Speiſe, zu⸗ 
mal fie ohne die Arbeit des Pflügers und ohne die Mühe des Säe⸗ 
mannes als eine freie Himmelsgabe die Waldgründe erfüllen, auf 
ſterilſten Angertriften und herbſtlichen Wieſen auf den Ruf einer einzigen 
Nacht hervorſchießen. Und das zu Zeiten in einer Menge, daß die 
ganze Dorfbewohnerſchaft davon ausſchließlich ſich ſättigen könnte. Ob 
aber die freie Himmelsgabe ſich nicht auch in die Feſſeln der Kultur 
bringen läßt? Richtig gehandhabt, muß es gelingen; aber wirkliche 
Ausdehnung hat doch nur erſt die Kultur des Champignon und der 
Trüffel gewonnen. In Frankreich, beſonders in der Umgebung von 
Paris, ebenfo in mehreren Provinzen Rußlands und auch in Deutſch⸗ 
land wird der Champignonbau mit großem Vortheil betrieben. Ein⸗ 
träglich iſt das Geſchäft. Ich weiß von einem Gärtner, der die Cham 
pignons den Winter über im Keller gezüchtet hatte und einen Reinge⸗ 
winn von 40 Thlrn. daraus erzielte. Aber noch einträglicher wäre 
es, wenn die Kultur der Steinpilze und Ziegenbärte auf dieſelbe leichte 


Pfund raſch auſchießen. Die Sache hat ihre So. 

= . Aber, wenn wir beſtimmte Pilze auf beſtimmte Waldreviere 
angewieſen ſehen, jo hat damit die Natur ſelbſt die Orte angedeutet, 
wo der Anbau ökonomiſch zu betreiben wäre. Und iſt ein Pilz einmal 


im Garten. Er iſt aber auch leicht zu verpflanzen. So habe ich den 


Re ne 8 Er a: 
f & 22 
* 27 N u 7 1 
* 


nie ſich fanden, und ich habe fie jedes Jahr an dieſer Stelle in Un⸗ 
menge wachſend wiedergefunden. Die Wiſſenſchaft hat ſchon genug 
darauf hingewieſen, dadurch den unbenutzten Waldboden zu einem er⸗ 
giebigen neuen Nahrungsquell zu machen; aber ſowohl die Unkenntniß 
i der Pilze und ihrer Lebensbedingungen ſelbſt bei Forſtleuten als die 
5 

5 


den Wind geredet ſein laſſen. 
Die Zahl der eßbaren und zugleich ſchmackhaften Pilze iſt durch 
die vorhin angegebenen, wie ſchon angedeutet, obenein noch lange nicht 


5 führten ganz abzuſehen und doch ganze Körbe mit anderen zu füllen. 
Daneben allerdings gibt es noch unzählige, die nicht ſchädlich noch 


5 verdächtig, aber doch nicht eßbar find. Wen gelüſtete nach den ſchwarz⸗ 


jauchig zerfließenden Tintenpilzen und braunlamelligen Wieſenlingen! 
Deer ſchamloſe Eichelpilz (Gichtmorchel), deſſen weißgelblicher Stiel mit 
grünſchleimigem Hute aus einem blaſſen, fauſtgroßen Gallert⸗Ei (dem 
ſogenannten Teufelsei) hervorwächſt, verleidet ſchon durch ſeinen ſüß⸗ 


a lichen Leichengeruch allen Appetit. Manche dem Niles, 


ähnliche Tricholomen halten durch ihren gallebitteren oder ſtechend 
ſcharfen Geſchmack ab. Die blaßgefärbten oder ſchön roſa- und blau⸗ 
farbigen Helmpilze in zarter Schlankheit, wie die ſtahlvioletthütigen 
Braunlamellen und Roſalamellen und die ſaftſchimmernden Hygrophoren 
würden, abgeſehen von ihrer Kleinheit, wegen ihrer wäſſerigen oder 
ſchlüpfrigen Conſiſtenz uns wenig behagen. Andere, z. B. manche 
Nabelpilze mit kegelförmig aufgebogenem Hute oder die ocherlamelligen, 
gelben und rothbraunen Flammenpilze und Dermocyben haben ein zu 
Ziähes Fleiſch und gleich den derbgroßen, violettblauen Faſerſaumpilzen 
den allerfadeſten Geſchmack. 
1 Alle dieſe Hunderte von ſchönfarbigen und geſtaltenverſchiedenen 
Pilzen wollen aber auch im Grunde nichts weiter, als daß wir ihrer 
uns freuen, — etwa wie die Waldblumen uns freundlich anblicken, die 
außer ihrer Liebenswürdigkeit ja auch keine weiteren Vorzüge haben. 
1 Wie dieſe gehören auch ſie vor Allem zum Walde, insbeſondere aber 
zum herbſtlichen Walde, aus deſſen Grunde fie zwiſchen den verwelkten 


4 
5 erſt reichlich vorhanden, fo kehrt er immer wieder und iſt nach meiner 
5 vielfachen Erfahrung ſchwerer auszurotten als das ſchlimmſte Unkraut 


| Steinpilz und mehrere Stachelpilze an Waldſtellen verlegt, wo ſie früher 


Verkennung des zu erzielenden Nutzens haben bisher dieſe Hinweiſe in | 


erfchöpft. Dem ſpeciellen Kenner ift es ein Leichtes, von den ange 


BEN 8 2 5 
2 8 ** 
e 


K hervorbrechen. 


een N fallenden Blättern, deren. Stelle nun ee 0 
ſeltſame Flora des Herbſtes, 


Dieſe ſämmtlichen Pilze nun, die in Wäldern, auf Driften, Be 
Grabeland, an Bäumen u. f. w. vorkommen, auf raſche, leichte und 
ſichere Weiſe kennen zu lehren, iſt die Abſicht vorliegender Tabellen. 


8 Ihr Gebrauch bietet durchaus keinerlei Schwierigkeit und ſetzt weder 


0 gelehrte noch botaniſche, noch irgend welche die Pilze betreffende Kenntniſſe 
voraus. Die Gebrauchsweiſe der Tabellen muß auf den erſten Blick 


iuleuchten. Man kommt nämlich zunächſt auf die Gattung des Pilzes, 
den man draußen geſucht hat und ſich beſtimmen will, indem man in 


der erſten (der größer gedruckten) Tabelle zunächſt die unter 1 ſtehenden 


55 beiden Gegenſätze auf den betreffenden Pilz hin prüft. Man geht nun 
zu derjenigen Nummer über, auf welche die dem zutreffenden Satze an⸗ 


4 
RR 
nn 
3 


4 


gehängte Zahl verweiſt, und verfährt da wiederum ſo in Bezug auf 


die daſelbſt ſtehenden Gegenſätze u. ſ. w. u. ſ. w. Endlich wird man ſo 
auf einen zutreffenden Satz kommen, dem ein latein. „Gattungsname“ 
angehängt iſt. Die dieſem lateiniſchen Namen nun beigefügte Zahl 


weiſt auf die (kleiner gedruckten) Tabellen der Arten. Da nun ſchlägt 
man die betreffende Gattung auf und kommt daſelbſt durch dieſelbe | 


Methode endlich auch auf die beſtimmte „Art.“ — Nach nur geringer 
Uebung im Beſtimmen wird man die erſten Nummern in der 
Gattungstabelle bald gleich überſpringen können und z. B., wenn man 
einen Blätterpilz“) vor ſich hat, gleich bei Nr. 47 beginnen. Man wird 
bald auch die Gattung deſſelben auf den erſten Blick erkennen und z. B. 


einen Milchpilz gleich in der Artentabelle unter der Gattung Galorrheus 4 


aufſuchen. Dann ift von Mühe beim Beſtimmen gar nicht mehr zu 


9 25 reden und man wird ſich den Pilz auf der Excurſion ſelbſt gleich be⸗ 
ſtimmen, was um fo mehr zu empfehlen iſt, da durch den Tran 
port nach Haufe mancher zarte Behang, manche loſe Bekleidung ſich 


verwiſcht, manche Farbe verblaßt und überhaupt dieſer und jener Cha⸗ 


> es an Ort und Stelle ſich am beſten , läßt. 


*) Es ſei hierbei bemerkt, daß ich die große Gruppe der Blätterpilze (von Nr. 47-88 


— ——̃—̃—̃ —H— — — 


der zweiten Tabelle), welche von den meiſten Autoren als die einige große Gattung Nee En 
Be werden, aus guten Gründen in viele Gattungen zerlegt, ihnen aber meift die Na⸗ 
men gegeben habe, mit denen man herkömmlich die Gattung Agaricus zu gruppiren P 


als ein ganz abſonderliches Bolten % = 


ur 


Rz LEEREN 2 


Gattungen. 


a Samenſtaub maſſenhaft innen. ae umſchloſſene bis. . 5 
von Birn⸗, Kugel⸗ oder Knollenform. (Figur 1—6.) *) 2. 


— äußerlich und nur wie angehaucht. Pilze von Schirm⸗ oder 
Dachform, becherig, lappig, kruſtig, ergoſſen, fädig, ei 
oder ftrauchartigsverzweigt. (Figur 8 u. f. w.) 19. 


En Bauch- oder Staubpilze. a 
es Bis ein Fuß tief unter der Erde wachſende und daſelbſt meiſt g 
bverborgen bleibende harte Knollen. 3. 1 

95 Auf der Erde, oft auch an Holz wachſende harte oder biscuitweiche er 
oder anfangs ſalbenartige Pilze von verſchiedener Form. 6. 2 
5 3. Mit Wurzelfaſern netzartig überflochten. 5. 

Ohne ſolche Wurzelfaſern. Selten. 4. 

5 Innen aderig marmorirt, trocken, fleiſchig und ohne Haargeflecht. 
% Meist duftig und wohlſchmeckend. (Figur 1.) Tuber (Trüffel) 1. 
5 5 “ — . marmorirt, 1 und mit Haargeflecht Elapho- 


; e bald breiig und ſaftflüſſig, fuchertg 19 1 Hyp een 89 
1 Anfangs ſalbenartige oder ſchleimige Maſſen, welche bei der Reife 
zu Sporenſtaub erſtarren und dann zerfallen oder mit zarter En 
Be vmkleidet werden. Nur Se Holz an Rinde, 1 Moos u. . w. 7 


Abbildungen ſtellen zum größten Theil beſtimmte Arten dar. Sie ſollen dem 
An 955 den Typus ganzer Gruppen veranſchaulichen. 


9. In der Jugend meiſt Ente Schleimmaſſen. 12 ac Staub 
| meiſt düfter. Reticularia. 5. 1 
In der Jugend meiſt ſcharlachrothe Klümpchen; dann kugelig, erbſenn 
bis kirſchgroß. Haut doppelt, d. h. unter der äußern papierarti⸗ 
Bi; gen noch eine äußerſt zarte, durchſichtige. Staub meiſt roſa. 
Tyeogala. 6. 1 


a Anmerkung. Diejenigen Gattungen, bei denen die Schlee 
I reifend in oft zahlloſe heerdenartig neben einander ſte⸗ 
5 hende winzige Einzelpilzchen von zierlichſter Röhren, 
Be: Birnen⸗, Apfel⸗ oder Keulenform zerfällt, welche Staub 
in enthalten, — fie find abſichtlich in dieſem Buche weg⸗ 
Ba gelaſſen, weil fie wegen ihrer Winzigkeit nur den 


Mikroskopiker intereſſiren können. 


10. Aus einer innen gallertigen, bis fauſtgroßen Kugel ſtreckt ſich bad 
eine zellig8⸗poröſe Ruthe, die mit grün⸗ſchleimigem Morchel⸗Hute 
gekrönt iſt. (Figur 6.) Phallus. 18. 

Innen nicht gallertig, ſich nicht ſo geſtaltend. 11. | 

14. Die äußere Haut platzt bei der Reife ſtern⸗ oder kronenartig auf 
(etwa wie die rauhen Hüllkelche der Bucheckern) und breitet meiſt 
die Zinken ſternig aus, fo daß die innere papierhäutige Staubkugel 
offen liegt. 14. 

ö Kein ſtern⸗ oder kronenartiges Aufſpringen. 12. 

12. Die äußere (weiche oder zähe) Haut umſchließt bauchig oder net 
artig eine Anzahl kleiner (ſenfkorn⸗ bis erbſengroßer) ſelbſtſtän⸗ 
diger Staubpilzchen („Peridiolen“). Seltener. 16. 4 

Der Pilz beim Durchſchneiden innen einförmig. 13. 1 

13. Die äußere Haut lederartig, meiſt korkzähe, nie weiß; eine 
innere Haut iſt vorhanden. Das junge Fleiſch hart, nicht 
ſchneeweiß. Staub bei der gemeinſten Art blauſchwarz. 
Braune oder e ee meiſt ganz ungeſtielte 
Knollen von 0, % — 0, m. Durchmeſſer. Scleroderma. 9. 

Die äußere Haut acehrabfäuhthermeig, meist ſchneeweiß, oft 
darunter noch eine innere. Das junge Fleiſch biscuitweich 
und ſchneeweiß. Staub nie blauſchwarz. 17. i 
14. Kirſch⸗ bis holzbirngroße, meiſt gelbbräunliche Knollen. Die außer: St. 
Lederhaut wird fternartig zurück eſchlagen, ſo daß die innere 
papierhäutig wan e een offen liegt, welche ſich dann 
am Scheitel mit einem Löchelchen öffnet. (Fig. 2). Geaster. 11. 
Nur etwa ſenfkorngroße Kügelchen, meiſt an faulem Holze. Die 
Außenhaut ſpringt kronenartig auf, worauf das bis dahin un⸗ 
ſchloſſene Innenkügelchen elaſtiſch herausgeſchleudert wird. er 4 
durch eines der intereſſanteſten Pilzchen. 15. t RR 


ER 1 5 5 rate wobei das at chloſſ ene 1 e 
Kkelbr. Staubkügelchen herausgeſchleudert wird. Sphaerobolus.12. 
1 Die äußere Haut einfach, bei ihrem krugförmigen Sichöffnen 
ſchleudert fie die Kugel heraus. Thelebolus. 13. 

16 Birngroße, meiſt in einen langen Stiel ausgezogene, am Scheitel, 

Anregelmäßig aufreißende, anfangs faſt weiche Pilze. Innen 

blätterig⸗zellig; in dieſen Zellen liegen erbſengroße, umhäutete 
Staubkügelchen (Peridiolenh. Polysaccum. 10. 

Kaum 0,1 m. hohe, heerdenartig an Holz oder auf fetter Erde ver⸗ 
ſammelte holzzähe Pilzchen. Nach der Oeffnung von der Form 
einer zierlichſten Urne, und die weiß glänzenden linſenflachen 
Peridiolen drinnen geben derſelben das Ausſehen eines Neſt⸗ 

ceens mit Eiern. (Figur 3.) Nidularia. (Cyathus.) 14. 

17. Auf bis fingerlangem, ſchwefelholzdickem Stielchen die nur etwas 
über erbſengroße Staubkugel; weiß. Tulostoma. 15. 

0 Andere Größenverhältniſſe. 18. 

18. Haut einfach, meiſt mit dicken (meiſt zierlichſt geordneten) Stachel⸗ 

5 chen, flockigen Schüppchen oder kleiigen Flocken dicht beſetzt. 

Meiſt birn⸗ oder kreiſelförmig, auch wohl in 1 Stiel ausge⸗ 

zogen; weiß, gelblich oder bräunlich, 0, 1—0, . Durchmeſſer. 

(Figur 4.) Ly coper don. 16. 

Haut doppelt, die äußere brüchig und meiſt bald ſtückweiſe 
ſich loslöſend, nackt und glatt. Kugel- oder nierenförmig, ohne 

5 allen Stiel, ſchneeweiß. Bis zur Größe eines Taubeneies. 

1 (Figur 5.) Bovista. 17. 

19. Der Pilz bildet meiſt einen geſtielten oder ungeſtielten Hut, (oft 
nur eine ergoſſen⸗ angewachſene Kruſte) der auf feiner Unter⸗ 
ſeite beſetzt iſt mit ſtrahlig geordneten Blättern (Lamellen), 
gedrängten Röhrchen, Zähnen oder Stacheln. (Fig. 21 u. ſ. w.) 38. 

— einen geſtielten (wellig⸗faltigen oder zellig-grubigen) Hut 
aber ohne ſolchen Beſatz auf der Unterſeite (Fig. 19 und 

20). 34. 

E keinen Hut, iſt vielmehr ſtengel⸗, keulen⸗ oder geweihartig (an 
der Spitze höchſtens kopfig verdickt) oder ſtrauchig⸗veräſtelt oder 

häntig⸗ becherförmig u. ſ. w.; alle ſeine Seiten ohne jenen 

Beſatz, höchſtens ſtaubig. (Figur 818.) 20. 


= Keulen⸗, Aſt⸗ und Hautpilze. 
20. ales gur, Subſtanz, welche trocken einſchwindet und feucht 


nr 


e dic uff, wens k, mige 
en 21. e 
Lederzähe oder ecbarſtäſchig Kinds: oder fertige), we 
ſchwellende noch zitternde Subſtanz. 22. 
21. Keulige oder wogigfaltig ergoſſene Maſſen. Tremella. 195 4 
7 Ohr, Muſchel⸗ oder Schüſſelform, auf der Unterfeite druf auh 
5 oder filzhaarig. Exidia. 20. 
GSHleeſtilte, meift hängende Glöckchen. Sehr ſelten. Cyphella. 21. . 
5 . Pilze mit Stengel⸗Character: bloße Stiele (am Gipfel ot 
1 kopfig verdickt), Säulchen, Keulen oder Zweige, oft gabelig oder 
ſtrauchig veräſtelt. (Figur 8—11.) 23. 5 


! 5 


ker 


Pilze von ſcheibiger oder becherig vertiefter Form, oder begell er⸗ 


5 goſſene Kruſten. (Figur 12— 18.) 31. 5 
223. Auf abgeſtorbenen Kräutern, an modernden Blättern. Binzige 
ober doch fadendünne Pilzchen.) 24. —9 


Auf der Erde oder an Holz. 25. 


Auf andern Pilzen oder auf todten, in der Erde ruhenden Schneller 
lingsconcons, auch zwiſchen modernden Tannennadeln. Die bis 
fingerhohen (meiſt gelben) Keulchen ſind von geordneten heren 
dunkleren Punkten rauh. Selten. Cordyceps. 22. 


. 24. Nur bis 0, % m. hoch, weiß oder roth. Pistillaria. 24. 
ER Mindeſtens ſtecknadelhoch, gelblich oder gebräunt. Meiſt auf einem 
BER kleinen Knollen ſich erhebende, fädige Keulchen. Typhula. 25. 
25. Knorpelig⸗gallertig, trocken hornartig erhärtend, meift dottergelb und, 


klebrig. Calocera. 26. 5 
Nicht klebrig und meiſt von anderer Färbung. 26. N 


3 
An 


15 26. Holzige, braunſchwarze und ſchwarze, anfangs gegen die Spitzen 
hin weiß beſtäubte Arten. Hypoxylon. 23. 1 
Eßbar fleiſchige Pilze; gelblich, weiß, grau, röthlich u. |. w. 27. 

27. Der Gipfel des Keulchens oder der Aeſte ziemlich plötzlich f, 
ſpaten⸗ oder blattförmig verbreitert. 28. 


Höchſtens ganz allmählig vom Grunde auf verſtärkt. Stielig u 
keulige, gabeläftige oder korallenſtockartige Gebilde. Cla varia. 27. 


28. Ein maſſiger aber reich veräſtelter Pilz mit arabesten-blatta 
verbreiterten Aſtſpitzen. Sparassis. 28. f 


Meiſt ganz unveräſtelte, einfache, am Gipfel aber a 
kopfförmige Keulchen. 29. 


er düſter RR ſchwarzbraune oder grüne Arten. 
(Figur 11.) Geoglossum. 29. 


5 x Gelbe, gelbröthliche, höchſtens roſtbraune Arten. 30. 75 9 
30. Gipfelkopf eiförmig den Stiel umſchließend. Mitrula. 30. 5 
E 5 — ſpatenförmig vom Stiel durchſetzt. Spathulea. 31. Be 


31. Wachsfleiſchig⸗eßbar (wenigſtens die größern lohnen das Verſpeiſen.) 
Reguläre einzelne Scheibchen, Näpfe, Kreiſel, Kelche, Trompeten 
oder Ohrenmuſcheln. (Figur 12— 15.) 32. 
Kork⸗ oder holz⸗ oder lederzäh. Allenfalls anfangs weich. Meiſt 
unregelmäßig ergoſſene oder fächerförmig ausgeſpreizte Gebilde; 
wenige ſind geſtielt oder von regulärer Form. 33. 
„Mächtige, fingerhohe und bis auf den Grund über fingerdicke und 
hohe Füllhörner oder Schläuche. Craterellus. 33. 
Meiſt ungeſtielte (wenn geſtielt, ſo doch nicht bis auf den Grund 
des Stieles hohle), anders geformte, meiſt äußerſt kleine und zum 
Theil an Holz, abgefallenen Aeſten, Krautſtengeln und modernden 


FEN Pe Pi N 


do 


ke a Blättern ſchmarotzende Arten. Peziza. 32. ; 
33. Mit glattem oder warzigem oder fonft etwas höckrigem Frucdtlagr, 
* das durch die austretenden Sporen angehaucht erſcheint. Die 
F. meiſten Arten ergoſſen⸗kruſtige Ueberzüge bildend, viele anfangs 


55 ſchimmelartig oder talgweich, dann leder- oder holzartig erhärtend; 

. nur einige geſtielt. (Fig. 16—18.) Thelephora. 34. | 

“ Das Fruchtlager wäſſerig tropfend, oder mit ſtachelartig verlängerten 

5 Warzen oder Zähnen. 35. 

34. Holzig, leder⸗ oder korkartig, oder doch fo erhärtend. 33. 
FPleiſchig⸗häutig. 35. 

35. feld oder becherartig vertiefte einfache Haut, abwärts ſtielig aus⸗ 
gezogen. 32. 

Nicht becher⸗ oder kelchförmig, aufgeblaſen⸗hohl, Stiel deutlich 
aabgeſetzt. 36. 

36. Wogig⸗faltige Mütze. 37. 5 
Kegel- oder eiförmiger Hut, zellig⸗grubig, meiſt mit hohen Längs⸗ 5 
And Querrippen. (Figur 20.) Morchella.*) 37. | 
3 Pr Su wenig über pfennigbreit, feucht ſchmierig⸗ſchlüpfrig. Leotia. 35. 

m mindeſtens thalergr., nicht ſchmierig. (Fig. 19.) Helvella. 36. 

50 Hut auf der Unterſeite mit Warzen, Stacheln, Nadeln oder zähnig 
FBeertheilten Lamellen. (Figur 21, 22.) 39. 


Er =) Aus er weißlichen Kugel hervorbrechende, ekelhaft Be riechende Arten mit 


72 e Morchelhute gehören zur Gattung Phallus (Fig. 6 


St 9197 der lane mit t ſeitlch e sußilofen. r 
deren Mündungen der Unterſeite des Pilzes ein nadelſtichiges netz⸗ 
oder labyrinthartiges Ausſehen geben. (Figur 2325.) Per 
— — — mit ſtrahligen Blättern, den ſogenannten „ 1 

in einigen Fällen mit mehr oder minder ſtarken Ad ec 5 


Ang en. 47% 
| Stachelpilze. 
39, Das Fleiſch ſaftig, der angebrochene Pilz innen wie friſches Rind 
fleiſch anzuſehen und anzufühlen. Aus anfänglichen Wärzchen 
entſtehen die Stacheln, welche geſchloſſene Röhrchen find. Nur 
an Dülmen, ſtiellos, groß, zungenförmig. 43. Bi 
| — — und die Stacheln oder Zähne ganz anders. 40. 
40. Nadelartige, meiſt weiche Stacheln, wodurch die Hutunterſeite meiſt 
bürſtenartig ausſieht und ſich anfühlt. Eßbar fleiſchige oder 
leder⸗ und korkartige Pilze. Auf der Erde und an Hölzern. | 
(Figur 21,22.) Hydnum. 41. | 2 
Stacheln nicht nadelartig. Der Pilz von lederartiger Conſiſtenz, 9 
| nie geftielt. Nur an Hölzern. 41. . 
441. Flache Zähne, deren Reihen eigentlich nur zähnig getheilte Lamellen | 
19 find. JTpeX. 40. 
Feſte eckige Stacheln oder Warzen. 42. 
442. Die Warzen oder Stacheln tragen an der Spitze ein Borftenbndel, \ 
Ä Odontia. 38. 0 5 
Eckige, an ihrer un od. flaumweiche Stacheln. Radulum. 39. | 


Löcherpilze. 

43. Das Fruchtlager beſteht aus unverwachſenen, e % 

uk mündungsloſen Röhren; mit abtropfender ſäuerlicher Flüſſigkeit. 

. Hut ſaftig, im Bruche wie rohes Rindfleiſch eh und an⸗ 5 

zufühlen. Fistulina. 42. 
— — aus zu einer Schicht verwachsenen Röhrchen Se 
labyrinthartigen Faltungen oder aus irgendwie löcherigen oder 

arubigen Vertiefungen. 44. 

44. Das Fruchtlager beſteht aus Röhrchen, deren Minde Kehre 
Unterſeite ein nadelſtichiges oder maſchenartiges Ausſehen 1 
Geſtielte oder ungeſtielte Pilze auf der Erde oder an Holz. 45. 

— — — aus aderäftigen Falten und eee Gänge 

Nur an Holz und ungeſtielt. 46. f 

45. Zumeiſt an Bäumen wachſende Pilze; wenn auf der Erde, ſo 5 

der Stiel veräſtelt oder ſeitenſtändig, oder es iſt der ganze P 
lederzähe. (Figur 1 Polyporus. 45. a 


SE . 


uf der Erde wachſende, eßbar⸗fleiſchige Si mit central 
/ digen Stiele. (Figur 25.) Boletus. 46. 
46. Das Fruchtlager meiſt gabelfaltig od. buchtig od. us einfache Lamellen. 
Hut nie weiß. Der ganze Pilz korkig u. trocken. Daedalea. 44. 
Das Fruchtlager mannigfach gefaltet oder grubig⸗löcherig, gegen den 
HButrand hin netzaderig. Hut vielfach weiß, oft lappige Kruſten 
bildend. Der ganze Pilz vielfach feucht, tropfend oder knorpelig⸗ 
gallertig. Merulius. 43. 


Blätterpilze. 


} der oder korkzähe, ungeſtielt an Baumſtämmen oder Se 
werk anſitzende Pilze. Die Lamellen labyrinthartig buchtig oder 

löcherig gefaltet oder (beſonders gegen den Hutrand hin) gahelig; 

fächelartig getheilt. 46. 

Fleiſchige oder häutige Pilze. Sind fie leder- oder korkzähe, jo 
find fie doch entweder (central- oder feitlich-) geſtielt oder die 
Lamellen find unveräſtelt⸗ſtrahlig (höchſtens in ihrem Grunde 
aderig verbunden oder nur hie und da einmal gegabelt.) 48. 

Lamellen alle gleichlang (höchſtens je eine kürzere am Rande 
dazwiſchen) pergamentartig, aber dabei ſteifzerbrechlich, frei 
oder angewachſen, nicht herablaufend. Der Hut flach ge⸗ 
wölbt, dann ausgebreitet, anſehnlich, ſpröde ſtarr, von meiſt 

greller (bei den gemeinſten Arten kirſchrother oder roſaer) Farbe; 

Hutrand nie eingerollt. Stiel derb⸗fleiſchig, mindeſtens 
bleiſtiftdick, aber bis weit über daumendick, gedrungen, voll, 

nackt, glatt, ſtarr. In Unmenge truppweiſe in allen Wäldern.“) 

(Figur 26.) Russula. 73. 

Lamellen mit verſchieden⸗ (drei⸗ bis vierfach⸗) langen untermiſcht. 
Hut und Stiel anders. (Sind die Lamellen gleichlang, ſo f ſind es 
kleine fleiſchloſe Arten, deren Hut faſt nur eine zarte 19 5 und 
deren Stiel höchſtens ſchwefelholzdick iſt.) 49. 


**) Sporenſtaub gelb, braun oder ſchwarz (ebenjo früher 
oder ſpäter die Lamellen, obgleich dieſe anfangs oft weißlich, roſa 
u. ſ. w. find.) 50. 
E roſa (früher oder ſpäter meiſtens auch die Lamellen roſa, 
55 obgleich dieſelben anfangs grau, gelblich, bläulich, beſonders häufig 
. aber weiß ſind). 70. 


Net man eine einzige Art und dadurch den Habitus dieſer charaktervollen Gattung, 
nan diefe nie wieder verwechſeln. 


Farbe des Sporenſtaubes erkennt man, wofern nicht die mit demſelben ange hauch⸗ 
u fie ſchon genugſam zeigen, wenn man die Pilze (am beſten ohne Stiel) auf 
ies Papier legt; nach wenigen Stunden iſt der Sporenſtaub N 


© elf 0 
ja 155 grau, EN u. 9 w. HRG And ie 17 5 durch de 
en weißen Sporenſtaub einen weißen Reifanhauch erhalten.) 76. 

50. Die Lamellen werden ſchwarz oder braunſchwarz und sie 5 
8 fließen ſammt dem Hutfleiſche als ſchwarze Jauche. Zarte 
oder derbe Pilze; meiſt auf oder in der Nähe von Dünger, oft 
büſchelig⸗raſenweiſe am Grunde morſcher Bäume. Hut weiß, 
grau, ochergelb od. gebräunt. Stiel weiß od. blaß. Cop rinus. 47. 
i L. u. Hutfleiſch nicht zerfließend, höchſtens die Lamellen ein wenig. 51. 
51. Stiel oberhalb mit einem häutigen, faſerſchuppigen oder b 1 
Ringe, oder der ganze Stiel (u. Hut) ſparrig⸗ſchuppig bekleidet. 67. 
DOhne ſolchen Ring. 52. 1 
52. Lamellen gabeläſtig (fächelförmig) getheilt (Figur 27) und 95 
f . Hut feucht ſchmierig. Ziemlich anſehnliche Pilze. 58. 
— einfach, d. h. nicht äſtig getheilt (höchſtens hie und da einmal 
= eine einzelne jo.) 53. N 
53. Die Lamellen verfeuchten ſich zur Zeit der Reife meiſtens und zer⸗ 
73 fließen dann oft ein wenig; ſie ſind anfangs blaß und ver⸗ 
färben ſich düſterfarbig: ſchwarzgrau, ſchwarzbraun, purpur⸗ 
oder violettbraun oder umbrabraun (nur bei ganz wenigen Arten 
mit zerfließlichen Lamellen find fie lehmgelb.) Hut meiſt mürb⸗ 
gebrechlich und mit flimmerigem Schein; ſein Rand auch anfangs 
nicht eingerollt, höchſtens etwas eingebogen. Stiel hohl. Das 
Fleiſch von wäſſeriger Conſiſtenz. Meiſt in der Nähe von 
verrottetem Viehdünger, daher auf Triften, an We in 8 
Gärten u. ſ. w. 54. SEN 
Die Lamellen verfeuchten ſich nicht, fondern vertrocknen nach ee 
Zeit der Reife; fie find lehmgelb, roſtbraun oder zimmet⸗braun 
(höchſtens anfangs purpurdunkel.) 59. 5 


5 3 c Dung⸗ und Wieſen-Blätterpilze. Se 
54. Lamellen ſchwarz (ohne braune oder violette Beimiſchung) oder 
grau (oft grau und ſchwarz geperlt.) Coprinarius. 48. 

— lehmgelb, braun, purpurbraun= od. purpurviolettſchwärzlich. 55. 

55. Hut dotter= oder goldgelb, farc meiſt chatergroß 
und darüber. Stiel meiſtens fingerhoch, 0, 0 2— dick. 5 
Lamellen lehmgelb oder roſtbraun werdend. Bolbitius. 49. 1 
Andere Färbung. 56. er 


56. Stiel weiß oder weißlich. Hut vielfach weißlich oder 2 
meiſt glimmerig bekleidet, von wäſſerig-mürber Ae 
mellen angeheftet. Psathyra. 50. 


matt gefärbt, nur bei einigen Arten weißlich. Hut nackt, 


nie weißlich. Lamellen breit angewachſen, oft etwas herablaufend, 


7. Fleiſch derb, ſchwefelgelb, oder weiß und von bitterem Geſchmack, 
oder doch der Hut (und meiſt auch der Stiel, der nie nackt 
weißlich iſt) ſchwefelgelb oder orange. Faſt nur am Grunde alter 
Baumſtämme. HyphOIL Oma. 52. 

Nirgends ein ſchwefelgelber Ton oder ein bitterer Geſchmack. Nie 
an Baumſtämmen. Psilocybe. 51. 


Braunſtaubige Blätterpilze. 


Hutrand immer ſehr eingerollt. Hut ſehr fleiſchig, wohlriechend, 
innen gelblich. Lamellen ziemlich dicht, vielreihig, zart, beim Druck 
ſich verfeuchtend und dunkelfleckig, hinten netzaderig. Rhy- 
mo vis. 65. f f 
— ſcharf, nur etwas eingebogen; Hut wäſſerig fleiſchig, geruchlos. 
Lamellen ſehr weitläufig, mit ſchwärzlichem Samenſtaub. Schleier 
ſchleimig⸗häutig. Nur in Nadelwäldern. Gomphidius. 64. 


Hut ſtiellos oder ſeitlich in einen Stiel ausgezogen, oft 
lederzähe. Nur an Bäumen oder Holzwerk. (Fig. 33.) Cre- 
pidotus. 54. 8 

— central geſtielt. Auf der Erde oder an Bäumen, oft am 
Grunde derſelben. 60.) 


5 60. Hut etwa pfennigbreit, auf etwa fingerlangem, dünnem, mäfferig- 
gebrechlichem (oder knorpelig röhrigem) Stiele. Alſo kleine, ſehr 
ſchlanke Pilze. 61. 1 
— meiſt größer, auf fleiſchigem, feſterem, weniger ſchlankem 

Stiele. 62. 
1. Hut tief⸗ oder flachglockig, oft fingerhutförmig, mit geradem 
RNande, ganz fleiſchlos; wie der Stiel wäſſerig mürbe oder 
zerbrechlich. (Fig. 28.) Galera. 55. 


x — 

Die in Nr. 60—66 enthaltenen Gattungen klar zu unterſcheiden, hat von je den Syſte⸗ 
matikern viel Noth gemacht. Ich denke, daß nach meiner Aufſtellung kaum ein Irrthum mehr 
stattfinden kann. Es jet aber noch bemerkt, daß man zwei Hauptgruppen unterſcheidet. Näm⸗ 
ich die unter Nr. 60—64 enthaltenen Gattungen (Galera, Naucoria, Hebeloma, Flammula, 
oeybe und auch Pholiota) machen die als „Hautpilze“ (Derminus) bezeichnete Gruppe aus: 
ren Charakter iſt ins beſondere ein faſerhäutiger Schleier, deſſen Fetzen oft eine zeitlang am 
trande hängen bleiben. Die unter Nr. 65, 66 enthaltenen Gattungen bilden ferner die als 

„Spinnewebfadenpilze“ (Cortinarius) bezeichnete andere Gruppe; deren Character ift beſonders 
ein ſpinnewebfädiger Schleier, den man beſonders bemerkt, wenn der Hut ſich anfängt auszu⸗ 
n, wo denn zahlloſe Spinnewebfäden vom Hutrand zum Stiel (abwärts) ſich ſtrahlig hin⸗ 
en, ſie verſchwinden aber bald völlig. 


10 ziemlich dach ae it 1 ken be gebogenem b n 
etwas fleiſchig⸗biscuitartig; Stiel meift zäh Enorpelig, 805 20 N 
Naucoria. 56. 


i 62 Lamellen tropfend, von den braunharzig werdenden Tröpfchen ihre 
Schneide punktirt. 115 meiſt blaß iſabellfarbig. Hebe- 
loma. 58. iu 


— ohne ſolche Tröpfchen. 63. 


63. Stiel ſchwefel- oder goldgelb oder gelblich; Hut auch gelb oder 

25 fuchsroth oder gebräunt, bei feuchter Luft meiſt erg 
innen meiſt gelb. Geſchmack meiſt bitter. Zum größten Theile am 
Grunde von Bäumen, geſellig, meiſt büſchelig wachſende Pilze. | 
Flammula. 59. | 


Stiel nicht gelb. Wenn in einigen ſeltenen Fällen der Stiel doch 3 
gelb, der Geſchmack bitter oder der Hut klebrig ift, jo iſt doch 
der Stiel bauchig oder am Grunde kreiſelförmig derb verdickt oder 
auch klebrig oder irgend ein Theil des Pilzes hat eine violette 
oder blaue Färbung. Ausſchließlich auf der Erde lebende Pilze. 64. 


64. Hut mit dichtfaſeriger oder dickfilzi iger angewachſener, bald 
ER längsriſſiger Oberhaut, oder mit zottigen, am Scheitel eit 
re ſparrigen Schuppen rauh bekleidet. Weder derbmaſſige, noch 
ſchlanke Pilze. Nirgends violett gefärbt. (Fig. 30.) Inocybe. 57. 
— meiſt kahl oder dünn faſerig und ſchuppig, nicht riſſig geſchlitzt. 65. 50 


x 65. Hut und oft auch der Stiel bei feuchtem Wetter e bene 5 
5 oder klebrig überzogen. My xacium. 63. 


— nur feucht, weder ſo ſchleimig noch klebrig. 66. 


e weiß, weißlich (oft bräunlich etwas angelaufen), violett 1855 
bläulich. Hut bei mehreren größeren fleiſchigeren Arten table 
oder violett. Leucopus. 61. 


— irgendwie bräunlich oder braun oder gelblich. Weder be 
noch Hut lila, blau, violett, auch nicht irgendwie mit violettem 
Scheine. Zuweilen Geruch nach Rettig. Raphan oz 0 n. 62. 


67. Nur auf der Erde, meiſt gern in der Nähe von verrottetem bac. 
dünger in Wäldern, auf Wieſen, an Wegen. 68. 


Nur an Bäumen, meiſt am Grunde derſelben. Der Stiel ſparri 
ſchuppig, gelblich oder bräunlich, voll. Hut gelb oder braun, 

faſt durchweg mit ſparrigen oder eingewachſenen Schupp 
dicht bekleidet. Lamellen blaß (gelblich oder bräunlich), dann 
oder zimmetbraun. Faſt ſämmtlich ſehr derbe Pilze. (Fig. 3 
Pholiot a. 60. 1 


ER 


; 
1 
3 


8 


REN 


* 


3 fol 


Nr N 


herablaufend, ſehr weitläufig, 
phidius. 64. 

E anders, beſonders einfach; Samenſtaub meiſt braun. 69. 
j 


85 69. Lamellen ſich verfeuchtend und meiſt etwas zerfließlich, 
wu anfangs meiſt hellroſa, roth oder grau, dann braunſchwarz, 


ſo iſt der Hut und meiſt auch der Stiel ſpangrün. Manſchette 

ſchlaffhäutig, meiſt hängend. Auf Grasplätzen, Triften, an Wegen, 
in lichten Wäldern, gern in der Nähe von verrottetem Viehdünger. 
lit a. 53. 


Erde lebenden Arten von Pholiota.“) 60. 


Roſenſtaubige Blätterpilze. 


die Lamellen, bis fie roſa bereifen. Meiſtens größere, fleiſchige, 
eßbare Pilze. (Nur bei einigen ſeltenern Arten ſind die Lamellen 


der Stiel nicht röhrig.) 71. 


flockig erfüllt), ſtets gefärbt (meiſt grau, graugelb, gelblich, 
braun u. a.); Lamellen nur bei wenigen Arten anfangs weiß, 
meiſt mit grauem, gelbem oder bräunlichem Tone. Alles kleinere 


wäſſerigem Hute. 74. 


71. Lamellen weit am Stiele e Clitopilus. 69. 
72. 


Nur an Baumſtämmen oder (ſeltener) doch in der Nähe derſelben. 
Eluteus. 71. 


m auf ” Erde, meiſt auf Grasplätzen. Entoloma. 70. 


nd as eingebogen, eingekrümmt. 
| but über. Eci lia. 66. 


Der Stiel geht in den 


uche 15 eventuell unter dieſen Gattungen. 


X gabeläſtig, mit 
ſchwarzem Samenſtaub. Hut kreiſelförmig. Schleier ſchlei⸗ 
5 5 Nur in Nadelwäldern. (Fig. 27,0.) Gom- 


— vertrocknend; nie mit den genannten Farben. Die auf der 


70. Stiel fleiſchig, meiſt auch fleiſchig⸗voll, weißlich oder weiß; ebenfo 1 


oder der Stiel gefärbt, aber dann iſt der Hut ſehr fleifchig und 


— knorpelig und röhrig (d. h. innen hohl geglättet oder ſeiden⸗ 


E ſchlankere Pilze, mit faſt fleiſchloſem, meiſt knorpeligem oder 


Hut genabelt, ſein 


555 einigen Arten von Leucopus und Raphanozon iſt ab und zu ein Ring vorhanden. 


ſchwarzviolett oder grünſchwarz; ſind oder werden ſie roſtbraun, 5 a 


allen höchstens mit einem Hulchen e etwas e herableufend So ange⸗ 
wachſen, meiſt aber frei. Hut glockig, dann ausgebreitet, Hut⸗ 5 
rand oft gerade. Hut und Stiel innerlich geſchieden, d. h. dern 
Stiel dem Hute gewiſſermaßen nur angepfropft angewachſen (das 3 
zu erkennen, halbire man den Pilz ſenkrecht). 57. 0 


75. Hut mit Faſerſchüppchen bekleidet, beſonders ſein Scheitel; Sn a“ 
rand anfangs eingebogen, faſt eingerollt. Leptonia. 68. 
— kahl, meiſt ſeidig glänzend; Hutrand nicht eingekrümmt, 
von Anfang an dem Stiele anliegend gerade. No lane a. 67. 


f Weißſtaubige Blätterpilze. Br 


76. Lamellen dicklich, gabelig (fächelig) getheilt (Fig. 27), oft ge 
gen den Hutrand hin aderig verzweigt (oft ſind es kaum La⸗ 
mellen, ſondern nur aderige Anſchwellungen).“) (Fig. 27, a, b.) 
Cantharellus. 74. 5 
ER — unverzweigt⸗ſtrahlig, höchſtens am Grunde, d. h. in den Ver⸗ 0 
tiefungen, queraderig verbunden. 77. 2 


77. Der (meiſt muſchelförmige) Hut in einen ſeitlichen Stiel asg 5 

N oder der Stiel fehlt ganz. An Bäumen oder am Grunde alter | 
Baumſtümpfe. (Fig. 33.) Pleurotus. 75. 925 

Der Stiel iſt central, d. h. er trägt den Hut unter deſſen Mitte. 78. 


78. Der Stiel erhebt ſich aus einer lappigen, wulſtartigen 
Scheide; er trägt abwärts eine hängende häutige Manſchette, 
oder der Hut iſt mit weißlichen Fetzen oder Warzen beſetzt. 
Repräſentant iſt der gemeine Fliegenpilz. (Fig. 45.) Am a- 
nita. 88. a 

hee Wulſtſcheide und ohne ſolche angewachſen⸗ hängende Man⸗ 
ſchette, zuweilen aber mit einem Ring. Der Hut faſt nie mit ſolchen 1 
Warzen. 79. 3 
79. Beim Bruche tröpfelt aus der Bruchſtelle eine meiſt weiße oder 
gelbliche aber auch andersfarbige Milch. Lamellen meiſt weit 
herablaufend. Stiel fleiſchig und voll, ungeſchieden in den flei⸗ 
ſchigen Hut übergehend. Faſt durchweg ziemlich anſehnliche Pilze. 5 
In Wäldern. (Fig. 41.) Galorrheus. 84. N 
— — nicht milchend (oder es find kleine helmhütige ſchlanke 
Pilzchen mit kaum ſchwefelholzdicken, kleinfingerlangen, röhrig⸗ 
hohlen Stielchen, welche angebrochen Milchtröpfchen ausſickern.) 80. 


*) Ein Repräſentant iſt der durchweg dottergelbe, fleiſchige, pfeffrig e in allen 
Waldungen ganz gemeine, meiſt kreiſelförmige „Gähling.“ Die 1 andern Arten ii 
zarthäutig, fächelförmig in einen ſeitlichen Stiel ausgezogen und ſelten. N 


(die Flocken ziehen ſich dann kleiner oft bis an den Stielgrund, 
und oft iſt der ganze Stiel mit ſparrig abſtehenden Schuppen 
bekleidet) oder häutigen (aber dann nicht angewachſenen oder ſchlaff 
herabhängenden) Ringe. Dieſer Ring zuweilen allerdings ſehr 
vergänglich und dann nur in der Jugend wahrnehmbar. Hut meiſt 
15 klebrig oder ſchuppig. 81. 

e ganz ohne Ring und auch nie durchweg mit ſparrig abſte⸗ 

. henden Flocken oder Schuppen bekleidet. 82. 


81. Stiel fleiſchig voll, ungeſchieden in den Hut übergehend; Lamellen 
5 breit angewachſen, meiſt ſtrichförmig herablaufend. Hut meiſt 
klebrig in feuchter Luft, ſelten weiß. (Fig. 43.) Armillaria. 86. 
Stiel röhrig hohl, vom Hut geſchieden. Lamellen faſt oder ganz 
frei. Hut nie klebrig, meiſt weiß und bräunlich ſchuppig. (Fig. 44.) 
EN Lepiota. 87. 


82. Lamellen hinten (d. h. am Stiele) buchtig angeheftet. (Fig. 42.) 
RR Stiel derb, ſtämmig, wenigſtens in der Jugend fleiſchig, voll. Hut 
a flachgewölbt, fleiſchig, derb, vielfach mit eingewachſenen oder 
Nr aufliegenden Faſern oder Flocken oder ſeidenhaarig. Durchweg 
große oder doch ziemlich große Pilze. Tricholoma. 85. 

E hinten nicht buchtig. In einzelnen ſchwankenden Fällen find 
doch die übrigen Verhältniſſe anders, beſonders dann der Stiel 

knorpelig und röhrig. 83. 


83. 1 55 . mit nie eingekrümmtem Rande, meiſt 
001 * hoch und breit, fleiſchlos, ſpäter kaum ſchirmflach aus⸗ 
2 gebreitet; auf ſehr ſchlankem, oft fädigem, gebrechlichem Stiele. 
je Lamellen auffteigend, angewachſen oder auch hakig. Sehr zierlich 

ſchlanke Pilze. (Fig. 35). My cena. 77. 
I nicht helmförmig oder dann doch am Scheitel mehr oder min⸗ 
der eingedrückt oder ſich ſchirmförmig ausbreitend, meiſt mit an⸗ 
fangs eingekrümmtem oder eingerolltem Rande. 84. 


wie am Scheitel vertieft. (Fig. 40.) 85. 0 
— nur angewachſen, e oder . ne en 88. 


5 . In einzelnen Fällen iſt der Su bloß feucht oder 10 
trichterförmig, dann aber iſt der Stiel ſchuppig, farbfleckig 
oder warzig, rauh oder auch ſchleimig. Lima cium. 82. 
E meiſt nur feucht, oft trichterförmig vertieft. Der Stiel kahl 
5 oder faſerig, nie ſchuppig oder ſchleimig. 86. 


8 EN 8 ES 
8 S n 


| „Lamellen herablaufend. Der Hut oft trichterförmig oder irgend⸗ 


en fesche nie i feln Ber W Ne winzige A 
(Fig. 34.) Omphalia. 76. e 
— nie fadenförmig, fleiſchig und meiſt voll. Hut zierlich 25 

ſehr fleiſchig, oft dickſchleimig oder klebrig. Anſehnlichere Arten. 87. 


87. Der ganze Pilz ſteif und ſtarr⸗ſpröde, etwas wäſſerig. Der Hut 
ſtumpf genabelt, ſelten trichterförmig. Stiel ziemlich gleich dick 
Lamellen ſteif, ſehr breit und vor Allem ſehr e N 
(Fig. 39.) Camarophyllus. 81. ® 
— Das Fleiſch des Hutes zähe oder piece nit, 
wäſſerig. Lamellen meift ziemlich gedrängt, nicht fo fteif. (Fig. 40. % 
Clitocybe. I. 83. =“ 


88. Stiel borftendiiun und zähe und lang, meiſt ſchwarzbrau Sin 37) 


Bei einigen Arten mit ſchwefelholzdickem Stiele iſt derſelbe glän 
zend kaſtanienbraun. Hut erbſen⸗ bis wenig über Pfennige 
(Fig. 37.) Marasmius. 79. 5 
— anders. 89. 1 


89. Der Hut in feuchter Luft ſchleimig oder klebrig. Der ganze Pil 
wäſſerig⸗ſaftig, feucht gallertig⸗zitterig und ſaftſchimmernd. Faſt 
nur dottergelbe oder ſcharlachroth angelaufene Arten. (Fig. 36. 
Hy gro cybe. 78. 


— nie klebrig. Der Hut innen trocken, biscuitfleiſchig oder doe 
zäh. 90. 


90. Lamellen hinten bauchig, frei (d. h. dem Stiel nicht angewachſer) 
oder höchſtens angeheftet. Stiel knorpelig, meiſt röhrig, vom 
Hut geſchieden. Bei einigen größern Arten hat der Stiel eine 
langzugeſpitzte (rübenartige) Spindelwurzel. Die Hutfarbe ft nie 
violett. (Fig. 38.) CO Illy bia. 80. 5 
— breit angewachſen, meiſt noch etwas herablaufend. Sti 
fleiſchig, meiſt voll in den Hut übergehend. Bei einigen Ar 
ft der 1 5 in allen ſeinen 1 e lea 


1 ! { 
Ak 


f 1. Trüffel, Tuber. 
. 


Innen und außen weiß, mit weichen Stacheln. Taubenei⸗groß, rund. Selten. 
et e Tr. T. dan * 


2. Sinn roth. Außen faltig, Daferrath; nur erbſengroß. Sehr ſelten. Schwarz 
“ . TE. T. atro- rubens. * 


3. Außen 0 9 und dickwarzig bekleidet, grauſchwar; oder ſchwarz, eirundlich, 
bis fingerlang. Innen feſt, weißlich, Lon bräunlichen Adern marmorirt. 
Die häufigſte und geſuchteſte „ſchwarze Trüffel.“ Reife im Aug., Sept. 


(Fig. 1.) Speiſe⸗Tr. T; Bann X 


Außen nicht höckerig⸗warzig. 4. 
nnen röthlich, mit weißem Geäder. Außen braun, weiß⸗kleiig beſtreut, 
nußgroß. Bleiche Tr. T. pallidu m. & 

Innen bräunlich, weiß⸗ geadert. Braune Tr. T. fuscum. & 
n 


2. Wurzel⸗ Trüffel, Rhizopogon. . Be 4 


73 


nen en außen weißlich, feſt. Lieblicher Geſchmack. Selten. S 
weiße W. Rh. niveus. & 


nnen graugelb, außen gelbbräunlich, meiſt von der Größe und Geſtalt einer 8 
Pflaume. Ekelhafter Geruch. In ſandigen Nadelwäldern, vom S. bis 
W. nicht ſelten. Gelbliche W. Rh. luteolus. 


nen weißlich, bald etwas geröthet, gelblich geadert; außen gelblich oder fleiſch⸗ 
xbthlich. Geruch nach Knoblauch, wohlſchmeckend. Sehr ſelten. Magna⸗ 
ten- W. Rh. Magnat um. & 


3. Schaumpilz. Spumaria. 


von einem Inſekt herrührenden Kuckuksſpeichel ähnliche Schaummaſſe; 
ocken von häutigen Flocken durchzogen. Nicht ſelten, im S. und H. 
. Mueilago. 


| tußling (Salbenſchwamm, Lohblüthe), Aethalium. 


alt tartig⸗ſchmierige, oft fußweit ergoſſene regelloſe Maſſen von hochgelber 

8 be. Außen bald mit brüchiger flockiger Rinde erhärtend; innen zu 

f lichem Staub zerfallend. f i Lohbeeten vom Fr. bis S. X e. va- 
a rium, gemein, weithin verbreitend (Sporen ſehr groß). In 
ern auf Laub, Gras und Moss, gemein, Ae. flavum (Sporen 
in, braun), vom Fr. bis H. An Nadelholzſtämmen, innen ſchwarzß⸗ 
ſeltener, Ae. viola ceum.) Fäulniß⸗R. Ae. septicum. 


8 u Netzling. Kelten 5 
1. Mit feſter, dauerhafter Haut; anfangs weißlich, dann gelbbrä T 
gelber Unterlage, innen gelbgrau. An Stämmen von Kaſtanien, e 
Gelbbrauner N. R. flavo-fus ca. . 


Haut zart, meiſt vergänglich. 2. 5 s ie 
2. Ochergelblich, ablaffend weißlich. Staub braun, dann ſchwarz. Auf! 
und Moos am Boden. Moos-N. R. mus cbrum. a 1 
Bald ſchmutzig⸗grün, ebenſo der Staub. Nur bis O, 01m. Durchmeſſer. S S 
ten. Olivengrüner N. R. olivacea. Ar 
Bald braun, ſchwarz oder rothbraun; anfangs weiß. 3. Le 
3. Haut und Staub wird braunröthlich, dann purpurſchwarzroth. Meiſt hand⸗ 
große, fingerdicke Maſſen an Buchenſtämmen. Nicht häufig. Rieſen⸗N. 

R. ma xi ma. ne i 
— — — ſchwarz werdend. An Nadelholz. Shmwarz-N. R. atra. 


8 „— — umbrabraun werdend. An verſchiedenen Baumſtämmen. Um br 
brauner N. R. umbrin a. 0 


6. Blutmilch. Lycogala. 


ar Anfangs roth; Staub roſa. 2. 


E grau, dann bleifarbig. Staub gelblich. Kugelig. Haut punktirt. An 
Nadelholz, ſelten. Bleifarbige Bl. L. plumbeum. . 1 


2. Kegelförmig, Haut faſerig, glänzend, ſpäter grünlich-braun. Selten. abel 
Bl. L. oni cum. 8 
Kugelig, meiſt nur erbſengroß. Haut punktirt, ſpäter grau. Sehr häufig. 
An 7 7 Baumſtümpfen, meift gleich maſſenhaft. Baum⸗ 1 8 ae 24 
dendron. 


7 Hirſchbrunſt. Blaphomyces 1 


| Wallnuß⸗ bis Entenei⸗ „Größe, anfangs gelbbräunlich, endlich braun, mit run 

Wärzchen überſäet. Innen ſchwärzlich. Unangenehmer Geruch, bitter 

äh Geſchmack. Ehedem officinel. Körnel-H. E. eranulatus. N 
Geſtalt und Größe faft ebenſo, mehr rund, meiſt kugelig, Wärzchen eckig. Ge⸗ 

ruch angenehm. Stachel-H. E. muricatus. 1 


8. Wurzelſtreuling. Hyperrhiza. | 


Bis zur Größe eines Taubenei, rothbraun, bereift. Innen braun⸗ſchlein 
Zellen ſchmutzig gelb. Geruch ſehr ſtark, es nr „W. 
liquaminosa. 


9. Kartoffelboviſt. 8 


1. Fleiſch innen blauſchwarz werdend. Die fiele ge bis ſobllederdick 
außen weißgelb, bräunlich, hier und da citrongelb, meiſt riſſig⸗ſchuppig 
feldert, innen aber weißlich. Der aufgebrochene Pilz von eigenthümlichen 
ſtarkem Geruche. Ueberall 8 Wald⸗ und Feldwegen, auf Aengern u. ſ. 

men gemein, im S. und Wird in Scheiben geſchnitten betrü fi 

Trüffeln verkauft. Sein Genuß ſchädlich. Femme er S C. vu 8 12 


PE Ze — AB ͤͤ EDER NETTE ——ůů 


te eh blä iulichen Ton. 


+ 


) petit und die Haut mit Wärzchen bedeckt. Die anfangs harte Haut 
ſpäter weich, brüchig. Staub braunſchwarz. Nicht ſelten, an ſandigen 
Grasorten, im Spätſommer. Warzen⸗K. Sc. verrucosum. 

Ingeſtielt; die Haut nur ritzig⸗ſchuppig, erſt im Alter erhärtend. Staub oliven⸗ 
ſchwärzlich. Neſterweiſe oft halb noch in der Erde, ohne an ihr feſtgewachſen 
> 1 ſein. An ähnlichen, meiſt ſchattigen Orten. Sc. Bo vista (defossum.) 


Haut nur papierſteif, oft in der Jugend 


10. Erbſenſtreuling. Polysaccum. 


1. Sbel ſehr kurz, bis daumendick, bewurzelt. Der ganze Pilz kartoffelgroß 
(bis 0, 7m. Durchmeſſer), etwas länger als dick, ſchmutzig grünbraun, bald 

5 braun bis ſchwarz, lederhäutig, ſpäter gebrechlich. Peridiolen meiſt linſenför⸗ 

. mig, außen wollig, anfangs weiß, bald gelb. Sporenſtaub dunkelbraun. Auf 
Sandäckern, Triften u. ſ. w., nicht ſelten, im H. Wahrer⸗E. P. 

| pisocarpium. 

“ Stiel ſehr lang, meiſt im Sande verborgen. Der ganze Pilz 0,1—0,3 m. hoch, 

gedunſen, keulenförmig. 2. 


Stiel braun, auch innen, daumen- bis armdick, runzelfaltig. Fruchtkopf 
lehmgelblich, dann dunkelbraun, dick. Peridiolen klein, länglich, gelb, bald 
braun, kahl. Sporenmaſſe roth, dann lehmfarbig. Auf Sandäckern, Trif⸗ 
ten u. |. w. Nicht zu ſelten, im H. Dickfuß⸗E. P. crassipes. 

Eine Abart P. clavatum innen gelb, bald ſchwarzfleckig; Pe⸗ 

ridiolen größer. Von ſchlankerer Form. — Die Abart b. minus 

nur fingerhoch, Stiel innen goldgelb, ſchwarz marmorirt. Der ganze 
5 Pilz außen olivenbraun. Peridiolen weichhaarig. Sehr ſelten. 
E braungrün, furchenfaltig, abwärts äſtig getheilt. Peridiolen klein, kuge⸗ 
lig, weißlich. Sporenmaſſe bräunlich. Im Flußuferſande, ſelten. Ge⸗ 
dunſener E. P. tur gidum. 


0 55 11. Erdſtern. deaste. „ 


1. Die innere Kugel an ihrem Scheitel mit einem Löchelchen ſchlechtweg auf- 
ar reißend. Die äußere Haut lederdick, korkzähe, vom Scheitel bis zum Grunde 
5 in zahlreiche Zinken aufreißend, die ſehr hygroscopiſch ſind. Am Saume 
55 ſandiger Nadelgehölze, im H., fehr häufig (Fig. 2, a). Wetterprophe⸗ 


7 


. Die Mündungsbffnung (aus welcher die innere Kugel den Staub ausläßt), 
ens ausgezogen, häutig⸗längsfurchig, nur am Saume zähnig, oder 
bis auf den Grund aus kegelig⸗zuſammengeneigten mehreren Wimpern be⸗ 
um (Fig. 2, b). 2. 


— kurz geſtielt. 4. 


ö Die i innere Kugel grau, oft etwas gebräunt. Mündungskegel nur am Saume 
gezähnt. Rothbräunlicher E. G. rufescens. 


5 ic. Mündungskegel wimpertheilig. Zitzen⸗E. G. 


Zi en der äußern Haut ſchlagen ſich ganz zurück und heben dadurch 
nere ne gracids in die Höhe. Selten. 5. 


5 tiſcher E. G. hygrometricus. — — 


Die e 10 ihnen fi nur mi 158 sucid, baten ſich d aus At 
RN zu häu 

ya 555 Die äußere Haut reißt zu elfe 8 Zinken auf. Mündungskegel 15 
1 Strich⸗E. G. striatus. | e 
— ſtets zu 4 Zinken auf. Mündungskegel wimpertheilig. Viertel⸗ 
4 G. fornicatus, 1 
6. Aeußere Haut lederzähe. Die Innenkugel meiſt graubläulich. Mündungskegel 
5 wimpertheilig. Saum⸗E. G. limbatus, 5 


— zarthäutig, hinfällig. Innenkugel mit gelblichem Tone. Mü ndungskegel 
nur am Saume gezähnt. Vieltheiliger E. G. multifidus. f 


1 12. Kugelſchneller. Sphaerobolus. 


Häufg, beſonders in Wäldern auf morſchem Holz, Brückpfählen u. |. w., im 
S. u. H. Stern⸗K. Sph. stellatus. f 5 


13. Weitſchneller. Thelebolus. 


An faulenden Hölzern, Rinden, Aeſten, auch auf bloßer Erde in Wäldern, im 5 
W. und Fr. Ausgebildet bis erbſengroß. Erd⸗ W. Th. terrestris, 


14. Neſtchen, Theuerling.“) Nidularia. 


1. Die Becher außen gelblich, grau oder braun, die Mündung beim Oeffnen“ 
zur 1 anfangs mit einer Trommelhaut überſpannt. e & 


Häufig. 5. 


N — außen weiß oder weißlich. Keine Trommelhaut. Sehr ſelten. 2. 
2. Peridiolen kugelig, blaßgelb. Kugel⸗N. N. globosa. 
L eis oder linſenförmig. Braun, oft anfangs weißlich. 3. 
3. Peridiolen ei⸗ länglich. Ungeſtalt⸗N. N. deformis. 
— flach, inſenförmig. 4. ö „ 
4. Becher häutig, außen glatt, gerunzelt. Runzel-⸗N. N. corrugata. 
— dauerhaft, außen zottig. Peridiolen anfangs weiß, dann braun und 5 
| runzelt. Verſchmolzenes N. N. confluens. (farcta.) 
5 5. Becher innen mit bleifarbigem Glanze. 6. „ 
— innen wenigſtens anfangs gelblich oder weißlich oder röthlich oft f 
bald ſchwärzend. Ebenſo die Peridiolen. 7. Ei 
6. Becher innen geftreift. Auch die Perid. bleifarbig. Strich-N. N. striat 
— innen eben. Peridiolen braun. Topf-N. N. Olla. 1 


% Becher außen aſchfarbig, ſo hoch als breit, erbſengroß, innen weiß, ſi 
ſchwärzend. Schüſſel⸗ N. N. scutellaris. 


— außen gelbbraun, bedeutend höher als breit; innen gelblich. Liege +9 
N. Crucibulum. 


15. Stielbovift, Tulostoma. 


Auf kurzgraſigen, freien Plätzen, feſtem Sand- u. Lehmboden. Faſt das ganze Ja 
Nicht aller Orten, und nirgends zu häufig. Zitzen-St. T. m a m m o 


* 25 


a 3) Der bäuerliche Aberglauben zählt die Peridiolen drinnen, indem die Metz 
nächſten Jahre genau ſo viele Groſchen e ſoll, als einer ss 1 Peridi 
Daher der Name. 


it u 1 5 innere Haargefecht durchweg gleichmäßig ⸗ dauerhaft: 
5 der ganze Pilz hält ſich gleichmäßig unverſehrt bis in den Winter 
Frühling hinein und verwittert dann erſt und zwar in allen ſeinen 
heilen zu gleicher Zeit.) Birn⸗, kreiſel⸗ oder keulenförmige, oft ab⸗ 
ärts in einen Stiel ausgezogene Pitze. Oft mit zierlich ge ordneten Stachel⸗ 
arzen bedeckt. 2. 
e ganze obere Hälfte des Pilzes (Haut⸗ und Haargeflecht) zerfällt bald 
ach der Reife, der düſtere Staub verweht und nur das feſte ſchwammige 
ntertheil bleibt als ein flacher Napf 3 Meiſt plumpe, ſehr große 
ungeſtielte Rz AR 


lich oder graubraun. Hibſeiſchg. Stets elfe ie Häuſig, 
in Wäldern u. ſ. w., meiſt auf faulem Holze. Birn⸗St. L.pyriforme,, 


e ee 


Ohne ſolche Wurzeln. Zartfleiſchig. Meiſt zerſtrent⸗geſeltg. N Nur auf d. Erde. 3. 


cke, faſt korkzähe Haut. Staub graugelb. Lang⸗eiförmig. Nur feinkörnig und 
kleinſchuppig, ſchmutzig⸗weißgelb, dann grau oder gebräunt. Nicht häufig, 
im H., im Graſe. Schlauch-⸗ . L. utriforme. 


r 


aut dünner, meiſt papierartig und sähe, Staub o ohne grauen Ton. 4. 


Am Scheitel meiſt etwas genabelt, und dieſer Nabel mit einem Löchelchen 
Er öffnend (zur Ausſtreuung des gelbgrünen und olivenbraun werdenden 
Staubes. Anfangs meiſt weiß oder weißlich, dann ins Gelbgraue oder 
Braune oder Lehmfarbige. Mit Stachelwarzen, Körnchen oder Kleie bedeckt, 
auf Allerorten ſehr gemein, im S. und H. In Wäldern, unter Gebüſchen, 
Triften und ſonſtigen Grasplätzen. Stachel warziger St. L. gem 


Varietäten dieſer vielgeſtaltigen Art: 

1 Bar Unten in einen walzenförmigen Stiel ausgezogen. . 

Nur birn⸗ oder kreiſelförmig. c. 

b. Stachelwarzig oder feinkörnig bedeckt. Stiel am Grunde faltig. var. 
: excipuliforme. 


Mitt feſten, in eine fefte Stachelſpitze auslaufenden Stachelwarzen be- 
deckt. Stiel rund, nicht faltig, körnig rauh. var. perlatum. 


. Kleiig oder feinkörnig bedeckt. Höchſtens 0,2 m. hoch. e. 
Von Stachelwarzen igelartig dicht bedeckt. Meiſt fingerhoch. d. 


| .- auf walzigem, dickem Stiele butförmig herabgedrückt, unterhalb 
faltig. Zarthäutig. Auf ſchattigem Moor- und Torfboden, ſelten. 
à Cat um. 


on! ng an blaßgelblich bald ſich bräunend, zuletzt ſchwarzbraun; ku⸗ 
gelig pfartig, ganz fiele die äußere Rinde brüchig, ſtückweiſe abſprin⸗ 


end. Fauſt⸗ 10 11 95 1 an roß und darüber. Faſt häufig; im S. und 
©r 728 o vi a ee L. 3 


6. Blump-kreifefärmig, meift 0, 1 m. sad Die mit der Re a 
Haut verwachſene Rinde rinnſalig vertieft und dadurch flodig-filzige Felder⸗ 
chen bildend. Häufiger als d. v., an denſelben Stellen. Haſenboviſt. Ge⸗ 
täfelter St. L. areolatum (caela tum.) & 9 


Kugelig, nur bis wallnußgroß. Selten. Kleiner St. L. 1 


17. Boviſt (Katzeneier). Bovista. 


1. Die papierartige innere Haut wird ſchwarz. Staub düſter rothbraun. wicht 
häufig. Schwärzlicher B. B. nigrescens. 


— wird bleigrau. 2. 
2. Die blaugraue Haut am Scheitel unregelmäßig aufreißend; die zarte äußere 
weiße Rinde bleibt. Faſt ſelten. Ueberkleideter B. B. tunicata. 


— öffnet ſich am Scheitel mit einem Löchelchen. Die äußere weiße Rinde 
fällt ſtückweiſe ab und die grauen Kugeln treibt im Herbſte der Wind 
über die Felder. Auf allen Triften ganz gemein, im S. und H. Schr; 
wohlſchmeckend. (Fig. 5.) Bleikugel-B. B. plumbea & 


18. Gichtmorchel. Phallus. 


Süßlich⸗ ende i, Stiel weiß, zellig durchlöchert. Ekelhaft, aber nicht gif⸗ 
W Pb S. und H., häufig an ſchattigen Orten. (Fig. 6.) Schamlo e 

h. ‚impudicus., 
Geruchlos. Stiel braun. Sehr selten. Beſonders am Grunde morſcher Haſel⸗ 
nußſtämme, am Saume von Gebirgswäldern. Hunds-G. Ph. caninu 8. 


19. Zitterpilz. Tremella. 


1. Wenigſtens anfangs keulig. Meiſt knorpelig und zähe. 2. 5% 
Wogig⸗faltige oder gehirnartig gewundene, meiſt krauslappige Maſſe. 3 5 | 
2. Keulig, etwa 0,002 m. hoch, gelbgrau oder ſchmutzig fleiſchroth; auf gefurch⸗ 
tem Stiel ein rundliches Köpfchen. An morſchem Holze, Tannenzapfen, 
Holz⸗ Pilzen, nicht häufig, im H. Einfarbiger Z. T. unicolor. 


Bald breitgedrückt⸗längsfaltig, labyrinthiſch⸗raſenartig, meiſt 0,01 m. hoch; 75 
röthlich, lila, dunkel kirſchbraun. Etwas zähe Subſtanz, klebrig. Sehr 
häufig, vom H. bis Fr., an alten Stämmen. Fleiſch⸗Z. T.sarcoides. a 


3. Goldgelb oder orange, kraus, ſehr runzelig und gefurcht, etwas zähe, oft an⸗ } 
ſehnlich. Häufig, vom Spät⸗H. bis Fr. An Holz und Zweigen. Golde 3. 
T. mesenterium. 


Weißlich, gelblich, röthlich oder bräunlich. 4. Be: 

4, lappig⸗faltig; weißlich, gelblich oder bräunlich, über 0,01 m. breite Maſſen. 93 

Runzelig oder warzig, gerundet, höchſtens 0,01 m. breite runde Maſſen. Ru 

häufig. (Naemateli a). 8. * 

5. Im feuchten Zuſtande weißlich oder gelblich. 6. 
Feucht röthlichbraun oder ſchwärzlich. 7. 


6. Trocken braunſchwarz, etwas zähe, bis 0,06 m. Durchm., feucht wieder wöſe⸗ 
ſerigP⸗weiß aufſchwellend. An Zweigen im W., nicht häufig. Weiße er 
3 abi. 0 


RER. Sr a 


2 — 
FREE ee a 


— . 
BAER 
Ban art 


Ne 


2 


ren 2 er: 


7. 


Galt bei den Jägern als Mittel, die männliche Kraft zu erhöhen und wurde o 
Zauberweibern zur Bereitüng von Liebestränken gebraucht. 


ich dann gelblichweiß oder gelblich, wenig über 0, 1 m. Durchm., ſehr 
: n abgefallenen Aeſten, vom H. bis Fr., nicht ſelten. Gelblicher 
utescens. 


wer lich mit grünlichem Ton, bis 0,01 m. Durchm. Lappen flatterig, 


a franſenartig gewellt. Nicht ſelten, beſonders an Erlen, im H. Fran ſen⸗Z. 
F. fimbriata. EN 
ER  Rufinenbeam, durchſcheinend, etwas kleiner, flatterigewellig, geleeartig⸗ weich. 
Sehr häufig an Laub⸗ u. Nadelholzſtümpfen. Blätteriger Z. T. fol ia cea. Bes 
8. Halbkugelig, gehirn⸗runzelig, fleiſchröthlich, fa bräunend, innen weiß. An ro 
abgefallen en Nadelholzzweigen, im W. Gebirn-3. T. encephala. 20 
Oft etwas vertieft, brombeer⸗warzig, gelb. An todten Aeſten, im W. Brom» 2 en 


beer⸗Z. T. rxubiformis. 


3 209. Ohrlappenpilz. Bxidia. 


35 . Sberbalg gelblich oder gebräunt, erbſen⸗ bis nußgroß. 2. . 
= — ſchwärzlich oder dunkelbraun. 3. BE 
a; Anſitzend, wellig verbogen, dicklich, aber durchſcheinend; ſtiellos. An todten . 
Nadelholzäſten, faſt ſelten. Candiszucker-O. E. saccharina. 95 
Geſtielt (der Stiel ſchief und ſeitwärts). An alten Weiden und Pappeln, „ 
häufig, vom H. bis Fr. Ausſchnitt⸗O. E. recis a. 5 
er grau und filzhaarig, bis 0,07 m. Durchmeſſer. 4. 1 
E nicht filzhaarig, nur drüſig oder punktirt. 5. 15 
4. Meiſt ohrförmig oder muſchelig, ſtiellos, auf beiden Seiten aderfaltig, etwas 5 ee; 
zähe. Oberſeite kahl, düſterbraun geſchwärzt; Unterſeite olivengrau. Ra⸗ 775 
ſenweiſe an Hollunderſtämmen, im H. und W., nicht ſelten. In Milch oder 3 
Waſſer aufgeweicht früher gegen Bräune und gegen Augenleiden ange⸗ 893 
wandt, auch in der Apotheke vormals gebräuchlich. Judas ohr (Hollunder⸗ a 


ſchwamm). E. Auricula Juda e. 7 
DOberſeite ſchwarz, mit ſpitzen Wärzchen; Unterſeite . Beſonders an 47 
Erlen, vom H. bis Fr., nicht häufig. Drüſen⸗O. E. glandulos a. . 


4 Pechſchwarz, flachrund, am Rande gekerbt; nahezu geſtielt. An todten Lin⸗ 
denäſten, hin und wieder, im W. Abgeſtutzter O. E. trunc at a. 


5 Schwarzbraun, etwas vertieft. An todten Aeſten, im W., ſelten. Muſchel-O. 
4 E. impress a. 


21. rg — 


. Reinweiß, flach, außen ſeidenhaarig. 9 55 Z. C. muscigena. 5 
. vertieft, außen fa ſerig, im H. und W. Moos⸗ C. i N 


C. lacera. 
n gerhütig, hängend, über 0,006 m. hoch. Stiel und Hut braun, Hut innen 
weißlich oder bläulich. An Tannen i in Gebirgen, im H., faft ſelten. Finger⸗ 
ut⸗ t-3. C. digitalis. 


22. Keulenſphärie. pe 5 u = 


Ra: 1. Auf abgeftorbenen grö ßeren feſten Pilzen, oft auf Mutketerm Violett oder ä 
in der Jugend gelb, im Alter ſchwarz. 2. 


Nicht auf anderen Pilzen. Nicht ſchwarz ebend Kleinfingerhoch, keulen⸗ 8 
1 förmig. 4. 


2. Purpurviolett oder ſcharlach. Stiel einfach, etwa 0,01 m. hoch, fein gefurcht, 
aufwärts verdünnt, am Grunde gekrümmt und weißflockig. Am Gipfel ein 
kugeliges, bis lirſchgroßes Köpfchen. An auf der Erde liegendem Mutter⸗ 
korn oft büſchelig gehäuft, aus dem es als deſſen letztes Entwickelungsſta⸗ 

dium erwächſt, im Juni. C. (Claviceps) purpureus. (Das Mutterkorn 

iſt alſo für dieſen Pilz, was die Raupe für den Schmetterling. Erſte 

Stufe: ein den Fruchtknoten in der Aehrenblüthe überwachſender Faden⸗ 

pilz (Sphacelia segetum), der eine ölige, gelbbräunliche, übelriechende 
Subſtanz abſondert, den ſogen. „Honigthau“ des Getreides, bald mit 
Keimkörnchen gefüllt. Zweite Stufe: Das ſchimmelartige Fadengewebe 
verdichtet ſich, den Fruchtknoten dabei aufzehrend, zu dem bekannten Mutter⸗ 

korn, Secale cornutum. Dritte Stufe: Im nächſten Frühling aus⸗ 

geſäet, erwachſen aus demſelben die purpurnen Cordyceps, gerade zur 

Zeit der Getreideblüthe. Der Samenſtaub des Cordyceps veranlaßt ſomit 
nie dann wiederum jenes Fadengewebe und die 5 von e 


Gelb oder rothbraun. 3. 
3. Köpfchen kugelig⸗eiförmig, rothbraun; Stiel gelb, ſchwarz werdend, one lea. 
derliche Wurzeln. Kopf-K. C. capitatus. 


— länglich walzenförmig, braunſchwarz; Stiel ſchlanker, olivenſchwarz, mit 
langen verbogenen Wurzeln. Innen gelblich oder gelbgrünlich. Natter⸗ 
zun gen⸗K. C. ophioglossoides. . 


4. In Nadelwäldern aus der Erde zwiſchen faulenden Nadeln. gedergeibtich, 
anfangs weiß⸗weichhaarig. Ledergelbliche K. C. alutaceus. 


Aus in der Erde ruhenden Schmetterlingsconcons. Drangegelb.*) Solda⸗ 
tiſche K. C. militaris. i 


23. Holzſtielchen. Hypoxylon. 


1. Stiel abwärts zottig rauhhaarig, ſchwarz oder braunſchwarz, oberwärts an⸗ 

fangs weiß beſtäubt, einfach oder äſtig. 2. > 

t g — glatt; wenn zottig, fo kommt die Art nur an morſchem Holz von Brun 
nen oder Waſſerleitungen vor. 3. 


2. Breitgedrückt, längsrunzelig, oft bis fingerhoch und kleinfingerbreit. Am 
Grunde morſcher Bäume, ſehr häufig, oft in Unmenge. Gemeines H. 


* 


5 HZ ey * 2 
— 


5 vulgare. n 
Pfriemenförmig ſchmal, ſehr ſchlank, verbogen, bis über fingerhoch. In euch 
al ten Wäldern zwiſchen Laub u. Buchenfrüchten, nicht ſelten. Fruchtfreu n d⸗ 
. H. H. carpophilum. 5 
* 3. An Stämmen und Wurzelu alter Bäume oder an Holzwerk. 4. er: 
ER An abgefallenem Laube, ziemlich ſelten. Schlank, fädig, bis 0, oi m. dick, 


BE 


fingerlang, ſchwarz, an den Spitzen röthlich. Faden-H. I. filifor m e. 


) Siehe über dieſen intereſſanten Pilz meine in der Zeitſchrift „Die Natur“ 1869 Mr. 3 Ri: 
veröffentlichte Abhandlung „Ein unſcheinbarer Forſtgehülfe.“ x 


loan. warzi uneben, 1 bis kleinfingerhoch und 
nz fingerdick e gemein. ee ee 7. BO mern 


ne oberwärts verdünnte, zugeſpitzte, am Grunde a ſchwarzzottige 
50 Stiele. Wurzel⸗ -9. H. rhizoi des. = 3 
5 Nicht ſo bewurzelt. Oft geweih⸗ oder fingerartig gerheilke zundliche anfangs 
N . ſchwarzbraune, kahle, ſpitz auslaufende Stiele. Häufig. Fin⸗ 
4 ger⸗H. H. digit atum. 


24. Stempelpilzchen. Pistillaria. 


Keulchen roth, weiß geſtielt; im Fr. Glanz⸗St. P. mi cans. 
weiß. 2. 6 

Keulchen nach oben verdickt. 3. 

— wenig oder gar nicht verdickt. 4. 

3. An abgeſtorbenen Adlerfarrn; im H. Abfall⸗St. P. quis quiliaris. 
Auf abgefallenem Laube und todten Kräutern; im S. und H. Ei⸗St. 
Povata. 

4. An Mooſen, nur bis O, ooam. hoch. Moos ⸗St. P. muscicola. 
An Birkenlaub. Klein⸗St. P. pusilla. 


235. Fadenkeulchen. Typhula. 
11 Der Stiel auf einem geſchwollenem runden Wärzchenkörper. 3. 
L ohne ſolchen Grund. 2. . 
. Keulchen gelb. An modernden Kräutern. T. To dei. 
— röthlich oder braun. Zwiſchen Blättern am Boden. T. filiformis. 
Keulchen reinweiß. 4. 
blaß. 5. 
Stiel dunke lroth, kahl. Rothfuß⸗F. T. erythropus. 
- weiß, fein behaart, oft niederliegend. Gewundenes F. T. gyrans. 
Nicht bis ſtecknadelhoch, rauhhaarig. Woll-F. T. villosa. 
Bis ſingerlang, kahl. Linſenwurzel⸗F. T. phacorrhiza. 


26. Schönhorn. Calocera. 


ılhen einfach, d. h. ungetheilt, etwa 0,01 m. hoch, breitgedrückt, weich, 
erdenweiſe. An morſchem Eichenholze. 1 Sch. C.glossoides. 
einfach, noch nicht 0,01 m. hoch; raſenweiſe. 2. | 

eweihartig verzweigt, höher, meiſt ſehr klebrig. (Fig. 8.) In Nadelwäldern, 
ö ers am Grunde der Stämme. 3. 


ber 0,002 m. hoch, blaß⸗röthlich⸗gelb. An faulender Rinde. Rinden⸗ 
5 cortie a is. 


De 
2 7 8 8 


57 40 
Nr 
1 


Weichfleiſchig, etwa O,02 m. hoch. Aeſte ſchlaff, meiſt antes Wochen, W 5 
artig. Nicht zu häufig, im Spät⸗H. Gabel ⸗Sch. C furcat a. & 

Zähe, meiſt über 0,0 m. hoch. Aeſte etwas Sch prächtig dottergelb. 
Sehr häufig, vom Juli an. Klebriges Sch. C. viscos a. & 


27. Keulenpilz. Clararia. + . 


„Einfache, d. b. unveräſtelte Keulchen. Ganz einzeln oder nur paarweiſe am 


Grunde verbunden 3 
Selten unveräſtelte Keulchen, gabelig und mehrfach gegabelt. Am Grunde 
mehrere oder eine Unzahl verwachſen (und zwar büſchelig⸗, raſenartig⸗ 
oder ſtrauchartig⸗verwachſen). 2. 


Büſchelig (Fig. 9) oder raſenartig am Grunde verwachſen, ohne daß die Co⸗ 


lonie oder der Büſchel dadurch am Grunde ſtrunk⸗ oder ſtammartig wird. 
Keulchen meiſt unveräſtelt. 9. 

Am Grunde ſtrunkartig zuſammengezogen; das Ganze hat dadurch das 
Bild eines Strauches oder Baumes oder beſſer eines kurz aber dick geſtiel⸗ 
ten Corallenſtockes (von bis 0,2 m. Höhe und Breite). Keulchen ſtets ſehr 
verãſtelt (gabelig oder quirlig) (Fig. 10.) 15. 


Keulchen weiß. Auf der Erde oder morſchem Holze in Wäldern, im ee 4. 


— gelblich, dottergelb oder bräunlich. 5. 
Weißlich, am Gipfel gelblich; nur 0,01 m. hoch, heerdenweiſe, vom Fr. bis 8. 27 
faſt häufig. Schimmel⸗K. C. muci da. 


Durchweg weiß, ganz ungetheilt, etwas bogig, bis 0,03 m. hoch. Nicht zu 
hänfig. Sichel ⸗K. C. falcata. 


An Laub und feucht liegenden Baumzweigen. 6. 


Auf Waldboden aus der Erde. 7. 


. Ueber fingerhoch, nur bis bleiſtiftdick, hohl. Röhren⸗ K. C. fistulosa. 


Nur ſtecknadelhoch, aber bis über bleiſtiftdick. Gedrehter K. C. contorta. 


„ Schlaff fadendünn, aber bis über fingerlang. In Buchwaldungen zwiſchen 


altem Laube. Binſen⸗K. C. juncea. 
Derb, 0,003 — 0,01 w. dick. 8. 


„Bis bleiſtiftdick, fingerhoch, an den Spitzen ſtumpf verſchmälert; gelblich, 


röthlich verblaſſend; am Grunde zottig. In Nadelwäldern, im S. und 
H., bäufig. Zungen⸗ K. C. ligula. & 

Bis fingerdid, finger⸗ bis handlang, oft faltig⸗runzelig, an der ei oft 
riſſig; gelblich, oft mit röthlichem Tone. Einzeln, in Buchenwäldern, im 
H., nicht häufig. Herkuleskeule. C. pistillaris, 5. 


— ́ —— ——ͤ 4% ee 1 3 
„Kenlchen düſterbraun oder dunkelgrau, wellig gebogen; auf Waldboden, im 


H., ziemlich ſelten. 10. 
— Blaßgelblich, gelb oder weißlich; lockere, am Grunde meiſt loſe verwade 
jene Raſen oder Büſchel. Häufig. 11. 8 
— orange oder zimmetfarben; dichte, am Grunde compakt Wee Ar⸗ 
ten. Nicht häufig. 14. 25 


3 1 dick bis Tigerin ball, gebrechlic In Haiden und 
d Wäldern, im 9., nicht ſelten. Zerbrechlicher K. C. fragilis. 


— meiſt etwas breit gevrückt, weißlich oder blaßgelb. In Haiden, auf Triften, 
lichten Waldſtellen. Thongelber K. C. argilla ce a. & 


13. . mit gebräunter, ſtumpfer Spitze, walzenförmig, unten ſehr ver⸗ 
a bdünnt, bald hohl, ſtets ungetheilt. Im Graſe, auf lichten Waldſtellen. 
5 Spindel⸗ K. C. kusiformis. & 
D durchweg gelb, meiſt oben verdickt und auch gabelig, voll. Ungleicher 
K. C. inaequalis. 


4. Roſafarbige, beſonders an der Spitze ſich gelblich verfärbende, meift ne 
* gebrechliche, abwärts verdünnte und weißliche Keulchen. Im Spät⸗H. 
Roſen⸗K. C. rosea. 


2 Fleiſchröthliche oder rothbräunliche (beſonders an der Spitze), unterhalb 
pomeranzenfarbige, meiſt leicht gebogene, dicke, ſtumpfe Keulchen. Am 

Grunde fleiſchmaſſig verwachſene derbe Raſen. Beſonders an Eichen⸗ 
wurzeln, im Spät⸗S. Finger 0. e e 


Schlank⸗ und vieläſtig. 16. 
Sporen weiß. 26. 


6. Die Aeſte weiß oder blaß (mattrötblich über hellgrau), nicht dunkler wer⸗ 
dend. 17. 


— wenigſtens ſpäter (abgefehen von dem Sporenſtaub) roſtgelb, gelblich, 
2 ſattgelb oder braun. 19. 


. 17. Heft fleiſchfarbig, verblaſſend, quirläſtig. Bis handhohe rundliche Sträucher. 
In Nadelwäldern, ſehr ſelten. Röthlicher K. C. rubel la. (suecica). 


5 — weißlich oder grau. Beſonders in Nadelwäldern, nicht häufig, im H. 18. 
18 Aeſtchen grau, derb. Bis handhohe Sträucher. Strunk über 0,01 m. dick und 
IE bis 0,00. m. hoch. Graue K. C. grise a. & 
— weißlich, ſchlaff. Kaum fingerhohe Sträucher. Strunk ſchwefelholzdick. 
GOSeeruch nach Anis. Schlank⸗K. C. gracilis. 
nr und Aeſtchen ſtumpf, goldgelb und orange. Handhohe derbe Sträucher. 
Fleiſch derb, elaſtiſch zähe, ſehr wohlſchmeckend. 20. 
Be — — meift pfriemlich zugeſpitzt, ledergelb oder ocherfarbig, im Alter oder a 
5 auch beim Reiben ſich bräunend. 21. > 
Aeſte goldgelb. Nicht allzu ſelten, in Nadelwäldern. Gold⸗K. C. aurea. u 
orange, mit roſigem Anhauch; nur die Spitzen zuweilen goldgelb. In 
1 Miſchwäldern. Faſt ſelten. Schön⸗ K. C. for mos a. & 
Aeſte ſteif⸗aufrecht, roſtbraun, werdend. 22. 
= flattefig, ſchlaff oder verbogen, ochergelb. Stamm ſehr dünn. 24. 


ſchmack bitter. Aeſte trocken gefurcht. Häufig, in Nadelwäldern. Tannen⸗ 
K. C. abietin a. & 


— nicht bitter. 23. 


„ Stanum 1101 Aeſte See In wren em. Dor ‚ni iger e 
 spinulosa, 5 
* filzig. Aeſte e blaßgelb, ſich bra end. An Baunſtünpfen 


. Steif⸗K. C. strict a. & 

24. Safrangelb, nur 0,01 m. hoch. Sehr ſelten, beſonders unter Buchen. a 5 
ran⸗K. C. crocea. 

Leder⸗ oder ochergelb oder graulich. 25. 2 

25. Stamm kahl. Aeſte gerade, zuſammenneigend, ſehr ſchlank, gage In 


Nadelwäldern. (Auf morſchem Holze habe ich eine graulilae Abart ge⸗ 
troffen.) Nicht zu häufig. Flatter⸗K. C. flaccid a. & 5 


— weißzottig. Aeſte ſehr verbogen, ausgebreitet, ochergelblich. An alter 2 
4 Laubholzſtümpfen. Kräuſel⸗K. C. crispula. 4 
2856. Lila, violett, gelb oder röthlich. Nur auf der Erde. 36. N 
Wieißlich oder grau oder graublauſchwärzlich. An Holz und auf der Erde. 27. 9 
27. Nur an Holz oder Rinde. 28. 

Auf der Erde. Aeſte oft hahnenkammartig breitgedrückt. 30. 
28. Schneeweiß. Zart und dünnäſtig, Aeſte verbogen und fein geſpitzt. Bis ; 


0,0, m. hoch. An morſchem Holz, auf Gerberlohe nicht ſelten. Loh⸗ 8 > 
C. epichnoa. 5 


Weißlich, bald gelblich oder bräunlich. 29. f De: 
29. Bald gelblich. An morſchem Holz und Rinden, an Eichen und e 5 
Zarter K. C. delicata. 


— röthlich oder bräunlich. Aeſte quirlig, an den Spitzen becherig erweitert. 1 
Ueber fingerhoch. An morſchem Nadelholz, im S. und H. Wee K. 1 
C. pyxidat a. 9 


30. Mindeftens fingerhohe (bis handhohe) derbe Raſen. Aeſte weiß, dann scan 
oder graubraun, oberhalb zerſchlitzt und hahnenkammartig erweitert. 33. 


Meiſt nicht über ſtecknadelhohe, zartere Räschen. Aeſte meiſt gerundet ober 
doch wenig verbreitert, meiſt weißlich oder weiß bleibend. 31. 


31. Aeſtchen rund, zäh. Sehr ſchlanker Stamm. Beſonders in Buchwäldern, . 
im H., ſelten. Hochbein-K. C. macropus. * 
Aeſtchen etwas breitgedrückt, gebrechlich. In Laubwäldern, in H. 32. 


Aeſtchen verlängert, gekrümmt, abgeſtutzt, zähnig eingeſchnitten. Nur fe 

nadelhoch. Dicke K. C. gross a. (Krombholzii). 
— "uhr ſolche Zahnſchnitte, ſehr reichäſtig⸗gegabelt, meiſt höher. Schnee⸗ = 
K. C. chionaea, (Kunzii). 3 


ee 5 oder mit kammartigen, oft lang geſpitzten Zähnen. am 


N 


32 


+ 


— ſtumpf, gekerbt oder körnig eingeſchnitten. Reinweiß, erſt trocken fi 
bräunend. Stamm runzel-faltig, eckig. Schlüpfriges Fleiſch, kaum eßba 
Auf Grasplätzen in Wäldern, Anlagen und Gärten. Im S. und 9 9 
Runzel⸗K. C. rugosa. 4 


34. Graubraun, bald mit weißem Anflug. Aeſte hand- oder kammförmig, 85 
getheilt. Im Laubwalde, ziemlich ſelten. Hand⸗K. C. Pe 


Weißlich, dann grau. 35. 


BD 


o 


0 Sa Einige e dick, an veräſtet. Aeſte 1 ungleich, 5 
has verbreitert, die meiften ſehr ſpitzig. In feuchten Wäldern, faſt 
äufig. Bärentatze C. coralloides. & 


. volk Aeſte breit, hahnenkammartig erweitert. In Laub⸗ und Nadel⸗ 
. , beſonders am Wege, häufig. Kamm⸗K. C. cristata. 


5 ſchlank, ſtumpf oder ſpitz. 37. 


5 — kurz; Aeſtchen breit abgeſtutzt. Der ganze Pilz hat dadurch etwas 
. Blumenkohlartiges. Nuß⸗ bis über fauſtgroße Maſſen, weißlich, röthlich 
. oder bräunlich. Sehr häufig und wohlſchmeckend. Beſonders in Gebirgen, 


im 9. Trauben⸗K. C. Botrytis. & 


37. Schön violett. Im H., häufig. Amethyſt⸗K. C. amethystina. % 
5 Gelb. 38. 2 BER ELERE 
38. Nur etwa 0,0 m. hoch. Stamm dünn. Im H. 39. 

5 Mindeſtens finger⸗ bis handhoch. Stamm etwa daumdick. Gelb oder röth⸗ 
lich⸗gelb. In Nadel⸗ und Laubwäldern, häufig, im S. u. H. Sehr be⸗ 
liebte Speiſe. Ziegenbe art. C. fla va. a. & „ 

2 39. Aeſtchen gekrümmt t und ſpitzig. Ueber 0,03 m. m. hoch. Moos-R. C. mus- 

Ar codes. & 


— abgeſtumpft. Kleiner, der ganze Pilz umgekehrt kegelſbrmig Flach⸗ 
5 keliser K. C. kastigiata. & 


28. Glucke. Sparassis. 


Aeſte mit zurückgekrümmten Spitzen. Bräunlich, anfangs außen und innen gelb⸗ 5 
lich. Fleiſch weiß, ſehr wohlſchmeckend. Klumpenartig (bis fuß⸗hoch und 4 er 
breit) mit einem kurzen Strunk, am Grunde alter Kiefern, im H., 1 2 
Einer der mafjenhafteften und wohlſchmeckendſten Pilze. Krauf e⸗Gl. 

= SA 

3 — mit gerade auslaufenden Spitzen. Sonſt ähnlich, lehmgelb. An Eichen, ſe _ 
2 1 eie Gl. Sp. brevipes. 


= ER A 
| 77 
N i 2 
a 29. Erdzunge. Geoglossum. 


1. Klebrig, ſchwarz oder grün. 2. 
Nicht klebrig, ſchwarz oder ſchwarzbraun. 4. 


5 2. Die Keule mit grünem Tone (gelb⸗, ſchwärzlich⸗ oder olivengrün). Innen 
blaßgrün. Auf Waldboden, nicht häufig. Grüne E. G. viride. 


= Höchſtens der Stiel düſtergrün. 3. 


Re Nauhbaarig, pechſchwarz. Auf Moorwieſen, nicht ſelten. (Fig. 11.) Rauhe 
E. G. hirsutum. 


f Kahl, nur der Stiel feinſchuppig. Auf Grasplätzen, beſonders in Gebirgen. 4. 0 ER 
4. Schwarz oder ſchwarzbraun. Glatte E. G. glabrum. 8 
Purpur⸗ſchwärzlich, Stiel bläſſer. Purpurſchwarze E. G. atropur- 


| 30. Serbe. Mila. en 
ar 15 ya geſondert; bis 0,05 m. hoch; gelb ober etwas e rötlich 


innen hohl. In Sümpfen und Gräben auf modernden Blättern, im S 
und H., nicht ſelten. Sum pf⸗H. M. paludos a. 


— braunſchwarz, erſtreckt ſich durch das braune Keulchen hindurch, bis 9 8 5 
hoch. . in feuchten Wäldern, ſelten. Knappen⸗H. M. 
cucullata. 80 


31. Spatenpilz. Spatulea. I 


Anfangs blaß, dann gelb oder roftfarben ; Stiel weißlich. Keule eiförmig, O1 m. 1 
breit; Stiel 0,02 m. hoch, bleiſtiftdick. Auf Waldboden, im H., nicht hä ufig. 5 
Gelblicher Sp. Sp. kla vida. 


32. Becherpilz. Peziza. 


4 15 Auf der Erde; größere Arten. (Fig. 14, 15.) 10. 
> An Holz, Rinde und Kräutern. (Fig. 12,13.) 2 R 
2. Knorpelig⸗gallertig; ſchwarz oder kirſchröthlich. (Bulgaria.) 3. 5 
Wachsfleiſchig. 4. a 1 
3. Kreiſel⸗urnenförmig, voll, oft weit über fingerhutgroß, runzelig, außen 8 9 
braun. Scheibe ſchwarz, ſchmutzend. An Buchen und Eichen. Im H. und 
W., häufig. Schmutz⸗B. P. in quinans. 


Meiſt teller⸗ oder napfförmig, meiſt kirſchroth, linſen⸗ bis em An ö 
ie Re im H. und W., fehr än Fleiſ e B. 
sa TCO Iides 


4. Scheibe weißlich, hellgrau oder gelb. 5. 
— ziegel⸗ oder ſcharlachroth, ungeſtielt, flach. 8. a 5 
— braun oder ſchwarz. 9. 
5. Außen grün. Kreiſelförmig, nackt, kaum geſtielt; häufig. Grünſpan⸗ v. 
P. aeruginosa. = 
Durchweg goldgelb, glänzend, linſenförmig und -groß, auf ſchwarzem war⸗ 
zenartigem Stiel. Raſenweiſe, beſonders an Baumſtümpfen, ſehr häufig. i 
Linſen⸗B. P. lenticularis. N 
Außen weißlich. 6. 5 
6. An faulem Holze, im Fr. und H., häufig. Ungeſtielt, kreiſelförmig; S0 


grau, nicht 0,001 m. 2 95 Weißpunkt⸗ B. P. leucostiem2, 7 # 
An Blättern oder Früchten; linſenförmig. 7. 9 
7. Auf abgefallenem Laube. Nur bis 0,002 m. breit. P. epiphy lla. a 


An alten Eicheln, Buchnußſchalen u. ſ. w. Etwas breiter. P. faginea. 


8. Mit ſchwarzen Borſten am Rande. Ungeſtielte Scheibe, linſengroß. In Wäl⸗ 15 
dern an morſchem Holze (auch in Badeſtuben), ſehr häufig. (Fig. 13 b0% 
Schild-B. P. scutellata. 

Außen gelb, weißzottig, ohne Borſten, kleiner. An todten deadethatgweigen, 
im Fr. und H., ſehr häufig. Kelch-B. P. calycina. 
9. Stiel lang und verbogen; der ganze Pilz meiſt dunkelbraun, trompetenför ör⸗ 
mig; Scheibebild pfenniggtef, Auf faulen Eicheln und Ae ii 5 
häufig. Frucht⸗B. P. fructigena. 


fa kugel „ ſchwarz, Hein. An morſchen Aeſten, Stine 
den Blättern u. ſ. w., in W. u. Fr., häufig. Geſchwärzter B. 
trat a. 55 
iche n linſengroße) Pilze auf verwitterndem Viehdünger. (AGs - 
cobo! Us.) 11. Art 


1 


1. Außen glatt, kegelförmig, röthlich, dann bräunlich und ſchwarz. Glatter B. 

P. glabra. 

E kleiig; napfig, braun oder grünlich. Klein⸗B. P. fur furacea. 
Becher anfangs je kugelig geſchloſſen, meiſt kelchartig und meiſt geſtielt 

ae (Eig. 14. b.) 1 

1 von Anfang an 19 ſchüſſel⸗ oder ohrförmig, ungeſtielt. (Fig. 14 a, 15) 24. 

3. Außen rauh behaart, beſonders am Rande, oder mit angedrücktem Zotten⸗ 
filze; ungeſtielt oder geſtielt. 14. \ 
Pr. unbehaart; geftielt. 17. 

Geſtielt. Im Frühlinge (April). Scharlachroth innen, außen röthlich, weiß⸗ 
zottig. Der lange Stiel des kirſchgroßen weinglasartigen Bechers wurzelt 
auf unter der Erde verborgenen faulenden Baumzweigen. Ein reizender 
Pilz. Sul an Dämmen und auf mooſigem Laubwaldgrunde. Schar⸗ 
“ lach⸗B. P. coccinea. 

Ungeſtiel. Im Sommer oder Herbſt, ſelten im Fr. 15. 


5 . blaß, rehbraun oder grünlich-grau. Halbkugelige Näpfe, etwa kirſch⸗ 
groß und darüber. In Laubwäldern, ſehr häufig. Halbkugel-B. 
2 a, hemisphaerica. 
ee. roth, r öthlich oder orange. 16. 
16. Scheibe ziegelrotpcͤh. W. d. v. e eee B. P. hirta. 
E blaßröthlich. Flach napfförmig, glänzend-braun. W. d. v. Brauner 
F brunnea. ? 
be orangebräunlich. Vom Fr. bis H. e riger B. Ene 
lan oloma. ’ 


* Scheibe roth (ſcharlach oder orange), wenigſtens in der Jugend. 18. 
. ſchwarz oder braun. 19. 
— grau. Bis fingerhoch, halbkugelig, bis daumenbreit, lang geſtielt. Stiel 


am Grunde knollig, im S. u. H., nicht zu häufig. Langfuß⸗B. P. 
macropus. 


Sans ‚ungeftielt, bald ausgebreitet, außen runzelig, am Rande behaart. 
ihlicher B. P. rutilans. 1 15 


8 eſtielt, anfangs kugelig, bis über haſelnußgroß, außen bereift, am Rande 
mehlig, eingekerbt. Im H. u. Fr., häufig in Wäldern. Köhler- B. 
P. carbonaria. 


De 


Stiel lang, am Grunde knollig verdickt. Becher braun. 20. 
g gleichmäßig. Becher glockenförmig. 21. 
er halbkugelig, über fingerbreit, mit a Schüppchen. Stiel hö 


u ens 0,02 m. lang. In Wäldern, im S. u. H. Zwiebelſtieliger 
f . e 


21. 


22. 


24. 


25. 


26. 


27. 


28. Aufgerichtet⸗haſenohrförmig, dottergelb oder braun. 29. N A 


29. 
30. 


31. 


5 am Grunde e Im Fr, in Bien, auf at 


Knollen⸗ B. P. tuberosa. 


Becher über fingerbreit, blaß, gelblich oder gebräunt. Stiel ie 0, 01 
hoch. Im ©. u. H., am Boden oder an Baumſtümpfen. Shiüf ſel⸗ 
B. P. Catinus. 

Becher meiſt breiter, außen düſterbraun, innen ſchwarz. Stiel kurz, im W. 


u. Fr. In Nadelwäldern, zuweilen an morſchem Holze. Schw 1 1 0 er e 
B. P. mela en a. | 


Becher derb und langgeſtielt. (Figur 14,b.) Stiel grubig gefurcht. 23. 


f E ſaſt oder ganz ſtiellos. 24. 
DB. 


Becher tellerartig, grau, oft ſchwärzlich, dann weißlich, daumenbreit. en. 
N 155 0, o2 m. lang, gefurcht. In Wäldern, im ©. Furch en⸗ 
8 U cat a. 


775 


L vertieft, ſchön braun, außen etwas aderig, bis daumenhoch. Stiel weiß. 


In Wäldern, Parks, Gärten u. ſ. w., faſt ſelten, im Fr. u. H. date = 
ten-8. P. Acetabulum. 


Becher außen körnig oder kleiig⸗ſchuppig, nicht ohrförmig. 25. 
— — kahl und glatt, nur bereift, oder zart weichhaarig, oft ohrförmig. 27. 


Becher anfangs blaſig⸗rund, ganz ſtiellos, innen grau, außen weißlich, fins 
gerbreit. In Wäldern auf feuchtem Boden, im S. u. 9 nicht häufig. 
Puſtel⸗B. P. pustulata. 


— innen gelb, bräunlich oder weißlich. 26. 8 


Becherähnlich geformt, oft aber bis fauſtgroß, innen meiſt gebräunt, klaß⸗ 
gelb, mit körnigem Rande. Auf bebautem Boden, verwitterten Vieh⸗ 
düngerhaufen, v. Fr. bis Herbſt, häufig. Blaſen⸗B. P. vesiculos a. 

— innen wachsgelb, blafen- oder trichterförmig oder napfartig, außen weiß⸗ 
lich⸗wollig. Auf 1 häufig in Miſtbeeten, auch an morſchem Holz⸗ 
werke, im S. Wachs⸗B. P. cerea. 


Scharlach oder ſchön orange, außen blaß; ſchüſſelförmig, bis 0, 06 m. 99 
bis O0, o4 m. hoch. In mooſigen Laubwäldern, oft am Grunde der Stämme 
am Wege, häufig, im 9. Orangen⸗B. P. aurantia. i 

Gelb oder braun oder umbra, meift ohrförmig, bis fingerlang, meiſt halb 
ſo breit. (Fig. 15 a.) 28. 


1 ae 


. 


1 


Nicht aufgerichtet, gelblich, braun oder umbra. 30. 

Innen braun, außen mehlig. In Nadelwäldern, meiſt an mooſigen wege 
im S. u. H. Haſenohr⸗B. P. leporina. 

— dottergelb, außen etwas weichhaarig. In Laubwäldern häufig, u 
zwiſchen abgefallenem Laube, im H. Eſelsohr⸗B. P. onotica. 11 


Rand anfangs eingerollt; innen braun oder umbra bis braunviolett, Bi 
über O, 1 . breit. 31. 2 85 


1 . 


. i 


Sehr gedreht gewunden, innen zimmetbraun. Faſt ſelten. M af 60 e 
P. cochleata. « 


Meift einfach ohr⸗ oder napfförmig. 32. 


| Meiſt u unter guukgesig. Ka ente en br auner B. P. 
I ffEZ2 l 1 7 
. . . je FF . ee, 3 5 + eV VE a N 


23. Füllpornpilz. Craterellus. ae: 


imbrabräunlich, feinſchuppig, am Saume wellig verbogen und gelappt, thaler⸗ 

bis handbreit, zu etwa fingerhohem und dickem, gedunſen-hohlem, gelb oder 
blaugrauem, dunkelndem Stiele verengert. Truppweiſe unter Geſträuch, im 

St. und H., nicht zu ſelten. Fig. 15 b.) Todtentrompete. C. cornu- 
= copioides. 5 Bis 3 TIER 
2 u ch in Geſtalt und Größe. Stiel anfangs voll, dann hohl, gelb. Gelber 
F. C. lutescens. 

ee 6 


5 5 % 81. Euterträger. Thelephora. „ 


e warzig⸗höckerig oder krümelig. Geſtielte (Fig. 18.) oder un 
geſtielte Pilze, zumeiſt aber auf der Erde ergoſſene und e 

daſelbſt oft Moos, Laub und abgefallenes Gezweige überziehende Kruſten. 25. 5 

r 5 — glatt, höchſtens mit Papillen oder Borſtchen bekleidet. Stets ungeſtielt. ; 

Nur tan Holz, meiſt unter der Rindenoberhaut hervorbrechend (Fig. 16.), | 

dieſelbe im weiten Umfange abſtoßend und an ihrer Stelle den Zweig in- 

5 ecruſtirend, oder auch muſchelförmig (Fig. 17.) ſich hebend. 2. 

2. Kruſtenartig angegoſſen, mit dem Holz verwachſen, auch der Rand nicht frei. 3. 

Oft nur am Mittelpunkt angewachſen, wenigſtens der Rand iſt frei gehoben. 16. 

8. Rand kahl. 4. 

R 1 Abſakeris, ſtrahlend oder filzflockig. 11. 

5 Gefärbt. 6. 

1 5 Dünn fleckenweiſe oder ausgebreitet. Die Baumrinde ſieht davon wie be⸗ 


5 tüncht aus; ſpäter gelblich oder ſich bräunend und riſſig. Häufig. Kalk⸗Eu. 
egal 0 ea. 


Ä Die geſchwollen, fleiſchig, halbkugelig. Fruchtlager mit büſcheligen Borſten. 
25 Borſten⸗Eu. Th. setigera. « 
Fruchtlager grau, der Pilz weite Flecken oder Ueberzüge bildend. A ſch⸗ 2 
grauer Eu. Th. cinerea. GR 
D anders gefärbt. 7. 

Fruchtlager gelb oder gelbröthlich, trocken riſſig. 8. 
— fleiſchröthlich, kirſchroth. 9. 
Fruchtlager gelbröthlich, feucht ſchmierig, eben und glatt. Beſonders an 
Haſeln, Eichen. Freſſender Eu. Th. come dens. 
ocher ar goldgelb, feinkörnig, nicht ſchmierig. Beſonders an Nadel- 
holz. Schergelber Eu. Th. ochracea. 


Fruchtlager nackt, Rand eingerollt, unterhalb ſchwärzlich. Eichen⸗E. Th. 1 
. 2 erc 1 na. 2 


2 — 


Fruchlager an . a großen eckigen Papillen. Prisma⸗Eu. 
. — 2. 


Pen 1 10 ee mit kleinen e Sent va 8 

7 lei Bäumen, faſt gemein. Fleiſchrother Eu. 

Hat 11. Fruchtlager weiß, wird gelblich. 12. 

— fleiſchröthlich. 13. e 

l — braun oder bräunlich oder gelb. 14. N 42 

Br 12. 340 f. viſſig, 155 e am Rande faſerig. Faſt gemein 
Milch⸗Eu. Th. lactea. 


Dick, knorpelig, 1 7 aufgeſchwollen, durchſcheinend, am Rande zeichen 
oft weit ausgebreitet. Häufig, nur an Nadelholz. Rieſen⸗Eu. Th h. 


gigantea. 
13. Fruchtlager ſammethaarig. An Eichen und Buchen. Sammet⸗ ER rn. 
velutina. 8 


— blutroth, eben. Nur an Laubholz. Blut⸗E. Th. sanguinea. 
— mattröthlich, riſſig und runzelig. Nur an Nadelholz. Roſen⸗ Em 
h.rosea. 
14. Flockig, gold⸗ oder again: Fruchtlager gelbbräunlich, weißborſtig, ef 
Nicht ſelten. Schwefel „Eu. Th. sulphurea, 
Dünnhäutig, an keinem Theil ſchwefelgelb. 15. 


15. Fruchtlager fleiſchroth oder graulichgelb. An Heften. Glatter Eu. Th. 


laevis. = 

Fruchtlager ochergelb. An Holzwerk in Gebäuden. Strahliger Eu. Th. 
radiosa. 

16. Fruchtlager weißlich, gelb oder bräunlich, durch Druck ſich alsbald Str, 
färbend. 17. 

— an und für ſich blutroth oder purpurroth oder bläulich; meift Be 

förmig, nur am Mittelpunkt angewachſen. 18. er 

— braun oder gelb. 20. „„ 


17. An Aeſten und Stämmen von Nadelhölzern. Glatt, kaſtanienbraun; 
Fruchtlager gelblich oder gelbgrau; faſt häufig. Runzel⸗ Eu. 72 
rugosa. 

— — von Laubhölzern. Striegelhaarig, ledergelb oder weißlich, Aas 0 
zont; Fruchtlager bräunlich oder grau; ſehr häufig. W 
Eu. Th. sanguinolenta. 


18. Becherförmig, nur an der Mitte angewachſen, erbſen⸗ bis pfennigbreit. 


Dachziegelförmig gehäuft, dickfilzig überkleidet, weißlich oder doch mattfarbig 
Fruchtlager lila, kirſchroth, violett oder purpurn. Sehr häufig. P urpu Hi 
Eu. Th. purpurea. 


19. Fruchtlager blutroth, nackt und eben. Ueber pfenniggroß. Nicht Hin ufig, 
beſonders an Weiden. Weiden-Eu. Th. salicina. 5 


— fleiſchroth, ausbleichend, blaſig⸗höckerig, trocken riſſig. Nur bis 0,007 
breit. An Birkenzweigen, häufig. Fleiſchfarbiger Eu. Th. 8 
coides. | : 

20. Außen glatt, höchſtens am Grunde etwas filzig. 21. ER: 
EE filzig behaart. 23. 5 
21. An Nadelholz. Fruchtlager roſtbraun, abblaſſend, ee ü 

. Tannen⸗Eu. Th. abietina. 


ehren, An Ss; felten. Th. uf a. 


rt, riſſig aufſpringend, ſchwarzbraun; Fruchtlager conver, roth⸗ 
Beſonders an Bei: Stü u Eu. Th. frustulata. 


Sie 80 eine gelb, oder bräunlich gefärbte fädige Mittelſchicht. 24. 
D ocher⸗, oft dottergelb, nackt und glatt; außen graubraun oder blaß (gelblich 
. 77 oder gelbgrau), rauhaarig, oft etwas gezont. Ein ſehr gemeiner, aber 
ziemlich veränderlicher, raſenweiſe an morſchen Laubbäumen, beſonders 
an mooſigen Baumſtümpfen wachſender lederartiger, faſt bolgiger Pilz. 
Rauhaar⸗Eu. Th. hirsuta. 


. Mittelſchicht gold⸗ oder ſchwefelgelb. Beſonders an Haſelſtämmen, nicht zu 
häufig. Taback⸗Eu. Th. tabacina. 
— weißlich. Beſonders an Eichen, Erlen, Birken. Kaſtanienbrauner 
Eu. Th. spadicea. 
— gelbbräunlich. Beſonders an Buchen und Eichen, nicht ſelten. Roſt⸗ 
farbiger Eu. Th. rubiginosa. 
Mehr oder minder geſtielt, trichter⸗ oder fächelförmig aufrecht. Hüte meiſt 
1 mit einander verwachsen. Nur auf Waldboden. 35. 
Ungeſtielt, kruſtenartig verbreitet. Auf Erde oder an Holz. 26. 
Auf der Erde. Mooſe, abgefallene Blätter und Zweige oft dick über⸗ 
ziehend. 27. i 

An Bäumen oder Holzwerk. 32. 


| 7. Weißlich oder gelblich. 28. 
Braun. 30. 

8 Ckelbafter ſtarker Geruch. Formloſe, fußweite, weiche Ueberzüge. Fruchtlager 
rothbräunlich. In Buchenwäldern, ſelten. Ekel⸗Eu. Th. fastidios a. 
. Nicht ſolcher Geruch. 29. 

In Laubwäldern. Talgartige, bald härtere, hoch-höckrige weiße Maſſen (ſpäter 
gebräunt). Talg⸗Eu. I h. sebacea. 

In Nadelwäldern. Anfangs ſchimmelartig, dann fleiſchig, gelblich. Schim- 
al mel⸗Eu. Th. byssoides. 

. Rande zottig oder faſerig zerſchliſſen, röthlichbraun oder gebräunt. 31. 


Purpurbraun, am Rande in dick⸗ährenförmige Lappen zertheilt, die an der 
= Spitze weißlich und zerſchliſſen ſind. In Laubwäldern, nicht häufig. 
Aehren⸗Eu. Th. spiculosa, 

N it aufſteigenden gefranſten Aſtlappen; blaß ſich bräunend, anfangs weich, 
ann zähfeſt. Kamm⸗Eu. Th. cristata. 


Einfach verbreitet, röthlichbraun, lederartig, meiſt übereinander gelagert. 
mein, beſonders am Grunde alter Bäume. Zerſchliſſener Eu. 
Th. la cini ata. 


nn gebriurt, durch Druck dunkelbraun. Selten, an Tannen und 
chen. Brauner Eu. Th. fus ca. 


9419 5 derber, ofen Auch an altem 1 nil Selten. me f ra 
Eu. Th. ferruginea. I 


55 31. Widerlicher Geruch; gelbbräunlich. In Ställen und font. in der Nähe t ) 
I Viehdünger auf Höfen an der Erde. Stall-Eu. Th. stabulari 


Geruchlos; gelblich, dann mit olivenbraunem Staube, weißflockig umſäumt. 
An Holzwerk der Brunnen und Waſſerleitungen. Brunnen⸗ Eu. 
Th. put anea. i 


35. Stiel in einen trichter⸗ oder fä ichelförmigen zerſchlitzten, oft äftig oder hand⸗ : 
förmig getheilten Hut ſich erweiternd. Oft eßbar⸗fleiſchig, blaß, grau W 
violett oder purpurrothbraun; meiſt kahl oder ſchuppig. 37. 


Stiel oberhalb veräſtelt und die meiſt verwachſenen, Pace r 
Hüte tragend. Lederartig. Grau, braun oder braunröthlich, ſelten violett; 5 
weich⸗ oder ſtriegelhaarig. Beſonders in Nadelwäldern. 36. : 


Be ‘ab, Bon ſcharfem, adſtringirendem Geſchmack. Aeſte verbreitet, meiſt handſör⸗ | 

1 mig getheilt. Hut braunroth, oft in's Violette, filzhaarig. Häufig. 
25 Handförmiger Eu. Th. palmat a. 

Ohne ſolchen Geſchmack. Aeſte ſeitlich verwachſen, nicht ſo veräſtet. Hüte 


oft kelchig oder dachziegelförmig mehrere verwachſen, zottig-haarig, braun 
ee graubraun. Erd⸗Eu. Th. terrestris. u 


37. Hut trichterförmig, fächelig zerſchlitzt, eingeſchnitten, oft mit äſtigen GW 
terungen, purpur⸗rothbraun, oft in's Violette, bis fingerhoch; nicht feltene 
Nelkenfarbiger Eu. Th. car yophyllae a. 

Hut trichter⸗ oder ſchmal trompetenförmig, ſelten ſo zertheilt, aber 15 
fächelig⸗ oder grubig⸗faltig, weißlich, grau, blaßgrau oder violett. (Cra 
terellus.) 38. 5 


| 38. Monſtrös gefaltet oder zertheilt oder verwachſen, weißlich, röthlich oder violelk; 


= 


Stiel kurz und kahl. Bis fingerhoch und bis 0,1 m. Breite. Am Grunde 
alter mooſiger Baumſtämme, im H., nicht ſelten. Von ſäuerlichem Ge⸗ 
ſchmacke, eßbar. Keulen⸗Eu. Th. cla vat a. = 

Er 


Nicht monſtrös, lange nicht fo hoch und breit, lederartig. 39. 


39. Weißlich oder blaßgelb oder blauröthlich; flach, trichterförmig, oft etwas 
ſchuppig und gefranſt; Fruchtlager ſtreifig, mit Härchen; Stiel fig be⸗ 
kleidet. Raſenweiſe, ſelten. Th. pannosa. 

Hut flockig⸗zottig; Fruchtlager mattgrau, Rn glatt. Blumiger En 
Th. florida (sinuosa.) 5 


35. Kappenpilz. Leotia. 
But zähe, frei, gelblich, bräunlich oder graugelb. Stiel blaß. In Nadelwäldert 
f ſelten. Kreis hut⸗K. L. circinans. g 


E gallertig⸗knorpelig⸗ sitterig , Rand dem Stiele angewachſen, grünlichgel 
5 Stiel goldgelb. Im Schatten feuchter Laubwälder, in Schluchten, i 
S. und H., nicht zu ſelten. Schlüpfriger K. L. lubrica. | 


36, Helvelle oder Lorchel. Helvella. 1 55 1 


1. Hut ſchwarz oder grau, 2- bis Zhörnig aufſtrebend. Stiel gran der 
ſchwarz. 2. 58 


[ gran 2 8 zellig⸗ grubig, mindeſtens fingerdick, am Grunde 
verdünnt. Vom Fr. bis H., in lichten Wäldern. Grübchen-H. 
0 lacunos a. & 
. — ſchwarz i innen und außen, zuweilen grubig, nur bleiſtiftdick, am Grunde 
dicker. In Nadel⸗ und Buchenwäldern, im H., ſelten. Schwarze H. 
15 H. atra. 
8 ’ 
3. Hut wenigſtens oberhalb weißlich oder blaßgelblich. Stiel grubig oder ge- 
rippt⸗zellig. 4. 
— braun. 6. 
; 4. Stiel hin und her gebogen, breit gedrückt, weißlich. Im S. und H. Selten. 
5 Elaſtiſche H. H. elastica. 


— ziemlich gerade. 5. 


5. Hut wellig, hand⸗ bis fußbreit und eben jo hoch. Stiel über daumenbreit, 
tief im die Erde verbreitert. Auf mooſigen Waldſtellen, im Fr., ſelten. 
Rieſen⸗H. H. gig as. 11. 

— mit mehreren zurückgeſchlagenen Lappen. Stiel gerippt⸗zellig. Weit 
; Heiner. Beſonders an Teich- und Sumpfrändern. Nicht häufig. Krauſe 


. 8. H. erispa. * — 
2 5 


ö 6. Hut gedunfen, wellig gefaltet, ungeſtaltet, bis handbreit. Stiel oft blaßröthlich 
And auch verzerrt, weißflockig bekleidet. 7. 


Hut * es ſtrecken ſich 2—4 zugeſpitzte er hörnerartig 


Er: 


empor. 
BT: 5 Subſtanz, wohlſchmeckend. In ſandigen Nadelwäldern, auch 
auf Wieſen, in Obſtgärten, beſonders im Fr., aber auch im S. und H., 


bu gemein. (Fig. 19.) Speiſe⸗H. I. esculenta. * 
Wierig Subſtanz von bald ſüßlich unangenehmem Geſchmack. Nur unter 
Fichten und Tannen und Gebüſch, im Fr., ſelten. Verd „ H. 
H. suspect a. + 


8. Hut dreieckig, unterhalb weißlich. Stiel reinweiß, zellengrubig. Geſchmack 
5 nach friſchen Mandeln. Sehr ſelten. Gipfelige H. H. fasti- 
gia ta. & 

L eingeſattelt mit mehreren ſpitzen Lappen hörnerartig aufſtrebend, röthlich, 
ſehr groß. Stiel röthlich. se auf feuchten Wieſen, im H., nicht 
. zu jelten. Infel⸗H. I. Infula. 


ECC EEE REEL 5 


37. Morchel. Morchella. 


‚en hängt glodenförmig über den Stiel herab, iſt alſo durch 929 untern 
SR Raub nicht oder och Hur etwas mit dem Stiel verwachſen. 2 x 


| er Begeiföcnig, Im ſchattigen Graſe, im Fr., ſelten. Halbfr eie M. 
1 Bez 


ji 4. Rippen ziemlich parallel, faftige an 1 Stiel hi 
. außen flockig oder kleiig bekleidet. Im Fr. auf ſchattigen Plätzen. 
Glocken⸗M. M. patul a, & ee 
Rippen nur unten paralleler, ziemlich dicht geftellt. Stiel markerfl llt, Kuß 
ſeidigglänzend. In Gebirgen, im erſten Frühjahr und wieder Ende Herbſt, 
ſelten. Böhmiſche M. M. bohemi ca. & 25 


. 


5. Hut kegelförmig zulaufend, zollhoch auf 2 ſingerdickem Stiele. 
Rippen ſehr regelmäßig, ſchwarzrandig, Zellen flach. Stiel faltenrippig. 

In Wäldern, im Fr., ſehr ſelten. Riß füßige M. M. rimosipes. * 

Hut eiförmig⸗glockig, über zollhoch. Dicke Rippen und tiefe Zellen. Im Fr, 
ſehr ſelten. Baſtard⸗M. M. hybrida. * 7 


6. Hut eiförmig, ſtumpf. 7 
— thurmartig und ſpitz auslaufend, braun. 8. 


7. Hut gelbgrau oder gelbbraun, völlig eirund, meiſt von der Größe eines 
Enteneies; die Zellen ſehr ungleichmäßig, mit faltigem Boden. Stiel 
meiſt fingerdick, glatt, weiß oder weißlich, hohl. — Es giebt viele 
Spielarten, betreffend die Farbe und die Zellenform. Ueberall häufig 
im erſten Frühjahr bis Johanni nach lauem Regen auf Grasplätzen in 

5 Gärten, Parkanlagen, Wäldern, unter Gebüſchen. Die beliebteſte A 
ee Speiſe⸗ M. M. esculenta. * 
Hut länglich walzenförmig, kurz zugeſpitzt, bis fingerhoch, rothgelb, mit ver⸗ 5 
bogenen Längsrippen. Stiel weichhaarig. Im Fr. auf Lata Pete 
Nicht häufig. M. deliciosa, 


8. Hut mit ofivengeiinem, dunklem Tone, wird bald ſchwärzlich. In Nadel⸗ : 
wäldern, im Fr., ſelten. Hohe M. M. elata. & 


— mehr oder minder rothbraun. 9. 


9. Wachsartig⸗fleiſchige Subſtanz. Hut daumenhoch und dick, meiſt recht io 
zulaufend. Die Längsrippen laufen von der Spitze regelrecht hinab; die 
Zellen ſchmal, tief, mit gefaltetem Boden Reich an Spielarten. Ueber⸗ a 

all auf Wieſen, in Obſtgärten, unter Gebüſch, beſonders im Fr. Spitz⸗ 5 
M. M. conic a. & N 
Wäfferige oder gallertige Subſtanz. 10. 5 


10. Hut kegelförmig zulaufend. Subſtanz wäſſerig⸗zerbrechlich. In Barngebingen, 5 
im Fr. und H., ſelten. Dickfuß⸗M. M. crassipes. 


— gerundet. Bisher nur erſt in Böhmen gefundene Arten. 11. 


11. Subſtanz dünn, gallertig zitternd. Hut fingerhoch und breit, gelbbräunlich. 
Sehr ſelten. Zitter-M. M. tremelloides. 5 

— zerfließlich. Hut kleiner, eirund. In Wäldern, im Fr., fen be: 
Weichhaarige M. M. pubescens. 


38. Zahnpilz. Odontia. 


Röthlich; Warzen klein, zimmetfarben, an der Spitze zerſchliſſen. An = 
liegenden Sofzftämmen , das ganze Jahr, ſelten. Franſen⸗ 3. 

0 fim briat a. Pas 
Weiß, dann gelb, braun oder röthlichbraun; Warzen gelbbraun, ſich zu 0060 
langen Stacheln verlängernd. Weitausgebreitete Filzlappen an a 
fallenem Gezweige bildend, faſt jelten. Jupiterbart. Bark 1 


3 


239. Naſpelpilz. Radulum. 
Handweit verbreitete rothgelbe Ueberzüge an Buchenäſten, im W. und Fr. 

Anfangs unter der Rinde, welche dann ſich ablöſt. Freudig- gelber R. 

R Iaet um. 

ae Von Anfang an auf Holz oder Rinde. 2. 

. Stacheln eckig, ſtumpf, weiß, dicht. Weißliche, graue oder bräunliche dicke 

Kruſten mit filzigem Rande. Im S. und H., beſonders an alten Weiden, 

nicht häufig. Filz⸗R. R. tomentosum. 

E ſtielrund. 3. | 

3. Weiß, dann gelblich. Stacheln an der Spitze zottenhaarig. Bis handgroße 

Kruſten an alten Eichen, im W. und Fr. Nicht häufig. R. quercinum. 


Weißlich, gelblich oder röthlich. Stacheln nackt. An Rinden, beſonders der 
Kirſchbäume, anfangs kreisförmige Kruſten, im H. und W., nicht ſelten. 
Kreis- R. R. or biculare. 


40. Eggenpilz. Irpex. 


1. Stiel mittel⸗ oder ſeitenſtändig. Hüte mit einander verwachſen, fleiſchig, 

weiß, vergilbend, zottig, bis 0,02 m. hoch und dick. Stacheln flach, gewun⸗ 
den und eingerollt. Auf feuchtem, mooſigem Waldboden, im S. und H., 
nicht zu häufig. I. confluens (Sistotrema.) 

Ungeſtielt; an Holz und Bäumen. 2. 

2. Abſtehende, meiſt geſellig neben einander ſtehende Hüte. 3. 

Angegoſſene, korkzähe Ueberzüge. 4. 

3. Hut und Zähne weiß. Selten, an abgefallenen Buchenäſten. Milch weißer 
Ee. I. lacteus. | 

Hut weißfilzig, Zähne violett, oft mit bräunlichem Tone. Beſonders an Nabel- 
holz, gern in gemiſchten Waldungen, ſehr häufig. I. kus co-violaceus. 
4. Zähne meiſt ſchief gerichtet. 5. 

— nach verſchiedenen Richtungen aus einander, fingerförmig oder franſig, 
durchweg milchweiß. Beſonders an Kirſchbäumen und Birken, im S. u. 
H., ſelten. I. para do xus. 

3 Zähne ungleich, eingeſchnitten, immer fehr ſchief gerichtet. Häufig an Rinde 
und Holz von Laubholzäſten, jederzeit. Schiefer E. I. obliquus. 


E gleich, ganzrandig, ſpatelförmig, am Grunde netzaderig verbunden. An 
flaulendem Tannenholze, ſeltener. Spatel⸗E. I. spatulatus. 


5 41. Stachelpilz. Hydnum. 
1. An Holz. 2. 


Auf der Erde. Zumeift in Nadelwäldern. 15. 
2 Hut umgewandt oder kruſtig angewachſen, alſo die Stacheln meiſt horizon⸗ 
tal oder nach oben gerichtet. Seltene und meiſt ſehr zarte Arten. 3. 
Hut nicht umgewandt, meiſt geſtielt, die Stacheln nach unten. 10. 

tacheln weiß, nur trocken gelblich. 4. 

von Anfang an zimmetfarbig, lila oder gelb. Nur an Nadelholz. 7. 
- gelbbräunlich. 8. 2 


4. Stacheln über 0,002 m. lang. 5. eee 
— kurz, meiſt nur 0,001 m. 6. 

5. Kruſte am Rande und unterhalb zottig. H. mu ci dum. 

— nackt, papierdünn, durchſcheinend; häufig. H. dia phanu m. 


— faſt ganz fehlend, die Nadeln hängen büſchelig da, an Nadelhölzern. 
H: fäsciculare. 


6. Nur in flockenartiger Verbreitung, glatt. H. subtile. 


Mehlige Kruſte. H. farinaceum, 
Häutig zuſammenhängende Kruſte. H. niveum. 


7. Stacheln gelb, 0,002 m. lang. H. Pin as tri. 


— zimmetbraun, am Grunde weißzottig, 0,001 m. lang. H. bicolor. 
— lila, bis O, oo4 m. lang. H. Hollii. 


8. Glatt. Stacheln pfriemlich, ſchönbraun. H. membranaceum. 
Filzig. Stacheln am Grunde dicker. 9. 


9. Anfangs bienmiggeoße Kreiskruſten, grauzottig; Stacheln graubraun oder 


ſchwärzlich. H. fusco-atrum. 
Unregelmäßig ergoſſen, filzig, rothbraun. H. fexrrugineum. N 


10. Ungeſtielte, ſeitlich angewachſene Hüte. 11. 


Hüte geſtielt. Stiel einfach oder veräſtelt. 13. 


11. Gallertig zitternde dicke kreiſelförmige Maſſe, 0,01 bis 0,1 m. breit, am Gre 


faſt ſtielartig; in Grau oder Braun. Stacheln kegelförmig, kurz. An 
morſchen Tannen, im H., ſelten. Zitter-St. H. gelatinosum. 

Kork⸗ oder lederzähe Maſſe. Faſt gleichgroß, muſchelig, dünn, gelb. 
Stacheln ſehr klein, gelbröthlich. An Nadelholz, jederzeit. O 1 
gelber St. H. ochrac eum. 


Fleiſchig⸗eßbar; Hut zertheilt. 12. 


12. Hüte weißlich bis gelb, 0,02 bis 0, m. breit, dickfleiſchig, ſehr wohlſchmeckend 


Stacheln über 0,01 m. lang, gelb, oft mehrere verwachſen, gebrechlich. 
An alten Baumſtämmen an freien Waldſtellen. Ungleichzähniger 
St. H. divers i dens. & 


Ganz ähnlich, a aber die Stacheln zähe und bald rothbraun. 805 
tiger St. H. cirrhatum. & 15 


13. Stiel ſtrauchartig veräſtelt (Fig. 22,b.), an den Enden der Aeſte ſind 


die Stacheln gruppirt, weiß, dann gelblich oder gelbröthlich, meiſt O,1,- 
aber bis 0,3 m. hoch und breit. Ein prächtiger Pilz, eßbar. An Laub⸗ 
und Nadelholzſtämmen, im H., doch nicht zu häufig. Korallen⸗ Sr 
H. coralloi des. & — 


— ——— — — 
Stiel nicht veräſtelt. 14. 


14. An auf dem Boden faulenden Kienäpfeln. Hut pfenniggroß, braun, 10 0 


löffelförmig; Stiel ſeitlich, aufrecht, braunſchwärzlich, fingerlang, meiſt 
ſchwefelholzdick, innen ſchwarz, Stacheln wenig, braun. Im Herbſt, nicht 
ſelten. Ohrlöffel⸗ St. H. Auris calpium. 5 
Beſonders in in den Höhlen alter Waldbäume. Hut eiförmig, voll, hängend, * 
weiß, gelb werdend, meiſt an kurzem dickem Stiele, 0,1 bis 0½ m. lang, 
fleiſchig, zottig⸗ 15 Stacheln hängend. Nicht häufig. Sgel⸗ St. 15 
K. Erin aceus. N 


15. Hut kork⸗ oder lederzähe. 16. 


E ſeeiſchig⸗eßbar. 24. 
16. Stacheln und Sporen weiß und auch weiß bleibend. 17. 


— — gefärbt oder ſich färbend. 18. 


17. Hut etwas vertieft, filzig, concentriſch gezont, meiſt grau. In Nadelwäl⸗ 


dern, im H., nicht ſelten. Filz -St. H. tomentos um. 


— tief trichterförmig, kahl, braun, dann ſchwarz. W. d. v., aber auch im 
S. und ſeltener. Schwarz weißer St. H. melaleucum. 


18. Hut außen oder innen mit Zonen. 19. 


— ohne Zonen. 21. 


19. Hut und Stiel orange; Hut nur innen gezont. Drangen-&t. H. au- 


rantiacum. 
— — — roſtbräunlich, meiſt innen und außen gezont. 20. 


20. Hut korkig, ſtrahlig gerunzelt, mit Auswüchſen, bis handbreit, ſtark gezont. 


Stiel ſchlank, am Grunde knollig. In Laubwäldern, im S. und H. 
Gürtel⸗St. H. zonatum. 

— lederartig, kleingrubig, ſchuppig, kleiner. Stiel kurz, wurzelnd. In 
Nadelwäldern. Becher ⸗St. H. cyathi forme. 


21. Geſchmack alsbald oder bald ſcharf und brennend. Stiel oder Hut innen 


gefärbt. 22 
— nicht ſcharf. Der Geruch angenehm, meiſt mehlartig. 23. 


22. Hut weiß, dann braun, ſchwarz, am Rande mit violettem Schein. Stiel 


weiß, blau oder braun, innen braun. Selten. Aſchgrauer St. I. 
cinereum. 


— nicht ſchwarz werdend, grau oder irgendwie braun werdend, derb; innen 
blau marmorirt. Stiel röthlichbraun. Beſonders in Haiden, nicht zu 
häufig. Compakter St. H. compactum. 


23. Hut 0,01 bis 0503 m. breit, ſammethaarig, weißlich, bald gelbbraun und 


trichterig, Stiel und Stacheln auch bräunlich, Stiel filzig. Innen bräunlich. 
Sammet⸗St. H. velutinum. 

— meiſt weit großer, filzig, bläulich weiß. Stacheln violett. Stiel bläu⸗ 
lich. Innen weiß und blau⸗bunt. Geruch etwas nach Anis. Wohl- 
riechender St. H. suaveolens. 


24. Hut mit derben Schuppen, braun oder dunkel violettbraun. Stacheln weiß, 


dann grau oder bräunlich. 25. 
Hut höchſtens mit zarten Schüppchen. 27. 


= Geruch widerlich. Hut rothbraun, weißfleiſchig; Stacheln graubraun. 
22 Stinkender St. H. foetidum. 1285 


Faſt oder ganz geruchlos. 26. 


26. Schuppen des Hutes dünn und verſchwindend. Hutfleiſch concentriſch gezont. 


Stacheln ſich bräunend. Schuppiger St. H. subs quam os um. & 


— groß und derbfleiſchig, abſtehend, eckig bleibend, concentriſch, ſich mit der 
Zeit ſchwärzend. Hut umbrabraun, bis über 0%. breit, jcheibig, flach⸗ 
gewölbt, in der Mitte etwas eingedrückt, Rand ſcharf. Stiel fingerdick, 
001 m. bis 0,0 m. hoch, weißlich, kahl. Ein derbfleiſchiger, aber wohl⸗ 
ſchmeckende u. reichliche Mahlzeit gebender Pilz. Gemein u. maſſenhaft, im 
S. u. H., in allen Nadelwäldern. Hirſchſchwamm, Habichtspilz. 
Dachziegelſchuppiger St. (Fig. 210 H. imbricatum. * 


28. Sat ange nah 1 Einen und Stiel gem 
Glatter St. H.laevigatum. 4 1 
— — mit röthlichen Wärzchen bedeckt, feinſchuppig, weiß, am Rande ri 
fi lich oder gebräunt. Stiel grau. Stacheln weiß, fih bräunend. Rau 
weißer St. H. fuligineo- album. & 


29. Hut kahl, rothbräunlich, bräunlich, gelblich oder gelb, meiſt handbreit, fei 
1 ſchig, unregelmäßig geſtaltet, mit ſcharfem Rande. Das Fleiſch weiß, 
röthlich oder gelblich, wohlſchmeckend. Stiel bis fingerhoch, derb, am 
Grunde etwas fnolig, blaß, meiſt weißlich, oft ungeſtaltet. Stacheln 
ſehr brüchig (wie auch der ganze Pilz), dicht, pfriemlich, röthlich, gelb: 
Aa lich oder gelb. In Nadelwäldern, an lichten Laubwaldſtellen in geſelli⸗ 
5 ger Verbreitung, im S. u. H., ſehr häufig. Ausgeſchweifter St. 
H. repan d dum. # 2 


or filzig. Ziemlich jelten. 30. 


2 30. Hut braunroth, weichhaarig, meiſt etwas gezont. Stacheln braun. Bra aun 5 5 
Beether St, Hrufescens 8 
— graubräunlich oder graublau. Stacheln weiß bleibend. Sehr fetten. & 
Violetter St. H. violescens. & e 


42. Leberſchwamm. Fistulina. 


Bis handgroß und darüber, anfangs faft die Farbe von rohem Fleiſche, 
dann rothbraun, unterhalb die weißgelbliche Röhrenſchicht. Stiellos. 
Horizontal anſitzend an Baumſtämmen, in lchten Laubwäldern, Park⸗ 
Anlagen, Gärten ꝛc. Zur Zeit der Reife roth thränend, fo daß die ganze 
5 Unterſeite naß bethaut iſt und Tropfen fallen, und er iſt dann eine de⸗ 
lllllicate Speiſe nachher bald holzig austrocknend. Anfang Herbſt, 
m, haufig Und auffällig. Blutſchwamm, Leberſchwamm. F. h 
5 pati ca. * — 00 0 


— H— 


43. Ader⸗ (oder Hz) Schwamm. Herulius. 8 


N "Räfferig oder (ſpäter) milchig tropfend. Geruch ekelhaft. Anfangs 
8 Schimmelflocken, bald als weiße, gelbliche bis braune, ſchwammige, groß: 
Filzlappen; unterhalb ſammethaarig und violett werdend. Fruchtlag 

grubig und netzaderig, roſtbraun oder zimmetfarbig. Alles Holzwerk in 

Wohnungen überziehend und zerftörend, ſelbſt das Mauerwerk angreifend. 

Durch den betänbenden Geruch und die Feuchtigkeit feine Nähe auch g 
. ſundheitsgefährlich. Der bekannte und gefährlichſte „Haus e 

M. lacrzmans. %& 


a Nicht tropfend, nicht in den Wohnungen. 2. 
2. An Nadelholz. 3 

An Laubholz. 1 

55 3. Durchweg goldgelb, zarthäutig. Krauswirre Faltenlöcher. Gold- A. M. 

Auxreus. a 


| Weißlich, dann röthlich, fleiſchhäutig, Rand e N e i = 
M. serpens. ER 


. tremellosus. 


meiſt gelblich oder mattröthlich. Leder⸗A. M. Corium. 


44. Wirrſchwamm. Daedalea. 


1. Blaß korkfarbig außen und innen und korkzähe, runzelig-wellig, faſt kahl, 
ohne Zonen. Das Fruchtlager ebenſo gefärbt und korkig, beſteht aus ga⸗ 
i beltheiligen, labyrinthartig und oft löcherig eingebogenen Lamellen. In 
Wealdern, beſonders an alten Eichen; ebenſo an allerlei Holzwerk, Zaun⸗ 
pfählen; über 0, 1 m. breit, dachförmig anſitzend, mehrere über oder neben 


duereina. 
Nicht gerade korkfarbig; Lamellen meiſt ziemlich einfach. (Lenz ite). 2. 
2. Hut kahl, nur in der Jugend mit zartem Filze, lederdick, korkartig, gerun⸗ 


zelt, ſchmutzig braun, bis über 0, 1 m. breit. L. ziemlich einfach, fleiſch⸗ 
röthlich. An Holzwerk, Zaunpfählen e. Balken⸗W. D. trabea. 


— ſammethaarig oder zottig; dunkelbraun, grau oder blaßgelblich. 3. 

3. An alten Laubhölzern. Sammetfilzig. 4. 

An Nadelhölzern und fichtenem Holzwerke. Meiſt zottig. 6. 

. gelb oder braun, höchſtens grau bereift. 5. 

E grau, dann braunviolett, einfach, der Länge nach geſpalten, filzig. Hut 


bis thalergroß, fächerförmig ausgebreitet, weißfilzig. Nicht 1 ſelten · 
Spaltlamelle. D. (Schizophyllum) commune. 


85 . labyrinthartig löcherig und buchtig verbogen, grau oder rothbraun. Hut 
aaaſchgrau oder weißlich gezont. Beſonders an Buchen, Kaſtanien, nicht häu⸗ 
fig. Ein farbiger W. D. unicolor. 

L. ziemlich einfach, weiß oder blaßgelb. 6. 


6. Hut nur bis thalerbreit, braun und grau gezont, mit weißlichem Rande. 


W. D. variegata. 


but bis handbreit, gelblichweiß oder graugelbweißlich, dünn, meiſt ungezont. 
2. oft gar nicht veräſtelt, weißlich oder blaß. Gern an Birkenſtümpfen. 
iken W. D. betulina. 


Hut goldgelb, dann dunkelbraun mit goldgelbem Rande, endlich ganz dun— 
kelbraun, rauhzottig. L. goldgelb, ſpäter braun mit goldgelber Schneide, 
dicklich. Gemein, an Zaunwänden ꝛc. Zaun⸗W. D. sepiaria. 

Hut umbrabraun, ſchwärzlich ohne Gelb; ebenſo die papierdünnen Lamellen, 
anfangs weiß oder grau bereift. W. b. v. Oft viele Hüte reihig ver⸗ 
wachſen; ebenſo häufig. Tannen ⸗W. D. abietina. 


45. Porenpilz. Polyporus. 


5 abſthend, meiſ fingerbreit gallert⸗knorpelig zitterig, weiß, fil⸗ 15 5 
En 15 uchtlager krausaderig, dann faſt löcherig, blaß, dann dunkel fleiſch⸗ 
Ri rothbräunlich. S. u. H., ſehr häufig, beſonders an Birken. Zitter- A. 


Weder ſo dachartig noch zitterig; lederartig, dünn, weißlich. Fruchtlager blaß, 5 85 


einander. Zu Zunder zu verwerthen. Sehr häufig. Eichen⸗W. D. 


„ L dicklich, gezähnt, weiß. Beſonders an Buchen, nicht häufig. Bunter 


— 54 


Der Pilz mit freier Ober⸗ und Unterſeite. (Fig. 23, 24). 17. 


2. Poren weiß, höchſtens im Alter ſich etwas färbend. 3. 


— von Anfang an gefärbt. 11. | | 


3. — durch Druck blutroth, dann bräunlich werdend. Wäſſerige, weiche, 


bis handgroße Kruſten an Stämmen, zwiſchen Holz und Rinde, ſelbſt 
auf der Erde, kaum ſelten. Blut-P. P. Sanguinglentus. 


4. Poren flachgrubig⸗napfartig, nicht dicht geſtellt. Der meiſt kreisförmige 


Pilz im Umfange flaumig⸗zottig geſäumt. Sehr weich, zart und ver⸗ 

gänglich. An morſchem Kiefernholz ꝛc., auch am Grunde von Garten⸗ 

pfählen. (Eine derbe, dicke, höckerige Art der Autoren mit ſolchen flach⸗ 

grubigen, dichteren Poren (P. corticola) an faulender Pappel ⸗ oder 

Buchenrinde kann ich nur für eine Abart halten). Häufig. Schwamm⸗ 

geruch. Netzgrubiger P. P. reticulatus. ö 
Poren tief, meiſt röhrig. 5. 


5. Poren groß und eckig. 6. 


— 


— klein (nadelſtichig), meiſt runde Mündung. Das ganze Jahr. 7. 


6. Dünn, aber feſt, eingewachſen nur ſtückweiſe loszutrennen; im Umfange faſt 


kahl. Poren in der Jugend meiſt weich behaart, ſpäter oft ſchmutzig⸗gelb 

oder olivengrünlich. An morſchem Holz, beſonders in Gebirgswäldern, 

auch auf Lohbeeten. Loh-P. P. vaporarius. 1 

Zart, weich, im Umfange ſeidig⸗flockig oder ⸗zottig: 

a. Eben. Poren gezähnt, anfangs oft weich behaart. An Holz und 
Aeſten in Wäldern. Ras pel-⸗P. P. Ra dula. 8 

b. Meiſt gerippt. Poren ganzrandig, kahl, oft ſich bräunend. An Stäm⸗ 
men oder auf der Erde. P. Vaillant ii. ö 


7. Sehr zarte Kruſten, in der Jugend ſeidigflockig-ſchimmelartig, dann entſteht 


in der Mitte das Porenlager, welches flockig umſäumt bleibt. Das 
ganze Jahr. 8. 5 : 
Derbere, im Umfange kahle Kruften. 9. 


8. Nur auf feuchter Erde. Poren ſpäter rothbräunlich. Erd-P. P. ter- 


11. An Aeſten oder Stämmen von Laubhölzern. 12. 8 0 


restris. 
An faulendem Nadelholz in Wäldern. Sehr weich, aber oft dick. Moder⸗ 
P. P. muci dus. | 


An morſchem Holze, auf altem Laube. Weich, dünn und verwiſchbar zart. 
Weicher P. P. mol lus cus. i 


9. Zähe, weiche, abziehbare Lappen, von ſäuerlichem Geruche. An alten Bret⸗ 


tern e. Schwielig er P. P. callosus. 
Ohne ſolchen Geruch. Läßt ſich nur ſtückweiſe abbröckeln. 10. 


10. Wäſſerig durchſcheinend, wellig, im Umfange zottig. An morſchen Buchen⸗ 


ſtämmen, faft häufig. Glas artiger P. P. vitreus. 

Trocken, nicht wellig, trocken papierartig, im Umfange beſonders im 
Anfange zartflockig. Poren oft ſchief. Beſonders an liegendem altem 
Nadelholz, nur ſtückweiſe abtrennbar, häufig. Gemeiner P. P. vul- 
garis. i 1 


— — von Nadelhölzern. 16. 


ar 
8 


125 


115 


+ 


14 
15. 


16. 
17 


18. 


19. 


20. 


m bert Pfählen, Zäunen, ſelten an Aeſten. Bis handgroße, 
oft dicke, zähe, anfangs braune oder röthliche, am Rande flockig⸗faferige 
Kruſten. Poren ganzrandig, gleich, nicht klein. Häufig. Ang ed rück⸗ 
ter P. P. contiguus. 

Poren ſattgelb oder fleiſchröthlich. 13. 


braun oder bräunlich. 14. 


Sattgelb, beſonders an Buchen. Glanz-P. P. nitidus. 
— fleiſchröthlich. An Buchen oder Eichen. Schim mer-P. P. micans. 
Poren ſehr klein, eckig. 15. 


— gerundet, zimmetbraun. Kruſte zäh, etwa fingerdick, anfangs fahlgelb, 
dann roſtbraun, faſt nur aus Poren beſtehend. e an Erlenholz. 
Roſtbrauner P. P. ferrugineus. 


Kruſte bis pappedick, wogig. Braun, grau ſchimmernd. Rothbrauner 
9 SB. rufus. 


— meift dicker, braun, fih ſchwärzend, mit kammartigem aufrechtem 


Rande. Schiefer P. P. obliquus. 


Dunkelroth oder violett. Veilchen-P. P. violaceus. 
Fleiſchröthlich. P. incarnatus. 
Ungeſtielte, horizontal anſitzende Hüte. (Fig. 23.) 18. 


Mit einfachen oder veräſtelten Stielen, ur doch ſtielartig am Grunde zu⸗ 
ſammengezogen. (Fig. 24.) 59—— 


Beim Durchſchnitt ſieht man die W unverändert in Farbe und 
Conſiſtenz zwiſchen die Poren eindringen. Zumeiſt ein ſtarker Wohl- 
geruch nach Anis. (Tramet es). 59. 

Die Zwiſchenſubſtanz der einzelnen Poren in Farbe und Conſiſtenz unter⸗ 
ſchiedlich von der Hutſubſtanz, ſodaß eine Scheidelinie nicht vorhanden 
iſt zwiſchen Hutfleiſch und Porenſchicht. Nie Anisgeruch. 19. 


Pilze von ſaftfleiſchiger, ſchwammig wäſſeriger Subſtanz, oder zäh aber 
wäſſerig auspreßbar; mit der Zeit erhärtend. Außen ohne Zonen, aber 
innen meiſt gezont. Einjährige Pilze. 46. 

Innen und außen trockene, leder⸗, Torf» oder holzartige Pilze. Außen 
meiſt mit Zonen oder Furchen, zuweilen auch innen. 20. 


Mehrjährige Pilze. Hut meiſt kahl, dick-hufartig, mit concentriſchen Ans 
ſchwellungen oder Furchen, aber ohne Farbenzonen. Mehrere Poren⸗ 
ſchichten (den Jahrgängen entſprechend) über einander wachſend (was 
ſich beim ſenkrechten Durchſchnitt zeigt.) 32. 


Eein⸗ oder zweijährige Pilze. Hut meiſt glatt, nicht dick, wenigſtens nicht 


521. 


22. 


hufartig, meiſt farbig gezont und filzig oder ſammetartig. Poren nur 
eine ein⸗ oder zweifache dünne Schicht. 21. 


ken we. 2: „ 
— —ıgefüllt. 29... 


Hut mit farbigen air Pure weiß, bei einer Art 1 oder violett. 23. 


Meiſt ganz ohne ſolche Zonen. 28. 


. Hut weiß oder grau-weißlich, dünn, klein, weich. Poren weiß oder vio⸗ 


lett oder doch mit röthlich⸗violettem Ton, beſonders beim Drucke ſich 
röthend. In dachziegelförmigen Raſen. Tannen ⸗P. P. abietinus. 


t glinzend, Teibiggotfig, en flach, 0, 1 0 m. 
breit, die Zonen meiſt braun⸗ oder bläulichſchwarz; Poren rei 
klein, rund, oft gezähnt. Meiſt in maleriſchen Roſetten geſellig an 
Baumſtümpfen. Sehr gemein. Bunter P. P. versicolor. 


— meiſt ohne allen Glanz. 25. 


a 


25. Hut meiſt thalergroß, ſammethaarig oder ſteifhaarig anzufühlen. 26. 7 
E zottig oder faft kahl. 27. 5 
256. — ſammetweich bekleidet, weiß, vergilbend. Faſt ſelten. Sammet- 5 
a % P. velutinus. 4 
1. 


E ſteifhaarig ſchmutzigweiß. Poren werden ſchmutzigbräunlich. Ranher 
1 Frhirsutns:., 


5 27. Poren klein. Hut ſehr verſchiedenfarbig und veränderlich an Rand a 2 
| Zonen (gelb, grau, weiß), bis fingerbreit, filzig. Häufig, geſellig gruß 
pirt. An Laubbäumen. Zonen⸗P. P. zonatus. 


23 
BE; 
1 


— groß. Hut gelbgrau oder gelbbräunlich. Beſonders an Nadelholz. Seh 5 


7 


ten. P. stereoides. 


8 Durchweg reinweiß. An alten Nadelhölzern. Weißer P. P. bus 
Hut gelblich. Selten, in Gebirgen. Reihen⸗P. P. serialis. 


20 Mit Zonen, innen und außen gelblich. Gelblicher P. P. lutes bens. 


5 — —, innen bräunlich, außen fahlgelb, dann roſtbraun. Strahlen- P. 
EN P.radiatus. 55 


Ohne Zonen. 30. Er 

30. An altem Holz in Höhlen. Hut graubraun, innen e H b blen n⸗ 
i . Cryptarum. 

An a im Freien. 31. 

15 31. Innen zinnoberroth, ebenſo außen der Hut und die Poren. Gefen an 

5 alten Eichen u. Birken. Zinnoberrother P. P. cinnabarinu 80 

Innen bräunlich, außen nur die Poren braun. Dreieck- P. P. triqu e t € r. 


32. Innen weiß oder blaß-gelblich oder mattbräunlich. Oft bitter, ſüuerlich 
oder wohlriechend. 33. N = 


— gefärbt, gelblich oder braun. Geſchmack⸗ und geruchlos. 40. 


33. Hut weiß, anfangs oder bleibend zottig. Selten. 34. 
L meiſt braun oder anders gefärbt. (An Nadelhölzern oder an Sehe 
iin Wohnungen, mit weißen Poren, ſiehe Nr. 47. 35 
34. Hut am Grunde verdickt und etwas herablaufend. An Pappeln. P. bo. f 
8 pulinus. Mi 
— 1 verdickt. An e u. abgefallenen e 0 Nesi 15 


Geſchmack und Geruch elt oder doch anders. 36. 


36. Hut fahlgelb, ſich ſchwärzend, innen ledergelb, bald dunkeler 3 { 
75 hellgelb, mit weißer Mündung, werden durch Reiben rothbräu 
Beſonders an Buchen. Gerandeter P. P. marginatus. 


But, braun, innen weiß, ent, kleiner, 0,02 — 0,06 m. breit, leder⸗ 
ZBähe. Die Poren ſehr klein, kurz, gelb oder gelbbräunlich. Beſonders 
aan alten Pappeln und Birken, ſelten. Kaſtanienbrauner P. P. 
cCaastaneus. 5 


37. Wohlgeruc nach friſchem Mehl. 38. 
E ſäuerlich. 39. 


38. Geſchmack bitterlich. Hut dick, eckig, gefurcht, gelblich, bräunlich gezont, 
innen und auch die Poren gelblich. Starkes Purgirmittel, offtcinell. 
Nur im Süden, an Lärchenbäumen. Apotheker- P. P. officinalis. 
E fehlt. Färbung w. b. v., nur die Poren rothbraun. An Obſtbäumen. 
Zimmetfarbiger P. P. cinnamomeus. 


3 . Eine ſaure Flüſſigkeit tropfend. Gelblich oder gelb, geſchwärzt. Poren 
cochergelb oder gebräunt. Fichten⸗P. P. pinicola. 


= Nicht gerade tropfend. Braunröthlich, innen weiß. Poren weiß. Bir⸗ 
ken P. E. betulinus. 


40. Innen ſehr weich. 45. 
E bolzbart. 41. 


1. Am Grunde alter Johannisbeer⸗ und Stachelbeerſtöcke, meiſt dunkelzimmt⸗ 
braun ſammetfilzig, Rand ſcharf. Handlange, wellige Hüte; Poren 
en äußerſt fein, gelbbraun; faft häufig. Sohannisbeer-P. P. 
Ri 


Nur an ern Bäumen. 42. 


N 3 Nand ſcharf, ſammt der Poren braun. Hut filzig, muſchelförmig. Mu⸗ 
ſchel⸗P. P. conchatus, 


E ſtumpf gerundet. 43. 


Hut ganz kahl, fein Rand und die Poren zimmetbraun. Weiden⸗P. 
P. salicinus. 

ut zottig und flockig bekleidet, mindeſtens der Rand weich anzufühlen, 

wulſtig ſtumpf, meiſt gelbgrau oder matt gelbbräunlich. 44. 


Poren anfangs blaßgrau, werden zimmetbraun und ſo findet man ſie mei⸗ 
ſtens. Hut handlang und fauſtdick, bufartig, mit concentriſchen An⸗ 
5 5 ſchwellungen, meiſt grau bereift, ſpäter gelbgrau, koſtfarben, an den 
: ältern Theilen ſich ſchwärzend. Ganz gemein, beſonders an Feldbäu⸗ 
bäumen. Unächter Feuerſchwamm. P. igniar ius. 


. nur ihre Mündung grau bereift. Hut anfangs fahlgelb 
oder graubraun, dann geſchwärzt, anfangs zottig oder rauhhaarig. Nicht 
fi zu häufig. Gelbbrauner P. P. fulvus. 


Dem vor. ſehr ähnlich, meiſt aber grau oder weißgelbgrau 5 innen aber 

ſehr weich, zimmet⸗ oder gelbbraun, mit holziger Rinde. Poren bläu⸗ 
5 grau, dann roſtbraun Beſonders an Buchen. Aechter Feuer⸗ 
amm. P. fomentarius. 


Poren weißgelb, 5 roſtbraun, oder 91 ö durch u ober Reiben als⸗ 


4 


8 


e 


r 


n 
. 


46. 


47. 


48. 


49. 


50. 


51. 


53. 


53. 


54. 


55. 


56. 


Poren weiß. 47. . Men. 
— grau, oder weiß aber grau werdend. 51. ; Be: 
— gelblich, gelb oder braun. 53. Ph 
Wenn von ſäuerlichem Geruche, fo ſiehe 39. vl 


Hut roſa oder ziemlich reinweiß. Nicht in Wohnungen. 48. 


— gelblich oder braunweißlich. Beſonders an Holzwerk in Wohnungen, 
aber auch an Nadelholz in Wäldern. 50. 


Hut roſa, auch die Poren durch Druck roſa. An Nadelhölzern im Gebirge. 
Weicher P. P. mollis. 


— weiß. 49. 


Zuſammenziehend fataler Geſchmack. Hut meiſt bandbreit und daumenditt 
An Nadelhölzern, ſelten. Herber P. P. stipticus. | 
Geſchmack nicht ſo. Hut meiſt mit bläulichem ſeidigem Scheine. Bläu⸗ 
licher P. P. caesius. ü 


Hut weißbräunlich oder braun, meiſt zurückgeſchlagen angewachſen, nackt, 
runzelig, mit Zonen. Poren lang, fein, weiß. 

Starker aber nicht unangenehmer Geruch. In feuchten Wohnungen, aber 
auch in Wäldern an Nadelholz. Hausſchwamm. P. destructor. 


— gelblich, ohne Zonen. Poren weißgelblich. Balken-P. P. trabeus. 


Geruch ſäuerlich, der Geſchmack hinterläßt ein geringes Brennen. Hut hell⸗ 
grau, bis handgroß, weich lederfleiſchig, mit zartem Filze, innen weiß⸗ 
gelblich, Hutrand weiß, ſtumpf und ſteif, dann ſchwarzbraun. Poren 
grau, dann etwas gebräunt. An alten Baumſtämmen, im H., W. und 
Fr., ſehr häufig. Brandiger P. P. adustus. 

Geruch nicht fo ſtark oder anders, der Geſchmack fehlt meiſt. Rand dünn, 
wellig oder kraus. 52. ; 

Dem vorigen ähnlich, aber mehr ſchwarzgrau, kleiner. Poren hellgrau. Nur 
an Nadelholz. Krauſer P. P. erispus. ; 

Hut innen und außen graubräunlich, innen dunkel gezont. Poren weiß 
dann grau. Wohlriechend. An alten Baumſtümpfen und in hohlen 
Bäumen, beſonders Weiden und Pappeln. Sehr häufig. Rauchgrauer 

P. fumosus. = 

Poren roth oder gelbbraun. 54. 

— gelb oder graugelb. 57. 

Innen gefärbt (bräunlich oder gelblich). 55. 5 

— weiß. Hut weiß, ſeidigglänzend, klein, zähe, Poren rothbraun. Hinterläß! 
einen brennenden Geſchmack. An morſchen Waldbäumen. Zweifar⸗ 
biger P. P. dichrous. 

Mit langen ſteifen, rauhen, aufrechten Zotten. Der Pilz anfangs nichts ale 
goldgelbe Fleiſchmaſſe, dann ein dachförmiger brauner bis ſchwarzbrau⸗ 
ner mächtiger Hut mit tropfenden langen Poren (goldgelb bis braun) 
Von ſtarkem Geruch. Beſonders an Birn- und Apfelbäumen a 
vom Fr. bis H. Steifzottiger P. P. hispidus. l 

Hut nicht auf dieſe Weiſe ſteifhaarig. 56. Sr 

Hut über handgroß, rauh, ſchmutzigbraun, oft geſchwärzt, dünn, faſt eßba 
fleiſchig. Poren lang. An Waldbäumen, nicht häufig. Rindiger 
P. euticularis. (© 


Hut über handgroß, innen in der Jugend Harzſaft führend. An Laubbäu⸗ 
men. Harz⸗P. P. resinosus. 


| E kleiner, roſtbraun, mit eingebogenem Rande, fpäter kahl. Poren kurz. 
Auch an Feld⸗ und Gartenbäumen. Röthlicher P. P. rutilans. 


57. Innen weiß und weich. Hut gebräunt, dünn, wellig. Poren ſchöngelb, 
EN Mündungen anfangs weißlich. Von zuſammenziehendem Geſchmacke. An 
Nadelhölzern, im Gebirge, nicht ſelten. Geſtaltloſer P. P. amorphus. 


Innen gefärbt. 58. 


58. Poren ſattgelb, kurz. Hut gelblich, filzig. An alten Eichen, ſelten. Sa⸗ 

5 fran⸗ P. P. croceus. 

— graugelb, lang. Hut weißlich, vergilbend oder röthlich werdend. An 
Waldbäumen, ſelten. Niſtender P. P. nidulans. 


Außen und innen braun oder braunſchwarz. Zwei- oder mehrjährige, ge⸗ 
ruchloſe Pilze. 60. 

Außen und innen weiß, gelbgrau oder röthlich. Einjährige, vom Herbſt 
bis zum nächſten Frühjahr dauernde, meiſt anisduftige Pilze. Faſt nur 
an alten Weiden. 61. 


f 60. An Kiefern. Hüte dick, handbreit, meiſt dachziegelig gehäuft, braun oder 
0 braunſchwarz, mit concentriſchen tief gefurchten Zonen, zottig, meiſt mit 
gelbbräunlichem Rande, innen braun. Poren groß, innen gelbgrau mit 
8 ochergelben Mündungen, ihre Subſtanz beim Durchſchnitt braun. Sehr 
Be häufig. Kiefern⸗ P. P. Pini. 

An ECbbereſchen ꝛc., Hut rothbraun, mit nicht ſo gefurchten Zonen. Sehr 
3 ſelten. Unebener P. P. confragosus. 5 
61. Sehr wohlriechend. Hut weiß oder doch anfangs weiß. 62. 

Geeruch ſehr ſchwach oder fehlt. Hut weiß oder gelbröthlich. 63. 

62. Hut außen und innen weiß bleibend. 0,03 —0,1 m. breit, korkzähe, aber weich, 
zottig, ungezont, dicklich. Poren rundlich, nicht klein, weiß, ſich bräu— 
nend. Sehr häufig und durch den ſtarken Anisgeruch unverkennbar. In 


9 der Sammlung aufbewahrt bald von Inſecten zernagt. Dufti ger P. 
Ba P. suaveolens. 


yo 


+ 


5 


5 Poren blaß, dann fuchsroth. Selten. J. Bulli ard i. 
63. Durchweg weißlich. Hut filzig oder zottig, undeutlich oder gar nicht ge— 
8 zont, buckelig und am Grunde ausgereckt, im Alter grau. Poren kurz, 
255 enge, linienförmig. Geruchlos. An verſchiedenen Waldbäumen, nicht 
zn ſelten. Buckeliger P. P. gibbosus. 
NRiöthlich oder gelbröthlich. Anfangs weißbereift⸗filzig. Bald kahl und dann 
79 röthlich, oft faſt purpurroſa oder gelbröthlich und beſonders gegen den 
Rand hin gezont. Mit ſchwachem Geruche. Gerötheter P. P. ru- 
bescens. 
. Hut jeitlih oder central geſtielt; jeder iſt frei für ſich. 71. 
Die Stiele der einzelnen Hüte unterhalb zu einer gemeinſamen Maſſe ver⸗ 
ſchmolzen, als nur deren Auszweigung die einzelnen erſcheinen. 65. 


5. Hüte fächelförmig oder arabeskenblättrig, ſeitlich in einen Stiel auslaufend; 

pft kaum geſtielt. (Fig. 24, b). 66. — 
Be 2 105 der Stiel central; mächtige, gabelig veräſtelte Maſſen. (Fig. 
24, a). 


* 


— Anfangs weißlich, dann ſich bräunend und gezont, innen graugelblich. 


C EEE ET EEE 


S x 4 N 
= RL 


DE Ne 

Hut unregelmä ißig kreisförmig, durch ihre Ra Tb Be einander e 
oft dachziegelförmig viele über einander und verwachſen, blaßröthlich, 
mit braunen Schuppen. Die Stiele kurz, desgl. verwachſend, blaſſ 
Poren kurz, weißlich. An alten Nadelholzſtämmen, im H., wohlſchmecken 
Semmelpilz. P. gonflu ens. & 
2 r 8 
66. Poren prächtig ſchwefelgelb oder gelbbraun, vom Hute abtrennbar. 2 
Kg˖Hlüte dackziegelförmig über einander, ungezont; Fleiſch anfangs ſafig⸗ 

weich, dann erhärtend ſpröde-zerbrechlich. 67. 

— weiß oder weißlich, mit dem Hute verwachſen. 68. 


67. Hüte gelbbraun; das Innere und die Poren gelbbräunlich. 0,2 —0, 6 m. 
hohe, monſtröſe Maſſen. Geſchmack bitter. Selten. An Buchen. Dach⸗ 
ziegelförmiger. P. P. imbricatus. 

Hüte prächtig ziegelroth, innen weiß, fußlange und -breite, fingerdicke, wel⸗ 
lig gebogene Fächer über einander. Poren grell ſchwefelgelb, klein. 
der Jugend beim Brauche mit gelblichem Safte. Wohlſchmeckender Pi 
Beſonders an Eichen, aber auch an andern Waldbäumen, Obſtbäumen, 
ſelbſt an Zaunwänden und Pfählen; beſonders im S., häufig und mar 
maſſenhaft. Schiwefelgeilber®. P. sul'pihur eiufs. * 


68. Fleiſch erſt weich, faftig, dann lederartig. Selten. 69. ge 
| uf — eßbar fleiſchig, nicht lederartig werdend; Hüte ganz ungezont, dünn, 
22 brüchig, kleinfächelig, gelbgrau, grau oder bräunlich, maſſenbaft; zu einem 
5 reichveräſtelteu mächtigen arabeskenblätterigen Ganzen vereinigt. Pore 
klein, kurz, ungleich, weiß. durch Druck ſich brännend. Am Grun 
alter Waldbäume an lichten Waldſtellen, nicht allzu häufig. Wo 
Be ſchmeckend. (Fig. 24, b. Laubartiger P. P. frondosus. * 
69. Hüte gelb, abwärts grau, warzig. Fleiſchbräunlich. h. Poren wei ßlich. G 
Mit lappter P. P.lobatus. 
— braun, mit Zonen, faſerig⸗ſchuppig. Poren gelblich. Geruch und 6 
ſchmack unangenehm. Rieſen⸗P. P. gig anteus. 


70. Büſchelig zu großen Maſſeu doldig veräſtelt. Hüte pfennig⸗ bis 1 10 
lergroß, gelblich, bräunlich, gelbgran oder ganz blaß, kahl. Stiele weiß⸗ 
lich; der gemeinſame Hauptſtiel fauſtdick. An lichten Waldſtellen am 
Grunde alter Bäume, nicht häufig. (Fig. 24, a.) Eichhaſe. Dold 
. umbellatus. ** ö 

Nicht ſo doldig veräſtelt. Hüte oft halbkreiſig mit seitlichem Stiele, du 
ler, meiſt ſchmutzig rothbraun, faſerig, dann ſchuppig. In Buchenwe 
dungen, ſelten. Kammförmiger P. P. er.istatus. 


71. Der Hut ſeitlich in den am Grunde meiſt Iſchwärzlichen oder dle 

a braunen Stiel ausgereckt. Nur an Baumſtämmen. 72. x 
— central oder ziemlich central, ſammt dem Hute oft monſtrös. An St 
men und auf der Erde. 77. 5 


72. Hut und Stiel kirſchrothbraun, rund oder fächelig, polirt-glänzend, 
über thalergroß. Poren fein, lang, weißlich, dann braun. Am’ unt 
ſten Grunde alter Laubbäume, ſehr häufig. Glanz⸗ P. P. Ine 

Anders gefärbt. Stiel am Grunde geſchwärzt. 73. 


73. Poren klein, nadelſtichig. Faſt ſelten. 74. N 
— groß, eckig, blaßgelblich, dann bonigbraun. Hut ochergelb, mit bran- 


nen anliegenden großen haarigen Schuppen, bis über fußbreit un 
Stiel meiſt fingerlang, über daumendick, u blaſſer, netzig 5 


am Grunde braunſchwarz. Von ſtarkem Geruch. Gemein, vom Fr. 
an, oft hoch an alten Laubbäumen oder an Baumſtümpfen. Eßbar, 

5 e ſehr zähe. Schuppen⸗ P. P. squamosus. 

Stiel durchweg ſchwarz. Hut weißlich, braun werdend. 75. 

N — nur am Grunde ſchwarz oder ſchwarzbraun. 76. 

75. Hut und Stiel firnißglänzend. Hut fächelförmig, kahl. Selten. Schwarz⸗ 
. P. nigripes. 

— — nicht jo 1 Hut bald trichterförmig, anfangs flockig. Nicht 

N häufig. Schwarzfuß⸗P. P. melanopus. 

76. Poren weiß, dann rothbraun. Hut glanzlos, thaler- bis handgroß, dick, 

braun oder gelblich, verholzend. Beſonders am Grunde alter Buchen. 
Eleganter P. P. elegans. 

— —, dann gelblich. Hut glänzend, gelblich oder gelb, faſt noch größer, 

5 verholzend. Verſchiedenfarbiger P. P. varius. 

77, Zähe, wenigſtens bald lederzähe werdend, daher nicht eßbar; meiſt braun 
oder gelbgrau. Auf der Erde oder an Holz. 78. 

ECEpßbar⸗fleiſchig; meiſt gelbweißlich, mit zartem brüchigem Fleiſche. Auf der 

Erde, meiſt in Nadelwäldern. 83. 

178. Poren weiß. An alten Baumſtämmen. 82. 

. — gefärbt. 79. 

79. Hüte mit Zonen, meiſt trichterig vertieft, oft mehrere durch ihre Ränder ra— 

ſenartig zuſammengewachſen, braun oder graubraun. Auf der Erde. 80. 

L ohne Zonen. An alten Baumſtämmen. 81. 

80. Hut kaum thalergroß, ga flach, bald kahl, Rand zerriſſen. Selten. 

0 Bemalter P. P. pictus. 

E meiſt über thalergroß, bald trichterig etwas vertieft, zart behaart, roth- 

braun, oft mit grauem Tone. In Nadelwäldern, gemein. Ausdau⸗ 

ern der P. P. perennis. 

81. Poren rothbraun. Hut gewölbt, braun, am Rande bewimpert. Stiel kahl, 

blaſſer. Selten. Bewimperter P. P. ciliatus. 

D gelbgrünlich, groß. Hut und Stiel roth oder roſtbraun. Selten. P. 

Schwe inizii. 


ex 


— weißlich, dann gelblich oder gebräunt, eckig und breit gezogen. Hut 
0,01 — 0,05 m. breit, braun, graubraun, grau oder gelblich, oft mit brau⸗ 
nen Schuppen. Stiel blaſſer, feinſchuppig. An Stämmen (oder auf der 
Erde in deren Nähe) und abgefallenen Aeſten, faſt häufig, im H., W. 
und Fr. Winter⸗P. P. brum alis. 


2. Poren groß, länglich, faſt eckig. Hut meiſt gelblich, oft mit braunen Schup⸗ 
je pen, am eingebogenen Rande behaart. Stiel graubraun. An Baum⸗ 
ſtämmen, ſelten. Weitporiger P. P. ar cuatus. 


. klein, nadelſtichig, rundlich. Hut bis thalergroß, graubraungelblich. 
Stiel hell, kahl, kaum 0,02 m. hoch. Selten. Dünnköpfiger P. 
iR, ‚lepto cephalus. 


ut mit Schuppen (meiſt aufgeriſſen) oder Flocken. 84. 
ut kahl und nackt, meiſt grau, etwas zähe, genabelt und vertieft. Rand 
verbogen. Stiel heller, am Grunde gebräunt. Poren weißlich, dann 


grau. Auf der Erde in Laubwäldern, ſelten, im H. Nauchfart 19761 
P. P. fuligineus. 


PN 84. Poren weiß, allenfalls vergilbend, klein. Hut riſſig⸗ſchuppig. 85. 

. — grau, mit weißlichen Mündungen, groß. Hut graubraun oder ge⸗ 
Bin... ſchwärzt, ebenſo der etwas ungeſtaltete Stiel (zart-filzig). In Nadel⸗ 
1 N wäldern, ſelten, im S. und Herbſt. Weiß ſchwarzer P. P. leu- 
. comelas. 

. 85. Poren ungleich, weiß. Hut weißlich graugelb. Sehr ſelten. Rißſchup⸗ 
f piger P. P. subsquamosus. 

— gleich, rund, etwas vergilbend. Hut weißlich oder weißgelblich, bis 
bräunlich, mit ſcharfem, etwas eingerolltem Rande, bis über handbreit. 
Stiel weiß, meiſt (wie auch der Hut) unförmlich und äſtig, am Grunde 
knollig, höchſtens 0,02 m. hoch, dick, oft excentriſch, ſogar ſeitlich. In 
Nadelwäldern, im H., ſehr häufig. Aeußerſt wohlſchmeckend. (Fig. 24, C.) 
Schafeuter. E. ovinus. * 


e ER re 


46. Nöhrchenpilz. Boletus. 


1. Röhrchen anfangs weißlich, dann fih blaß färbend (grau, bräunlich, roſa, 
5 gelblich). 2. a 
— ſchwefel- oder goldgelb, im Alter ſich grünlich ꝛc. verfärbend; oft mit ro⸗ 

then Mündungen. 8. 


2. Röhrchenſchicht bald roſa; das Hutfleiſch beim Bruche ſich röthend; der 
ganze Pilz gallebitter. Hut halbkugelig, oft mehrere verwachſen, gelblich, 5 
gelbbraun, braun, kahl, meiſt fauftbreit. Stiel fingerhoch und darüber, 
fingerdick, gelbbräunlich, nach dem Grunde zu dunkler und dicker, netzartig 
gezeichnet. In Laub⸗ und Nadelwäldern, auch auf Grasplätzen in der 
Nähe von Gebüſch. Häufig, im S. und H. Gallen- R. B. fellems. 


Weder Röhrchen noch das angebrochene Hutfleiſch roſa. 3. 


3. Hutfleiſch im Bruche anfangs weißlich, dann blau oder violett. 4. 7 
— nicht blau oder violett werdend. 5. Bi 


4, — im Nu durchweg kornblumenblau werdend, ſpäter in Grasgrün überge⸗ 
hend. Hut blaß lehmgelb, ſtriegelig⸗filzig, faſt angedrückt⸗ſchuppig, trocken, 
bis 0,1 m. breit, flach gewölbt mit ſcharfem Rande. Stiel etwa fingerhoch 
und über daumendick, bauchig, meiſt röthlich-gelblich, unterhalb ähnlich dem 
Hute filzig und ſtriegelhaarig, Röhrchen ſpäter bjaßgelblich. Unter lichtem 
Gehölz, auch auf graſigen Plätzen, nicht zu häufig. Blauwerdender 
R. B. cyanescens. 


„ 
FERIEN er . 2 


e 
4 4 — 


17 — nicht ſo ſchnell ſich (violett) färbend. Hut rothgelb und rothbraun, lig ü 
15 faſt ſchuppig, feucht ſchmierig, gewölbt, mit ſcharfem Rande. Stiel über 
5 0,1 m. hoch, oben verdünnt, runzelig ſchuppig. Röhrchen ſich bräunend, 

15 mit grauen Mündungen. In trockenen lichten Wäldern, im S. und H., nicht 
er häufig. Rothbrauner R. B. rufus. & 4 


5. Stiel weiß, von meiſt ſehr bald ſchwarz oder braun werdenden Schüppchen 
oder höckerigen Runzeln rauh, finger- bis fußhoch, meiſt über daumen⸗ 
dick. Hut meiſt über fauſtbreit, fingerdick, halbkugelig, rothbraun, orange 
rehbraun, ſchwarzbraun oder ochergelb, bei feuchtem Wetter etwas ſchmie⸗ 
rig. Röhrchen bald ſchmutzig⸗grauweiß. Wohlſchmeckendes 8555 Fleiſch. Ii 


— 


lichten Wäldern, im S. u. H., gemein. Birkenpilz. B. scaber. * 
— . 


Stiel ohne ſolche ſchuppige oder warzenartig⸗runzelige Oberfläche. 6 
6. Stiel zart⸗netzaderig. Röhrchen bald goldgelb oder grünlich. 8. 
E nicht netzaderig. 7. 


55 Stiel rothbräunlich, kaum fingerhoch, am Grunde etwas knollig. Hut matt 
kaſtanienbraun, feinhaarig. Röhrchen kurz, graugelblich werdend. Feſtes, 
wohlſchmeckendes, weißes Fleiſch. In lichten Laubwäldern, im H., nicht 

zu häufig. Kaſtanienbrauner B. B. castaneus. & 

— weiß, ſonſt faſt w. b. v., mehr bauchig. Hut graugelbbraun. In lich⸗ 
ten Laubwäldern, nicht zu häufig. Rauhſchuppiger B. B. as 
prellus. & 


8. Die Mündungen der Röhrchen (alfo die ganze Außenſeite des Fruchtlagers) 
5 purpurroth, blutroth oder orangeroth. 9. 


— — nicht roth, vielmehr gelb oder grünlich. 11. 


9. Hut purpurroth, trocken, meiſt fauſtbreit, matt. Stiel über fingerhoch und 
über daumendick, gelb, mit purpurnen Netzadern und Punkten. Röhr⸗ 
chen purpurn. In lichten Wäldern, im S. u. H., ſelten. B. purpureus. 


— gelb oder braun. Das Fleiſch läuft im Bruche blau an. Giftig. 10. 


10. Röhrchenmündung blutroth. Hut weißgelblich oder gelbbräunlich, 0, 10, 2 m. 
breit, dick, mit weißem oder gelblichem, im Bruche röthlichem, dann 
blauem Fleiſ ſche. Stiel meiſt fingerhoch, ſehr dickbauchig, purpurroth, 
oft auch etwas gelblich dazwiſchen, zart . In lichten Waldun⸗ 
gen, unter Gebüſch, auch in Gärten, im S. und H., nicht überall häu⸗ 
ig. Satans pilz. B. Satanas. * 


— orangeroth. th. Hut kaum kleiner, feucht ſchmierig, dunkelbraun, oft mit 
olivengrünem Tone, mit zartem Filze. Stiel meiſt über fingerhoch, 
dickbauchig, ziegelroth, oberhalb meiſt gelb, roth netzaderig. Fleiſch gold⸗ 
gelb, dann blau und endlich grün. Geruchlos. In Laub⸗ und Nadel- 
wäldern, auch an feuchten, ſchattigen, graſigen Abhängen, Grabenrän⸗ 
dern, im S. u. H., häufig. Schuſterpilz, Saupilz. B. luridus. 

— orangeroth. Wie die vorigen. Von fäuerlichem Geſchmacke, weiß⸗ 
gelblichem, blauendem Fleiſche. Hut olivenbraun, zuweilen lehmfarbig. 
Stiel undeutlich netzaderig. Wolfs-R. B. lupinus. X 


2. Stiel mit einem ſchlaffen, häutigen, feucht ſchmierigen Ringe; über dem- 
1 ſelben iſt der Stiel ſchwarz oder braun punktirt. Fleiſch im Bruche 
unveränderlich weißlich oder gelblich. Hut bei feuchtem Wetter ſehr 
ſchmierig, ſonſt gefirnißt glänzend. Sehr wohlſchmeckend, eßbar. 12. 
* ohne Ring. 14. 
32; 10 weiß, gelb werdend und vergänglich. Hut goldgelb oder roftbräun- 
lllich, groß, halbkugelig, dann ausgebreitet. Fleiſch blaßgelb. Stiel bis 
5 über fingerhoch und ⸗dick. Röhrchen im Alter bräunlich. In Laub⸗ wie 
. Nadelwäldern, im S. u. H., nicht ſelten. Schöner R. B. elegans. & 
e weiß, braun oder braunſchwärzlich werdend. 13. 


13 Hut meiſt nur wenig über thalergroß, ſchmutziggelb, blaß ochergelb, ausge⸗ 
pPreitet, oft etwas genabelt. Stiel weißlichgelb, etwa fingerhoch, nur bis 
_ Heinfingerbid. Gern auf fund gem Boden, auch in feuchten, ſandigen 
Nadel⸗ und Laubwäldern, im S. und H., nicht häufig. Gelblicher 

R. B. flavi dus. 55 


gelb- oder rothbraun, 


meift dunkel. Stiel derb, meiſt fngerhoch, bis über Pai weiß⸗ 
gelblich, unterhalb oft gebräunt. Fleiſch meiſt weißlich. Beſonders in 
Nadelwäldern, am Wegrande oder am Saume und an lichten Stellen 
derſelben, im S. und H., überaus gemein. Schmalzling. a er 
terpilz. Gelber R. B. luteus. X 73 


14. Geſchmack des Fleiſches ſehr bitter oder pfefferartig brennend. 15. 1 


— nicht ſo, fehlend oder angenehm. 16. 


Si ib, Geſchmack gallebitter. Hut gelblich oder olivengrün, filzig, meiſt über fauſt⸗ 


17. Stiel netzaderig, oft auch ſtricheladerig und punktirt; gelb, mehr oder min⸗ 


18. Geſchmack bitterlich, Geruch wanzenartig. Hut groß und dick, meiſt gelb 


19. Röhrchen ſehr kurz und fein, eckig. Hut anfangs faſt kugelig, dann halb⸗ | 


groß, mit ſcharfem Rande, Fleiſch zuweilen blauend. Stiel etwa finger 
hoch, mit langer Wurzel, röthlich, oberhalb gelb. Röhrchen an ihrer 
Mündung grünlich. In lichten Wäldern, im H. Scheint giftig zu 
ſein. Wurzelnder R. B. radicans. + 5 
E bitterlich, Geruch von Wanzen. 18. Ka 
Geſchmack pfefferartig brennend. Hut ausgeſchweift und ansgeredt, oft 
vertieft, bei feuchter Luft ſchmierig, bräunlich gelb, oft mit braunen 
ſchuppigen Riſſen, 0,03 — 0,08 m. breit, Fleiſch dunkelgelb oder gelbröth⸗ 
lich. Stiel lleinfingerboch und dick, meiſt gebogen, gelbbräunlich, ober⸗ 
halb oft etwas geröthet. Röhrchen braun, etwas herablaufend, mit ſehr 
großen eckigen Mündungen. In lichten Laub⸗ und Nadelwäldern, im 
S. und H., häufig. Pfefferpilz. B. piperatus. er 
16. Fleiſch beim Bruche blau oder grünlich werdend. (Nur bei einigen Arten 
tritt die Blauung nicht alsbald oder kaum merklich ein.) 17. ur 


— — — nie blau oder grünlich anlaufend. 22. 


e 


der ziegel- oder kirſchroth angelaufen. Hut trocken, filzig oder flaumig. 18. 


Stiel nicht netzaderig und der ganze Pilz nirgends kirſchröthlich. Hut nie 
ger Arten bei feuchtem Wetter ſchmierig. E 


bräunlich, oft etwas geröthet. Stiel bis über fingerhoch, meiſt daumen⸗ 
dick, gleichſtark, nur etwas nach unten verdickt und oberhalb zum Hute 
erweitert. Fleiſch weißlich. In lichten Waldungen, im Fr., S. und 
H., nicht zu häufig. Bitterpilz, Dickfuß. B. W XE 
Wohlſchmeckend und wohlriechend. 19. 15 


kugelig, olivenfarbig oder erdfahl. Stiel finger- bis handhoch, kegel⸗ 
förmig, ſpäter faſt walzenförmig, an der Spitze oder durchweg ſcha fei, 
roth. In Wäldern und unter Gebüſchen (beſonders gern unter Erlen), 
im Fr., S. und H., faſt häufig. Schönfuß⸗R.B. calo pus. 
Röhrchen ſo lang und länger als das Hutfleiſch dick iſt, ihre Mündungen 
groß, am Hutrande 0,001 — 0,002 m. weit, ungleich groß, eckig. Hut 
zartflaumig, weich, glanzlos; olivenbraun, graubraun, grau, gelb, gelb⸗ 
braun, (bei einer Abart durchweg blutroth) oft an riſſigen Stellen kirſch⸗ 
röthlich, am Rande oft weißlich; ſein Fleiſch bis über 0,01 m. dick, 
weißgelblich, von obſtartigem Weg Stiel gelb oder weißgelblich, 
unten röthlich angelaufen, oben oft erweitert. Ueberall in lichten Laub⸗ 
und Nadelwäldern, an Waldwegen, ſehr gemein, im S. u. H. e 5 
ul Speiſe. . B. . . hr 


ſtanienbraun, kahl. Fleiſch e im Brüche aber 16 rö 0 


ir und unten blauend, bis 0,01 m. dick. Stiel meiſt fingerhach und finger⸗ 
dick, gleichſtark, bräunlich⸗ oder weißlich-gelb, braun angehaucht, glatt 


und kahl, mit weißem Fleiſche. Röhrchen blaßgelb, fein ah: 


eckig, ſpäter weich, weißer und gelber. Wohlſchmeckend. In Nadelwäl⸗ 
5 dern und Haiden, im H., nicht allzu häufig. Maronenpilz. B. 
ba dius. 
e wenigſtens nie klebrig. 21. 


21, Hut bis über 0,1 m. breit, anfangs halbkugelig mit eingerolltem ſcharfem 


Rande, ſpäter verflacht; grau⸗ oder ochergelb, mit warzenartigen dicken 


feſten Filzflocken dicht überkleidet; derbes, dickes, weißgelbliches Fleiſch. 
Röhrchen anfangs kaum 0,002 m. lang, dann länger, fein nadelſtichig, 
roſtgelb. Stiel bis fingerlang, blaßgelb, gleichſtark, bis daumendick 
glatt, mit kleinen dunklern Fleckchen. Geruch und Geſchmack angenehm 
aaaber ſchwach, das Fleiſch wenig (oft gar nicht) blauend. Heerdenweiſe 
nin ſandigen Nadelwäldern, gemein. Sandpilz. B. variegatus. 
Fleiſch weiß, grünlich anlaufend. Hut kahl, gerunzelt oder bräunlich oder 
grüngelblich. Stiel meiſt gelbbrännlich. Röhrchen goldgelb, dann 
d grünlich. Ziemlich ſelten. Gelbgrünlicher R. B. lividus. 
22. Stiel zart netzaderig, bis fauſtdick (und noch darüber) bauchig aufge- 
3 ſchwollen. 25. 
| Stiel nicht netzaderig, nicht über daumendick. 23. 
23. Stiel gelblich, oberhalb mit anfangs weißlichen oder gelblichen, dann braun 
Me oder ſchwarz werdenden Körnchen punktirt, fingerhoch, nicht dick. Hut 
braun, mit ſcharfem Rande, Fleiſch gelblich bis goldgelb, ſehr wohl— 
ſchmeckend. Röhrchen kurz, rundlich, einfach, gelb. Truppweiſe an lich⸗ 
ten Waldſtellen, im Fr., S. und H., häufig. Von B. luteus faſt nur 
durch den Mangel eines Ringes verſchieden. Bekörnter R. B. gra- 
nulatus. 8 
a — ohne ſolche Körnchen. 24. 
24. Hut röthlichgelb, faſt roſa, feucht klebrig, meiſt nicht zu groß, mit ſehr 
35 weichem, weißlichem oder röthlichgelbem Fleiſche. Stiel wie der, Hut 
gefärbt, etwa fingerhoch und kleinfingerdick. Röhrchen ſchmutziggelb, dann 
roſtbraun, eckig, je ein kleineres mehrere kleinere und niedrigere in ſich 
ER ſchließend. In Nadelwäldern, beſonders an den Wegen, Rändern und 
Bi Lichtungen, im S. und H., gemein. Kuhpilz. B. bovinus. 
Hut braun oder ocherbräunlich, zartfilzig, matt, ſpäter gefeldert⸗riſſig, der 
Rand oft ausgeſchweift; Fleiſch weiß, nach oben geröthet. Stiel finger⸗ 
bis handlang, ſingerdick, gelbbräunlich, innen grau, trüb⸗gelbweißlich; 
Röhrchen ſehr lang, nicht w. d. v. zuſammengeſetzt, gelbgrünlich, dann 
ochergelb, oft gebräunt. In lichten Wäldern, im S. und H., nicht 
. häufig. Kaſtanienbrauner R. B. spadiceus. 
Hut oder Stiel kirſchroth und ſcharlach angelaufen. 18. 


25. . anfangs weißlich, ſpäter gelb oder grünlichgelb, mit fein nadel⸗ 
5 ſtichigen Mündungen. Hut halbkugelig, braun, meiſt kaſtanienbraun, 
handbreit bis 0,2 m. breit, bis 0,0% m. dick; Fleiſch weißlich, angenehm 
ſüßlich ſchmeckend. Stiel finger⸗ bis 0,2 m. hoch, bis fauſtdick und dar⸗ 
über bauchig, erſt weißlich und bräunlich weißlich, ſich bräu⸗ 
nend. An lichten trocknen Stellen von Laub- und Nadelwäldern. Einer 
der maſſigſten und wohlſchmeckendſten Pilze, im Fr., S. und H., faſt 


B. ir 


5 


gemein. Steinpilz, Herrenpilz, Edelpilz. Eßbarer R. 


* 


Röhrchen oft weißlich. 26. 


u 6. Hut purpur⸗ oder blutroth, sehr breit und dick. N abe b Stie 
90 5 * fingerhoch, über daumendick, nach unten bis fauſtdicz, Be el b, 
es am Grunde purpunr. In trocknen Wäldern, ſehr ſelten. 3 R. 5 

7 B. regius. 5 75 
A — Toth- oder ſchwarzbraun, in feuchter Luft ſehr ſchmierig, Fleiſch weiß, 

2 goldgelb werdend. Stiel höher als b. v., fauſtdick häufig in der Mitte 

geſchwollen, gelb. Sehr ſelten, in lichten Wäldern, im Fr. und 2 

er bronziger R. B. aeneus. 


47. Tintenpilz oder Miſtpilz. Coprinus. 


1..̃ Stiel wenigſtens in der Jugend oberhalb mit einem Ring, oft auch eh 
mit Andeutung deſſelben. Große derbe Pilze. 16. 


— ſtets ohne Ring, nackt, kleiig oder wollig-zottig. 2. 3 


2. Der Hut nichts als eine ſtrahlig-gefaltete, durchſcheinend-zarte Haut, nur 
der gelblich bräunliche Scheitel etwas fleiſchig, bis thalergroß. Stiel il 
ſerig⸗zart, meift dünn. 


— etwas fleiſchig, meiſt über thalergroß. Stiel meiſt über bleififtdic. 10. 


3. Die Lamellen werden braunſchwärzlich. 7. 
— — grauſchwärzlich oder ſchwarz. 4. 95 

4. Stiel glatt. 5. er 
— weißwollig bekleidet. Auf Waldboden. Haſenfuß-T. C.lagopus. 


5. Von durchdringend ſtarkem Geruche. Nicht häufig. Narkotiſcher . 
C. narcoticus. Fr 


Faſt oder ganz geruchlos. 6. 


a Hut nackt, grau, gelblich oder gebräunt, eiförmig, dann cylindrig, endlich 
flach ausgebreitet. Lamellen ſchmal. Nicht allzu häufig. W 


55, 


T. C. plicatilis. 


— zart ſchuppig, umbrabraun, eiförmig, dann glockig, endlich flach ausge⸗ z 
breitet. Lamellen bauchig. Selten. Geſelliger T. C. sociatus, 


7. Stiel fingerhoch und bis bleiſtiftdick, weiß, ſeidig. Hut bis über thalergroß, 
ei⸗, dann glockenförmig, feinſchuppig⸗kleiig, grau mit braunem Scheitel. 
L. röthlich, dann braunſchwarz. Auf ſchattigen Schutthaufen. Haus ⸗ T. 
C. domesticus. = 


7 


Kleinere Verhältniſſe, nur der Stiel oft noch länger. 8. . 


8. An alten Stämmen und Wurzeln vom Fr. an, häufig, meiſt maffenbaft, 
Hut gelblich, dann weiß-gran, 0,005 m. hoch und breit. Hut kugelig, dan 
gloden- oder fingerhutförmig. L. weitläufig, purpurbraun. Fingerhü⸗ 
tiger T. C. digitaliformis. a 

Auf ſtark gedüngtem Boden, in Miftbeeten, im S. und H., gemein. 9. 


9. Hut pfenniggroß, kleiig oder feinſchuppig, keulenförmig, dann glodig, endlich 

ausgebreitet, grau, dann bräunlich. Stiel bis 0,002 m. dick, durchſichtig 
weißlich. Auf Miſt und fettgedüngtem Boden, im S. und 8 gu ig. 
. C. . A 


L ie Scheitel. Stiel Jadendünn. Der zarteſte dieſer Pilzgattung. 
155 rt und Zeit w. b. v. Strahliger T. C. radiatus. 


Hut hoch, eylindrig⸗keulenförmig, dann kegelförmig, ſpäter ausgebreitet, 
gelblich⸗ oder ſchmutzig-weiß, anfangs mit weißen flockigen, zurückge⸗ 
krümmten Schuppen bekleidet. Stiel am Grunde verdickt und voll. In 
Wäldern am Grunde alter Bäume und auf Miſt, häufig. Kröten⸗ 
. ſchwamm. Dung -T. C. fimetarius. 


a anfangs ei⸗, dann glockenft örmig, endlich ausgebreitet. 11. 


1. Stiel zottig bekleidet, ſammt dem Hut ſchneeweiß. Auf Miſt, an Wegen 
; uU. ſ. w., nicht zu häufig. Schneeweißer T. C. niveus. 


2 E kahl oder nur kleiig oder glimmerig beſtreut. 12. 


12. Hut ochergelb oder braungelb, mit kleiigem Glimmer bedeckt. 13. 
E grau oder weißlich. 15. 


13. Lamellen violett⸗ oder röthlich-ſchwarz, dann ſchwarz. 14. 

E ſchmutzig⸗gelb, dann ſchwarz. Hut graugelb, kahl, mit warzigem Schei- 
fa tel. Stiel am Grunde voll. In Wäldern, beſonders an alten Baum⸗ 
ſtümpfen, nicht häufig. Zerfließlicher T. C. deliquescens. 


14. Hut ziemlich nackt, meiſt roſtbraun. 1 alten Baumſtümpfen, an Wegen, 
Chauſſeen, ſehr gemein. Raſiger T. C. congregatus. 


— kleiig⸗ ſchuppig. ſchmutzig⸗lehmfarbig. Sonſt dem vorigen ſehr ähnlich, 
an ähnlichen Orten u. ebenſo gemein. Glimmer-T. C. micaceus. 


1 5. Lamellen ſchwarz werdend (aus Grau.) In Gärten und Wäldern auf fet⸗ 
5 tem Boden, nicht häufig. Spechtpilz. C. picaceus. 


er ſchwarzbraun werdend. Am Grunde alter Bäume, nicht häufig. Zer⸗ 
ſtörender T. C. extinctorius. 


16. Ring frei beweglich, dauerhaft. Hut weiß, ſpäter oft mit roſaem Tone, 
mit braunen etwas abſtehenden Schuppen beſetzt; anfangs eiförmig, 
0,05 0, 1 m. hoch, 0,0% m. breit. L. weiß, dann roſa, dann braun⸗ 
ſchwarz, endlich ſchwarz. Auf fettem graſigem Boden, an Wegen, auf 
N Wieſen u. ſ. w., ſehr häufig, oft maſſenhaft. Eiſch wam m, Schopf⸗ 
5 T. C. comatus (o vatus.) 


Ring oft nur in erſter Jugend vorhanden. Hut gräulich, gelb, grau oder 
braun, mit feſt anliegenden Schuppen oder faſt nackt. 17. 


5 \ 5 Hut ſchmutzig⸗weißlich, kaum ſich bräunend, am Scheitel braune Schüpp⸗ 
chen. L. weiß, dann purpurbraun, endlich ſchwarz. An altem Holze 

And Baumſtümpfen, ſehr häufig. Echter Tintenpilz. C. atra- 
| Es  mehtarius. F 

D graugelbbraun oder rothbraun. 18. 


Stiel am Grunde knollig verdickt und Ausläufer treibend, in der Mitte 
. ee voll. Nicht häufig. Sproſſender T. C. soboli- 
erus 


— gleichmäßig, hohl. Hut ohne alle Schuppen, graubraun oder rothbraun. 
Hichtbüſcheltg an Baumſtümpfen und am Grunde alter Bäume. Bra u⸗ 
ner T. C. fuscescens. 


re a 1 
SEN Sr 4 * e EN 2 e 
e e 78 N 05 88 
% > £ i “ 5 
48. Düngerling. 5 i 


. Hut nichts als zarte, ſtrahlfaltige, ſeltener blos geſtreifte Haut. Stiel faſt 
f durchſichtig, zart. 
Hut doch etwas fleiſchig, nicht faltig, höchſtens geſtreift, ſein Rand meiſt mit 
den franſigen Reſten des Schleiers behangen. Stiel derber. 9. 1 
2. Hut kegelförmig, ſpäter flach ausgebreitet, durchſcheinend geſtreift. 7. 
f — gerundet: halbkugelig oder glockenförmig, meiſt ſtrahlig gefaltet. 3. 
3. Hut bis 0,007 m. hoch und breit glockenförmig, blaß, gelbgrau oder dunkel. : 
5 grau. Stiel faſt ſtecknadeldünn, nur bis 0,04% m. hoch. 4. 
Hut größer. Stiel meiſt viel höher. 5. 


4. Hut weißlich, feucht ochergelblich. L. ſchwärzlich grau mit weißer Schneide. 
In Wäldern auf Viehdünger. Nicht häufig, im H. Zarter D. 5 


subtilis. 
Hut gelbgrau oder grau. L. Lellgrane ar werdend. In und an hohlen 
Bäumen, maſſenhaft vom Fr. bis H., häufig. Ausgeſäeter D. 08 


disseminatus. 


EN 


Hut (thalergroß) und Stiel (fingerhoch, etwa 0, m. dick) weiß. An alten 
Eichen, ſelten. Papierartiger D. C. papyraceus. 


— ochergelblich oder braun. 6. ee 
Stiel glatt, oberhalb bethaut. Auf bebaueter Erde oder im Graſe. Nicht 
häufig. Wäſſeriger D. C. hydrophorus. 5 
— oberhalb mehlig bereift und ſtreifig. Im Graſe. Sehr ſelten. Gekerb⸗ 
N ter D. C. crenatus. f 
7. Hut hellgrau. L. faſt frei. 8. 


— meiſt blaß gelbbräunlich. L. angewachſen, grauſchwarz mit eötpicher 
Schneide. Auf ſchattigen Plätzen, nicht ſelten. Zierlicher D. 
gracilis. 


SR 


8. Hut ſchmierig, braunſtreifig. L. weiß, braun werdend, faft zerfließlich. Auf 
Dünger, nicht häufig. Zerfließlicher D. C. subliquescens. | 

— bödftens feucht. L. braun, ſchwarz werdend. Im Graſe, in Gärten u. 

ſ. w., einzeln. Nicht zu häufig. Kegelhut⸗D. CH conocephalus. 


Hut wenigſtens in feuchtem Zuſtande grau, oft auch geſchwärzt. 10. 
— gelblich, gelbbraun oder rothbraun oder roſa. 11. 


= 


SE 


10, Hut zartfleiſchig, glockig-kegelförmig, verſchieden groß, feucht 1 
trocken hellgrau oder gelbgrau. Stiel bis 0,1 m. lang, gebrechlich, roth⸗ 
bräunlich, beſtäubt. L. 1 breit, aſchgrau. An oder in d 


Nähe von Dünger, häufig, im S. und H. Dungfauler D. C. Ar 
miputris. s 


Hut aſchgrau, nicht häutig, glockig oder glockig⸗kegelförmig, 0,01 — 0,02 m. 
breit, ſpäter oft ſchuppig⸗riſſig. Stiel bis über fingerhoch und FE. 
ſchwefelholzdick, rothbräunlich, weiß beſtäubt. L. angewachſen, grauſchwarz, 
geperlt, dann ſchwarz mit weißer Schneide. Meiſt in der Nähe von 
Dünger, im S. und H. Schmetterlingförmiger D. C. pa- 
pilionaceus. ee 


as in 1 Juſtande braun, alben oder röthlichgelb. 12. 

> elbweißlich, ocher⸗ oder graugelb. 15. 

5 roſa, ausblaſſend, 0,01 — 002 m. breit. Stiel weiß. An ſchattigen 
Plätzen, in Gärten, Wäldern, an Wegen, im H., faſt ſelten. Runze⸗ 

liger D. C. corrugis. 


12. Hut im feuchten Zuſtande meiſt ſchmierig⸗klebrig, fleiſchig, ſpäter ausge⸗ 
Br breitet. 13. 


graubraun, dann ſchwarz. Auf Waldboden im Mooſe, nicht häufig. 
Derber D. C. compactus. 


14. Hut oft trocken glänzend und ſchuppig⸗riſſig, feſt, etwas fleiſchig, braun, 
$ rothbräunlich oder röthlichgelb, glockig-halbkugelig, 0,01 — 0,04 m. breit. 
Stiel braunröthlich, oberhalb geſtreift, beſonders auf Triften, häufig, im 

S. und H. Glocken⸗D. C. campanulatus. 


— glanzlos, ganz, gebrechlich, roth⸗ oder gelbgraubraun, trocken gelblich. 


1 nicht klebrig⸗ſchmierig, ſpäter nicht flach ausgebreitet. 13. 

13. Hut kaum über thalergroß, anfangs kegelförmig. Stiel nackt gelblich, feſt. 
. L. breit blaß, bald ſchwarz, weißſchneidig. Auf feuchtem Erdboden, be⸗ 
18 ſonders in Wäldern, Haiden, häufig. Heide-D. C. ericaeus. 
e derb, meiſt weit größer, ſtumpf. Stiel gebräunt, innen geröthet. L. 
a 


* Stiel glatt, weißſtaubig. L. angewachſen, breit, ſchwarzgrau, auf Trif⸗ 
FR ten, in Gärten, vom Frühling an, nicht ſelten. Dungbewohnen⸗ 
75 der D. C. fimicola. 

15. Hut klebrig, weißgelblich. Stiel oft mit einem Ringe. Siehe die Gattung 
x Psalliota. 


— nicht klebrig. 16. 


16. Hut röthlich⸗gelb, ſchon anfangs mit ſchmalem ſchwärzlichem Rande. Stiel 
8 weiß, unterhalb gebräunt und mit verdicktem Grunde. L. breit, dicht. 

Auf Triften, in der Nähe von Viehdünger, häufig. Zugeſpitzter 
a D. C. acuminatus. 


E nirgends grau oder ſchwärzlich, gelb oder gelbgrau. 17. 

. Hut weißlich oder gelblich oder gelbgrau. Stiel meiſt blaßgelblich. L. 
5 grauſchwarz, ſcheinbar ein wenig herablaufend. Auf Triften, an Wegen, 
fe nicht ſelten. Schwieliger D. C. callosus. 


g meiſt ochergelb, feucht runzelig. Stiel gelbbraun, feſt. L. blaß, dann 
Pi Pannen, endlich ſchwarz. Auf Torfmooren, häufig. Feuchter D. 
C. udus. 


5 49. Golddungpilz. Bolbitius. 
3 Stiel weiß, mit weißlichen zarten Schüppchen. Auf Triften, an Waldrän⸗ 
dern, im Fr. und S., nicht zu häufig. Dottergelber G. B. vi- 
Be tellinus. 

ER er gelblich. I 

Hut uur bis thalergroß, zarthäutig, anfangs kegelförmig. L. blaß, dann 
dunkelbraun. Auf Viehweiden, an Wegen, an ſchattigen Plätzen, auf 
Viehdünger. Häufig. Schwankender G. B. titubans. 

Saut meiſt viel größer und etwas fleiſchiger, anfangs glockig. L. gelblich, 
15 N b. An ähnlichen Orten, ſeltener. B. Boltonii. 


5 
1 b 


1 * 


1. Hut weiß, gelbweißlich oder gelblich, oft mit dunkler gefärbtem Scheitel 2 
g meiſt gran, braun oder gelbbräunlich, abblaſſend. 7. 1 80 
2. Stiel glatt, höchſtens bereift, oft aufwärts verdünnt. Hut oft nackt. 3. 


3. Lamellen weiß, ſpäter grauröthlich bis ſchwarzbraun, ohne oder mit weißer 5 


4. Stiel kegelförmig, am Grunde etwa 0,02, oben 0,002 m. dick, über finger- | 
5. Stiel meiſt verbogen, bis fingerhoch, 0,002 m. dick, oberhalb weißſtaubig. 3 


1 
6. In Wäldern, beſonders der Gebirge. Hut dünn, oft faſerſchuppig, bis 0,06 0 


7. Stiel höchſtens bereift, ſeidig glänzend. Meiſt auf freien Grasplätzen. 8.— 


8. Stiel bis oder fingerhoch. Hut anfangs meiſt kegelförmig. 3 ; ; 
— kurz und dünn. Hut anfangs flach⸗glockig, roſtgelblich oder roſtbraun, 


9. Hut dünn, kaum über pfenniggroß, grau mit braunem Scheitel. ea 


50. Mürbpilz. 


— faſerzottig oder ſchuppig, gleichdick. Hut oft faſer-ſchuppig. 6. 


Schneide. Stiel aufwärts oft ſehr verdünnt. Hut meiſt über thalerbreit. 4. 


— ſpäter dunkelbraun und mit weißer Schneide, etwas bauchig. Stiel 
gleich dick. Hut höchſtens thalerbreit, anfangs glockig. 5. 5 


hoch. Hut bis über thalerbreit, glatt. L. breit, ſchwarzbraun. In Wäl⸗ 
dern und auf Grasplätzen, nicht häufig. Kegelpilz. Ps. conopilus. 5 
— wenig verdünnt. Hut dünn, weiß oder gelblich, oft faſerſchuppig. L. 
weißlich, dann grauröthlich, nicht fo dunkel werdend. Auf ſchattigen Gras⸗ 1 
plätzeu, Triften, an Wegen, ſehr häufig. Fader M. Ps. fatu a. 


Hut anfangs halbkugelig, dann ausgebreitet, weiß, oft bläulichgrau. L. 
bauchig, weißgrau, braunſchwarz werdend. In Wäldern, an Stämmen 
und auf der Erde, häufig. Uebergebogener M. Ps. cernua. 


— gerade. Hut anfangs glockig, dann halbkugelig, thonfarbig oder blaß⸗ 
röthlichgelb. An grafigen Orten. Matter M. Ps. torpens. a 


m. breit, kaum geſtreift. Stiel zottigfaſerig. L. grau, dann wache x 
Sajer-M. FES. fibrillosa. 


Auf Grasplätzen, an Wegen. Hut dünn, glimmerig⸗kleiig, 0,01 — 0,03 m. 
breit, oft röthlich weiß, trocken runzelig. Stiel feinſchuppig, kleiig oder 
mehlig, kleinfingerboch. L. grauſchwarz. Im S. und H. Atomglim⸗ 
meriger M. Ps. atomata. 


— faſerig, kleiig oder zottig bekleidet. Selten. 10. 


anfangs gelbhaarig. L. blaß, dann ſchwarzbraun. Auf Grasplätzen, im 5 
S. und H. Kleinwurzeliger M. Ps. microrhiza. ; 


dünn, nur bis 0,002 m. dick, etwa 0,0ũ3 m. hoch, ſchlank, bin und her ges 
bogen. L. grauröthlich. An Wegen, lichten graſigen Orten, nicht z 
häufig. Gebogener M. Ps. gyroflexa. 


— etwas fleiſchig, größer, oft weit über thalergroß, kaſtanieubraun oder 
gelbbraun, meiſt grau werdend. Stiel fingerhoch bis etwas über bleiſtif 
dick, oberwärts verdünnt. L. dicht, angeheftet, braun oder röthlichbrau⸗ 
Meiſt große Raſen am Grunde alter Bäume in Wäldern, auch an W 
gen, im S. und H., ſehr häufig. Braungrauer M. b aN 
ceo-grisea. 3 


1 1 geftreift, gelblich bräunlich oder grünlich⸗bläu⸗ 

eiſt über thalerbreit, anfangs glockig. Stiel ſchmutzig⸗weiß, oft 

9555 gebräunt. An alten Buchen, ſelten. Buchen⸗M. Ps. fagicola. 
— fleiſchig, wäſſerig, gelb, dann braun, faſerſchuppig. L. weiße Milch 

tropfend. Auf der Erde und am Grunde von Bäumen, in Wäldern 
und Gärten. Thränender M. Ps. lacrymabunda. 


51. Kahlkopfpilz. Psiloeybe. 


2 Stiel weiß oder weißlich. L. nur wenig dem Stiele angewachſen, ſpäter 
pft ganz frei. Hut braun oder gelbbraun, aber abblaſſend. 2. 
15 Fe blaß gefärbt (oft nur wäſſerig gebräunt). L. breit angewachſen. 5. 


5 Hut dünnhäutig, glockig, gelbbräunlich, kaum thalergroß. Stiel blaßgrau, 
5 etwas geringelt. L. ganz frei, bis 0,0 s m. breit, gelbbräunlich. In 
Waäldern, nicht zu häufig. Glockiger K. Ps. campanulat a. 


= etwas fleiſchig, anfangs braun, ſehr abblaſſend, meiſt größer. 3. 


3. Hut feucht wäſſerig, etwas ſchmierig, durchſcheinend⸗geſtreift, braun, trocken 
eetwas runzelig und ledergelblich abblaſſend, gewölbt, dann ſchirmartig 
geſpannt mit geradem Rande. Stiel fingerhoch, bis bleiſtiftdick, weiß, 
5 zartſchuppig. L. blaß, bald purpurbraun. In Wäldern, nicht ſelten. 
Zimmetbrauner K. Ps. canobrunnea. 
Sui feucht oder etwas ſchmierig, glockig, ſonſt ähnlich dem vorigen. St. 
kahl oder am Grunde zottig und daſelbſt verdickt, blaß, weißlich. L. an⸗ 
gewachſen, umbrabraun, mit weißlicher Schneide. An Baumſtümpfen, 
nicht häufig, im S. und H. Stumpfer K. Pr. obtusata. 


HBnt nicht ſchmierig oder der Pilz wächſt nicht an Bäumen. 4. 


N 23 Hut umbrabraun, ausblaſſend, kegel⸗ dann ſchirmförmig, meiſt etwas einge⸗ 
5 drückt. Stiel mit langer Spindelwurzel. L. umbrabräunlich. In der 
Nähe von Miſt, daher auf Triften, Aeckern, nicht zu häufig. Bauchig er 
Be: | 

. K. Ps. ventricosa. 

— kaſtanienbraun, wäſſerig, Rand geknickt. Stiel kaum weißlich, blaß. 
L. anfangs weißlich, dann graubraun. Auf Waldboden, ziemlich ſelten. 
Kaſtanienbrauner K. Ps. spadicea. 


5. Lamellen braun oder purpurſchwarz werdend. Stiel nackt. 6. 


braun oder roſtfarbig werdend. Stiel faſerhaarig. Hut bhalbkugelig, 
etwas genabelt, kaum thalergroß, rothbraun, abblaſſend. Auf Viehweiden, 
n egen, 1 anne 25 


8 geſpitzt, über ſingerbutgroß. Stiel kan oft oe Auf Nec 
- Ddüngerreihen Grasplätzen, an Wegen, geſellig, nicht ſelten. Hal b⸗ 
5 lanzettförmiger K. Ps. Vꝙ 


braun, ſehr abblaſſend. Stiel fan 0 m. hoch. An ſterilen . 
4 nicht allzu häufig, vom Fr. bis in den H. Berg-$. Ps. montana. 
5 „Lamellen zimmetbraun, anfangs ſchmutzig⸗gelb, blaſig⸗ halbkugelig. Stiel 
nn 0,02 m. hoch, 0,002 m. dick, gelblich. Blaſenförmiger K. 

Ps. bullacea. 
eiern werdend, halbkugelig, dann ausgebreitet. Stiel bis finger⸗ 
1 Dungliebender K. Ps. coprophi la. 


52. Gewebſaumpilz. Hypholoma. e | 
1. Fleiſch weiß. 2. 
— gelblich. 3. 


2. Geſchmack angenehm. Hut gelb, 


oft röthlich-braun, dünnfleiſchig. S Stiel 


blaß, unterhalb gebräunt. L. weiß, dann gelblich und gelbgrau. Be⸗ 


ſonders in Nadelhölzern, faſt häufig. Rauch⸗G. H. capnoides. 
— bitter. Hut gelblich, gelbroth oder rothbraun, anfangs ſeidig, oft ſchup⸗ 


pig, ſchmierig, derbfleiſchig, Rand anfangs eingerollt und weichfilzig. 
Stiel voll, gelblich oder weißlich, unten gebräunt, oft etwas braunſchup⸗ 


pig oder faſerig. L. blaß, dann ochergelb, dann braun oder ſchmutzig⸗ 


grün. An alten Baumſtämmen, Pfählen u. ſ. w., büſcheligen Raſen, 
beſonders in Wäldern. Im H., gemein. Gilt als eßbar. Bittere 


ſchwamm. H. lateritium. & 


3. Hut faſerig⸗ ſammetartig bekleidet, gebräunt gelblich oder röthlich, bis hand⸗ N 


breit, anfangs eilänglich, dann flach 2 Stiel derb, faſerig, 
gelblich, oben weißlich und beſtäubt. ſehr breit, faſt frei, gelbbraun. 5 
Auf gutem Boden, in Wäldern, an Wehner nicht zu häufig. San 


metartiger G. H. velutinum. 


— nackt, ſchwefelgelb oder honiggelb, Scheitel meiſt gebräunt; meiſt thaler⸗ 5 
groß, flach gewölbt. Stiel ſchwefelgelb, etwa fingerhoch, 0,002 — 0,0 
m. dick, oft faſerig bekleidet und hin und her gebogen. L. angewachſen, 
gelb, dann graugrün oder bräunlichgrün. Der Schleier hängt meiſt 
als braune, ſchwarz werdende Hautfetzen am Hutrande. Geruch ange⸗ 


nehm eigenthümlich, Geſchmack bitter. Als oft große büſchelige Raſen 


am Grunde alter Bäume, an Wegen, in G Wäldern u. ſ. w. 


Im S. und H., überall ganz gemein. Schwefelkopf⸗ G. H. bas ci 


cularis. *. WW 


a 


33. Ringpilz. Psalliota. 5 


1. Lamellen nebelgrau, ſich ſchwärzend; dem Stiele angewachſen oder frei. 2. 


— blaß, dann düſter olivengrün (ſelten purpurbraun); angewachſen. 3. l 
a 
— anfangs weißlich oder roſa oder ziegelroth, dann caffeebraun oder 


— blaß, dann roſtbraun oder violettſchwärzlich; angewachſen. 4. 


braunſchwarz; ftets frei vom Stiele. 5. 


2. Lamellen angewachſeu. Hut weiß oder gelblich, etwas klebrig, pfennig⸗ bis 


thalergroß. Stiel bis fingerhoch, ſteifröhrig. Beſonders auf grafig 


Wegrändern und Triften, geſellig, häufig, im S. und H. Halbe 


geliger R. Ps. semiglobata. 


Stiel über 0,1 m. hoch, weißlich, am Grunde knollig verdickt, 1 15 Pho- 


liota separata. 


Lamellen frei. Hut weißlich, oft rothbräunlich, bis über thalergroß. Stiel 
weißlich, voll, 0,0ũ22 m. hoch, bleiſtiftdick. In Laubwaldungen, im Fr. 
und H., ſehr ſelten. Graublätteriger R. Ps. spo dophyllus. 


3. Hut gelb oder ſchmutzig-gelb, 0, 1 — 0,02 m. breit, klebrig, nackt. Sti 
fingerhoch, 0,002 m. dick, voll, weißlich flockig. Au Auger, ke Wald 


boden, ſelten. Dung⸗ R. Ps. stercoraria. | B. 


8 


dis, über 8555 blen, mit anliegenden oder ſtrinzelig 
aabſtehenden Schüppchen. Stiel w. b. v. In Wäldern auf Grasplätzen, 
auf Grabeland, nicht häufig. Schuppiger R. Ps. squa mos à. 


a, Hut ſchön blaugrün oder grün, feucht dickſchleimig, oft weißſchuppig, derb, 

fſhalergroß und darüber. Stiel mit grünlichem Ton, geringelt, unter dem 
Ringe faſerig. L. braun werdend. Beſonders in lichten Wäldern, auch 
auf Wieſen, im S. und H., truppweiſe, ſehr häufig. Ein präch⸗ 
tiger, durch die Farbe au fälliger Pilz, freilich der grüne Ueberzug verliert 
ſich oft und der Hut iſt dann gelblich. Grünſpanpilz. Ps. aeru- 
gin os a. 


Hut gelblich. L. werden violett⸗ſchwärzlich. Auf Triften, Aeckern, ſelten. 
Schwarzſamiger R. Ps. melanosperma. 


| 5. Lamellen ziegelroth, dann braun. Hut graubraun. Stiel purpurbraun, am 
Grunde geſchwärzt. Geruch nach Gurken. Selten. Igelartiger R. 
Ps. e chin ata. 


— anfangs weißlich oder roſa (oft grau-fleiſchröthlich.) Alle dieſe ſich ſehr 
ähnlichen und ziemlich gleich wohlſchmeckenden Pilze werden als 
„Champignons“ geſammelt und verkauft. 6. 

6. Stiel röhrig hohl. 7. a 

Stiel voll und innen feſt, fingerhoch und darüber, bis über daumdick, weiß, 

ganz nackt oder zartſchuppig, mit derbem Ringe. Hut in erſter Jugend 
(wo er am wohlſchmeckendſten) iſt kugelig, dann halbkugelig und endlich 
flach ausgebreitet 0,05—0,2 m. breit, meiſt weiß, aber auch gelblich oder bräun⸗ 
lich, nackt, flockig oder ſchuppig; Fleif ſch, bis über daumdick, weiß, bei einigen 
Abarten wird es beim Bruche röthlich. L. weiß, dann ſchön roſa, endlich 
kaffeebraun. Ueberall, beſonders im S. und H., ganz gemein auf 
Wieſen, Triften, unter Gebüſch, an Wegen, auf Aeckern, immer aber da nur, 
wo Pferdedünger liegt oder gelegen hat, worauf ſich auch ſeine künſtliche 
Zucht gründet. Daher braucht man nur ein Beet mit Pferdemiſt zu düngen, 
die Lamellen des Champignon darauf zu bringen und daſſelbe feucht zu 

5 halten, ſo zeigen ſich nach etwa zwei Wochen die jungen Pilze maſſenhaft. 
Wenn man ſie vorſichtig abſchneidet, daß der untere Theil des Stieles ſtehen 
bleibt, ſo kann man fortwährend neue Ernten halten. Echter Champignon. 
Ps. campestris. Als wichtigſte Spielarten pflegen, obgleich nicht in 
erſchöpfender Weiſe, angeführt zu werden: var. sylvicola mit kahlem, weißem 
glänzenden Hute, deſſen Fleiſch lange weiß bleibt und langem, am Grunde 
faſt gar nicht verdicktem Stiele, beſonders in Nadelwäldern; var. vapo- 
rarius mit bald vergilbendem, faſerſchuppigem Hute und grauröthlichen 
Lamellen, auf ſchwarzem lockerem Waldboden; var. praticola mit roth⸗ 
braunem, anliegend⸗ſchuppigem Hute und ſich beim Bruce ſchnell röthen⸗ 
dem bis rothbraun werdendem Fleiſche, auf Wieſen und feuchten Triften. 


Er Hut weiß, mit braunen, faſerigen Schuppen. Die L. werden braun Sonft 
5 wie der Champignon, nur nicht ſo wohlſchmeckend. In Wäldern, beſonders 
A in Laubwäldern, Parkanlagen, Gärten u. ſ. w. Im Herbſt. Wald- 
| Champignon. Pe. sylvatica, - * e 


3 L ohne Schuppen, höchſtens mit braunen Faſerchen. 8. 


8. Si ganz nackt, weiß, meiſt mit gebräuntem Scheitel. Stiel am Grunde 
knollig verdickt. Ring beweglich frei, aufgerichtet. An graſigen Orten. 
fuaſt ſelten. Wohlſchmeckend. Kreideweißer Champignon. Ps. 
cretace a. * 


ate 


175 om met faferig, Fele weiß wird aft röthlich. S ach 
13955 verdünnt. Ring hängend. An graſigen Orten, auf Wieſen, Trifter 
Gärten u. ſ. w., beſonders in Gebirgen, im Herbſt. Weniger 
ſchmeckend als der Champignon. Sch n Ps. arvensi 
een 


54. Halbſtiefelchen. Crepidotus. 


855 . Hut häutig, faſt durchſcheinend, anfangs umgewendet. 2. | 
— etwas fleiſchig, von Anfang an wagerecht geſtreckt. 6. ee 
2. Hut weiß, ſeidig, meiſt 0,01 m. breit. L. weiß, dann roſa, endlich Erin 


lich. Beſonders an alten Weiden, auch an alten eee We 
änderliches H. C. variabilis. 


Hut gefärbt. L. anders. 3. 


3. Hut (anfangs becherig) und L. nicht grau. 4. 


be — Hut oder Lamellen grau, anfangs umgewendet, dann wagerecht, mutig, 4 
am Grunde weißpfilzig. 5. % 


4. Hut (bereift) und L. violett, L. abblaſſend rothgelb. An altem Nadelholz. = 


Violettrothes H. 6. viola ceo-fulvus. 5 


Hut zartfilzig, braun, gallertzitterig, etwa 0,00 4 m. breit. L. ſehr weit⸗ 
Kiufg, olivenbraun. An morſchem Holzwerk. Becher-H. C. pezi- 2 
zoides. = 


8 5. Hut grau, filzig, kurz ſeitlich geſtielt. L. weiß, dann grau, berablaufend. 25 
Arn alten Waldbäumen. Weichfuß⸗H. C. byssisedus. a 
— graurötblich, feucht. L. grau, dann röthlichbraun. Auf mooſiger Erde, 5 
!; ſelten. Tröpfel⸗ H. C. depluens. N 
6. Hut rüſſelförmig⸗länglich, bis 0,03 m. lang, weichhaarig. L. gelb, derlaſfnd. 

| Sehr ſelten. Rüſſel⸗H. C. proboscideus. | 
e nieren= oder muſchelförmig. L. weiß oder weißlich, dann gebeäunt, 75 
> 17. Etwas geftielt, höchſtens 0,0 m. breit. Selten. 8. Fr 
Kai. Kaum oder gar nicht geſtielt, ſehr weich, zitterig, kahl, bis über 0,1 m. breit. 9. 
EN Hut gelblich bis lehmfarbig, zottig; Stiel bis 0,01 m. lang, weiß. An Zik⸗ 2 
5 terpappeln. Gefäß-9. C. haustellaris. 

— gebräunt, abblaffend, kahl. Stiel ſehr kurz. Flaches 9. 6.4 
planatus. ö 1 
. Du grauweißlich, im Alter rothbräunlich, fleckig, kaum bis bann 

Weiches H. C. mollis. 


— weißgelblich oder ochergelb, oft gelbgrünlich, abblaffend, über 0,1 m. EN 
Fleiſch bis 0,01 m. dick. Nicht ſelten. Muldenförmiges H.“ 925 8 
alveolus. . 


77 
He * 5 
. 


ni a 


8 


55. Helmpilz. Galera. 8 
(Unſchädliche oder mäßig geſchmackloſe Pilze.) Ex . = 


8 5 Ei L. breit angewachſ en, meiſt herablaufend, faſt dreieckig. dur om 
s am Rande ſchuppig oder flockig, 0,01 0,02 m. breit. 2. 1 


— ER, 


st oder angewachſen l weder ſo breit noch herablaufend. Hut = 
eh, glänzend oder glanzlos. 4. % 


BE BERN, ae 2 
. I EST, 0 


e 
RT 


RT 2 
. ir nn 


{ L. nicht nend, bauchig, Hut gewölbt, ſpitz genabelt, weißhaarig, 
gelbbräunlich. Sumpf-9. G. paludosa. 


3. Hut halbkugelig, ſtumpf, dunkelbraun, trocken ochergelblich, am Rande mit 
cCeoncentriſch geordneten weißen Schüppchen. In Gebirgsſümpfen, zwiſchen 5 
Mooſen, ſelten. Moor⸗H. G. stagnina. a 
e etwas genabelt, meift zimmetbraun, am Rande geſtreift, ſeidig⸗faſerig 1 
oder ſchuppig. Zwiſchen moderndem Laube in feuchten Wäldern. Durch⸗ 2 
ſichtiger H. G. pellucida. 


4. L. in ihrer ganzen Breite dem St. angewachſen. St. nie weiß. 5. 
. angeheftet, ſpäter meiſt ganz frei. St. weiß oder weißlich. 9. 
3 L. ziemlich weitläufig, meiſt breit und fein geſägt. Hut meiſt fein-warzig. 
St. glatt, gelblich, braun oder hochroth. 6. 
. gedrängt, Hut nicht warzig. St. geſtreift. 7. 


6. 8 ſchmal aufſteigend. St. hochroth, feinhaarig, dünn, verbogen. Zwiſchen 
Gras oder Moos, faſt ſelten. Striemen⸗H. G. vittaeformis. 
e. bis 0,003 m. breit, zimmetbraun, dann gelbröthlich. Stiel gelblich oder 
braun, oft wellig verbogen, bis fingerhoch, dünn, bis ſchwefelholzdick, a 
i berg glänzend, oberhalb weiß bereift. Hut halbkugelig oder glockig, Di 
oft zugejpißt, meiſt 0,01 m. breit; ſpäter verflacht ausgebreitet, honigbrann, Be 
trocken ochergelblich, feucht oft gefurcht und glänzend. Unter Gebüſch, in 
5 Wäldern, auf Gras⸗ und Moosplätzen, im S. und H., überall ganz ge⸗ 


mein. le Moos-H. G. hypnorum. Aendert vielfach ab 5 
in der Färbe, beſonders des St. und der L. (var. Sphagnorum mit bis ; 


ER Kr N? ER a TE FR ar R 
3 ä er * 1 EIER Se 


8 
ai 8 


. über 01 m. langem gelbröthlichen Stiel und großem ochergelben Hute, 1 
in Sümpfen; var, Bryorum mit zottigem St. und weißlichen, dann 8 


ochergelben L.; var. mniophilus mit gelbem St. und L. und trocken thon⸗ 
weißlichem Hute; var. rubiginosus mit rothbraunem St.) 


7. Hut anfangs ſpitz⸗kugelig, dann glockenförmig, gelbbraun, trocken gelblich ER 
oder weißlich und zartflockig, Stiel oberhalb weißflockig, L. gelb, dann 28 
braun. An alten Mauern und zwiſchen altem Laube, ſeltener. Spitz⸗ ER 

hut⸗H. G. spicula 1 


A — anch anfangs ſtumpf. L. zimmetbraun. 8. 


8. Hut zimmetbraun, trocken ochergelblich, glockig, ſpäter flach ausgebreitet. St. 
5 bis 0,05 m. hoch, 0,002 m. dick. L. breit, bauchig. Zwiſchen Gras und 
Moos, auf Triften, nicht zu häufig. Gras⸗H. G. spartea. 

5 ochergelbbräunlich, glockig oder fingerhutförmig, nie flach. St. bis 0,01 m. 

hoch, fadenförmig dünn, ſteif, gebrechlich, glatt, faſt glänzend. L. nicht 

bauchig. An Schutt, auf Grasplätzen, in Gärten, ſehr gemein. (Fig. 28, b). 
Zarter H. G.tenera. Aendert vielfach ab (var. salignea mit gelb⸗ 

grauem, mehr gewölbtem Hute und blaſſem meiſt ſtaubigem St.; var. 

pilosella feucht mit kurzhaarigem Hut und St., an alten Stämmen.) 


2 1 10 0 oder 9 St. am Grunde verdickt. 


Hut anfangs 


0. Hut und L. ocherbraun. St. 1 1 fockig, mit S 3 
f Gärten, auf Miſtbeeten, häufig. Dicht er H. G. conferta. 
Hut olivenbraun, ſpäter flach. St. weißbräunlich, zähe, gefaſert, mit kurze 
Wurzelfortſatze. L. mit gekerbter weißſtaubiger Schneide. Auf Wald⸗ 
plätzen, iſt häufig.: Weißblätteriger H. G. leucophylla. 


11. Hut ſchmierig und klebrig. 12. 4 


Hut nicht ſo, braunroth oder röthlichgelb, dann ochergelblich, 0010,02 m. 
breit und hoch. St. bis fingerhoch, ſteif⸗zerbrechlich, weißlich, glatt, bereit 
abwärts etwas verdickt. L. ſchmal, faſt ganz frei. Auf Graspl ätzen, 
Triften, auch in Wäldern, wo Dünger hinverweht iſt, nicht zu häufig. 31 ie⸗ „ 
gelfarbiger H. G. lateritia. 1 


12. Hut gelblich, trocken blaß. St. ſilberglänzend bis bleiſtiftdick, behalt ; 
weißſtaubig. L. gelblich, dann roftbraun. Auf Waldplätzen, nicht bäh £ 
Klebriger H. G. pityrea. 1 


13. Hut düſter violett, netzrunzelig, bis 0,05 m. breit, auch der Stiel klebrig. 
L. EN dann roſtbraun. An alten Buchen. Netzig er H. G. Te 
ien at a 3 


56. Schnitzelpilz. Naucoria. 
(Unſchädliche aber geringe Pilze.) 


. Hut (pfennig⸗ bis thalerbreit) mit eingewachſenen oder oberflächlichen flodigen 
Schüppchen oder ſeidigen Faſern, welche im letzteren Falle aber meiſt ſehr 
bald verſchwinden. St. faſerig oder flockig-ſchuppig. Die L. werden zim⸗ 
metbraun. Gebrechliche, geruchloſe Pilze auf moderndem Laub, faulendem 
Gezweige, an abgeſtorbenen Halmen, einige auf der Erde an feuchten oder 
ſumpfigen Orten. 2. A 


— ganz kahl von Anfang an. Meiſt auf der Erde, beſonders auf Gras⸗ 
plätzen, Triften, in Gärten, an Wegen u. ſ. w. 7. 2 


Auf abgeſtorbenen Kräuterſtengeln, beſonders auf Gräshalmen. Hut ah 
0,005 m. breit, zarthaarig, glänzend-bräunlich oder gelblich. Stiel bis ſteck⸗ 
nadelhoch und dünn, rauh, häufig. Gras⸗Sch. N. gramini cola. 


— Auf der Erde, oft auf modernden Blättern und Zweigen. 3. 


. Schüppchen oder Faſern dem Hute eingewachſen. Hut ſtumpf. L. a. 
angeheftet oder angewachſen, aber ſpäter ſich ablöſend und faft frei werdend. 4. 
— — meiſt kleiig⸗flockig, verwiſchbar und bald verſchwindend. Hut bald 
genabelt. L. angewachſen, meiſt etwas herablaufend breit? 3. i 


Hut wenig über pfenniggroß, bräunlich blaß, dann in Mitte braun. St. blaſer, 

abwärts oft dunkelbraun, faſerig, an der Spitze glatt. L. angeheftet, thon⸗ 

1 dann zimmetbräunlich. Auf feuchten Waldplätzen. Grindartige: 

Sch. N. escharoid es. u 

— meiſt größer, rothbräunlich, abblaſſend ochergelb. St. faſerig, an De 

Spitze faſerſchuppig. L. angewachſen ſich etwas ablöſend. In feuchten 

Wäldern, Brüchen u. ſ. w. Im S. und H., häufig. Puderiger Sch 
N. conspersa. 


An faulenden Zweigen und altem Laube an der Erde. Hut ochergelb. 
breit, dreieckig, roſtbraun. (Abarten vom N. furfuracea.) N. e 


Auf der Erde. 6. 


Hut . ei ie, bis Haterbrett St. faſerflockig, am Grunde 
ME gebräunt und weißfleckig. L. ſafrangelb, bald ausblaſſend, mit weißlicher 
Schneide. An Waldrändern und unter Zacken, ſelten. Trockener Sch. 


N. sobria. 
3 Bekunlic, pfennigbreit und darüber, abblaſſend, meift gelbgrau. St. w. 
b. v. L. rothbraun, bei einer Abart var. trigonophyllus gelbröthlich, 


dann ochergelblich, ſehr breit, faſt dreieckig. In Wäldern und unter Ge- 
ſträuch. Kleiiger Sch. N. fur furace a. 


7. L. angewachſen oder angewachſen-herablaufend, breit oder ſchmal. 8. 
E nur angeheftet oder ganz frei, breit, 14. 


8. Hut und Stiel im feuchten Zuſtande gelblich, wachsgelb oder rothgelb. L. 

wieitläufig, braun oder ochergelb werdend. 9. 

E feucht braun oder ſchwärzlichbraun oder olivengrünlich, trocken meiſt leder- 
gelb. St. bräunlich, braun oder weißlich. L. weitläufig oder ſehr ge— 
drängt, braun werdend. 1 
9. L. ſehr gedrängt, blaß, dann zimmetbraun. Hut noch u pfennigbreit, 

halbkugelig, gelb, glänzend, feucht etwas ſchmierig. ſtecknadelhoch, 
fadendünn, zähe, glänzend, gelb. Auf Gras- und Mooshliten im 9. 
Kleiner Sch. N. pusilla. 
— weitläufig, honiggelb oder braun. Meiſt größer. Hut pfennig⸗ bis 
thalerbreit. St. 0,02 — 0,03 m. hoch. 10. 


10, L. gezähnelt honiggelb oder wäſſerigbraun. Hut meiſt dunkel rothgelb, 

fi ſtumpf genabelt. Stiel gelblich, an der Spitze bereift, am Grunde mweiß- 

g lich. Auf Gras⸗ und Moosplätzen. Im Herbſt. Honiggelber Sch. 
N. melinoides. 

— ganzrandig, ochergelb, dann zimmetbraun. Hut wachsgelb, ſtumpf. St. 
gelb, kahl, am Grunde gebräunt. Auf trockenen lichten Plätzen, an 
eigen, zwiſchen kurzem Graſe u. j. w. Wachsgelber Sch. N. 
cero des. 


11. L. etwas herablaufend, mit geſägter weißer Schneide. Hut klebrig, oliven⸗ 

85 grün oder an feuchten Orten ſchmutzigbraun oder ſchwarzbraun, gewölbt, 
faſt genabelt. St. blaß, bis fingerhoch, faſerig oder ſchuppig, an feuch⸗ 
ten Orten geſchwärzt. In feuchten Laubwäldern, an Sümpfen u. ſ. w., 
im S. und H. Vergißmeinnicht⸗Sch. N. Myosotis. 


— anders. St. wellig. Hut braun, nie olivengrün. Selten. 12. 


12. St. rothbraun, gegen die Mitte mit weißen Faſerſchüppchen. Hut kaum 
| pfennigbreit, faſt genabelt, feucht gelbbräunlich, trocken gelblich. In 
feuchten Nadelwäldern der Gebirge, einzeln. Braunfuß-Sch. N. 
badipus. 
— weißlich oder bräunlich, kahl. Hut bis thalerbreit. 13. 


13. St. weißlich, dann roſtbraun, oberhalb bereift. Hut wenig genabelt. L. 

’ endlich umbrabraun. Auf freien Plätzen. Auf trocknen Grasplätzen der 
Berge. Betäubender Sch. N. temulenta. 

— hellbraun, nackt. Hut genabelt, glänzend. St. wellig. L. roſtbräun⸗ 

lich. Auf freien Plätzen. Wellenſtieliger Sch. N. undulata. 


14. Die L. werden ſafran⸗ oder ochergelb. Nicht im Fr. 15. 


— — — bräunlich, dann zimmetbraun, etwas breit, gekerbt oder ganz⸗ 
randig. Hut ledergelb, honiggelb oder bräunlich, pfennig⸗ bis über tha⸗ 


lerbreit; flachgewölbt oder fach, A Rech ice 
blaß, gelblich, zäh, bis fingerhoch, ſchwefelholzdick oder etwas darü 
glänzend, meiſt bereift, am Grunde oft etwas angeſchwollen. W 5 
ſchmeckend, meiſt ſchwachen Geruch nach friſchem Mehle. Von Fr. an 
(und ganz beſ. im Mai, Juni) überall nach warmem Regen, ganz ge⸗ 
mein, auf Grasplätzen, an Wegen, unter Hecken, auf Feldrainen u. . 
w. (Fig. 299. Wegeling, Fuß⸗Sch. N. pediades. 8 


15. Hut bis etwas über pfennigbreit, olivenbraun trocken, zart geſtreift. St. i 
. aſchgrau, dann gelb, am Grunde weißzottig. L. grau, dann ocher⸗ 
x REN gelb, mit gezähnelter gelbgrünflodiger Schneide. An 
8 faulendem Buchenholz. Kleinling-Sch. N. centunculus. 
L. anders. 16. 


16. Geruch auffällig nach Gurken. Hut bis über thalerbreit, glockig, dann aus⸗ 
gebreitet, feucht rothbraun oder braun, abblaſſend bräunlich oder gelb. 

St. abwärts verdünnt, glatt, braunſchwärzlich. L. ſehr bauchig, ge⸗ 

drängt, weißlich, dann ſafrangelb. In Gärten und Wäldern zwiſchen 

altem Reis u. ſ. w. Gurken⸗Sch. N. Cucumis. 

— fehlt. Hut iſt ſo breit, anfangs kugelförmig, dann flach, ſchmierig, roth⸗ 0 
braun, trocken rothgelb, abblaſſend. St. blutroth, dann braun, zähe. 

8 L. dicht, blaß, dann feuer⸗ oder gelbroth. In Laub⸗ und Nadelwäldern. 
3 N. Christinae. i 


57. Nauchfaſerkopf. Imocybe. 
(Faſt ſämmtliche Arten giftverdächtig.) 
1. St. weiß oder weißlich. 2. 
St. entſchieden gefärbt (gelbgrau, braun), höchſtens an der Spitze weißlich. 6. 


2. Hutoberhaut glatt, aber meiſt ſehr riſſig, ſo daß überall das Hutfleiſch ſicht⸗ 
bar. St. bis fingerhoch, bis 0,01 m. breit, voll» 3. i 


— mit angedrückten faſerigen Schuppen. 3. 


3. Hut glockig, ſtumpf, thaler⸗ bis handbreit, weiß oder gelblich, verbogen. 
St. geſtreift, an der Spitze flockig⸗ſchuppig. L. von der Breite des St., 
blaß. In ſandigen Nadelwäldern, im S. und H., Ansgeſche in 
R. I. repanda. 


— kegelförmig oder doch ſpitz genabelt. 4. f 0 


4. Hut 0,03 —0,1 m. breit, gelblich, röthlich, braun oder düſterbraun, dünn, 
innen weißlich. St. am Grunde meiſt etwas verdickt, an der Spitze be⸗ 
reift. L. blaß, dann grau oder ſchmutziggelb, endlich braun. An ſchatti⸗ 

5 5 Orten in Wäldern, an Wegen, auf Grasplätzen u. |. w., im S. und 

. „ſehr häufig. Mehr oder minder mit eigenthümlichem widerlichem Ge⸗ 

125 nicht eßbar, ſogar verdächtig. Ein in Größe und Färbung ſehr ver⸗ 
ſchiedener Pilz. Rißpilz. I. rimosa. 8 
— meiſt pfennig⸗, aber bis thalerbreit, zierlich, wenig riſſig, ſilberglänzend 
meiſt weiß, aber auch lila oder bläulich. St. meiſt 0,03 m. breit, ‚oft dem 
Hute gleichfarbig, blaß. L. graubraun, mit weißer Schneide. In Wäl⸗ 
dern und auf Grasplätzen unter Gebüſch, im Spät⸗S. und H., häufig. 
Erdblätteriger R. I. geophyllus. a 

Nur als Abart davon ſehe ich I. sambucina an, die ſich beſ. durch ſtum⸗ 

pfen weißlichen Hut, dickern St. und grauweißliche L. unterſcheidet. 


mer Veilchen oder Shftgerih. Hut hellgrau, gabe oder roth⸗ . 
un, meiſt über thalerbreit, genabelt. St. ſeidenglänzend faſerig, m 
ter hohl, etwa 0,04 m. hoch und bis über bleiſtiftdick. L. weiß, dann 
ſchmutzigbraun. In ſandigen Wäldern, an Wegen, auf Feldern u. ſ. 
w. im S., nicht häufig. Birngeruch-⸗R. I. pyrio dora. e 

e ſolchen Geruch. Hut dunkelgrau oder braun, ſtumpf. St. voll. Er 
; 5 L. rauchgrau, dann ſchwärzlich. In Laub⸗ und Nadelwäldern, im Aug. 155 
55 Rauher R. I. scabra. 


. 6. Geſchmack ſehr herb⸗ſüß. Selten. 7. 
E nicht fo oder ganz fehlend. 8. 


7 Hut gelbbräunlich (faſt ebenſo das Fleiſch und der Stiel), bis 0,6 m. a 
% breit, flockig⸗faſerig. St. abwärts verdünnt, etwa 0,o3 m. hoch, bis „ 
. über bleiſtiftdick, hohl, flockig⸗faſerig. L. von der Breite des St. dun⸗ 
5 kelbraun. In Wäldern. Im Spät⸗Sommer und Herbſt. Gerupfter 

R. I. carpta. 


N Hut graugelbbraun, wenig über pfennigbreit, ſchuppig, genabelt, Fleiſch weiß⸗ 

. gelblich. St. 0,03 m. hoch, kaum bis bleiſtiftdick, etwas hohl, am Grunde 
filzig, an der Spitze mehlig. L. blaß, dann olivengrün. In Nadel- 
wäldern. Bitter⸗ſüßer R. I. dulcamara. 


8. Hut glatt, kahl, glänzend, ſehr riſſig, etwa thalerbreit, kegelförmig, dunkel 

a rothbraun. St. fuchsroth, bereift, bis fingerhoch und etwa 0,003 m. breit. 
In Laubwäldern, im September und Oktober, ſelten. Haſel-G. I. 
avellana. 


— ſchuppig oder faſerig, meift ſparrig⸗ſtruppig, rauh. 9. 


9. Hut noch nicht pfennigbreit, flach genabelt, bald eingedrückt, gelblich, bräun⸗ 
lich oder rothbraun, meiſt gezont. St. braunroth, glatt, kaum über 
. 0,001 m. dick, 0,02 — 0,03 m. hoch. L. weitläufig, bald ſchmutzfarbig. 
Auf Triften u. ſ. w., im S. und H., nicht zu ſelten. Rän 
5 diger R. IL scabella. f 
5 größer. 10. 


10. St. an der Spitze nicht weißſtaubig, alſo nackt und innen meiſt röthlich, 
8 0,02 0,05 m. hoch, etwa 0, os m. dick, bräunlich, oft braunviolett, 
faſerig, voll, ſpäter hohl. Hut bis thalerbreit, ſtumpf genabelt, gelblich, 
ſchmutzfarbig, braun oder düſterbraun, mit abſtehenden Schüppchen, 
Fleiſch weißlich. L. angeheftet, faſt frei, bauchig, ganzrandig, weißlich, 
dann mit dem Hute faſt gleichfarbig, endlich oft grau. In Nadelwäldern, 
aber auch außerdem auf feuchten ſandigen Orten, an Wegen u. ſ. w. 
vom Mai bis Oct., ſehr häufig. Struppiger R. I. lacera. 
Nur als Abart iſt zu beurtheilen I. obscura mit hafig angehefteten, 
olivenfarbigen, dann braunen L., oft verbogenen, an der Spitze vio⸗ 
lettbrauen vollen St. 


— an der Spitze weiß bereift, innen nicht röthlich. Seltener. 11. 


11. Starker widerlicher Geruch. Hut graubraun oder olivengrün, mit ange⸗ 

drückten Faſern oder Schüppchen. St. ſteif, gerade, blaß, faſt nackt. 
L. frei, weißlich, dann gelblich, endlich dunkel olivengrün. An feuchten 
oder ſumpfigen Orten beſ. in Nadelwäldern, vom Aug. bis Oct. Licht- 
ſcheuer R. I. lucifuga. 


A ſolcher Geruch; faſt ganz geruchlos. Hut kaum bis thalerbreit, um⸗ 
. abblaffend gelblich, mit ſtruppigen wollig⸗zottigen Schuppen. 


St. vol, ne: bh blen blaß, ferne BR | 
blaß, gelb oder grangelb, gezäbnelt. In lichten Wäldern, an We 
unter Hecken u. ſ. w., im S. und H., nicht ſelten. e 
I. lanuginosa. 


58. Jugendblätterpilz. Hebeloma. 5 
(Zumeiſt giftverdächtige Arten.) 2 


1. St. weiß oder weißlich, am Grunde verdickt. Geruch oft ſtark nach was 
oder Lauge. 


St. gelblich oder bräunlich. L. ganzrandig. Geruch nie ſo. 6. 


25 Fleiſch innen röthlich oder röthlichgelb. Hut thaler- bis handbreit, schen 
feucht, weißlich oder iſabellfarbig, am Scheitel oft rothbräunlich, fleiſchig, 
am Rande faſt häutig. St. bis fingerhoch, etwa 0,01 m. dick, mit ſchwach 
verdicktem Grunde, voll, dann hohl, faſerflockig. L. ziemlich weitläufig, 
oft geſägt, weißlich, dann röthlich und röthlichbraun. Geruch und Ge⸗ 
ſchmack meiſt unangenehm nach Rettig. Im Graſe, zwiſchen modernden 
Blättern, meiſt unter Gebüſchen, in Wäldern, vom Fr. an, ſehr häufig; 8 
Widerlicher J. H. fastibile. 8 

Be — — weiß. L. dicht. 3. 

St. unveränderlich weiß. 4. i 

E ſpäter gelbröthlich. Hut ſchleimig, wäſſerig⸗fleiſchig, von Anfang an 
weißlich, thonfarbig oder gelblich. Geruch nicht unangenehm. St. hoch 
und ſchlank, gebrechlich. Langſchwänziger J. H.longicaudum. 

4. Geruch ſüßlich oder nicht auffällig. 5. . 
i — ſtark nach Lauge. Hut braun, abblaſſend gelblich oder weißgelblich. L. 


blaß, dann braun, fein gekerbt. Sehr ſelten. Trauernder J. a 
lugens. 8 


5. Geruch ſüßlich. Hut rothbräunlich, kaum ſchmierig, 10 nicht handbreit. g 
St. kurz, etwa 0,02 „. hoch, aber dick, bereift. L. weiß, dann 1 
endlich braun. In Laubwäldern. Abgeſtutzter 3 J. H. truncatum. 

— nicht auffällig. Hut weißlich oder me fleiſchig, feucht ſchmierig, a 
thaler⸗ bis handbreit. St. bis fingerhoch, bis 0,01 m. dick. L. mit 
geſägter und reichlich brauntropfiger Schneide. Auf ſchattigen Grasplätzem 
häufig. Blaſſer J. H. palli dum. 


6. Hut trocken, pfennig⸗, kaum bis thalerbreit, rothbraun, gegen den Rand 75 
grau, vergilbend. St. voll, 0,03 — 0,06 m. hoch, etwa ſchwefelholzdick, 
ſchmutzig gelblich, ſich bräunend, beſtäubt. In Laubwäldern. Rothfuß⸗ 
J. H. petiginos um. 

— feucht klebrig, über thalerbreit, bräunlich, iſabellfarbig oder gelblich, mit 
punktartigen Warzen beſetzt. St. hohl, bis fingerdick, faſerig oder ſchup⸗ 
pig. Geruch angenehm. Punktirter J. H. punctatum. 2 


f 
Flammenpilz. Flammula. 8 


(Unſchädliche und zum Theil wohlſchmeckende Arten.) 


1. Hut (und St.) weißlich, klebrig. St. feinſchuppig. L. etwas e 
Am Boden in Wäldern, ſelten. 11. > 


nt oder St. gefärbt. Hut klebrig oder nur feucht. 2. 


2. An Baumſtämmen oder Holzwerk oder doch ganz in deren Nähe, meiſt von 
bitterem Geſchmack; — oder auf der Erde, aber dann entweder von bitte⸗ 
rem Geſchmacke oder mit klebrigem Hute.“) 3. 


Naur auf der Erde. Weder von bitterem Geſchmacke noch mit klebrigem Hute. 6. 


3. L. zuletzt olivengrün oder ſchwärzlich, oft etwas zerfließlich oder ſich ver- 
feuchtend: ſiehe die Gattung Hypholoma. 
— — roſt⸗ oder zimmetbraun. 4. 


4. Hut bei etwas feuchter Luft ſchmierig⸗klebrig, innen oft weiß oder grünlich⸗ 
; gelb. Zumeiſt auf der Erde, im Graſe u. ſ. w. 8. 


— nicht klebrig, meiſt goldgelb, innen ſtets gelb. Nur an alten Stämmen, 
beſonders der Nadelhölzer. 5. 


5. L. anfangs goldgelb, dann braun. St. nur bereift, allenfalls am Grunde 
zxͤottig. Nur an Nadelholz. 15. 
— anfangs weißlich oder doch blaß. St. faſerig oder ſchuppig, oft mit 
Manſchetten. Auch an Laubhölzern. 12. 


6. Aus dem Stiele ſickert bei Verletzung eine blutrothe Milch. Hut iſt thaler⸗ 
breit, außen und innen gelbbraun, anfangs kugelförmig. St. bis klein⸗ 
fingerhoch, ſchwefelholzdick. Im Graſe. Faſt ſelten. Fließen der Fl. 
F. sani os a. 

Ohne Milcherguß. 7. 


7. Hut fahlgelb oder orange, flachgewölbt bis handbreit, ſpäter fein⸗ 
ſchuppig. St. bis fingerhoch und -dick, meiſt flockig⸗ſchuppig, gelblich oder 
orange. L. gelb, dann orangebraun, weitläufig. In Nadelwäldern, nicht 
häufig. Limonfarbiger Fl. F. limonia. 

Hut braun, faſerſchuppig, bis thalergroß und darüber, ſeidigglänzend. St. 

innen und außen gelb, bis fingerhoch und bleiſtiftdick. L. breit, dicht, glän⸗ 

zend (verſchiedene Abarten dieſer Pilze je nach der Farbe, beſonders der 

L.: crocea L. jafrangelb, conformis L. gelbbräunlich, rubicunda L. roth⸗ 

braun, semisanguinea L. blutroth, luteola L. blaßgelb, Hut und St. 

gelb.) Beſonders in Nadelwäldern, im S. und H., faſt gemein. Zim⸗ 
metbrauner Fl. F. cinnamomea, 


8. Fleiſch weiß oder grünlichgelb. St. bis über fingerhoch. 9. 


— gelb oder gelblich. Sk. nur etwa 0,03 m. hoch, 0,003 m. dick oder län⸗ 
ger und mit Spindelwurzel. 10. 


9. Fleiſch weiß. Hut roth⸗ oder gelbbraun oder fahlgelblich, mit dunkelſchuppi⸗ 
gem Scheitel, thaler⸗ bis handbreit, fleiſchig. St. voll, bis fingerhoch 
und ⸗-dick, weißlich, faſerig, an den Spitzen geſtreift. L. etwas herablau⸗ 
fend, blaß, dann thonfarbig. An Stämmen oder im Graſe, im H., nicht 

zu ſelten. Schlüpfriger Fl. F. lubrica. 

— weiß. Hut nackt. St. kürzer und dünner. 10. 


— grünlichgelb. Hut gelblich, meiſt etwas über thalergroß, etwas genabelt. 

Stiel dünner als b. v., hohl, gelblich⸗faſerig. L. angewachſen, gelb, dann 

braun. In Nadelwäldern nur im Graſe, im S. und H., ziemlich häufig. 
Schwammiger Fl. F. spumosa. 


9 Hutfleiſch weißlich (nicht gelb oder weißgelblich) oder wenn gefärbt, jo iſt auch 
der Stiel ſchleimhäutig oder iſt am Grunde kreiſelförmig derb verdickt: ſiehe die Gattung 
Myxacium. 


f 6 


. 


10. Hut gelb, dann rant 0, 0 m. eh St. derb, voll, kiff faſe⸗ 
rig geſtreift, am Grunde in eine Spindelwurzel auslaufend. 1 etwas 
herablaufend, ſchmutziggrau, dann gelb, zuletzt roſtbraun. Beſonders in 
en im H. Geſchmack kaum bitterlich. Se e 

usa. 


— meiſt roth= oder faftanienbraun, bis thalergroß, dünn, Fleiſch weißlich 
oder gelblich. St. kurz, dünn, hohl, blaßgelblich oder bräunlich, faſerig 
oder feinſchuppig. L. ſchmutzig⸗weißlich, dann braun. Das ganze Jahr, 
beſonders in Wäldern auf Brandſtellen, ſehr häufig. Kohlen⸗ 51. 
F. carbonaria. 


— mit olivengrünem Tone (weißlich, gelblich, bräunlich), bis über Kar 
IN N groß. St. voll, am Grunde ſchönroth. L. gelb, dann braun. Auf 
. Grasplätzen, ſelten. Gummi⸗Fl. F. gumm os a. N 


11. Hut kaum thalergroß, fleiſchlos, niedergedrückt, anfangs behaart, am Rande 
ſtriegelhaarig. St. etwa 0,04 m. hoch, voll, ſchwefelholzdick. L. herab⸗ 
laufend, gelblich, dann braun. Nicht häufig, beſonders in A 
dern. Wimperrand⸗Fl. F. tricholoma. 


— weit größer, zähfleiſchig. St. bis fingerhoch, voll, dann hohl. N erſt 
im Alter herablaufend, weißlich, dann thonfarbig. Beſonders in Buchen⸗ 
wäldern, nicht zu häufig. Ende S. und H. Zäher Fl. F. lent a. 


12. Hut innen und außen gelblich-blutroth, bis über thalergroß, kahl. St. 
meiſt verbogen und hohl, faſerſchuppig, blaß. L. bleichgelb, dann braun. 
In allen Nadelhölzern, in Gebirgen, im H., nicht häufig. ene 
Fl. F. astragalin a. f 


— gelb oder braun. 13. 


> 


13. Hut kaum thalergroß, rothbraun, ſeidigglänzend, am Rande lang⸗ riegel 
a haarig. St. weißlich, anfangs zottig, voll, bis kleinfingerhoch, bis blei⸗ 
ſtiftdick. L. weißlich, dann gelbbräunlich, etwas herablaufend. In Laube 
wäldern, im H., ſelten. Striegel⸗Fl. F. strigiceps. 


— meiſt größer, wenigſtens anfangs gelb. 14. 


14. Hut und St. gelblich. St. bald von unten her roſtbraun werdend, hohl, 17 
gleich. L. weißlich, dann gelb und roſtbraun. An alten Nadelholzſtäm⸗ 
men, im S. und H., häufig. Gelblicher Fl. F. fla vida. 


— Hut gelb, meiſt braun werdend. St. etwa kleinfingerhoch und dick 
gelb, voll, dann hohl. L. breit, blaß, dann braun. Einzeln oder bü⸗ 
ſchelig am Grunde alter Erlen, häufig, im S. und H. e 
F. alni cola. 5 


Br 


a ge 


ar a 
2 e — 


15. Hut innen und außen braun, oft 1 kaum thalergroß. St. um⸗ 
brabraun, durch Druck noch dunkler. ſchmal, nur ſchwefelholzbreit 
Bikterer Fl. F. pier ea. 


— innen und außen gelb, thaler- bis handbreit. L. breiter. Selten. 16. 
f 16. Hut goldgelb, kahl. Säuerlicher Geruch. Geſchmack iſt ſüß, dann bitter 
1 Süßholz⸗ Fl. F. Liquiritiae. 


— orange, am Rande goldgelblich und glänzend. St. meiſt relgebrück 
und gels, 199 55 durch Druck gebräunt. Geruch anders. 0 an⸗ 
nen⸗Fl. F. sapine a. 1 


— $ di 
3 7 


Re 5 


r 


85 


60. Schuppenpilz. Pholiota. 


(unſchidlice aber zum Theil ungenießbare Pilze.) 


1. An Holz (Baumſtämmen) oder doch in nächſter Nähe von Bäumen. St. 
ſchuppig, meiſt ſparrig⸗ſchuppig. 2.) 
Auf der Erde n Pilze. St. kahl oder nur faſerig. 10. 


2. Hut nackt etwas fettig, gelblich⸗ oder dunkelbraun (ſo beſonders am 
RNande), von obſtartigem Geruch, wohlſchmeckend. St. bis fingerlang, bis 
160 bleiſtiftdick, oft gekrümmt, zäh, braun, oberwärts blaſſer, unterhalb des häu⸗ 
ligen (weißlichen, dann dunkelbraunen) Ringes feinſchuppig, innen blaß⸗ 

braun, bald hohl. Büſchelig oft maſſenhaft am Grunde alter Baumſtämme, 
5 u F. m, ſehr häufig (Fig. 31, b.) Stockſchwamm. Ph. mu- 
ta bilis. rn 


in oder flockig bekleidet (dieſe Bekleidung meiſt dunkeler als der 


3. 901 1 ſchleimig, wie fettig, ſchön goldgelb mit bräunlichen, loſen, 

pparrigen Flocken oder Schuppen, kaum handbreit, dick, innen gelblich. 

St.. bis über fingerhoch und ⸗dick, voll, am Grunde oft knollig, ſchön— 
gelb, abwärts gebräunt, Bekleidung wie beim Hut. L. breit, roſtgelb oder 
braun. An alten Bäumen, beſ. Buchen, nicht allzu häufig. Fett⸗Sch. 

Ph. adiposa. 

L trocken oder doch kaum ſchmierig, gelb, röthlichgelb oder thonfarbig. 4. 


4. Hut 0,01 0,05 m. breit, gelb oder gelbröthlich. St. ſchwefelholz- oder 

doch nicht über bleiſtiftdick, noch nicht kleinfingerhoch, hohl. L. 
geſägt. Geruchlos. 5. 

E größer, meiſt handbreit und fleiſchig, gelb, braun oder auch thonweißlich. 

er St. nie jo dünn oder doch länger, bäuchig oder abwärts verdünnt, meift 

8 5 nicht hohl werdend; iſt er kaum bleiſtiftdick, ſo ſind doch die Lamellen 
ganzſchneidig. L. ganzſchneidig. Meiſt von ſtarkem Geruche. 6. 


5. Hut mit angedrückten Schüppchen. St. hohl, faſerig bekleidet, am Grunde 
4 knollig. Im S. und H. Knollfuß⸗Sch. Ph. tuberculos a. 


N körnig oder flockig weichſtachelig, ziemlich fleiſchig. St. mit feinen, flocki⸗ 
gen, bräunlichen Schüppchen, am Grunde nicht knollig. Im S. und H. 
Weichſtacheliger Sch. Ph. muricat a. 
Nur als Abart davon betrachte ich Ph. curvipes: Hut pfennig⸗ bis 
kaum thalerbreit, angedrückt⸗ſchuppig; St. gekrümmt, höchſtens 0,02 m. 
hoch und ſchwefelholzdick. Meiſt an abgefallenen Zweigen. 


6. Hut und St. goldgelb oder bräunlich (eine Abart var. pallida thonweißlich 
pblaſſen Schuppen), angedrückt⸗ſchuppig. St. abwärts verdickt, liegend auf⸗ 
ſteigend, innen rhabarberfarbig. Ring häutig oder flockig⸗ ſchuppig. L. 
weiß, ſtroh⸗ oder ſchwefelgelb, endlich Irl5 ſehr breit. 
Beſonders an Weiden, Birken und Buchen, im Oct. und Nov., ziemlich 
häufig. Goldfell⸗Sch. Ph. aurivellus. 


8 — — — mit ſparrig zurückgekrümmten Schuppen. Der St. nur kleiig oder 
flaſerig bekleidet. 7. 


n *) Arten mit bitterem Geſchmack, beſonders an Nadelholz wachſende, ſuche auch unter 
nee gleichfalls mit einem Ring am Stiele verſehenen Gattung Flammula. 
6* 


a 
a 
2 
JE 
5 

5 


10. ) Hut bald riffig würfelig⸗gefeldert, kahl, gelb, dann braun, dick, weich⸗ 


11. Stiel weiß oder weißlich oder ſehr blaß, oft mit violettem Schein. Ge⸗ 


12. Hut eitronengelb, mit weißen Faſern oder Schüppchen bekleidet. St. voll, 


13. Hut ſchmierig⸗ſchleimig oder klebrig. 14. 


14. Hut höchſtens 0,02 m. hoch und breit, glockig, gelblichweiß, klebrig. St. 


15. Hut bräunlich, innen weiß, bis handbreit. St. faſerig, oberwärts mit 


einige Arten zuweilen einen flüchtigen Ring haben. 


Pi dr. . e re . 9 
* IX: ei Cab a 1 . 2 1 5 
Ne * 


, 
N 


. 4 

7. Fleiſch weiß. Starker ſüßlich eigenthümlicher Geruch. Hut thonweißlich 
oder bräunlich. St. langwurzelig; Ring häutig, aufrecht. L. ocher⸗ 
gelblich, dann roſtbraun, mit fein geſägter, weißlicher Schneide. In 
feuchten Wäldern und Gärten, ziemlich ſelten. Bewurzelter Sch. 

Ph. radicos a. ; 


— gelblich, meiſt goldgelb. 8. 


8. St. ſparrig⸗ſchuppig. 9. 
— kleiig oder faſerig; kaum ſchuppig; Ring häutig, glockig. L. gelb, dann 
roſtbraun. Von ſcharfem und bitterem Geſchmacke. Am Grunde alter 
Bäume. Pracht⸗Sch. Ph. spectabilis. f 


9. Geſchmack- und geruchlos. Hut nicht zu groß, meiſt 0,04 m. breit, gelb⸗ 
röthlich mit hellgelben Faſerſchuppen. St. voll, dann hohl, fingerlang, 
bleiſtiftdick, etwas verbogen. L. ziemlich breit, gelb, dann roſtbraun. 
An Nadelholzſtämmen, ziemlich ſelten. Flammen ⸗-Sch. Ph. 
flammans. 

Starker Geruch. Hut bis handbreit, gelblich oder roſtgelblich, mit roſtbrau⸗ 
nen Schuppen und beſonders dunklem Scheitel. St. voll, feſt, am 
Grunde verdünnt. L. ſchmal, faſt herablaufend, blaß-olivenfar⸗ 
big, dann dunkelbraun. Das Hutfleiſch an der Luft ſich etwas röthend, 
das Stielfleiſch dann ſchöngelb. Die häufigſte Art; in dichtem, oft 
maſſenhaftem Raſen am Grunde alter Laubbäume, beſonders im Spät⸗ 
H. Sparriger Sch. Ph. squarrosa. | 


und weißfleiſchig, mit wellig verbogenem Rande. Stiel etwa kleinfin⸗ 
gerhoch, über bleiſtiftdick, faſerig, bald hohl, abwärts mehlig. L. gelb⸗ 
lich, dann braun. Auf Grabe⸗ und Ackerland, im S. und H. Geſchmack 
widrig⸗ſüßlich, kratzender Nachgeſchmack. Harter Sch. Ph. dura. 


— nicht riſſig. Geſchmack fehlt oder anders. 11. a 


ſchmack fehlt oder iſt angenehm. 12. 
— gelb oder braun. Geſchmack bitter. 17. 


über dem Ringe feinſchuppig, bleiſtift⸗ bis fingerdick, 0,03 bis über 0,1 m. 
hoch. L. angeheftet, thonfarbig, gelbgrau oder grauviolett, dicht, fein 
geſägt. In Wäldern, im Graſe u. ſ. w., nicht zu häufig. Geruch oft 
etwas nach Rettig. Runzeliger Sch. Ph. caperat a. N 
— weißlich, ochergelb oder braun. 13. b 


— trocken oder feucht, kaum ſchlüpfrig. 16. 


meift 0,1 hoch, noch nicht bleiſtiftdick, geringelt, am Grunde knollig. L. 
breit, grau oder ſchwärzlich. Auf Triften, Aeckern u. ſ. w., in der Nähe 
von Dünger, häufig. Sonder-Sch. Ph. separata (semiovata.) 
— größer. 15. 5 


*) Sft eine Art hier nicht zu finden, jo ſiehe auch die Gattung Cortinarius, in der 


8 


Flocken, etwa kleinfingerhoch und ⸗dick, aber auch größer. L. dicht, 

Suuubiggzl, dann braun. Selten, in naſſen Wäldern. Breiter 
Sch. Ph. lat a. 

— rothbraun, mit violettem, filzigem Rande innen bläulich weiß. L. faſt 

herablaufend, bläulich, dann braun. In Wäldern, faſt ſelten. Bun⸗ 

ter Sch. Ph. variecolor. 


6. Hut auffällig weich, thonweißlich, gelbweißlich oder gelbbräunlich, bis über 
thalergroß. St. faſt glatt und faſerig, meiſt kleinfingerhoch, gerade, 
weiß, matt glänzend. L. gelblichbräunlich, dann olivenbraun. Als Ab⸗ 
art nur gilt Ph. pusilla mit etwas über pfenniggroßem, faſt fleiſchigem, 
weißgelblichem Hute, blaſſem, ziemlich kahlem Stiele und anfangs weiß⸗ 
lichen, dann braunen L. Faſft gemein, auf Grasplätzen, in Gärten, auf 
Aeckern, an Wegen, im Fr. und S. Frühlings⸗-Sch. Ph. praecox. 

— feſtfleiſchig, braun, verblaſſend, 1 bis handbreit. St. weiß⸗ 
lich, meiſt mit farbigem Tone. Ziemlich ſelten, im Graſe der Gebirge. 
Bekleideter Sch. Ph. togularis. 


7: Hut ſchleimig⸗ſchmierig, nicht bis handbreit, ſchmutziggelblich, innen weiß; 
Hutrand dünn, verbogen, eingeknickt, endlich zurückgerollt. St. etwa 
kleinfingerhoch, bis fingerdick, voll, faſerig bekleidet, olivenbraun, anfangs 
an den Spitzen grau oder bläulich, dann blaß. 8, ganzrandig, NO 
braun. Unter Laubholz, nicht häufig, im H. Knickrand-Sch. 
infract a. 

— nicht ſchmierig, goldgelblich, haarig⸗ſchuppig, innen gelblich. St. gelb⸗ 
lich, höher als b. v. L. grünlichgelb, dann braun, auf Grasplätzen, 
u am Grunde von Baumſtämmen, nicht häufig. Gold-Sch. 

. aurea. 


61. Leucopus, 
62. Raphanozon. 


Dieſe beiden Gattungen, welche die Autoren mannigfach zu vermiſchen 
nd reich zu gruppiren pflegten, habe ich wegen ihrer geringen Unterſchiedlich⸗ 
eit und aus praktiſchen Gründen zuſammengefaßt als folgende einzige Gattung: 


Spinnewebſchleierpilz. Cortinarius. 
(Unſchädliche, aber geſchmackloſe oder widerlich ſchmeckende Pilze.) 


„Hut pfennig⸗ bis thalerbreit, ſelten darüber; anfangs oft kegelförmig, mehr 
oder minder ſpitz genabelt, faſt fleiſchlos, braun, kupfer⸗ oder blaßocherfar⸗ 
big, feucht, meiſt geftreift. St. ſchlank, 0,001 — 0,006 m. dick, etwa finger⸗ 
boch, röhrig, hohl, nie ſchwefelgelb. L. nie violett oder blau. 2. 

— thaler⸗ bis über handbreit, meiſt halbkugelig verflacht, kaum oder gar 
nicht genabelt, oft derb⸗fleiſchig. St. bleiſtift⸗ bis daumendick fleiſchig und 
meiſt voll, am Grunde meiſt dick⸗knollig oder ⸗zwiebelig. L. zuweilen an⸗ 
fangs violett oder purpurn. 14. 


2. Hut nackt, faſt fleiſchlos, meiſt klein, anfangs kegelförmig, meiſt ſpitz gena⸗ 
belt. St. nackt, oft reinweiß, gelb, fleiſchroth oder bräunlich. 


— 


Hut 12 0 flockig oder schuppig; anfangs giodigehafstnget 2 


3. Hut braun, oft dunkelſchmutzbraun, mit auffällig Praun sche one 


4, Hut faft fleiſchlos, kegelförmig, dann ausgebreitet, 0,01—0,03 m. breit, wa 


5. Der Stiel gelb, mit blutrothem, beim Druck ausfließendem Safte gefüllt 


6. Stiel reinweiß, gleichdick, voll, dann hohl. Hut etwas fleiſchig, dann le⸗ 
7. St. voll, dann hohl, blaß, am Grunde etwas verdickt und zottig. „Hut 
8. Lamellen kaum 0,002 m. breit, dicht, dunkelochergelb, 90 Hut hi * 


9. St. geringelt oder mit häutigem, ſchiefem Ringe, verbogen. Hut kaum 


10. Hut anfangs meiſt violett, dann braun oder blaß, am Rande meiſt grau 


genabelt. St. beringt oder faſerig oder flockig e weiß, sehe 
oder bräunlich. 9. 1 85 


umbrabraunem fleiſchigem oft ſpitzem Nabel. L. e Bann 
etwas bauchig, ganzrandig, zimmetbraun. 4. 


— mit nicht ſo dunkelm Nabel. 5. 


glänzend, kaſtanien ⸗, röthlich⸗ oder umbrabraun. St. fingerhoch, 0,002 
—0,005 m. dick, zähe, blaß oder weiß, oft wellenförmig gebogen, innen 
bräunlich. In Wäldern, unter Gebüſch, auf Grasplätzen, geſellig, im 
S. und H., überall gemein. Trüglicher S p. C. decipiens. 
— fleiſchlos, etwa 0,01 m. breit, braun, trocken ſchmutzig⸗ gelbbräunlich. 


St. w. b. v., aber faſerig und blaßbräunlich. In Nadelwäldern, im 
H., nicht ſelten. Gebänderter Sp. C. fasciatus. 


Auf Grasplätzen, truppweiſe, im Spät⸗S. und H., nicht häufig. Jau⸗ 
chi ger S p. C. saniosus. 

— innen und außen fleiſchroth und am Grunde violett. Hut bünkelbraug 
trocken violett⸗ kupferroth und ſehr glänzend. Auf mooſigen Waldplätzen, 
im H., nicht ſelten. Kupferfarbiger Sp. C. cuprarius. 


— — weder gelb, noch fleiſchroth. 6. 


derbraun, glänzend. L. faſt frei, dicht geſtellt, bis 0,01 m. breit, an⸗ 
fangs blaß, dann gelblich, dann zimmetbraun. In Nadelwäldern, im 
H., faſt ſelten. Weißfüßiger Sp. C. leucopus. 


— weiß, blaßgelblich oder bräunlich. L. meiſt etwas weitläufig, angewachſen. 7. 


bräunlich oder gelblich. L. ſafrangelblich, dann dunkler, weitläufig. 
Faſt gebrechlich. Geruch nach Rettig. Auf waldigen Moosplätzen 5 “m 
H. Beſchorener Sp. C. detonsus. 

— röhrig⸗hohl, trocken weißlich. In Nadelwäldern. 8. 


ib genabelt, braun, trocken ochergelblich oder weißlich. ee 
Sp. C. acutus. 
— banchig, 0,005—0,01 m. breit, etwas weitläufig, gelbbraun mit weißge⸗ 
franzter Schneide. Hut gelbbraun, ſtumpf genabelt, bis über thalerbreit 
1 faſerig, bauchig, bis bleiſtiftdick. Geruch nach Rettig. Stumpfe 
Sp. C. obtusus. 8 


thalerbreit, ſpitz genabelt. L. zimmetbraun. 10. 
— ohne Ring. Hut oft weit breiter. 13. 


Pen: 
1 


faferig, nur 0,001 —0,002 m. breit. St. oberhalb violett, voll. L. a 
fangs dunkelbraun, mit weißer Schneide. Beſonders in Nadelwälde: 
auf Moosplätzen, im H., nicht ſelten. Schlangenfuß⸗ m 
flexipes. 


nie und der Stiel nur ſelten violett. II. N ik; 5 15 


. chenſerig blaß, dann braun, breit, lanzettlich, dicht. 

5 in, weißflockig oder geringelt. Hut 0,02—0,07 m. breit. me 

bitter, Geruch faſt ſtechend. In Laub⸗ und Nadelwäldern. Nicht zu 
0 häufig. Gelbhaariger Sp. C. hemitrichus. 


3 nicht erſt ſo blaß. Geſchmack nicht bitter. 12. 


Hut kahl, nur am Rande anfangs weißfaſerig, braun od. ochergelblich. St. bräun⸗ 
lllich⸗blaß, kahl oder weißſchuppig, oft t geringelt oder ſchief beringt, finger⸗ 
boch, ſteifgerade, etwa bleiſtiftdick. In Wäldern, im Spät⸗S. und H., 
häufig. Steifer Sp. C. rigidus. 

E ſpäter oft riſſig und feinſchuppig, braun bis ſchwarzbraun oder gelblich. 
St. blaſſer als der Hut, trocken meiſt gelb, 0,001 m. bis bleiſtiftdick und 
pyft über fingerhoch und verbogen. Ein in Färbung und Größenverhält⸗ 
niiſſen ſehr abartender Pilz. In Wäldern, an Hügeln, unter Geſträuch 
5 u. ſ. w., meiſt heerdenweiſe, im H., nicht ſelten. Verwandter Sp. 
C. gentilis. 


13. St. weißlich, beim Druck fleiſchröthlich, flockig⸗faſerig. Hut olivenbraun, 
dann ledergelblich, mit weißen ſeidigen Schüppchen. L. linienförmig, 
ſchmal. In Laubwäldern, ſelten. Fächel-Sp. C. flab ellus. 


| un! blaß, gelblich oder braun, nicht fleiſchröthlich durch Druck. L. breit. 
Ein ſehr abartender und häufiger Pilz. Hohlſtieliger Sp. C. 
iliopodius. 


14. Lamellen nie violett noch purpurroth, auch der Stiel innen und außen 


5 
45 


Hohne violett, höchſtens an der Spitze etwas. 15. 
A anfangs oder ſpäter violett oder purpurn, oft auch der Stiel und Hut 
violett. 36. 


15. Hut mehr oder weniger fleiſchig, beſonders gegen den Rand meiſt fleiſch⸗ 
5 los, oft kaum über thalerbreit. Der Stiel kaum über bleiſtiftdick, ohne 
Ring, am Grunde ſelten etwas verdickt, voll oder hohl. 16. 


* groß, fleiſchig meiſt bis zum Rande, oft faſerig oder ſchuppig. St. 0,01 
— 0,03 m. dick, ſtets voll und fleiſchig, oft beringt, am Grunde wenig- 
ſtens anfangs ſehr dickknollig oder zwiebelig oder bauchig. 25. 


16. Stiel oder Lamellen, oft auch das Fleiſch citronen- oder goldgelb. 17. 
— — — oder Fleiſch nicht citronen⸗ oder goldgelb. 19. 


17 Lamellen citronengelb, ſcharlachroth gefleckt. Hut braun, faſerſchuppig. St. 
gelb, etwa 0,005 m. dick, faſerig oder flockig. In Nadelwäldern, ſelten. 
Gefärbtblätteriger Sp. C. fucatophyllus. 


999 — nicht ſo gefleckt, nur gelb, roth oder braun. 18. 


18. Hut dünn, irgendwie braun, grauflockig, ſpäter kahl. St. blaßgelb (an der 
Spitze zuweilen violett), mit gelben Schüppchen oder Faſern, voll, ab⸗ 
wärts verdickt. L. gelblich, dann zimmetbraun. In Nadel- und Buchen⸗ 
wäldern, Auguſt bis October, nicht häufig. Ausgezeichneter Sp 

„ notatus. 

2 Fe meiſt zimmetbraun, faſerſchuppig. St. innen und außen gelb, voll, dann 

hohl, etwa bleiſtiftdick. L. glänzend. Gemein. Siehe Flammul a 

er '  einnamomea. 

0. — range» oder löwengelb, bis über handbreit. St. blaß, gelblich oder 


ie e egeld, voll, bis fingerdick. Siehe Flammula limonia. 


Er 19. Stiel innen röthlich, außen rothbräunlich, faſerig, mit en volles 


Gürteln, über fingerhoch, faft kleinfingerdick, voll und feſt, am Grunde 
knollig. Hut braun oder gelbroth, faſerig und ſchuppig, bis handbreit. 
L. blaß, dann dunkelbraun. Auf Moosplägen in Wäldern, im Spät⸗ 
ſommer und H., häufig. Geſchmückter Sp. C. armillatus. 


— ohne rothe Gürtel. Hut weder mit Faſern, noch Schuppen bekleidet. 20. i 


20. Hut glanzlos, kahl. St. voll, erſt im Alter etwas hohl, am Grunde mol⸗ 
lig, anfangs weiß oder blaß. 21. 


— mehr oder minder glänzend, oft faſerig oder flockig. St. ſelten knollig. 22. 5 


21. Hut etwa 0,05 ma breit, fleiſchig, wenig genabelt, kaſtanienbraun, abblaſſend. 
St. voll, dann hohl, etwa 0,007 m. dick, blaß, gefaſert. L. dicht, 
wäſſerig braun, angeheftet, zackig, etwas herablaufend, breit. Auf feuch⸗ 
ten Waldplätzen, einzeln, nicht zu häufig. Blaß er Sp. C. dilutus. 

— breiter, fleiſchig oder mit häutigem Rande, feucht, ſtumpf, ſchmutziggelb, 
dann braun. St. voll, weißlich oder blaß, oft verbogen, kahl, bleiſtiftdick. 
L. weitläufig, breit, blaß, dann roſtbraun. In Wäldern, nicht häufig. 
Roſtbrauner Sp. C. subferrugineus. : 


22. Hut 1 derbfleiſchig, nackt. L. dünn, gedrängt, roſt⸗ oder zimmet⸗ 
braun f d f 


— meiſt ſeidenfaſerig oder flockig-ſchuppig. L. dick, purpurn oder dunkel 
umbrabraun. 25. 


23. Stiel gelbröthlich oder bräunlich, nicht 0,01 m. dick, verbogen, abwärts ver⸗ 
dünnt. Hut thaler⸗ bis handbreit, anfangs kegelförmig, kaum genabelt, 
oft eingedrückt, blaß gelbbraun oder zimmetbraun. L. angeheftet, ganz⸗ 
ſchneidig, zimmet- oder ſchmutzig⸗dunkelbraun. Ein in Farbe und Größe 
ſehr abartender Pilz. Ziemlich häufig. Blaßrother Sp. C. hel vo lus. 


— anfangs weiß, meiſt dicker und oft am Grunde knollig. 24. 


24. Hut bis über handbreit, etwas fleiſchig, faſt genabelt, glänzend, gelbbraun 
oder zimmetfarbig, trocken ochergelb oder weißlich. St. weich, finger⸗ 
hoch, meiſt ſehr dick, oberhalb verdünnt, an der Spitze oft violett. L. 
angewachſen, breit blaßbraun, dann zimmetfarbig. In Laub- und Nadel⸗ 
wäldern; vom Juli bis November, ziemlich häufig. Aprikoſenfar⸗ 
biger Sp. C. armeniacus. 


— ſelten handbreit, derb und weißfleiſchig bis zum Rande, halbkugelig, 
dann flach, ochergelb, dann bräunlich. St. hart, ſich bräunend, am 
Grunde verdickt. L. angeheftet, roſtbraun, dann wäſſerig-braun. Nur 
in Laubwäldern. Derber Sp. C. firmus. | 


25. Lamellen dick, purpur⸗, dann düſter umbrabraun, ſelten zuletzt zimmetbraun € 
werdend. Hut meiſt dunkel umbra⸗, bläulichpurpur⸗ oder kaſtanienbraun, 

aber abblaſſend, bis handbreit. Geruch nach Rettig. 26. 
— anfangs weiß, blaß oder gelbbraun, dann ocher⸗ oder zimmetbraun. a 
Hut nie dunkel umbrabraun. 27. f 


26. Stiel an der Spitze violett, mit weißem Ringe, unterhalb deſſelben 0,01 — ö 
0,03 m. dick. In Wäldern, im S. und H., häufig. Umbrabraun er 
Sp. C. umbrinus (tor vus.) 
— bräunlich, ohne ſolchen Ring, etwa kleinfingerdick. In Nabelwäldern 
im S. und H., häufig. Dunkelbrauner Sp. C. brunneus. 


27. Stiel anfangs weiß, mit fädig⸗häutigem, weißlichem, e Ringe und 


89 — 
zwiebelknolligem Grunde. L. bis fingerbreit; der ganze Pilz nirgends 
violett. Geruch etwas Es Rettig. 28. 


b ohne ſolchen Ring, mit meiſt knolligem Grunde, oft dieſer oder jener 
Theil des Pilzes violett. 29. 


28. Hut gelbbraun, oft anfangs goldgelb, glänzend, oft dunkel⸗fleckig und riſſig, 
am Rande ſeidenhaarig, bis über handbreit. St. derb, aber kaum 
fingerhoch, oft faſerig oder feinſchuppig. Fleiſch weiß, bald etwas ge⸗ 
bräunt. L. ziemlich dicht, fingerbreit, faſt gelbroth. In Wäldern und 
11 a im S. und H., nicht ſelten. Ringfranſiger Sp. C. 

ivelus. 


— kaſtanienbräunlich, abblaſſend, nackt und glatt, bis bandbreit, mit dünnem 


Rande; Fleiſch bräunlich oder weißlich. St. über fingerhoch, am Grunde 
und innen (wenigſtens ſpäter) gelbbräunlich. L. nicht dicht, bauchig, 
zimmetbraun. In Wäldern, auf Grasplätzen, im Spät⸗S. und H. 
Zwiebelſtieliger Sp. C. bulbosus. 


29. Stiel gänzlich oder wenigſtens an der Spitze violett, vom Schleier oft 
braun gegürtelt. L. ſpäter gelblich. 30. 


— nirgends violett. 32. 


30, Hut blaßlila, faſerig, bald innen und außen gelblich. St. blaßviolett, 
innen ſafrangelb. L. werden ochergelb. Geruch ſtinkend. In Nadel-, 
wäldern, nicht ſelten. Bocksgeruch-Sp. C. trag anus. 

— von anderer Farbe. St. innen nicht ſafrangelb. L. werden braun; 
Geruch fehlt oder ſtechend. 31. 


31. Hut mit eingewachſenen Faſerſchuppen, gelblich oder braun, genabelt. 
St. kegelförmig, violett, abwärts braunfilzig, oberhalb blaß. L. oliven⸗ 
braun, dann gelblich. Geruch und Geſchmack nach Rettig. In Laub⸗ 
125 Nadelwäldern, im Spät⸗S. und H. Wolliger Sp. C. sub- 
a nat us. 


— kahl, ziegelröthlich, am Rande grauweißlich; innen weiß, dann gelblich. 
St. blaß, nur an der Spitze violett, gefaſert. L. zimmetbraun, trocken 
fahlgelb. In Laubwäldern. Hunds⸗ Sp. C. caninus. 


32. Hut kahl. Schleier ſpinnewebfaſerig oft am St. bleibend. 20. 
— flockig, haarig⸗ſchuppig oder doch ſeidenhaarig. Schleier verſchwindend, 
höchſtens am Hutrande etwas bleibend. Fleiſch meiſt weiß. 33. 
33. Hut gelblich mit angedrückten braunen haarigen Schuppen, thaler⸗ bis 
handbreit. St. ae gefärbt und ſchuppig bekleidet, oft hohl werdend, 
kaum bis fingerdick. L. dicht, etwas herablaufend. In Laubwäldern, 
im H., nicht häufig. Bolus ⸗Sp. C. bolaris. 


— braun oder bräunlich, nicht ſchuppig bekleidet. L. ausgerandet⸗ange⸗ 
wachſen. ; 


34. Hut körnig⸗flockig, braun. St. braunſchuppig, aufwärts verdünnt, finger- 
hoch. In Gebirgswäldern. Sandkörnig er Sp. C. arenatus. 


— ſeidenfaſerig oder faſt kahl. 35. 


35. Hut etwas über thalerbreit, halbkugelig, blaßbräunlich oder gelblich, ſeiden⸗ 
f haarig. St. fingerhoch, weiß, bauchig, ſchuppig⸗faſerig. L. anfangs 
weiß, dann gelb, endlich bräunlich. In Laubwäldern. Ochergelblicher 

Sp. C. ochroleucus. 


. bis handbreit, faſt genabelt, braunröthlich, oft ganz kahl. St. kaum 


daumenhoch, ſehr knollig, abwä irts Anh innen) Seren 30 a 
faſerig, oberhalb weißlich. L. weitläufig, breit, purpur⸗, daun bra 0 
In Buchenwäldern, im H., ſelten. C. Bulli a 1 


36. Stiel hohl, daher drückbar weich (höchſtens ganz in der Jugend voll, 5 A 


wenn voll, jo doch gebrechlich), oft dünn, am Grunde kaum verdickt. x 
Hut nackt. 37. 

— fleiſchig, voll (höchſtens im Alter innen weichmaſſig oder etwas gehöhlh, 
dick, derb, am Grunde meiſt dickknollig. 36. 


37. Lamellen bald roſtbraun mit weißer Schneide, bauchig, dicht, angeheftet. 


Hut feſt, glänzend kaſtanienbraun, etwas über thalerbreit. Stiel bis 
kleinfingerhoch, bleiſtiftdick, weißlich⸗rothbraun oder violett. In ſchattigen 
Wäldern u. ſ. w., nicht ſelten. Kaſtanienbrauner Sp. C. 
castaneus. & 

— ohne weiße Schneide. 38. 

38. Lamellen ſehr breit, bläulichbraun oder purpurviolett. Stiel bis über finger⸗ 

. hoch, bis fingerdick, abwärts verdünnt, bläulichroth, mit weißſchuppigen 
Gürteln. Hut faſt fleiſchlos, bis handbreit, kegelförmig, dann ausge⸗ 
breitet, purpurrothbraun, dann fahlgelb. Beſonders in Nadelwäldern. 42. 

— ſchmal, dicht, zart, hakig, etwas herablaufend, anfangs blauroth, lila 
oder weißbläulich, dann ocher⸗ oder zimmetbraun. Hut thaler⸗ bis hand⸗ 
breit, lila, blau, bläulich, weißlich, gelblich, bräunlich oder braun, halb⸗ 
kugelig, dann flach, etwas genabelt, kahl, weich. St. 0,001 0,006 m. 
dick, 0,04 —0,1 m. hoch, am Grunde etwas verdickt, gebrechlich, meiſt 
hohl, weißlich, blaß, oft mit violettem oder lilaem Scheine. In lichten 
Wäldern, unter Gebüſchen, auf Grasplätzen u. ſ. w., im Spät⸗S. und 
H., ſehr häufig und ſehr verſchieden in Größe, Geſtalt und Färbung. 
Wohlgeſtalteter Sp. C. eumorphus. 


39. Lamellen anfangs blau, graubläulich, blauviolett oder ſchwarzviolett. Hut 
lila oder violett, abblaſſend. 40. 

— — purpurroth oder purpurbraun, oft mit violettem Scheine. Hut an⸗ 
fangs meiſt braun oder violett. 41. 


40. Lamellen geſägt, graubläulich, dann bräunlich, dicht. Hut blaßviolett, dann 5 


blaß, faſerig. St. innen und außen violett, dann weißlich, oft beringt. 
In Wäldern, unter Geſträuch u. ſ. w., im H., nicht zu häufig. Blaß⸗ 
violetter Sp. C. albo-violaceus. 

— nicht geſägt, weitläufig, dick, breit, anfangs ſchwarzviolett. Hut und 
Stiel dunkelviolett. Hut über handbreit, zottig⸗ſchuppig. St. derb, zot⸗ 
tig, innen graubläulich. In Laub⸗ und Nadelwäldern. Nicht ſelten. 8 
Violett er Sp. C. violaceus. 5 

— nicht geſägt, gedrängt, dünn, oft etwas herablaufend, ſchönblau, dann 
purpurviolett. Hut anfangs lila, innen bläulich. St. violett, innen 
weißlich. Starker Geruch nach Kampher. In Nadelwäldern. Kampher⸗ 
Sp. C. camphoratus. W 

41. Hut filzhaarig mit aſchgrauen Schüppchen punktirt, violett, dann dunkel 

umbrabraun. Fleilch weißlich. St. gleichfarbig, innen röthlichviolett. a 

L. dicht, angewachſen, oft etwas herablaufend, purpur⸗ dann umbra⸗, zu⸗ 

letzt zimmetbraun. In Laubwäldern, nicht häufig. Vis ketzegr e 5 

Sp. C. violaceo-ciner eus. 


— kahl oder faſerig, abblaſſend. St. N mit einem 1 Ringe ode 
ſchuppigen Gürteln. 42. „ 


r 98 


42 eig, 199 Grunde nicht knollig, faſt verdünnt, blauroth mit ſchuppigen weißen 
Gürteln. Hut purpurrothbraun, abblaſſend fahlgelb, dünn, anfangs ke⸗ 
gelförmig. L. bläulich, braun, breit. In Nadelwäldern, im S. und H. 
Matter Sp. C. evernius. 


Re am Grunde anfangs faſt ſtets knollig. L. mit weißer Schneide oder 
geſägt. 43. 


43. Stiel innen und außen dunkelviolett mit weißem Ringe, oft oberhalb hohl. 
Hut dünn, purpurbraun, abblaſſend fahlgelb, oft auch ſchuppig werdend. 
L. dick, violett, purpurfarbig, zuletzt zimmetbraun, mit weißer Schneide. 
In Laubwäldern, ſelten. Kleinſchildiger Sp. C. scutulatus. 


1 wenigſtens innen nicht violett, ſondern weißlich oder gebräunt. 44. 


44. Hut braun, meiſt dunkelumbrabraun. L. nicht geſ gt. 25. 


E anfangs blaßlila, weißfaf erig, a graubräunlich, kahl. St. dick⸗ 
knollig, bläulich, innen weißlich. L. geſägt, purpurfarbig, dann zimmet⸗ 
braun. In Nadelwäldern, nicht ſelten. e eee Sp. 
C. mala chi us. 


63. Schleimhautpilz. Myxacium. 
1 (Unſchädliche oder geſchmackloſe oder widerlich ſchmeckende Pilze.) 


1. Nur der Hut bei etwas feuchter Luft ſchleimig⸗klebrig. (Phlegmacium.) 2. 
Der Hut und Schleier und auch der Stiel ſchleimhäutig⸗ſchmierig. 17. 
2. Stiel kahl und glänzend, gleichdick, oder nur mäßig am Grunde verdickt; 
meiſt weiß, bei einer Art purpurn. 3. 
— am Grunde zu einem derben freifelförmigen und geränderten Knollen 
angeſchwollen, weiß, gelb, bläulich oder grünlich, bis fingerhoch und dar⸗ 
über, bis über fingerdick. 9. 
3. Geſchmack ſcharfbrennend oder bitter. 7. 
— fehlt faft oder ganz. 4. 


4. Stiel purpurroth. Hut anfangs blaugrau, dann ſich bräunend, ſein Fleiſch 
| wird beim Bruche rothbraun. Nicht häufig. Borpbyrftieliger Schl. 
M. por phyropus. 
— weiß oder gelblich. 5. 


5. L. bläulich (auch weißlich), dann thonfarbig. Hut weißgelblich, flockig oder 

f faſerig, mit dunklem Scheitel. St. kaum fingerhoch und ⸗dick, faſerig, weiß, 

meiſt gelblich. Ziemlich ſelten. Entfärbter Schl. M. decoloratum. 

L. werden zimmetbraun. 6. 

6. L. zuvor weiß und grauröthlich. Hut weißlich mit dunkelbraunen, concentriſch 

0 geordneten Schuppen. Selten. Gefleckter Schl. M. maculosum. 

— L. zuvor purpurviolett. Hut gelb, kahl. In Nadelwäldern, nicht au 
ſelten. Abfärbender Schl. M. decolorans. 


5 Geschmack ſcharf brennend. Hut weiß, thaler⸗ bis handbreit. St. gelblich, 
faſerig. In Laubwäldern, nicht häufig. Bärtiger Schl. M. bar 5 
— bitter. 8. 


48 Stiel etwas gedreht, weißgrau, graubläulich. Hut braungrün. L. hellgrau, 


kg Tue 


ö 


M. subtortum. 3 
Stiel weißlich, anfangs voll, verbogen, bis fingerdid und 0,05 m. hoch, meift 
faſerig geſtreift. Hut ſafrangelb, anfangs mit bläulichem Kleber bedeckt. 
L. röthlichgelb, dann lehmgelb etwas ausgerandet. In lichten Laubwäldern, 
im Spät⸗S. und H., nicht ſelten. Safranbläulicher Schl. M. 
croceo-coeruleum. \ 
9. L. anfangs gelb, gelbröthlich, blaß oder gelblich. St. wenigſtens anfangs 
weiß oder innen und außen goldgelb. 10. 99 
— — violett oder purpurn. St. anfangs grünlich, gelbgrün oder bläulich. 13. 


10. St. anfangs reinweiß, erſt im Alter ſich zuweilen, etwas färbend. 11. 
— innen und außen goldgelb, faſerig, etwa 0, m. hoch, finger⸗ bis dau⸗ 
mendick, am Grunde mit ausgerandeten dicken Knollen. Hut braun, oft 
dunkelſchuppig. L. bräunlichgelb, etwas gekerbt. Geſchmack fehlt. In 
Laubwäldern, im Spät⸗S. und H., nicht zu häufig. Schöner Schl. 
M. elegantius. 
11. L. anfangs purpurblau. 13. 
— anfangs blaßröthlich oder gelblich. 12. 


au olivengrün. In Nadelwäldern oder Gebirgen. Gewund ener 


N % 12. Geſchmack bitter. Hut goldgelb, beſonders am Rande, glänzend, 0,02 0,08 m. 


breit. St. voll, dann hohl, ſpäter ſich zuweilen gelblich oder violett 
verfärbend, desgl. die L. gekerbt, roſtgelblich werdend. Beſonders 
in Laubwäldern, im Spät⸗S. und H., häufig. Glänzender Schl. 
M. fulgens. 

— iſt bitter, faft fehlend. Hut derbfleiſchig, ledergelb oder gebräunt, oft 
olivenbraun, bis handbreit, innen weiß. St. voll, weißlich bereift, 
ſpäter ſich etwas bräunend. L. gelblich, dann lehmfarbig. In Laub⸗ 
wäldern, im Spät⸗S. und H., häufig. Kreiſelförmiger Schl. 
M. tur bin atum. a 


13. L. anfangs bläulich, bläulichgrau oder dunkelblau. 14. 
— purpurbraun. St. rein weiß. 16. 


14. Stiel anfangs weiß, dann gelblich. Hut fahlgelb, am Rande faſt goldgelb, 
innen weiß. L. geſägt. Faſt ſelten. Schönhäutiger Schl. M. 
c allo chrous. a 
— — bläulich, grau oder grauviolett. 15. 5 


15. Stiel bald weiß. Hut weißgelb, braungelb, oft bläulich, innen bläulich, 
dann weiß. L. ganzrandig, anfangs dunkelblau. Nicht ſelten. We iß⸗ 
gelber Schl. M. ochroleucum. 


— — gelblich oder olivengrau. Hut in allen Miſchungen von Braun, 
Gelblich, Grünlich, Bläulich, bis über handbreit, oft ſchuppig oder 
faſerig, innen gelb werdend. L. geſägt, erſt bläulich, dann rothbraun. 
Sehr häufig, beſonders in Nadelwäldern, unter Gebüſch, im Mooſe und 
Graſe, im H. Graublaufüßiger Schl. M. glauc opus. 


16. L. purpurbraun, dann zimmetbraun, faſt angewachſen. Hut bis 0, m. 
breit, braun, innen weiß, dann gelblich. St. kaum kleinfingerhoch aber 
kleinfingerdick, außen und innen bläulich. In dichten Gebirgswäldern, 
ſelten. Gebogener Schl. M. ar quatum. 5 

— werden olivengrün oder braun. Hut bis handbreit. St. bis über 
fingerhoch. Beſonders in Nadelwäldern, nicht ſelten. 17. 5 


93 
5 17. Hut rothbräunlich oder gelblich, oft eingedrückt, bis über handbreit. St. 
nicht verdünnt oberhalb, grüngelblich, oberhalb bläulich. L. breit, oliven⸗ 
grün. Vom Fr. bis H. Oliven brauner Schl. M. rufo- 

oli vaceum. 

— gelbgrau oder bräunlich, oft eingedrückt, wäſſerig fleiſchigß, am Rande 
geſtreift. St. oberhalb verdünnt, bläulich oder blaugrünlich. L. nicht 
zu breit, hinten ſchmäler, purpurn, olivenbraun. Geſchmack zuwider 
etwas bitterlich. Im Spät⸗S. und H. Dickfuß⸗Schl. M. scaurum. 


18. L. ſehr weitläufig, bald gelbbraun. St. gelbbräunlich, mit einem Ringe, 
am Grunde verdickt. Hut braun, iſt handbreit. In Wäldern, im H. 
Weichfuß⸗Schl. M. alutipes. 

— ziemlich dicht geſtellt. St. meiſt weiß. 19. 


19. Geſchmack ſehr bitter. Hut etwas über thalergroß, gelbröthlich, trocken 
gelblich. St. reinweiß, fingerhoch, verbogen, weich. In Nadelwäldern. 
Ziemlich ſelten. Zitter-Schl. M. vibratile. 


— nicht bitter. 20. 


20. Hut nur 0,01 —0,02 m. breit, dünn, graugelb oder blaß Spie St. 
weißlich, glatt, bleiſtiftdick, ſchlank, am Grunde etwas dicker. L. weiß, 
dann lehmgelb. In Nadelwäldern, im September, ſelten. Regen-Schl. 
M. pluvium. 


— bis handbreit. L. ſelten anfangs weiß. 21. 


21. Hut dunkelbraun, röthlich⸗kaſtanienbraun, goldgelb, ſtumpf gebuckelt, ziem⸗ 
lich flach. St. meiſt fingerhoch und ⸗dick, weißlich, gelb oder bräunlich, 
anfangs oberhalb und innen violett, beringt und unter dem Ringe mit 
gürtelig geſtellten Schuppen. L. angeheftet, ziemlich breit, geſägt, weiß, 
gelblich oder graubläulich, dann gelbbraun. In Laubwäldern. Vom 
Juli bis Nov., ſehr häufig. Beſchmierter Schl. M. collinitum. 

Stiel ohne Ring und ohne gürtelige Schuppen, reinweiß. 22. 


22. Hut meiſt röthlichbraun. L. herablaufend, ſehr ſelten, in Laubwäldern, be⸗ 
ſonders in Erlengebüſchen. Glänzender Schl. M. nitidum. 
— gelbröthlichbraun, oft fuchsroth. St. kahl, ſeidigglänzend. L. ange⸗ 
wachſen, weißlich, dann roſtbraun. In Nadelwäldern, im Spät⸗S. und 
H., häufig. Moos⸗Schl. M. muscos um. 


64. Keilpilz. Gomphus. 


(Unſchädliche oder ungenießbare Pilze.) 


Hut braun oder rothbraun, innen weißröthlich, thaler- bis handbreit, fleiſchig, 
meiſt ſtumpf genabelt, kahl mit eingebogenem ſcharfem Rande. St. bis 
fingerhoch und ⸗dick, blaß gelbbräunlich. L. dick, weißlich, dann grau⸗ 
bräunlich. Ebenſo wie die Abart G. roseus (mit roſaem Hute und 
weißlichem oder fleiſchröthlichem Hute) häufig im H., in allen Nadelwäl⸗ 
dern. Schmieriger K. G. glutinosus. 

Dieſelben Größen⸗ und Form⸗Verhältniſſe. Hut rothbraun oder röthlich. 
St. abwärts verdünnt, leichenfarbig innen und außen. L. ſchmutzig roth⸗ 
braun. en ganz jo häufig, in Nadelwäldern. Klebriger K. 
vis cidus. 


65. Deich elpilz (Arünpelpilz) mnie, 


1. Hut ſeitlich geſtielt, ſchmutziggelb. An moderndem Nadelholz der Wilder 2 
und dumpfliegendem Holzwerk in Wohnungen. Nicht häufig. R. DAR 1 


nuoides. 


1 central geſteilt, fleiſchig, 1 trichterförmig. St. etwa kleinfingerhoch, ö 


bleiſtift⸗ bis über fingerdick 
2. Hut thaler⸗ bis 0,2 m. breit, kahl oder ſchuppig, aber mit filzigem Rande, 


ocherbraunroth, meiſt mit olivenfarbigem Tone, innen goldgelb, ochergelb 


oder gelbröthlich. St. blaſſer als der Hut, oft roth gefleckt, oberwärts 


meiſt goldgelblich, durch Druck braun werdend, kahl, am Grunde oft knol⸗ 
lig verdickt. L. gelblich oder lehmgelb, weich, durch leiſen Druck ſchon 


fleckig und braun. Obſtartiger Geruch, wohlſchmeckend. Ueberall gemein, 


im H., unter Geſträuch, an Wegen, in Anlagen, Wäldern, meiſt in der 


Nähe von Bäumen. Wahrer D. R. in voluta. 


5 anfangs filzig, innen weiß oder goldgelb. St. grau⸗, braun⸗ oder ſchwarz⸗ 


braunſammetfilzig. Beſ. in Nadelwäldern, auf der Erde und an Stäm⸗ 
men, nicht häufig. Schwarzfilziger D. R. atro-tomentos a. & 


66. Hohlſtielpilz. Kecilia. 


(Unſchädliche aber meiſt ungenießbare Pilze.) 


15 Lamellen früher oder ſpäter grauröthlich. Auf der Erde oder an Stämmen. 


Selten oder ſehr ſelten. 


— meiſt anfangs weißlich, dann roſa oder purpurn (ohne grauen T Ton.) Nur f 


auf der Erde. 
2. Geruch ſtark nach friſchem Mehle. Hut etwa thalergroß, braun, grau⸗ 


n 


braun, dann grau. St. 0,02 —0,04 m. hoch, etwa 0,002 m. dick. Im 


Waldſchatten, Anfang H. Grauröthlicher H. E. griseo-ru- 
* 


bella. 
Geruchlos. Hut kaum pfenniggroß, etwa 0,02 m. hoch, zähe. 


3. Hut dunkelblau, flockig bekleidet. St. fädig, dunkelblau. Gern unter Erlen⸗ 


gebüſch, Anfang H. Dunkelblauer H. E. cyanula. 


— grau oder gelblichgrau. St. gelbgrau, polirt, mit ſchwarzen Punkt⸗ 


ſchüppchen bekleidet. In Buchenwäldern der Gebirge. Schwarz punk⸗ 
tirter H. E. atropunctata. 


4. Lamellen (oder auch der Stiel) purpurroth, oder ſie ſind röthlich mit ſhrar. 
zer Schneide. Selten. 5. 
— weiß, dann röthlich. St. bräunlich, grau oder gelblich. 6. 
5. Stiel und Lamellen purpurroth. Hut noch nicht 0,01 m. breit, düſterbraun. 
An morſchen Stämmen. Schönblatt⸗H. E. calophylla. 


bräunlich, grau oder gelb und ſchwarz oder ſchwarzblau punktirt. L. 
röthlich mit gezähater ſchwarzer Schneide. Hut graubräunlich, etwa 1 7 


lergroß. An oder auf morſchen Erlen oder doch in deren 1 “rs 


häufig. Schwarzrand-⸗H. E. atrides. 


6. Klein. Hut grau oder bug höchſtens pfenniggroß, ſpäter ihr. ve ei a 


AN 


1 Het, St. ſtecknadelboch, nach unten 1 verbäinnt, 
H. E.rhodoeylix. 


N Hut bis über thalergroß, am Rande ftreifig, grau, gelbgrau, bei 
trockener Luft ſehr hell, ſtark glänzend. St. ähnlich gefärbt, bis fingerhoch, 


Roſenblatt⸗ 


oberhalb weiß bereift. L. breit, mehr oder minder herablaufend. 
ene in dumpfigen Buchenwäldern; heerden- oder doch truppweiſe, im 


Glänzen der H. E. polita. 


67. Glockenpilz. Nolanea. 


(Unſchädliche aber g ae Pilze.) 


1 Lamellen rothbraun oder grau. 2. 
—— 9 anfangs weißlich oder blaß, dann roſa, gelbröthlich oder 
4 


Hut meiſt grau, innen immer röth⸗ 
lich, noch nicht 0,01 m. St. ng: Beſonders auf trockenem Schlamm. 
Selten. Rauchgrauer Gl. 


— gezähnt oder ganz, ohne ſchwärzliche nie 


Hut düſter roth⸗ oder violettbraun, ebenſo der St. 
rothbraun. Beſonders auf Feldern und ſonſtigem Lande, nicht häufig, im 
H. Verborgener Gl. 
Hut 0,01 —0,02 m. anfangs meiſt kegelförmig, geſtreift, etwas glänzend, 
gelblichſchwärzlich, grau, gelbgrau, bräunlich oder röthlich. St. bis finger⸗ 
hoch, über ſchwefelholzdick, meiſt mit grauem Ton, am Grunde etwas ver⸗ 
L. bauchig, nach dem St. zu ſchmäler werdend, ziemlich dicht, zu⸗ 
weilen . immer mit ſtarkem grauem Tone. 
S. und H., auf 1 und unter Gebüſch ſehr häufig, faſt 
gemein. Wieſen⸗Gl. 


145 Hut mit vorwiegend vöthlichem Tone, bis thalergroß. L. breit angewachſen 
oder hakig etwas herablaufend. 5. 
Hut gelb oder braun oder grau. 


25, Hut weißgrauröthlich. L. hakig etwas herablaufend, dunkelfleiſchroth werdend. 
N. Kretzschmarii. 


2. — mit gezähnter ſchwarzer Schneide. 


3. So klein w. d. v. 


N. clandestina. 


Ein wäſſerig⸗gebrechlicher 


L. loſe angeheftet oder frei. 


In Gebirgen, ſehr ſelten. 


825 meiſt kupferbraun, oft mehlig bekleidet. 


L. angewachſen, ausgerandet. 
e in der Nähe von Erlen. 


Weinfarbiger Gl. 


6. ou. gelb oder grünlichgelb, meiſt thalergroß. L. nicht rein röthlich. 7. 
— braun oder grau, kaum über pfenniggroß. L. weiß, dann röthlich. 8. 


7. Hut nicht glänzend, etwas warzig, am Scheitel gebräunt, aber ohne Nabel. 
155 Gelbſüchtiger Gl. 
— . nackt, mit le Nabel. Im S. und H., faſt ſelten. Gelb⸗ 


Im H., faſt ſelten. N. ieterina. 


8 Hut bun, am Scheitel dunkel und warzig. 
und zwiſchen altem Laube am Boden, nicht ſelten, im H. ne Gl. 


Stiel bräunlich, am Grunde behaart. 
N. hirtipes. 


— ehrt, nackt. 
Rauhſtiel⸗Gl. 


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68. Zärtling. Leptonia. 
(Unſchädliche aber ungenießbare Pilze.) 


„Hut blau (düſterblau oder violett), bis thalergroß. Stiel meiſt blau oder 


ſchwärzlich, etwa 0,04 m. lang, ſchwefelholzdick. L. anfangs bläu lich. 2. 
Hut und L. ohne blauen Ton. 4. f 


. Schneide der L. ſchwarz oder ſchwarzbraun. 3. 


— — — ungefärbt, Hut grau⸗ oder bräunlichblau, oft verliert ſich der 
blaue Ton faſt. In kurzem Graſe der Triften u. ſ. w., im S. und H. 
Stahlfarbener Z. L. chalybae a. 


. L. violett, mit ganzer braunſchwarzer Schneide. Alle Theile reinviolett. 


An alten Stämmen, beſonders von Erlen und Hafen. Schön-. 
eu chrous. 

— bläulichgrau, ſich röthend, mit gezähnter ſchwarzer Schneide. Im trocke⸗ 
nen Graſe an Hügeln, auf Aengern, im S. und H. Sägezähniger 
3. L. serrulat a. 


„L. anfangs weiß, dann röthlich. 5. 


— anders gefärbt (gelb, grau oder grünlich.) 7. 


„L. mit ſchwarzer Schneide. Hut grauſchwärzlich. St. meiſt graubläulich. 


Sehr ſelten. L. Linkii. 


— ohne gefärbte Schneide. Hut grau oder bräunlichgrau. St. violett 
oder bläulich. 6. 


Auf Grasplätzen, im S. und H. Hut bräunlichgrau. St. bläulich, fahl, 


flockig bekleidet, am Grunde weißfilzig. Enten⸗Z. L. anatina. 

An Stämmen, beſonders von Buchen. Hut grau. St. violett, voll, glatt, 
nur an der Spitze weißbereift und punktirt, im H., nicht häufig. Mil⸗ 
der Z. L. placida. 


L. grau. 8. 


— gelblich, ohne grauen Ton. 9. 


. L. mit ſchwärzlicher Schneide. Hut ungenabelt, bald vertieft, grüngraubraun. 


Sehr ſelten. Auf Sumpfwieſen. Staubſtiel⸗Z. L. nefrens. 


Schneide nicht gefärbt. Hut gelblichgrau, mit dunklem, ſchuppigem Nabel. 
Nicht häufig, im Graſe an Hügeln. Rauher 3. L. asprell a. 


. St. gelb (zuweilen bräunlich oder bläulich) kahl, glänzend. Selten, in ho⸗ | 


hen Gebirgen zwiſchen Heidelbeergeſtrüpp u. |. w. 
St. grüngelb, am Grunde giftgrünfilzig. Sehr ſelten. Schönfarbiger 
Z. L. euchlorus. 
69. Pflaumenpilz. Clitopilus. 
(Unſchädliche, meiſt eßbare Pilze.) 


Hut weiß oder gelblich. St. weißlich. Meiſt Geruch nach friſchem Mehle. 4. 


— braun oder grau, bis thalergroß. St. meiſt gefärbt. 2. 


„ Tabl, bald runzelig, bis thalergroß. Sehr ſelten, in Nadelwäl⸗ 
5 1 Pf. C. cicatrisatus. 


* Stiel, Lamellen und Fleiſch grau. Hut oft graubraun, kaum thalergroß. 


Starker Geruch nach friſchem Mehl. Im Graſe, nicht zu häufig. Wohl⸗ 


ſchmeckender Pf. C. popinalis. 


e weiß. Zwiſchen moderndem Laube, ſelten, im H. Schmale Pf. 
Ci. angustus. 


4 Von bitterem, faſt brennendem Geſchmacke. Hut mehr oder minder einge- 
drückt, weiß oder weißlich, mit eingebogenem Rande, bis über thalergroß, 
dünn und zähe. St. weiß, oben und unten etwas verdickt, 0,01 0,02 m. 
hoch, anfangs flockig, dann kahl, meiſt innen ſich ſchwärzend. L. ſchmal 
und gedrängt, anfangs weiß, dann oft gelblich, zuletzt roſa. Unter Laub⸗ 
gebüſchen, auch im Graſe, im S. und H., häufig. Reinlich er Pf. 
C. mundulus. 


Geſchmack angenehm oder faſt fehlend. 5. 


5. Stiel fädig dünn. Hut gelblich, höchſtens thalergroß. Im Graſe, ſehr ſel⸗ 
; ten. Ueberblickter Pf. C. neglectus. 


— faſt derb. Hut thaler⸗ bis handbreit. 6. 


6. Hut ſtets weiß, biscuitfleiſchig, weich wie Handſchuhleder 90 trocken, 
oft gezont oder flockig, meiſt ausgeſchweift. St. 0,01 0,06 m. hoch, meiſt 
weit über bleiſtiftdick und am Grunde verdickt, kahl. L. weit herablau⸗ 
fend, bis 0,004 breit, weich, nicht allzu gedrängt. Der Pilz hat oberhalb 

oft Kreiſelform. Auf Wieſen, an graſigen Wegrändern, in Gebüſchen, 
einzeln oder meiſt heerdenweiſe. Vom Fr. bis in den 8 ſehr häufig. 

Sehr wohlſchmeckend. Wahrer Pf. 2 C. Prunulus. 

E weiß, gelblichgrau oder der gebräunt, oft flockig oder gezont, Nac ſchmierig 
werdend. St. flockig. Im Norden ſelten. An alten Laubbäumen. Röth⸗ 
licher Pf. C. Orcella. & 


70. Schleierpilz. Entoloma. 
(Unſchädliche, meiſt eßbare Pilze.) 


1. 5 flockig, faſt ſchuppig, kaum thalergroß, vielfach mit violettem Ton. St. 
5 höchſtens ſchwefelholzlang. Im Graſe. 2. 

Nackte, trocken ſeidigglänzende, feucht zuweilen klebrige, größere, meiſt hand⸗ 
breite Hüte. St. bleiſtift⸗ bis daumendick. 4. 


= . Bläulich oder violett. Selten. 3. 


Anders gefärbt. Hut weiß oder gelblich, flockig oder zottig, ſeidigglänzend, 

bald mit Schüppchen. Stiel weißlich, gefaſert, meiſt etwas röhrig und 

2 breitlich. L. etwas herablaufend, oder angewachſen frei werdend. Zwiſchen 

ir . faſt häufig, im S. und H. Seidenhaar⸗Sch. E. 8 e- 
5 ricellum 


3. Hut ſchön⸗violett; St. heller; L. grauröthlich. Zweifarbig er Sch. E. 
dichrous. 


| ee graubläulich; St. heller; L. bläulich, dann purpurn. Graublauer 
Sc E. Ben cyaneum. 
7 


N 4. Sit 1 25 baten grau. e eg Selten, 
8 Weder St. noch L. grau. St. voll, oft bobl werdend. De 
Stiel grau. Rippen⸗Sch. E.costatum. 3 EN 
ee ſilberweiß, ſchimmernd. Silberfuß⸗Sch. E. argyropus 
6. L. roſa oder ſchmutzig-röthlich. Geruch ſehr angenehm, nach frif chem ie: 
Vom Fr. an. 7 1 
²3§Scty werden roſa, gelbbraun oder rothbräunlich. Geruch fehlt oder abe 
Ra Vom S. an. 8. ö 
F. Hut weiß, oft mit grauem Aufluge, flach, ſeidig, meiſt baudbreit St. bis 5 


ni 


0,02 m. dick, flockig und fajerig. Im Graſe, beſonders unter Buchengebüſch, 
aauch in Gärten, im Mai und Juni, nicht ſelten. Schild-Sch. * 
ly peatum. Br 

E grau oder miſchfarbig, ausbleichend, feucht oder klebrig, feiner; St. 
gleichfarbig, blaß, abwärts verdickt. Im Waldſchatten, auch En Moere 
wieſen, im H. Sumpf⸗Sch. E. elodes. 


8. Angenehmer Geruch. Hut leiſchig, weißlich, gelblich oder gabe 1 
unregelmäßig und verbogen. St. bis über fingerhoch und dick, gleich; 
bia, reinweiß. L. etwa 0,01 m. breit, dicht, oft ausgerandet, werden roth⸗ 

räunlich. Wohlſchmeckendes reinweißes Fleiſch. Unter Gebüſch, an 1 
1 im S. und H., faſt häufig. Buchten⸗Sch. E. sinua tum. 


Eine Abart mit rothbraunem Hute und gurkenartigem Geruche; E. a 5 
vipes; mit röthlich blaſſen, etwas herablaufenden L. und anfangs je 
ſerigem Hute. E. cameli num. 


Ganz geruchlos. Hut weißlich, gelblich oder grau, mit ſcharfem Rande 1 
ſeidigem Glanze. St. blaß, bis 0, m. hoch und bis 0, 2 m. dick. Er 

72 werden gelbbräunlich. In Wäldern, im S. und H., ſehr häufig. N o⸗ 
ſen⸗Sch. E. rhodopolium. % 2 


71. Sturmdachpilz. Pluteus. ö 5 


Fa (Unſchädliche oder ungenießbare wäſſerige Pilze.) 


1. Stiel reinweiß. 2. ö a 
— grau, röthlich, gelblich oder weißlich mit ſchwarzen Faſern. 4. 


2. Hut weiß, weichzottig überkleidet. In Laubwäldern, nicht he en 5 5 
r. pellitzs. We 1115 


g meiſt umbrabraun, runzelig. 3. i ES 5 1 
3. Hut grau bereift, etwa pfennigbreit. Meiſt in hohlen Ulmen und Buch 
Zwerg⸗St. P. nanus. 5 

L glatt und kahl, über thalergroß. Netzader-St. P. phlebophoru . 

4. Hut ganz kahl. Nicht häufig. 5. at Ba 

— ſchuppig, zottig oder flodig. 6. u & 

5. Stiel und Lamellen (anfangs) gelblich. Löwen⸗St. P. leonin 

— — — röthlich. Roſa⸗ weißer St. P. rose o- i a 


meh fehr fetten. Weiden ⸗ St. P; e 


ä bräunlich oder ſchwarzbraun, faf ſerig⸗ſchuppig, mit faſt 
Fleiſche, bis handbreit. St. über fingerhoch, meiſt fingerdid, 
unde etwas geſchwollen, trübweißlich mit düſtern, meiſt ſchwärzlichen 
L. ſehr breit. An alten Stämmen, in Wäldern und an Wegen, 
haufig bejonders im Fr. Rehbrauner St. P. cervinus. 


er 72. Scheidenpilz. Volvaria. 
3 umnſchädliche, meiſt eßbare Pilze.) 


Hut weißlich, nur etwa am Scheitel gefärbt. 2. 
grau, bis über thalergroß. St. meiſt 0,os m. hoch, etwa bleiſtiftdick. 4. 


e 

2. Lamellen werden roſtbraun. Hut bis über handbreit, kahl, ſchmierig, am 
1 Schnitt graubräunlich. St. oft weit über fingerhoch, hin und her gebo⸗ 
gen, in einer mächtigen lappig getheilten Wulſtſcheide. Auf Waldboden, 
nicht häufig. Geſchmack widerlich. Anſehnlicher S. V. er . 


er werden fleiſchroth. 3. 


. Hut kaum pfenniggroß, ſeidig. St. ſtecknadelhoch, zart, in zarter Wulſt 
. in Gärten, nicht häufig, im H. Kleinlicher Sch. V. 
 parvula. 


Rn ber thaler- bis weit über handbreit. St. über fingerhoch. An mor⸗ 
i ſchen Waldbäumen, im H. Geſchmack widerlich. Woll-Sch. V. bo m 
bycin a. & 


| Hut und Wulſt ſchmierig⸗klebrig. Sehr ſelten. Rothſchwarzer Sch. 
V. rhodomelas. & 

E nicht klebrig. Hut mit ſchwarzen Faſern. St. kahl, in in er bräun⸗ 
a licher Wulſt. Auf lockerer Walderde, oft in Miſtbeeten, im S. und H., 
nicht ſelten. Wulſt⸗Sch. V. volvacea. & 


73. Neizker, Täubling. Russula. 


(Zum Theil ſehr giftige, zum Theil eßbare Pilze.) 


früher oder ſpäter hellgrau, grau oder ſchwarzbraun, feſt, meiſt kurz 
und dick. L. weiß oder blaß, entweder ſo bleibend oder bald brandig 

ſchwarz oder nebſt dem ganzen Pilzfleiſch beim Bruch ſich röthend. In 
Laub⸗ wie Nadelwäldern. 2. g 


heiß, gelb oder röthlich (auch ſpäter nicht grau.) 5. 


(und auch der ganze Pilz) ſpäter brandig ſchwarz oder ſchwarzbraun, 
„feſt und voll. Hut bis 0, m. breit, durchweg (bis an den Rand) 
derbfleiſchig. L. ungleich. 4. 

- nur hellgrau oder grau werdend. Hutrand ſtark gerippt, das Fleiſch 
nicht ganz bis zum Rande. 3. 

it gelb oder rothbraun, abblaſſend gelblich, mit ſpäter aufreißender und 
11 vergehender Oberhaut, wellig verbogen, etwa handbreit, St. glatt, 
Je Alter mit grauem Tone. L. oft gabeltheilig. Geſchmack ange⸗ 
im S. und H. Verblaſſender R. R. 1 


Hut ochergelb, gelbbräunlich oder e ut fleifem, geraden, iger 
ripptem Rande. St. etwas runzelig, oft netzig, hellgrau. Geſchmack bren⸗ 
nend ſcharf. In lichten Wäldern, auf Grasplätzen, ſehr häufig, im 1 und 
H. Ochergelber R. R. ochroleuca. 


4. Lamellen dicht, dünn, weiß, dann grau oder ſchwärzlich, etwas Gerabfaufen, 
Brandſchwarzer R. R. adusta. 
— ſehr weitläufig, ſehr dick, weiß, durch Druck röthlich, ebenſo das ganze 
Pilzfleiſch im Bruche ſich ſaftig röthend. Sehr häufig in Wäldern und 
unter Gebüſch. Geſchwärzter R. R. nigricans. 


5. Sporen gelblich oder gelb, bald daher auch, wenn nicht von Anfang an, 
die Lamellen. L. breit, faſt immer einfach und gleichlang. Geſchmack ent⸗ 
weder fehlend oder milde oder ekelhaft, ſelten brennend. 6. 

Außer R. xerampelina habe ich noch eine Art mit gelben Lamellen 

gefunden, welche einen brennend ſcharfen Geſchmack und betäubenden 

Geruch hatte. Der Stiel deſſelben war fingerhoch und daumendick, weiß, 

röthlich angelaufen; der Hut handbreit, wenig fleiſchig, mit ſcharfem, 

etwas eingebogenem Rande kirſchroth; die Lamellen breit, gleichlang, 
einfach, angeheftet. Da er bisher nirgends von den Autoren nee 
iſt, habe ich ihn R. narcotica benannt. 


— und Lamellen weiß, in ſeltenen Fällen ſchmutzig weißlich, aber nie 30 
lich oder gelb werdend. L. oft ſchmal, ungleich⸗lang und gabeltheifig. 
Geſchmack bei vielen Arten brennend ſcharf. 15. 


6. Geſchmack und Geruch ekelhaft widrig oder ſtechend. St. weiß oder gelblich, 
höchſtens O,oũ33 m. hoch. Hut meiſt thaler-, höchſtens 0,05 m. breit. 13. 


— — — nicht ekelhaft, er fehlt oder iſt angenehm. 7. 


7. Stiel gelblich, wenn weiß, ſo iſt das Hutfleiſch ſchöngelb, noch nicht Hein 
fingerhoch, geſtreift. L. breit, frei. Nur in Nadelwäldern. 8. 


— weiß oder röthlich. Hutfleiſch weiß. 9. 


8. Hut ſchöngelb oder gelbröthlich, auch innen ſchöngelb. St. oft weiß. Geruch 
und Geſchmack milde. Selten. Goldgelber R. R. aur at a. 

— ſchmutziggelb, ebenſo innen. St. blaßgelb, Geruch fehlt,. Geſchmag ick 
weichlich, unangenehm. Sehr ſelten, im H. Ocher gelber R. B 
ochracea. 


9. Hut ſtets nur feucht, blutröthlich oder grünlichgelb (oft jo nur auf der Mitte), 
abblaſſend wachsgelblich, innen weißlich, weißgelblich, bis zum Rande fleiſchig. 
St. weiß oder röthlich, kaum kleinfingerboch, bis daumendick. L. binter 
gabeltheilig, anfangs weiß. Den Geſchmack habe ich meiſt etwas brenne 
gefunden. An lichten Nadelwaldſtellen, im Spät⸗-S. und H., nicht au 
häufig. Hochrother R. R. xerampelina & 
— in feuchter Luft ſchmierig, innen weiß, mit meiſt fleiſchloſem Rande. 7 
ſchmack nicht brennend. 10. 


10. Lamellen angewachſen. Hut ſtets bläulich, bis zum Rand fleiſchig, auch 
am Rande glatt und eben, ſcharfrandig. Im Laubwalde. Bläuli or 
R. R. coerulea. 


‘ 


— frei, meift aderig im Grunde verbunden. 11. 1 
11. Lamellen ſehr dicht, ſchmal, dottergelb. Hut dotter⸗ oder goldgelb, 1 et. 


was geröthet, mürbfleiſchig, nicht groß. St. etwa bleiſtiftdick. Sn n. 
gelber R. R. lutea. & 


2 “u 
Me 


am N en ziemlich weitläufig, breit. Hut bis über handbreit. 12. 


Lamellen weiß, dann durch die Sporen gelblich oder gelb. Hut von man⸗ 


nigfacher Farbe, meiſt grüngelb oder roth, abblaſſend, anfangs faſt 
glockig, ſpäter oft ſehr eingedrückt und dann mit gefurchtem oder höckri⸗ 
gem häutig dünnem Rande. St. höchſtens kleinfingerhoch, aber bis 
daumendick, eben, voll, ſtets weiß. Unter Gebüſchen und in Wäldern. 
Unſchädlicher R. R. inte gra. & 

— blaßgelblich, dann ochergelb. Hut kirſchroth (ſelten olivenbraun) abblaſ⸗ 
ſend röthlich oder fahlgelb; handbreit und weit darüber, Hutrand dünn, 
geſtreift, uneben. St. bis über fingerhoch, weiß oder roth, glatt, ab⸗ 
wärts oft verdickt. Sehr gemein, in Laub- und in Nadelwäldern und 
unter Gebüſchen. Im S. und H., heerdenweiſe. Ledergelber R. 
R. aluta ge a. & EN 


13. Lamellen weiß, dann gelb, dicht, dünn, am Grunde aderrunzelig. Hut 


verſchiedenfarbig, meiſt kirſchröthlich oder gelb, glänzend. St. weiß, oft 
gelblich. Glan z⸗R. R. nitida. 


74 — gelb, ziemlich weitläufig. 14. 
14. Hut dottergelblich, dann blaßgelb. L. am Grunde aderrunzelig, ſafrangelb. 


Nicht häufig. Dottergelber R. R. vitellina. 
Hut braungrün, am Rande oft röthlich, oft trichterig vertieft. L. gelb, 
dann ſchmutziggelb. Nicht zu häufig. Ekel-R. R. nauseosa. 


15. Hut grün, derbfleiſchig, handbreit und darüber. Stiel bis über daumen⸗ 


dick und derb, weiß. L. meiſt gabeltheilig. 16. 


D anders gefärbt. 17. 
16. Hut glanzlos, trocken, weißlich, mit (grau- oder gelb⸗) grünen Flocken ge⸗ 


feldert, warzig überkleidet, beſonders auf der Mitte. St. derb, weißlich, 
meiſt gefurcht. L. dicht, vielfach ungleich und getheilt. Grün end er 
R. virescens. * 7 


een grün, in der Mitte rotblid), mit glatter, glänzender, feucht ſchmieriger 


Oberhaut, oft bräunlich oder röthlich. L. oft (ſogar meiſt) gabeltheilig 
und ungleich. Gabel⸗R. R. fur cat a. T (Siehe unter 24.) 


7. Geſchmack ſcharf brennend. Der Gerub und der Geſchmack ekelhaft wider⸗ 


lich, ſelten geſchmack⸗ und geruchlos. Hutrand tief gefurcht und daber 
(meiſt höckerig) gerippt, beſonders im Alter (nur bei einer ſeltnern Art 
glatt und eben oder gering gerunzelt.) 18. 


du 
— Geſchmack angenehm milde, Geruch fehlt. 1 von dem Hutfleiſche 


5 x 


oft nicht abziehbar und flockig. Hutrand glatt und eben oder doch nur 
feinrunzelig oder feingeſtreift. 23. 


8. Hut trocken, roth, abblaſſend gelblich. Stiel weiß und röthlich, bis finger- 


hoch, dick, voll, hart, gerunzelt. L. angewachſen, oft röthlich. Nicht zu 
häufig. Rother R. R. rubra. 


— in feuchter Lu Luft ſchmierig. 8 gänzlich oder faſt frei, meiſt aderrunzelig, 
am Grunde verbunden. 19. 


9. Geruch und Geſchmack angenehm oder fehlend. Hutrand meiſt nur ge- 


ſtreift. 20. 


5 — ekelhaft. Hutrand oft ſchon in der Jugend tief gefurcht uneben. 21. 


0. Stiel weiß, dann meift hellgrau, feſt und voll. 3. 


Stiel 946 oder blaß, nicht gran 1 N dann hohl, e 
kleinfingerhoch, meiſt bleiſtiftdick. Hut thalergroß und etwas dan ber, 
den allerverſchiedenſten Farben, roſa, roth, grün, gelb oder anders, din 

4 1 und mürbfleiſchig, gebrechlich. Hutrand höckerig und geſtreift. L. dünn 

N bauchig, zart und dicht. In allen Wäldern, einzeln, im S. und H. 

ſehr gemein. Zerbrechlicher N. fragilis. + a) 


— — gg — we 


211. Hut gelblich oder r gebräunt. Stiel und L. weiß. 22. 45 
— roth, dann kirſchbraun, meiſt ſpäter abblaſſend gelblich, glatt, gäben a 
feucht ſchmierig, Rand im Alter gefurcht, bis über handbreit. Fleiſch 
weiß, unter der Haut rötblich. Stiel weiß oder röthlich, kurz aber dick. 
L. ziemlich weitläufig, frei, gleichlang, breit, ungegabelt, reinweiß. 
Ekelhafter Geruch neben brennend ſcharfem Geſchmack. Nicht allzu bu. 5 
fig. Speiteufel. R. emetic a. 1 

ö 


22. Rn tieffurchig (kammartig), Hut bräunlich, ohne allen Glanz; kaum 
bis handbreit, innen gelblich. Stiel kurz, derb, voll, geſtreift. L. ein⸗ = 

fach, ſchmal, ziemlich weitläufig. Ziemlich ſelten. Kamm⸗ R. R. 
pectinata. i 2 

— nicht ganz ſo ſtark gefurcht. Hut über handbreit, meiſt blaßgelb oder 
ſchmutzgelb. Stiel bis über fingerhoch und daumendick, voll, dann hohl. 

L. gabeltheilig, nicht zu ſchmal und weitläufig. Beſonders in Wäldern, 
häufig. Stink⸗R. R. foetens. „ 


23. Der ganze Pilz milchweiß. L. dick, breit und gerundet. Beſonders in 
Buchenwaldungen, ſelten, vom Frühling an. Milchweißer R. R. 
la ct e a. & 1 

Der Hut gefärbt. L. meiſt ſchmäler. 24. 122 


24. Hut roth, innen röthlich, feſtfleiſchig. St. runzelig, oft hohl, weiß. * 
ungleich, oft gabelig, weiß. Selten. Speiſe⸗R. R. ves ca. 
— grün, roth (beſonders ziegelroth), violett, lila oder bräunlich, We 
weiß. L. zum Theil gabelig und mit fürzern untermiſcht, aber oft auch 

ganz gleich. Unter lichten Gebüſchen im Graſe, im Spät⸗S. und H., 

ſehr häufig, vielfach ſogar gemein. Von manchen Autoren als beſondere 

Art (R. hetero phy lla J) bezeichnet, aber wohl nur eine Abart 

von R. furcata. N 


74. Faltenpilz. Cantharellus. 


1. Der Pilz in allen ſeinen Theilen dottergelb oder orange, zuweilen bräunlich⸗ 
roth oder purpurroth angelaufen. Hut fleiſchig, in der Jugend gewölbt, 
dann oft trichterig eingedrückt, im Alter oft weißlich abblaſſend. Rand 
eingerollt. St. voll, central. Geruch angenehm, Geſchmack etwas pfefferig. 2. 


Hut, St. oder L. grau, weiß oder braun. Hut W häutig; St. centre | 
ſeitlich oder fehlt. Nicht häufig. 3. ; 5 


2. Der ganze Pilz dottergelb, innen weißlich. Hut kahl, feucht fettig anz 
fühlen, thaler⸗ bis handbreit. Rand wogig- verbogen. St. bis klei 
fingerhoch, bleiſtift⸗ bis fingerdick. x dick, anfangs parallel, ſpäter gab 
äſtig, endlich adernetzig verzweigt. In Laub⸗ und Nadelwäldern, im 
und H., gemein, wird ſelten von Inſecten angegriffen, bleibt daher lange 
gut. Gäling, Gal brchen, Galluſchel, Gellmännel, Gän 
ſel, Pfifferling, Rehling, Röthling, guter Ee 
C. eibarius. er . 


enigftens in der . 1 1 Hut Er 
weichlederartig anzufühlen, bis thalerbreit und dar 
oder gelbbräunlich, ſpäter beſonders am Rande oft 
f ne. St. etwas geringer als b. v., ipäter am Grunde oft 
Be innen orange, vielzinkig gegabelt, parallel, nicht netzaderig. 
Nadelwäldern, häufig. Aan Eierſchwamm. C. au- 
8 . 


beat, meiſt hohl. Hut bald trichterförmig vertieft, etwa bis thaler⸗ 
reit, auch darüber. In Wäldern. 4. 9 
ſeitlich oder fehlt. 8. 
weit, weiß. St. voll. Hut etwas fleiſchig. Zwiſchen Mooſen. 5. 
. rau, gelblich oder braun. St. hohl. Hut faſt oder ganz häutig. 6. 
5. Hut grauſchwärzlich, flockig bekleidet, kaum thalerbreit. Ste--hellgran. Im 
Mooſe, im S. und H., (auf feuchten Brandftellen, in Wäldern, eine Ab⸗ 


art carbonarius mit anfangs braunem, ſchuppigem Hute.) Nabel⸗F. 
0. umbonatus. 
bräunlich oder gelblich, etwas gezont. St. weiß. Weißlicher F. C. 
3 albi dus. 
6. St. und L. grau. Hut höchſtens thalerbreit, ſchuppig, braunſchwarz. St. 
E Alter geſchwärzt. Aſchgrauer F. C. cinereus. 
5 wenigstens abwärts gelb. Hut meiſt über thalerbreit, Rand wellig. Hier 
und da häufig. Geruch und Geſchmack angenehm. 7. 


Hut oft gerunzelt⸗ ſchuppig, feucht gelbgrau, grau oder braun, über chaler⸗ 
groß. St. oberwärts verdickt, verbogen, oft eckig. L. meiſt gelblich, dann 
grau, weitläufig, gabeltheilig, krausaderig. Auf der Erde und an 
5 faulenden Hölzern. Trompeten⸗F. C. tubaeformis. 


Hut oft etwas flockig, weich, gelbbräunlich, bis handbreit. St. oft breitge⸗ 
drückt, abwärts verdickt. L. gelb, gelbgrau oder grau, e Gelb⸗ 
licher F. C. lutescens. 


An modernden Laubholzzweigen in Wäldern. Hut gelbröthlich, grüngelblich 
u. ſ. w., mit krauſem, gelapptem Rande. L. weiß oder bläulichgrau, ge⸗ 
eres, Krauſer F. C. eris pus. 
9. 
10. 
. 12. 
Oyhrſörmig, bald ſchmutzig⸗ 1 1 nur 0,61 m. breite Falten 13 er⸗ 


In Mooſen an Eichſtämmen, im H. und W. Moos⸗F. C. 
uscorum. 


Immer weiß. Meiſt an Mooſen ſelbſt. Im H. 11. 
efticlt, bald becherförmig, feinfilzig. Moosfreund. C. bryophilus. 
eſtielt, flach, ſeidig. Beſ. an Filzhutmooſen. Glatter F. C. laevis. 
iſt geſtielt, blaßbräunlich oder weißlichgrau. L. meiſt undeutlich. 13. 
ngeftielt, bis bene braun, ausblaſſend. L. faltenförmig. Im 
Gelappter F. C. 10batus. 


aufrecht ace weißlichgrau, gelappt, ungezont. Netzrun⸗ 
r F. C. retirugus. 


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5 
* 


Der. Mi e Stiel am Grunde es Hut 5 Bäntig- eisig 
kh, dann blaßgrau, gezont. Moos⸗ F. C. mus cig 


| 75. Seitenſtielpilz. „ 
5 (unſchädliche aber zum Theil wäſſerige oder lederzähe Pilze.) 


1. Stiel mit häutigem oder ſchuppigem Ringe. 2. ze 

— ringlos. 4. 5 — 
2. L. zum St. hin netzförmig veräſtelt. Hut etwa handbreit, graubräuntic 
abblaffenb, filzig. St. etwa daumenlang und dick, faſerig, oder ringlos 


und ſammt dem Hutrande zottig. Beſ. an Waldbäumen. Rindi 11 
S. P. corticatus. a 


— unveräſtelt. 3. e 5 
3. Hut handbreit, grau mit dunklen Faſerſchuppen. St. weiß, unterhalb de 
Ringes ſchwärzlich⸗ſchuppig. An alten Nadelhölzern, ſelten. P. Albertini. 1 
— kleiner, weißlich, oft bräunlich⸗ſchuppig. St. blaß⸗feinſchuppig. An we 
4 holz, nicht ſelten. Eichen-S. P. dryinus. . 
1 4. Hut häutig oder doch faſt fleiſchlos oder gallertig, meiſt ſtiellos und ene 
um gewendet, vielfach nur 0,01 m. breit, farbig oder weiß. Hut oder Hi 
Lamellen bei einigen Arten klebrig. 5. 4 


— ſehr fleiſchig oder korkartig zähe, viel größer, weder weiß noch BE 
St. derb, etwa fingerdid und darüber. 16. 


5. Hut und Lamellen reinweiß. 6. 1 


Wenigſtens der Hut gefärbt. 8. 


6. Hut kahl, kaum 0,01 m. breit, fleiſchlos⸗häutig. L. ſehr weitläufig, breit. 5 
Kleinlicher S. P. perpusillus. 5 


* 5 


— mindeſtens am Grunde filzig, breiter, etwas fleiſchig. 7. 5 f 
7. Ungeſtielt, kahl, nur am Grunde filzig. L. ſehr ſchmal. An Nadelhö lern. 
Ausgereckter S F., pofri gens 
Mit dünnem Stiel, wie der Hut weichhaarig. Beizender S. F. septi- 
cus. 
8. Lamellen weiß oder weißlich, höchſtens gelblich. Hut grau, ſchwärzlich oder 
ſchwarzblau, zitterig. 9. ö 
— gefärbt, meiſt weitläufig. 11. 


9. Hut klebrig. Im H. und W. 10. N 
— nicht klebrig, gallertig⸗filzig, 0,1 — 0,04 m. breit, grau 8 Sanfte 
oder gebräunt. St. fehlt oder kurz, und weißzottig. ſchmal, dicht, 
bald gelb. Geruch nach friſchem Mehl. e S. P. 
atro-coeruleus. 


10. Hut grau oder ſchwärzlich, nur bis 0,01 m. breit. St. 0,002 m. ben 
| nackt. L. breit, weitläufig, weißlich. Nagelgroßer S. P. un- 
guicularis. 2 
— oliven= oder grau- oder ebe fleiſchig. Hut und St. weit 1 

St. gelblich, grauſchuppig. ſchmal, 1 gelblich. een. 

P. serotinus. BEN 


— 


3 n 


— 
* 


. 


2 
Be 
#3 
4 
5 


n dent klebrig, ſchmal, dicht, aderig verbunden, trocken ge⸗ 
1 fett Hut zähe, gelblichweiß, orange oder gebräunt, 0,02 — 0,06 mn. 
breit, kleiig geſchuppt, vertieft⸗gezont. St. kurz, gleichfarbig, in dem Hut 
erweitert. Widerlich ſüßlich, mit herbem, brennendem Nachgeſchmack. 
Am Grunde alter Bäume, beſ. an Baumſtümpfen, gemein, das ganze 
Jahr. Herber S. P. stypticus. 


Lamellen weder zimmetbraun noch klebrig. 12. 


Hut grau, blau, braun oder ſchwarz. 13. 


— orange, thalergroß und darüber, gelb-, weißlich⸗ oder graufilzig, ſpäter 
lappig eingeſchnitten. L. breit, orange. Neſtling⸗S. P. nidulans. 


. Hut und L. violett, dann röthlich. St. ſehr kurz, weißfilzig. An alten 


Buchen, ſelten. Flacher S. P. planus. 
Hut iſt violett. L. grau. 14. 


Hut ſichtlich geſtielt, grau, etwas fleiſchig, bis 0,02 m. breit, feucht zitterig, 


gelappt. Auf moofigen (Nadel⸗) Waldboden, nicht ſelten. Zitter-©. 
P. tremulus. 


— ungeſtielt, häutig, höchſtens 0,01 m. breit, geſtreift. 15. 


Hut hellgrau, kahl oder graufilzig. Geſtreifter S. P. striatulus. 


— dunkelgrau oder blauſchwarz, bereift, am Grunde weißfilzig. Ange- 
wachſener S. P. applicatus. 


Lamellen weiß oder weißlich, unveränderlich. Meiſt eßbar⸗fleiſchig. 17. 


— röthlich, gelblich oder bräunlich. Leder- oder korkzähe.“) 26. 


Lamellen herablaufend. 18. 


— angeheftet. Geruch angenehm. 19. 


„Geruch nach friſchem Mehle, ſaftig weichfleiſchig, wohlſchmeckend. Hut bis 


über handbreit, vielgeſtaltig, muſchel⸗ oder trichterförmig und über 0,02 w. 
dick, hell⸗ oder dunkelbraun, oft mit grauem oder grünlichem Tone. St. 
kurz, voll, maſſig, oft äſtig, verwachſen oder knollig. L. am Grunde 
verzweigt, oft grau werdend. Büſchelige Raſen aus Ritzen und am 
Grunde alter Bäume, hie und da häufig. Auſterpilz, Drehling. 
P. ostreatus & 77 ENANNZTTT, 


Geruchlos, oft noch größer, fächerförmig oder muſchelig, grau oder gebräunt 


oder gelbgrau, meiſt bereift. St. kurz, weißfilzig, faſt ſammethaarig. 
L. blaß, oft gelblich werdend. Beſonders an alten Weiden häufig, im 
H. und W. Weiden⸗S. P. salignus. 


19. Hut nur bis 0,0% m. breit, en flockig bekleidet, Rand gelappt. 


St. weißzottig, bald hohl. L. ſchmal. Holzfreund⸗S. P. Iigna- 


De tilis. 
| 3 — weit breiter, hellbräunlich, nackt, Rand meiſt ganz. Stiel wie bei 


v. L. bis daumenbreit. Geſchmack bitter. Ulmen-S. P. ulma- 
rius. & 


20. Hut meiſt muſchelförmig, hellbraun, oft etwas röthlich, mit geſchweiſtem 


Rande. St. meiſt vorhanden, oder kurz, weißlich, weißfilzig am Grunde. 
Faſt häufig. Muſchelpilz. P. conchatus. 


88 meiſt trichterig eingedrückt, kahl, gelblich, lederfarben oder gelbröthlich. 


x | ae Omphalia. N 


(Unſchädliche aber ungenießbare Pilze.) 


5 Der Pitz in allen ſeinen Theilen reinweiß, höchſtens die 9. tte, a 25 8 
Der Hut oder St. gefärbt, meiſt auch die L. 7. f = 


1 2. L. ſehr ſchmal, oft nur Linien. Zumeiſt ſelten. 3. 2 N 
N breit. Hut bis 0,006 m. breit. St. am Grunde flockig. Sehr ſelten. 6. 5 
4. Stiel gleichdick. Hut kaum erbſenbreit. Sehr selten. 4. 1 
L am Grunde verdickt und zottig. Hut meiſt breiter. St. etwa an a 
hoch. Nicht zu häufig. 5. Ei 

4, Auf modernden Blättern. Hut bis 0,002 m. breit, gewölbt. St. 0,01 5 
O0, 01 m. hoch, fädig. Vielbrüderiges N. O. polyadelphus. “x 
Zwiſchen Eichenlaub. Noch kleiner, trichterig. Winziges N. 0. mi- a 
75 eros copica. | 
5. Hut gewölbt, durſcheinend, wenig über erbſenbreit, Rand geftreift. An x 
| morſchem Holz oder auf Walderde. Unverſehrtes N. O0. integrella. 
— bald trichterig, bis pfennigbreit und noch darüber, ſeidig, meiſt unregel⸗ 


mäßig. St. bis 0,01 m. hoch, voll. Im Graſe und Mooſe. Bech er⸗ 
N. O. scyphoides. 5 


6 Hut gewölbt, genabelt, kahl, durchſcheinend, geſtreift. St. bis 905 5 lech. 
5 L. gelblich. An morſchem Holze. Stern-⸗N. D. stellata. 72 


= oft trichterig, flockig, gefurcht. St. w. b. v. L. weiß. An Holz 1 
Stengeln. Schlankes N. O. gracillima. 5 


97 Hut und St. prangegelb. Hut gewölbt, dann auch flach, etwas genabelt 0 
erbſen⸗ bis pfennigbreit, feucht geſtreift. St. fädig bis über 0,0: m. 
hoch, voll, dann hohl. L. ſehr herablaufend, meiſt weißlich, zuweilen 
grau oder gelblich. In Wäldern, auf Wieſen, Triften, zwiſchen Moos 
oder a im S. au H., jehr gemein. Heftel⸗N. 10 1 


Be 


* En 


grau. % 


8. L. ſchmal und dicht. Hut bald Ha Hut oder L. 9 0 ara 12. 
— breit, mi N eu und L. nie 8 Hut bis wee 9. 


— nicht 1 5 geitreift. L. un oder gelblich. Ziemlich bat im 
17; 


und H. 
10. Hut gelbröthlich. St. gelblich, abwärts olivengrau (bei einer von mir 05 
BEN Graſe las Abart war der Hut weiß und der St. oberhalb blaß⸗ 
1 roſa.) L. roſa, dann orange. Auf Triften, Feldern, im S En 15 


Dreifarbiges N. O. tricolor. 


aun St, schwor ae Grande gl , 
moderndem Kieferholze. Schwarzſtieliger N. O. ‚atri, Ne 


1 3978. St. bräunlich etwa 0,02 m. iu 


15 etwas höher als d. v. L. weißlich. Auf Feldern, Triften, auch an 
Stämmen. Dolden⸗N. O. umbellifera. 


12. L. grau, oder weißlich und dann grau, ſelten olivenfarbig. 13. 
gelb oder gelbröthlich oder rothbräunlich. 14. 


vie hirneola. 


4 Hute, zwiſchen Torfmooſen) flodig, glänzend. In morſchem Holze. 

8 Trinkbecher⸗N. O. Epichysium. 

10 14 L. gelbröthlich, dann rothbräunlich. Hut etwas über pfennigbreit, rothbraun, 

Be, kahl. St. etwa 0,02 m. hoch, bis ſchwefelholzdick. An Wegen, auf 

= Triften u. ſ. w., häufig. Büchſen⸗N. O.pyxidata. 

5 — goldgelb. Hut 7 5 thalerbreit und darüber, gelb- oder graubraun, 
flockig. St. goldgelb, bis daumenhoch, über ſchwefelholzdick, hohl. An 


alten Nadelhölzern, im S. und H. Goldblatt-N. O.chry- 


S8 o0phylla. 


| 77. Helmpilz. Mycena. 
(Unſchädliche aber ungenießbare kleine Pilze.) 
1. Winzige Pilzchen: Hut 0,0020, 007 m. breit. St. kaum ſtecknadeldünn 


5 E und hoch, Hut meift nur erbſengroß. Auf modernden Zweigen, Sten⸗ 


. geln und Blättern oder auf Bäumen. 8. 
Größer. Zumeiſt auf der Erde oder am Grunde alter Stämme. 2. 


2. Stiel und Lamellen bei Verletzungen milchend. 13. 


Milchlos. 3. 
1 Stiel i ebenfo meift der Hut. Nur in Nadelwaldungen, 
99 55 im 
T höchftens feucht. 4. 


> 
nA . Schneide der L. gefärbt. Nur unter Nadelgehölz, vielfach am Sun 
© alter mulmiger Stämme, im H. 18. 


85 Die L. einfarbig oder doch nicht ſo einzig, die Schneide anders. 6. 


5 Laugig oder ſchwefelig ſtechender Geruch. Sehr zerbrechlicher glaſiger St. 
und mürb zerbrechlicher Hut. Im Spät.⸗S. und H. 22. 


185 . ſehr häufig. Reinlicher H. M. pura. 

„ — nach Knoblauch. St. über handhoch, fädig, ſchwarz, ſammethaarig. An 
x faulendem Holze, zwiſchen modernden Blättern, im S. und H. Nicht 
1 9 95 Lauch⸗H. M. alliacea. 


verbunden. An Nadelhölzern. Glö d chen ⸗ 0. cam- 1 


weißgelblich oder Artulich, anfangs kegelförmig, dann flach. St. blaß, 


13. Hut bräunlich, kahl. An Wegen, auf Grabeland. Siehe Clitoeybe 


An Holz oder zwiſchen Sumpfmooſen. Hut dunkelgrau, ſchwarz⸗ oder 05 
55 graubräunlich (eine Abart O. icmadophila mit meift braunſchwärzlichem 


* 2 
1 T EU . 
n * Aue 


: 3 Geruch nach Rettig. Hut meiſt thalergroß, flach gerundet, roſa, bräunlich 1 
oder bläulich. St. nicht zu dünn, unten verdickt. L. oft gefärbt. In 


Pe 
8 8 


8 95 L. 9 155 weiß bleibend. 24. ö 
— gefärbt, oder weiß und ſich bald Ara en gelgran oder roſa 


verfärbend. 7. 


7. Stiel fädig dünn oder ba en aber ſehr verlängert, gebrechlich. 1 er 


roſa werdend. 29. 


— wenigſtens ae zähe, kuorpelig⸗rindig. L. weiß, aber bald 8 


grau oder roſa werdend 


1 Stiel am Grunde ſehr häutig verdickt oder bäutig weitert. 10. 


— — — nicht oder kaum verdickt, bräunlich. L. angewachſen. 9. 


— — — nicht verdickt, aber niederliegend, weiß. L. frei, bauchig. Hut 
grau. An alten moosbedeckten Buchenſtämmen, im H., nicht häufig. 
Niederliegender H. M. supina. 


9. Hut weiß, glockig. Auf Waldboden zwiſchen moderndem Laube, im H., 7 


nicht ſelten. Haarſtiel⸗ H. M. capillaris. 
— und St. blaß oder bräunlich. St. meiſt gebogen. An der Rinde alter 


Bäume, das ganze Jahr, ſehr häufig. Rin den bewohnender H. 
M. corticola. 


10. Hut weiß oder weißgrau. An abgeſtorbenen Zweigen, Stengeln u. ſ. w. 11. 


— roſa (ſelten weißlich: var. saecharinus). St. verbogen. L. herablau⸗ 


fend. In Gebirgswäldern auf Stengeln, Blättern, beſonders auf abge⸗ 
ſtorbenen Farrnkräutern, nicht ſelten. Farrnkrautbewohnender 


H. M. pterigena. 


241. Stiel am Oberende mit halsbandartiger Verdickung, an welcher die L. an⸗ 


geheftet ſind. Selten. Hals band-H. M. tor quata. 
— nicht ſo. 12. 


je 12. Lamellen angewachſen, ſchmal. Hut ſchneeweiß. St. unten borſtig behaart. 


Vielfach häufig. Igelfuß⸗H. M. echinipes. 


— frei, breit. Hut weiß, gelblich, bläulich, graulich. St. unten faſer⸗ 3 


haarig. Säulenfuß⸗H. M. stylobates. 


a 313 Milch weiß. Hut grauweiß oder ſchwarzgrau. St. fädig, fingerlang. 


Ueberall in Wäldern, im S. und H., ſehr häufig. Milchfuß-H. 
M. galopus. 


— gelb. In Wäldern zwiſchen moderndem Laube, im Spät-©. u. H. = 


— roth. 15. 


! f 14. Geruch nach Knoblauch. Nicht zu häufig. een, H. M. PTA 


siosma. 
Geruchlos. Häufig. M. crocata. 


5 15. Lamellen weiß. St. dunkelroth. Beſonders in Nadelwäldern, häufig. — 


Blutfuß⸗H. M. haematopus. 


— gerbthet, mit ſchwarzrother Schneide. St. röthlich. An feuchten oder 


ſumpfigen Waldorten. — Blutender 8 sanguinolenta. 


156. Stiel goldgelb. L. hakig angewachſen. 17. 
— blaß oder grau. L. berablaufend, weiß. Hut grau oder braun, am 


belt, bald etwas eingedrückt. Gemeiner H. M. vulgaris. 


Hut goldgelb. St. fädig, ſtecknadelhoch. L. weiß. Nicht zu häufig. Citron⸗ 


* 


weiß, gelb, grau, bräunlich oder rothbraun. L. blaſſer als der Hut. 


18 


* 


19; 


St. dicker und länger als b. v. Häufig. — Gelbfuß⸗H. M. epipte- 
ry gi a. 
Schneide der L. kirſchroſa oder purpurbraun. 19. 


— ſchwarz. L. grau oder weißlich. Selten. Schwarzgerandeter 
H. M. atro-marginata. 


— ſchöngelb. L. weißlich. Nicht ſelten. Zierlicher H. M. elegans. 
Der ganze Pilz ſcharlachroth. An abgefallenen Zweigen und Blättern, be- 


ſonders der Buchen, auch an Tannenzapfen. Selten. Tann en⸗ 
zapfen ⸗H. M. strobilina. 


Der Hut irgendwie braun oder kirſchroth. 20. 


20. 


Lamellen etwas hakig herablaufend, weißlich, mit dunkelrother Schneide. 
An morſchem Holze in Laub- und Nadelwäldern, im S. und H., nicht 
zu häufig. Rothgerandeter H. M. rubro-marginata. 


— nur angeheftet. 21. 


21 


* 


22. 


23. 


24. 


1 26. 


GR: 


Der ganze Pilz roſenfarbig. Roſenrother H. M. ros ella. 


Hut gebräunt. L. weiß, mit flockiger Schneide. An alten Tannenſtüm⸗ 
pfen, ſelten. Franſiger H. M. mar ginella. 


Hut faſt derb⸗zähe, dunkelgrau, geſchwärzt. L. dick und grau. An feuchten 
Orten. Faltiger H. M. plicos a. 


— ſehr gebrechlich. L. zart, anfangs weißlich. Nur in Nadelwäldern. 23. 


Stiel gelbgrau. Hut aſchgrau oder weißlich. L. grüngrau werdend. Häu⸗ 
fig. Alkaliſcher H. M. alcalin ea. 


— blaß. L. weiß oder blaß bleibend. Hut meiſt gelbgrau. Häufig. Ke⸗ 
gelförmiger H. M. metata. 


Stiel haar⸗ oder fadendünn, oder wenn ſtärker, ſo doch nicht zäh. Hut oft 
lebhaft gefärbt, meiſt glockig oder halbkugelig und häutig durchſcheinend, 
oft ſehr klein. Meiſt auf der Erde, heerdenweiſe oder einzeln. 25. 

— nie fadendünn, zäh. Hut meiſt grau, braun, gelblich oder weißgrau, 
nie reinweiß, roſa, blau oder grün, meiſt helmförmig und etwas flei⸗ 
ſchig. L. im Grunde meiſt aderig verbunden. Meiſt am Grunde alter 
Stämme, büſchelig. 35. 


. Hut mehlig beſtreut, gelblich oder röthlich. Im Graſe, ſelten. Mehli⸗ 


ger H. M. farrea. 


bab. 26. 0 


Stiel gelb, gelblich oder grünlich, meiſt jo auch der kaum über 0,01 m. 
breite Hut. 27. 


— weder gelblich noch grünlich. 30. 


Hut feuer⸗ oder gelbroth, kaum 0,006 m. breit. Hut haarfein, glänzend⸗ 
gelb, bis fingerhoch. L. weiß, dann gelb. Auf Gras⸗ und Moosplätzen 
an modernden Aeſten u. ſ. w., vom Fr. bis H., nicht häufig. Nadel⸗ 

M. Acicula. 


— weiß, gelb oder grünlich. 28. 


ns 20 Hut grünlich oder bell ER St. 1 L. h 5 anch 


(Sind die L. ſchmal linienförmig und hakförmig⸗angeheftet, fo ſiehe 34.) 


Zwiſchen ſchattigem Graſe, im S. und H., ſehr ſelten. Gräulicher 
H. M. chloranthus. 100 — 
— weiß oder gelblich. St. gelblich. 29. ER 


29. Hut ſpitzglockig, genabelt, gelb. St. fadendünn, glänzend. L. Aueh e 


meiſt hakenförmig. In Nadelwäldern, auf Moosplätzen, im H. Gelb⸗ 
weißer H. M. luteo- alba. 5 
— ſtumpf gewölbt, gelb oder weiß. St. dünn, gelblich oder blaß⸗ weißlich, 
abwärts weißzottig. L. angewachſen, etwas bauchig. Auf tantfisen 
Grasplätzen, im S. und H. Liniirter H. M. lineata. 8 


30. St. fadendünn, bis über fingerlang, weißlich, ſchmutzigblaß oder gebräunt, 


glatt, mit haarigem Wurzelfortſatze. Hut anfangs kegelförmig, dann 
etwas glockig, kaum bis über 0,01 m. breit, grau, graubraun, bräunlich, 
ſehr ſelten weiß. L. weiß, frei, etwas bauchig, dicht. Ein in Farbe 
und Größe ſehr veränderlicher, im Spät-⸗S. und H., auf feuchtem Wald⸗ 
boden oder auf ſchattigen Grasplätzen, ſehr häufiger Pilz. Faden⸗ 
ſtieliger H. M. filopes. 8 
— meiſt nicht fadenförmig und meiſt wurzellos. Hut meiſt weiß, roſa 
oder bläulich. L. angeheftet oder angewachſen. 31. X 


31. Hut violett⸗röthlich, kegelförmig. St. fadendünn oder dicker, ſtreifig ge⸗ 


furcht, abwärts verdickt, braunviolett. L. blaßgrau, vorn breit. In 
feuchten Wäldern, im H., faſt ſelten. Veilchen ⸗H. M. janthina. 
— meiſt glockig oder halbkugelig. St. nicht gefurcht. L. reinweiß, 15 
lich oder bläulich. 32. 


32 N. bauchig, breit, hinten ausgeſchnitten, aderig verbunden, blaſſer als der u 


* 


Hut, oft weißlich. Hut bis über thalerbreit, etwas fleiſchig, 110 roſa 
oder bläulich, ſelten gelb oder gebräunt. St. 0,03 0,1 m. hoch, 0 „002 — 
0,006 m. dick, abwärts etwas verdickt, kahl, am Grunde zottig, blaß. 
Ueberall in Wäldern, im S. und H. Geruch nach Rettig. Reiner 
H. M. pura. 2 
— ſchmal, linienförmig. Geruchlos. 33. 


8 33. Hut etwas fleiſchig, halbkugelig, bis thalerbreit, weiß, oft mit gebrännter | 


oder röthlicher Mitte. St. feinſchuppig, weißlich oder weißröthlich, 99 
L. angewachſen, weiß. In Laub- und Nadelwäldern, ſelten. 3 ep hn „ 
H. M. Zephyrus. 

— häutig, nur pfennigbreit. St. kahl. 34. 


34. 05 anfangs kegelig, ſelten weiß, meiſt roſa, gelb oder grünlich. St. Safer 


35. Hut oder auch der St. behaart, Hut anfangs glodig, dann ange, | 


L. hakig angewachſen. In feuchten Gebirgswäldern, ſelten. Schöner 

5. M. Adonis. 
— von Anfang an gewölbt, weißlich, mit gelblichem Nabel. St. weiß 
oder blaß, weißlich, ſchlank. L. angewachſen, weitläufig. Beſonders 
in Nadelwäldern, im H., nicht ſelten. Milchweiß er H. M. 1 y 


Auf Grasplätzen, fiehe 29. 


ziemlich fleiſchig. 36. 
— und St. kahl, letzterer höchſtens flockig bereift oder am Grant 
faſerig. Hut anfangs kegelförmig, faſt häutig. 37. 


3 5 zütblicbraun oder e abblaſſend gelb. 


3 N, angeheftet, dann frei. In Wäldern, zwiſchen Laub 


= behaart, l no graugelb, el St. rauhhaarig, 
braun, am Grunde knollig und mit Wurzel fortſatz. L. weiß, dann grau 
oder roſa. In Wäldern, nicht häufig. Behaarter H. M. pubescens. 


Hut meift grau oder bräunlich, oft rothfleckig, etwas gefurcht. St, fein⸗ 

u furchig geftreift, etwas ſilberglänzend, dem Hute meiſt e 

und lang mit ſteifhaariger brauner Wurzel, oft gedreht. L. faſt frei, 
meiſt grau werdend. In Wäldern, meiſt am Grunde alter (Haſel⸗ 
Stämme, vom September bis December, häufig. Rillſtieliger 5 

M. polygrammus. 

St. eben. 38. 


Mr 28 St. weiß, dünn, flockig bereift, mit auffällig langer gekrümmter Wurzel. 
Hut wenig über pfennigbreit, gelblich oder rothbräunlich. L. weiß, dick, 
vorn ſpitz. An alten Laubhölzern, ſehr ſelten. Lang ſchwänzig er H. 

M. raeborhizus. 


5 2 St. blaß, grau, gelbgrau oder braun, nackt. 39. 


39. Hut blaßbraun oder graubraun, wurzelig. St. grau oder bräunlich. © 
hinten aus geſchnitten, vorn bauchig, ſehr breit, graugrün. Beſ. 
855 an alten Fichtenſtämmen, im Spät⸗S. und H., selten. Ausſchnittl⸗ 
VM. excisa 

. Hut grau, gelbgrau, bräunlich oder blaß, oft thalerbreit und darüber. St. 
5 bis über fingerhoch, blaſſer als der Hut. L. meiſt hakig angeheftet, weiß, 
Ex dann roſa oder grau. Gemein, das ganze Jahr, auf feuchter Erde, bef. 
aber an alten Baumſtämmen. Wahrer H. M. galericulat a. 


9 Als Abarten dieſer in Farbe und Größe mannigfaltigen Species 
var. parabolica in Nadelwäldern, der Hut mit ſchwärzlicher Mitte 
und bläulichweißem Rande; var. hiemalis an Laubſtämmen mit 
klebrigem Hute; var. laevigata in Nadelwäldern, mit reinweißem, 
halbkugeligem Hute. 


78. Glaskopf. Hygrocybe. 
(Unſchädliche aber ungenießbare Pilze.) 


1. Ale Theile im Bruche tintenartig ſich ſchwärzend. Hut koniſch, end⸗ 
lich ausgebreitet, ausgeſchweift, 0,03 —0,os m. breit, klebrig, gelb, gelbgrau, 

drange, dottergelb, braun⸗ oder ſcharlachroth. St. fingerhoch, bleiſtiftdick, 5 
gelb, geſtreift, oft gedreht. Im Graſe, an Hügeln, Dämmen u. ſ. w., im 
= 8 und H., ſehr sn 5 Gl. H. conica. N 


been angewachſen, oft 5 etwas herablaufend. Auf Gras⸗ und Moos⸗ 
a nur angeheftet oder ganz frei. 6. 

5 gelbbräunlic, L. dünn, ſtets herablaufend. 7. 

ö nic oder roth. L. dick, ſelten etwas herablaufend. 4. 


t. kahl, glatt und eben, kaſtanienbraun, oberhalb blaß. L. weiß, 
Vom Auguſt bis Oktober. Zu ſa m⸗ 2 5 


5 5 Alle Tbeile gelb oder grünlich. Hut nie e oe be 
St. gerundet, glatt und eben, im Spät⸗S. Hier H. 


— — gelb (nie grün) oder ſcharlachroth. 6. 9 
5. Grünlich, dann gelb. Nicht ſelten. Papageigrünlicher Gl. H. 
psittacina. 57 


100 etwas zähe. L. oft etwas herablaufend, breit, dreieckig. Säufig, 
Wachs⸗ Gl. H. cerace a. 


6. Hut glatt und kahl, 0,01 —0,02 m. breit, nicht klebrig. L. aderig im Grunde 
2 verbunden. Im H., häufig. Scharlachrother Gl. H. coccinea. 
Hut flockig⸗feinſchuppig, 0,01 0,06 m. breit, feucht klebrig. L. nicht aeg 

verbunden. Beſonders auf Graswegen in Wäldern. Im S. und H., 

häufig. Mennigrother Gl. H. miniata. Aendert mannichfach ab 

und kommt auch vor mit nacktem, ſpitzgenabeltem Hute. % 


7. Hut trocken ochergelb, glanzlos, gebrechlich. L. röthlich, dann gelbgrau. 
Gebrechlicher Gl. H. fragilis. 93 


— nicht verblaſſend, glänzend, zähe. L. blaß, weißlich, röthlich oder grau. 
Freudiger Gl. H. Iaet a. 7 


5 8. Hut trocken, bag ſchuppig werdend, graubraun, bis handbreit. St. 0,02 m. 
Bee hoch, dick, bauchig, grau. L. weißlich, dann grau. Geruch ſtechend. Im 


5 Graſe, im S. und H., nicht häufig. Mäuſegrauer Gl. H. mu- 
rina ce a. 


— ſchmierig⸗klebrig, glatt wie der St., gelb oder roth. 9. 


9. Hut und St. orangegelb, anfangs durch grauen Kleberüberzug N6mufarkig. 
n L. bräunlich mit rother Schneide. In Wäldern, im Spät⸗S 1 
Schmutziger Gl. H. squali da. 

— — meiſt ſcharlach- oder blutroth, bis handbreit, glockig. St. oft gelbe 
lich. L. gelb oder roth, angeheftet, weitläufig, ſehr breit. Auf Gras⸗ 
und Moosplätzen, im H., nicht zu ſelten. Hochrother Gl. H. pu- 
nice a. 


79. Schwindpilz. Marasmius. 
(Unſchädliche Pilze.) 


1. St. ſammt⸗ oder faſerhaarig oder flockig bekleidet, borſtendünn. 2. 
— ganz kahl, glatt und glänzend, borſtendünn oder dicker“). 5. 


2. Zumeiſt auf abgefallenen Blättern oder Nadeln oder an Graswurzeln. 9. 
weiß, angeheftet. 4. | 
An morſchen Stämmen, Zweigen oder Stengeln. L. weiß oder zer 

angewachſen oder angeheftet. 3. 


3. L. hinten ringförmig verbunden angewachſen, röthlich, dann gelblich. St. 
kaſtanienbraun. Hut röthlich⸗ oder gelblichbraun. Unangenehmer Geruch. 
Im Spät⸗S., ſelten. Stinkender Schw. M. foetidus. Bas 


— — nicht verbunden, zahlreich, weißlich. St. feinfaſerig, rauh, Sn, 
gelbbräunlich. Hut anfangs kegelförmig, dann flach, genabelt, 1 


5 Iſt der Stiel blos beſtäubt, oder iſt er am Grunde knollig verdickt, 97 0 ji 
Kon conigenus und tuberosa. 1° a 


5 Pe tur etwas faſerig⸗riſſig, faſt gezont. An Wurzeln, Gras⸗ 
ſtengeln, häufig a Grasplätzen, an Wegen, im S. und 9. Stengel⸗ 
bewohnender Schw. M. stipitarius. 


A breit angewachſen, dreieckig, faſt herablaufend, weiß. St. oberhalb ver⸗ 
dickt und blaß, flockig bereift. Hut weißlich, ſtrahlig⸗faltig. Auch auf 
ER altem Laub zuweilen, nicht häufig. M. Vaillant ii. 


4. Hut reinweiß. St. kaſtanienbraun, oberwärts weißlich. L. wenige (nur 
6-10.) Geruchlos. Auf Blättern und Stielen, häufig, im H. Laub⸗ 
freund⸗Schw. M. epiphyllus. 


— bräunlichweiß, runzelig, flach. St. ſchwarzbraun. L. zahlreich, dicht. 
Uebelriechend. Nur auf Tannennadeln, nicht zu häufig, das ganze Jahr. 
Durchbohrender Schw. M. perfor ans. 


5, L. weitläufig, hinten ringhäutig verbunden, fo daß die Stielſpitze wie von 
einem Halsbande umgeben iſt. Hut ſtrahlig gefaltet, erbſen⸗ bis pfennig⸗ 
groß, weiß. St. 0,02 —0,oũ8 m. hoch, braunſchwarz. Am Grunde alter 
Bäume, an faulenden Aeſten und Blättern, in Gärten und Wäldern, 
vom Fr. an, ſehr häufig. (Fig. 37a). Rädchenpilz. M. Ro tula. 


L. iſt halsbandartig hinten verbunden. 6. 


6. Nur auf Blättern oder Nadekn, einzeln oder truppweiſe. Hut weißlich-braun⸗ 
röthlich, genabelt, ſtrahlig⸗ geſtreift. St. borſtendünn, ſchwarz, bis klein⸗ 
fingerhoch. L. weißröthlich. Sehr häufig, beſonders im S. und H. 

Schild⸗Schw. M. androsaceus. 


kr An Stengeln, Stämmen oder auf der Erde. L. weiß. 7. 


„St. weiß, nur unterwärts bräunlich, voll, noch nicht ſtecknadelhoch, beſtäubt. a 
Oft der ganze Pilz weißlich. An. modernden Aeſten in Wäldern, ſehr 
häufig, im Fr., S. und H. Aſt⸗Schw. M. ramealis. 


braun, rothbraun, höher und ſtärker, glänzend. 8. 


ER a. angeheftet oder faft ganz frei. Hut weißlich. St. bis finger- 
hoch. Geruchlos. Auf graſigen waldigen Orten, meiſt an Stengeln oder 
Graswurzeln, nicht häufig. Schönfuß-Schw. M. calopus. 

L. ganzrandig, angewachſen, aderig verbunden, trocken, kraus. Hut etwa 
pfenniggroß, auch darüber, rothbräunlich, abblaſſend weiß⸗bräunlich, trocken 
runzelig und verbogen, mit zähem dünnem Fleiſche. St. meiſt kleinfinger⸗ 
hoch und kaum ſchwefelholzdick, zähe, röhrig hohl. Geſchmack ſtark nach 
Knoblauch, weshalb dieſer Pilz gern in der Küche Gum Hammelfleiſche) 
verwendet wird. Zwiſchen kurzem Graſe an Wegen, in Wäldern, an 


Hügeln u. |. w., truppweiſe oder büſchelig, überall gemein, im Spät⸗S. 
und H. WMouſſeron, Lauchpilz. M. scorodonius. & 
1 „ — EEE EEE EEE 8 


80. Pfennigpilz. Collybia. 
i (Faſt durchweg unſchädliche und zum Theil wohlſchmeckende Pilze.) 
L. aſchgrau. Hut ſchwarz, ſchwärzlich, grau oder graubraun. Selten. 2. 
E andersfarbig. Hut weder ſchwarz noch ſchwärzlich. 5. 


L. angewachſen. Hut etwa pfenniggroß. 3. 


[ frei oder faſt frei. Hut thalergroß und darüber. Auf Grass und 
f . 4. 
25 8 


3. Hut glänzend, tiefſchwarz, trocken braun. S e pfl. 65 N 


— matt, grau oder graubraun, trocken ſehr abblaſſend. In Nadelwäldern 
auf Brandſtellen. Kohlen-Pf. C. anthracophila. f 


4. Hut graubraun oder grau, abblaſſend. L. weitläufig, breit. Mäu N er 

grauer Pf. C. murina. i 

— ſchwärzlich mit weißlichem Rande, dann graugelbgrünlich. L. dicht, fömal, # 
ganz frei. Geflechtfüßiger Pf. C. plexipes. 


5. Stiel kahl und geglättet, meiſt mattglänzend (höchſtens zart bereift oder am 
Grunde filzig und faſerig), oft lang faſerwurzelig, aber nie mit rüben⸗ 
artiger Spindelwurzel. L. weiß, weißlich (ſelten gelblich.) Hut kahl, 
kaum über thalergroß. Faſt ſämmtlich wohlriechend und wohlſchmeckend. 
Trupp⸗ oder heerdenweiſe. 6. 

— mit Filz, Flocken, Fafern oder Schuppen bekleidet; oder nackt, aber dann 
derb und entweder bauchig oder gerillt oder geſtreift oder mit 
feſter Spindelwurzel, oder es ſind die L. beſtimmt gefärbt, oder 
der Hut iſt bis handbreit und zugleich klebrig und ſammthaarig. 15. 


6. N pfenniggroßer Hut. St. ſehr ſchlank, kaum ſtopfnadeldünn, fein⸗ 
röhrig. 1 
Hut größer, Stiel dicker. 9. 
7. Hut weiß. 8. 
— brangengelbbräunlich, oft nur erbſengroß. St. voll, etwa ſtecnadelhoch 
An abgefallenen Zweigen u. ſ. w., faſt ſelten. Nagel⸗Pf. C. Clavus. 
— bräunlich, lehmfarbig, abblaſſend gelblich. Stiel dem Hute gleichfarbig, 
oberhalb ſehr blaß. L. etwa 0,001 m. breit, dicht, weiß oder ſchmutzigweiß, 
äußerſt fein gekerbt. Häufig, an lichten Waldſtellen, vom Frühling an. 
Zäher Pf. C. tenacella. & 


8. Durchweg reinweiß. St. ſtecknadelhoch und ⸗dünn, ſehr verbogen. Am 
Grunde alter Stämme im Mooſe. Moos- Pf. C. muscigena. 
Hut bald mit gelb⸗ oder braungefärbtem Scheitel. St. höher, fädig, ge⸗ 
bräunt. L. ſchmal, dicht. Nicht häufig, im Herbſt. In Wäldern, zwiſchen 
Laub, an Wegen u. ſ. w. Augenfleckiger Pf. C. ocellata. 


9. L. verhältnißmäßig ſchmal (kaum ſo breit als der Stiel) geſägt oder ganz⸗ 
randig, weißlich, gelb oder röthlich. 10. 
— breit (breiter als der Stiel) oft bauchig, meiſt weitläufig, gangeonbig, 
reinweiß, weißlich oder nur vergilbend. 12. 


10. L. weißlich, fleiſchröthlich werdend. Hut fleiſchroth, trocken weißlich, 9002 
0,1 m. breit. St. rothbraun, ſchlank, am Grunde filzig, wurzelnd. Be⸗ 
ſonders am Grunde alter Stämme in Wäldern, im S. und H. Ge⸗ 
häufter Pf. C. acer vata. 

— nicht röthlich werdend. 11. 

11. Hut weiß, ochergelblich, wäſſerig, trocken blaß oder weißlich mit gefzeifte 
Rande. St. ſchlank oder gedrungen, gelbbräunlich, am Grunde faſerig 
L. dicht, geſägt, aderig verbunden, weißlich oder blaß. Auf Grasplätzen 
und in Wäldern, im Spät⸗S. Wäſſeriger Pf. C. aquos a. 

— über thalergroß, dünn und weiß⸗fleiſchig, oft etwas verbogen oder ie⸗ 
dergedrückt, gelblich, bräunlich, grau, röthlich, weißlich und auch i in aller 
Miſchungen dieſer Farben, trocken ſehr ausblaſſend. St. am häufigſten 
gelbgrau, röthlich, gelb, rothbräunlich, weich anzufühlen, innen un 


en 


beide denn belle 1 kopfl 0,002 0,1 m. dick, am Grunde oft über finger- 
a 2 knollig aufgedunſen. L ſchmal und dicht, weißlich (bei einer Ab⸗ 
art mit ochergelblichem Hut und St. werden ſie häufig gelb), frei oder 
faſt frei, geſägt oder ganzrandig, oft aderig verbunden. Ueberall in 
oe kmälbern zwiſchen modernden Blättern, Moos u. ſ. w., ſehr gemein 
And reich an Spielarten, vom Frühling an. Waldfreund⸗ Pf. U. 
Adrxyophila. N 
2. Stiel röhrig, aber innen mit ſeidigen Zotten ausgefüllt. Hut meiſt leder⸗ 
röthlich oder weißlich. St. dunkelrothbraun, etwas flatterig und am 
Grunde geſchwollen. L. aderig verbunden, weißlich (häufig habe ich eine 
Abart mit alsbald citrongelb werdenden und nicht aderig verbundenen 
5 L. var. citrinella gefunden). In Laubwäldern, unter Hecken, beſonders 
am Grunde alter Stämme, ziemlich häufig. Rothfuß-Pf. C. 

er ythro pus. & 

— röhrig, innen nicht mit ſolchen Zotten ausgekleidet. 13. 


3. Hut nie reinweiß. L. angeheftet, oft ziemlich dicht. 14. 


— weiß, oft kreideweiß oder weißgelblich, etwa thalergroß, am meiſt etwas 
genabeltem Scheitel oft bräunlich. Stiel blaß, abwärts meiſt gelblich 
oder gebräunt, am Grunde zartfilzig, ſteif, 0,02 m. bis fingerlang. 

L. frei, blaß, bauchig, hinten gerundet, weitläufig, am Grunde meiſt 
aaderig verbunden. An Hügeln, Wegrändern, zwiſchen kurzem Graſe, 
truppweiſe im S. und H., ſehr häufig. Hügeling. C. collin a. & 


4. Stiel mit langhin kriechender, ausläuferartiger Wurzel. Hut grau oder 
bräunlich. Sehr ſelten, in Gebirgen. Ausläuferpilz. C. stolo- 
ee nıtera. 

— mit nicht kriechender Wurzel. Hut O0,0ı—0,03 m. breit, ochergelblich, gelb- 
braun oder rothbraun. Stiel faſt kahl, von der Farbe des Hutes, di m. 
hoch. L. weißlich. Geſchmack bitterlich, oft von mir gallbitter gefun⸗ 

N den. In Nadelwäldern, in Haiden, an Wegen, auf trockenen Plätzen, 
aan Hügeln u. ſ. w., vom Frühling an, ziemlich häufig. Vielfach unter 
f dem Namen „Krösling“ bekannt. Wegen der Bitterkeit kaum eßbar. 
| Eßbarer Pf. C. esculent a. & 

5. Geſchmack brennend ſcharf oder ſtark nach Knoblauch. Nicht häufig. 16. 

Et fehlt ganz oder ift ſchwach und anders. 17. 


6. Geſchmack ſcharf brennend. Hut chocoladenfarbig, rehbraun oder röthlich⸗ 
braun, meiſt weißfaſerig, meiſt thalerbreit. Stiel innen und außen 
blaſſer, oft if ſabellfarbig, voll, 12 fingerhoch, ſchwefelholz- bis bleiſtiftdick, 
faſerig oder zottig überfleibet, L. gelblich, dann gelbbraun, ganzrandig, 
ſchmal, etwas weitläufig. In lichten Wäldern, Parkanlagen, zwiſchen 
Moos oder Gras, truppweiſe, häufig, im S. und H. Brand- Pf 
C. urens. T () 

E nach Knoblauch. Hut ſchmutziggelb, ſehr ausblaſſend. Stiel etwa 
ſchwefelholzdick, bis fingerhoch, rothbraun, zart behaart. L. weitläufig, 

gelb, abblaſſend. In Wäldern. Zwiebel⸗Pf. C. porrea. & 


7. Stiel blaß, meiſt weiß, voll, bis über ſeine Mitte herauf oder durchweg 
75 gelb- oder weißfilzig berindet, etwa 0,03 m. dick und bis fingerhoch. 18. 


78 — mit andersfarbigem Filze, oder ſolcher nur am Grunde oder der Stiel 
iiſt kahl oder nur weißbereift. 20. 


L. find oder weder braun oder doch bräunlich oder doch rothbräunlich. 
an en gemein. 19. 


V. bleiben blaß, weißlich 555 blaßgelbüch, ſelten röthlich breit, frei, weit 
Br läufig. Hut lederfarbig, fleiſchig, ſtumpf genabelt, kegelförmig mit ein 
gebogenem Rande, dann ausgebreitet und oft flatterig, oft über th aler 
groß. Stiel weiß, nur oberhalb kahl, oft durchweg rauhzoklig berindet 

Von lieblichem Geſchmacke und Geruche, wird allerorten verſpeiſt unte 

dem Namen „Krösling“ oder „Mouſſeron.“ Ueberall ganz gemein a 

allen Grasplätzen, auf Wieſen, an Wegen u. ſ. w., truppweiſe, von 
Frühling an (Fig. 38a). Echter Krösling, Herbſtmouſſero 0 

C. ore ad es. — ae 


19. Stiel blaß, durchweg weißfilzig, (charakteriſtiſch breitgedrückt.) In Laub 
wäldern zwiſchen abgefallenem Laube, ſelten. Breitfuß. C. plan cus 


— gelb, dann braun, oberhalb nur rauhrindig, abwärts mit auffällig dickem 
Paten gelbem oder weißlichem Filze. Hut meiſt gelbbräunlich, grubig 
ſchmal, bald rothbräunlich. In Wäldern zwiſchen altem Laube, i 
5, nicht. Stiefelpilz. C. peronata. 


werden gelblich bis dottergelb. Hut bis handbreit, oft ausgeſchweif 

braun oft fuchsroth, am Rande meiſt matt orange, klebrig, innen gelb 
lich oder gelbröthlich. Stiel bis fingerhoch, bleiftift- bis Fee zi 
metfarbig oder braunſchwärzlich, ſammethaarig bekleidet. Büſchelig g 0 
häuft an alten Laubbäumen, an deren Grunde oder oberwärts, da 
ganze Jahr, beſonders im Spät⸗H. bis in den Winter, ſehr häuft 
Sammtſtiel. C. velutipes. 


— weißlich oder geröthet, oft rothprickelig. 21. 


21. Paraſitiſch 9 Fichtenzapfen, moderndem Laube u. ſ. w. Hut etwa pfennig 
groß. Stiel fädig. 22. 
Nicht an abgefallenen Pflanzentheilen. Hut und Stiel Feber und größer 
Große Arten. 24. 


22. An abgefallenen Zapfen, Aeſten oder Nadeln von Nadelbäumen. Hut bi 
über pfenniggroß, weißlich, graugelblich oder gebräunt; Stiel ebenſo bi 
kleinfingerlang, beſtäubt. L. dicht, ſchmal. Zapfen⸗Pf. 0. conigenu 


An Halmen, Stielen, Blättern, Moofen u. ſ. w. 23. 


23. An Mooſen und größern Hutpilzen, Blättern u. ſ. w. Durchweg wei 
Hut nicht pfenniggroß, Stiel etwa 0,01 m. hoch, am Grunde dick⸗ u 
hartknollig. Knollen⸗Pf. C. tuber os a. 

Beſonders an Grastheilen. Hut pfenniggroß, weißlich; Stiel bis kleinfinge 
hoch, braun, faſerig bekleidet. Sehr ſelten. Siehe Mar as miu 
stipit ar ius. 


24. Stiel rothbraun, wenn auch an ſeiner Spitze blaß, und unterbatb n 
fleckig oder ſtrichweiſe rothbraun. 25. 


— gelbbräunlich, gelbgrünlich, blaßgrau oder graubrä unlich 30. 


25. Stiel röhrig⸗hohl. Durchweg zottig oder doch am Grunde filzig bekleide 
gleichdick, oder wenig verdünnt nach oben, oder breitgedrückt, wenigſter 
nie bauchig. L. ganzrandig. 26. 
— voll, allenfalls ſpäter etwas hohl; meiſt ſichtlich bauchig. . weit g 
zähnt oder gekerbt. 28. 
26. Hut (0,01 0,02 m. breit) und Stiel (unterhalb rothzottig) burkurbran 
L. rothbräunlich, angeheftet. Selten. Purpur brauner Eu 1 
fusco- purpurea. 


4 
ar 


Hut trocken weißlich oder blaß, feucht röthlich oder bräunlich. L. frei. 27. 
. St. kahl, nur mit gelb⸗ oder rothfilzigem Grunde. L. weiß, dann röthlich. 11. 
E breitgedrückt, bereift und weißzottig, oft Mehrere am Grunde ver⸗ 
wiachſen. L. weiß, nicht ſich röthend. Ziemlich häufig. Vereinigungs⸗ 
= Pf. C. confluens. 


„Feſtes, weißes, wohlſchmeckendes Fleiſch. St. meiſt bauchig, mit fpindel- 


artiger feſter, derber Wurzel. 29. 
Fleiſch weich, ſchwammig. Hut fettglänzend braun oder weißlich, oft zottig. 
L. weiß. Selten. Butteriger Pf. C. butyracea. 


„Hut blaß, faſt weißlich, mit rothbraunen Flecken, höchſtens feucht. Stiel 
von gleicher Färbung. Fleckenpilz. C. maculata. 

— nicht ſo gefleckt, meiſt rothbraun, kaſtanienbraun, aber auch blaſſer, oft 
klebrig. Stiel auffällig dickbauchig und mit feſter langer Spindelwurzel, 
meiſt kahl. L. breit, dicht, aderig verbunden, gezähnt oder gekerbt, 
weißlich oder gelbgraubräunlich. Innen feſt und weiß. Büſchelweiſe 
aam Grunde alter Bäume, Baumpfähle u. ſ. w. Gemein, im S. und 
H. (Fig. 38b.) Dickfuß. C. crassipes (fusipes.) & 


. Hut ſammthaarig, handbreit und darüber, gelbbräunlich oder graubraun. 
Stiel ſteifgerade, handlang, zottig⸗ſammthaarig, blaß, meiſt matt orange⸗ 

bräunlich, mit langer Spindelwurzel. Auf lichten Waldplätzen, ziemlich 

vereinzelt, nicht zu häufig. Langfuß. C. longipes. 

— höchſtens faſerig. Am Grunde alter Baumſtämme. 31. 


Stiel gedreht, handlang bis 0,4 m. lang, ſtarr, faſerig, meiſt blaß gelb- 
grau, mit langer Spindelwurzel. Hut klebrig, längsgrubig und fein⸗ 

runzelig, graugelb, gelb, gelbgrün, weich, innen weiß. L. nicht zu dicht, 
fingerbreit, dick. Ziemlich häufig, im S. und H. Wurzelpilz. C. 
kradicans. i 
— nicht gedreht; Hut nicht klebrig. 32. 


Lamellen weitläufig, fingerbreit, etwas angeheftet. Hut grau oder düſter⸗ 
braun, weißlich werdend. Stiel fingerhoch und »dick, voll, mit abge⸗ 
5% biſſener Wurzel. Vereinzelt. Breitblatt Pf. C. platyphylla. 
— dicht, ſchmal, frei. Hut meiſt gelbgrau, abblaſſend. Stiel hohlröhrig, etwa 
O0, m. hoch. Zwiſchen altem Laube, ſelten. Zeichenloſer Pf. 

. asema. 


81. Garnelenpilz. Camarophyllus. 


= (Unſchädliche, zum Theil eßbare Pilze.) 

Alle Theile reinweiß oder wäſſerig weiß, ſpäter oft vergilbend, Hut glockig, 
dann ausgebreitet und oft eingedrückt, nicht ſelten riſſig gefeldert, 0,01 — 
‚0,06 m. breit. Stiel meiſt bleiſtiftdick, 0,02 —0,06 m. hoch, voll. L. dick, 
ſehr weitläufig. Im Graſe, auf Wieſen, Triften u. ſ. w., im H., ganz 
gemein. Jungfernpilz. C. virgineus. & 

Eine kleinere Art hat einen röhrig⸗hohlen Stiel und iſt zäher var. ni- 
vea (Schneeling.) 

t alle Theile weiß. 2. 


24 


2. Stiel! grau, bis na: und dick, anfangs voll. L. dra 1 0 uli 
werdend. 3. 8 


— weißlich, gelblich oder gelbgrau. 4. 


3. Hut blauſchwärzlich, bis O,0g m. breit, ausgebreitet, fleiſchig aber gchlecht 
L. weiß, dann grau. In Wäldern, im H. Selten. Ziegen⸗G. 5 e 
prinus. & 

— braun, über thalerbreit, kegelförmig, daun ausgebreitet, senabelk, oft! 
feinſchuppig, dünnfleiſchig. L. blaßgrau oder gebräunt. Geruch und Ge⸗ - 
ſchmack angenehm nach 705 Mehle. Auf Gras⸗ und e in n 
H., nicht ſelten. Schaf-G. C. ovinus. & Be 


4. Hut klebrig, gelbgrau, etwa thalerbreit. St. e röhrig⸗hohl, glatt. L. 
weißlich. In Nadelwäldern, im Spät⸗S., ſelten. Gewäſſerter ©. 
C. irrigatus. & 
— feucht oder trocken, gelb oder orange, derbfleiſchig, thaler- bis barten 
gebuckelt, dann eingedrückt. St. voll. 5. 


5. Hut orange, fädig, oft riſſig. St. blaſſer, geſtreift, feinſchuppig. In gan, 
wäldern, im Spät⸗S. oder Herbft, ſelten. Hain-G. C. nemoreus. 

— ledergelb-röthlich oder orange, abblaſſend. St. blaſſer, nackt und glatt, 
abwärts verdünnt. Geruch und Geſchmack angenehm. Im Graſe, beſor 
ders auf offenen Plätzen, nicht ſelten. Wieſen-G. C. Pre 


82. Schnecken pilz. Limacium. 
(Theils eßbare, theils verdächtige, theils unſchädliche oder geschehe Pilze. 


1. Stiel mit goldgelben oder purpurrothen Flocken, welche oberhalb ſogar ring 
förmig gehäuft ſind. L. weiß, mit entweder anfangs gelbflockiger oder Bu 
purrother Schneide. Im H., ſelten. 2. 
Stiel und L. nicht ſo. 3. 


2. Hut über thalerbreit, weißlich, klebrig, gelbflockig. St. bis fingerdick, mi 
gelbflockigem Ringe. L. dünn, kraus, anfangs am Rande gelbflockig. Un 

ter Geſträuch in Buchenwäldern. Goldlockiger Sch. L. W 
don (7). 
Hut noch breiter, weißlich oder blutroth, kleinſchuppig, mit purpurfarbigen . 
Scheitel, am Rande anfangs filzig. St. weiß, purpurſchuppig. L. weiß 

am Rande purpurroth. In Laub⸗ und Nadelwäldern. Purparforbige 
Sch. L. purpurascens. 


3. Hut grau, braun oder graugelbbraun; oder doch die L. nicht gelb, baden 
weiß oder grau. 4. 
— weiß oder gelb, ebenſo die L. weiß oder gelb. 8. 
4. L. weiß, dann aſchgrau, dünn, herablaufend. Hut fleiſchig, feucht, dichcht 3 
mig und klebrig, gelbbraun, oft faſt gelb, oder dunkelbraun, beſonders a 
dem genabelten Scheitel. St. fingerhoch, bis 0,01 m. dick, voll, faſerſchup 9 
gelbbraun, ſchmierig⸗klebrig. Unter Gebüſch in Laubwäldern, im Spät⸗S 
und H., nicht zu häufig. Wahrer⸗Sch. L. limacinum. , 
— weiß, St. nicht ſchmierig, meiſt trocken. 5. 
5. Hut und St. ſchwarzfädig oder -ſchuppig, oder mit klebrigen Wagen. 
L. weitläufig, dünn. 
— kahl und eben. In Nadelwäldern. 7. 


* 


ii 
1 
7 


5 ab € St. e mit ſcbwärzlicen Faſern oder Schüppchen, "selten 
kahl, pfennig⸗ bis thalerbreit, wenig fleiſchig. St. dünn, etwa fingerhoch, 
voll. Auf waldigen Moosplätzen, Aug. bis Decbr., faſt ſelten. Grau⸗ 

8 weißer Sch. L. thephroleucum. 
x — bleigrau mit braunem Scheitel, mit klebrigen Warzen und meiſt riffig, 
fleiſchig, bis 0,1 m. breit. St. weiß, verbogen, mit ſchwarzen Warzen. 

ne In Nadelwäldern, im H. Pockiger Sch. L. pustulatum. 

Abart iſt beſ. var. agathosma mit weißſchuppigem Stiel und Anis⸗ 

f geruch. 

7. Hut olivenbraun, abblaſſend. St. weißlich, braunfleckig, oberhalb kahl. Ge⸗ 

h a faſt angenehm. In Nadelwäldern. Olivenbraunweißer 

Sch. L. olivaceo- album. 

braun oder graubraun, trocken meiſt grau, am Rande anfangs weiß⸗ 

flockig. St. weiß, Dan L. dick, weitläufig, etwas herablaufend. Ge⸗ 
ſchmack ſchleimig. Im S. und H., faſt häufig. Braun weißer Sch. 
fusco- album. 


8. Stiel voll. Weder Hut noch St. reinweiß. Hut meiſt genabelt und ein⸗ 
£ gedrückt. 9. 
en — ſpäter hohl. Meiſt alle Theile reinweiß. Hut am Rande anfangs flockig 
oder zottig, klebrig, bis weit über thalerbreit. St. über fingerhoch, bis 
Oel m. dick, meiſt verbogen, beſ. an der Spitze feinſchuppig. L. . 
fig, dick, wenig herablaufend. Geruch und Geſchmack angenehm. Beſ. 
Laubwäldern, im H., häufig. Knochenweißer Sch. L. b 
neum # 
Abarten bei. in Nadelwäldern find var. Cossus mit gelblichem Hute, 
55 nacktem Rande, längerem St. und ekelhaftem Geruche; var. lutescens 
95 mit durchweg gelblichen Theilen; var. pudorina mit röthlichgelbem 
15 Hute und weißem St. und L. 


9. Hut blaß fahlgelblich mit roſtbräunlichem Scheitel. St. blaß, weißflockig, 
voll, kaum bis fingerhoch. L. dünn, blaß. In Nadelwäldern, ſelten. 
NL Scheibiger Sch. L. discoideum. & 

E thalerbreit und darüber, oft trichterig eingedrückt, gelb oder gelbbräunlich, 

1 anfangs von olivenbraunem Kleber überzogen. St. gelblich oder ſchwefel— 

gelb, bis über fingerhoch und bis 0,01 m. dick, voll, ſchleimig⸗klebrig, an⸗ 

fangs beringt. L. wenig herablaufend, gelblich oder ſchwefelgelb. Beſ. 

in Nadelwäldern, vom Sept. bis Dec., häufig. Schwefelgelber Sch. 
L. hypothej um. 


83. Trichterling. Clitoeybe. 
(Unſchädliche, zum Theil eßbare Pilze.) 


45 8. gran, oder (dem Hute gleichfarbig) ſchmutzfarbig⸗gelbgrau. Hut 
Be auch meiſt grau, gelbgrau oder ſchmutzig⸗farbig. 2. 


— anders gefärbt oder weiß. 11. 


125 en ſehr groß, über handbreit, nicht vertieft. Nur in Nadelwäldern, ſehr 
Inn elten. > 


er nie bis handbreit, oft ſehr klein, meiſt trichterförmig vertieft. 
32 Hut en mit gelbbräunlichem Scheitel, abblaſſend. Stiel 195 finger⸗ 


ER 


11. Starker Geruch nach Anis. Weißlich oder grünlich. Auf der Erde in 


5 boch, baußzenb ic voll, hellgrau, kleiig und 1 L. über gebe 
0 Bleiartiger . mo ly bdina. MR 
— grau oder gelbbräunlich, abblaſſend grauweißlich. St. w. d. v., oben. ; 
weiß und kahl. L. ſchmäler. Anſehnlicher T. C. ampla. 


. 4. Hut düſter umbrabraun⸗ſchwarz, ausblaſſend braun, trichterförmig mit bie 1 


tem Rande, pfennig⸗ bis thalerbreit. St. bis über fingerhoch und bis über 
bleiſtiftdick, aber aufwärts verdünnt, oft runzelig, faferig grau, abblaſſend 
gelbgrau. L. aderig verbunden. Zwiſchen Moos oder Gras auf 11 0 N 
Waldſtellen oder in Parkanlagen, auch auf Wieſen, ziemlich häufig. 
Becherling. C. cyathifor mus. 
Eine grau⸗ oder braunſchwärzliche Art mit nicht verdünntem Hute 7 
ſiehe die Gattung Omphalia. 


— heller. 5. 


5. Stiel fädig, kaum 0,001 m. dick und ſtecknadelhoch. Hut bräunlich oder roth⸗ 
braun, etwa pfenniggroß, bald trichterförmig. An Wegen, in Gärten, auf 
Triften u. ſ. w. 6. 

— höher und dicker. In Wäldern. 7. 


6. L. wenig berablaufend, dicht. Hut glänzend, bräunlich, abblaſſend, kaum 
pfenniggroß. St. bald hohl. Im S. und H., faſt häufig. Tellerling. 
C. hirneola. 


— weit herablaufend. H. glanzlos. S. d. G. M. Omphbalia. 


7. Hut nicht oder kaum trichterförmig, gelblich oder grau, abblaſſend weißlich, 


etwa pfennig⸗ bis thalergroß. L. kaum herablaufend, dicht oder weitläufig. 
Bei. in Nadelwäldern, häufig. 8. 
— trichterförmig, weißlich, grau, gelblich oder braun. L. eee 5 
dicht. 9. | 
8. Hut graugelblich, abblaſſend grauweißlich. St. röhrig⸗hobl, nackt, bis blei⸗ 
fſtiftdick. L. etwas herablaufend, gelbgrau. Münzling. C. Obolus. 
— gelblich oder grau, abblaſſend weißlich. St. oft breitgedrückt, anfangs 
voll, oft dicker a. d. v., oberwärts mehlig. Häufig. Farbewechſelnder 
T. C. meta chrous. c n 
9. Hut gelblich oder weißlich, am Rande anfangs eingerollt und weichhaarig. 
L. weitläufig, wenig herablaufend, ſelten, in Gebirgen. Verblaſſender 
T. C. expallens. a 5 
— braun oder grau. L. weit herablaufend. 10. 
10. Lamellen weiß, dann ſchmutzfarbig. Hut grau oder gebräunt, oft bereift 
oder ſchuppig. St. blaß, faſerig, voll, am Grunde geſchwollen. Im 
Graſe oder Mooſe, im H., ſaſt ſelten. Reif-T. C. pruinosa. | 
— dunkelgrau. Hut w. d. v., aber kahl. St. dunkelgrau oder ſchmutz⸗ 
bräunlich. (Abart von C. gibba.) Rauchgrauer T. C. fuligi- 
nea.% 
Wäldern. (An Holz ſiehe Nr. 30.) 12. 1 
Geruchlos oder doch ohne Anisgeruch. 14. 


12. Hut meiſt etwas niedergedrückt, weißlich, dann grünlich, ſelten grau, 1 1 
oft weit über thalergroß. St. etwa 0,04 m. hoch, bis fingerdick, e voll, 


14. 


1515 


617. 


= 18. 


19. 


am Grunde verdickt. L. wenig herablaufend, dicht, weißlich oder grün⸗ 


ſich. Duftpilz. C. odo ra. & | 

— weißlich, oft mit gelblichem Tone, nie grün. St. ift jo dick und meift 
Kurzer. 1 

. Hut kaum thalergroß, trichterförmig, weißlich. St. am Grunde verdickt 
und zottig, oft gebräunt. In Gebirgswäldern, im S. und H., nicht 


häufig. Wohlgeruch⸗T. C. suaveolens. & 


ER meiſt größer, ziemlich flach, oſt ſchmutziggelblich oder trocken weißlich. 


St. meiſt abwärts verdünnt und kurz, kahl, weißlich. L. ſchmal und 
dicht. Ueberall in Herbſtwäldern häufig. Anis pilz. C. kfragrans. & 

Hut (weißlich St. und L.) weiß oder weißlich, mindeſtens in der Jugend 
oder in der Trockenheit ſo. Der Hut (und meiſt auch St. und L.) roſa, 
fleiſchfarbig, gelbröthlich oder violett. 15. 

Wenigſtens der Hut weder weiß, noch röthlich, noch fleiſchfarbig; meiſt 
braun, grau oder ledergelb. 30. 

Eine lederzähe Art mit ſchwarzfaſerig⸗ſchuppigem Hut an Baumſtämmen. 
St. weißlich, ſchlank. L. weiß, dann gelb. Häufig in Wäldern, im 
S. und H. Tigerſchwamm. C. (Omphalia) figri na. 


2 Nicht lederzähe, nicht eßbar⸗fleiſchig. Hut ohne ſolche Schuppen. 16. 
16. 


Geſchmack herb. Hut ſchmutzig⸗weißlich, weichfleiſchig, unregelmäßig, etwa 
thalergroß, grubig. L. weit herablaufend, zerriſſen. An faulen Nadel⸗ 
holzbäumen, ſelten. Angewachſener T. C. adhaerens. 


— angenehm bitter oder fehlt. 17. 


An Wegen, auf freien Grasplätzen, Triften, nicht in Wäldern. Hut weiß, 
oft röthlich oder bräunlich, wenig fleiſchig, 0,010, m. breit, oft 
ausgeſchweift. St. weiß, ſtecknadelhoch, oft nur ſchwefelholzdick, ſtiel⸗ 

rund, gleichdick, voll, zähe, meiſt faſerig oder bereift. L. weißlich, ſchmal, 
zart, dicht, nicht herablaufend. Verfärben der T. C. dealbat a. & 

In Wäldern oder auf ſchattigen Plätzen. L. oft herablaufend. 18. 

Hut röthlich, fleiſchröthlich oder weiß mit bräunlicher Scheibe oder nur 
trocken weiß. Beſonders in Gebirgswäldern, nicht ſelten. 19. 

— ſtets reinweiß, wäſſerig⸗weiß oder violett. 23. 


Geſchmack bitter, Geruch nach Terpentin. Hut weißlich, am Schnitt ge⸗ 
bräunt, feinſchuppig, bis 0,06 m. breit. Bitterer T. C. amar a. 


FT und Geruch fehlt oder anders. Hut etwa thalergroß. 20. 
720. 


L. weiß, herablaufend, aderig verbunden, dicht. Hut roſa oder fleiſchfarbig 
oder röthlichgelb, derbfleiſchig, bis handbreit. St. etwa fingerdick, voll, 


glatt. Prächtiger T. C. opipara. & 


+ 


i E weißröthlich oder fleiſchfarbig, doch Hut und St. anders. 21. 
2 


L. nicht herablaufend, dick, ſehr weitläufig, fleiſchröthli anz wie Hut 
und Stiel.) 23. R 


— doch etwas herablaufend. 22. 


5 22. Geruchlos. Hut röthlich oder bräunlich, trocken weißlich, kaum bis thalergroß, re⸗ 


gelmäßig. St. etwa kleinfingerhoch, 0,002 —0,005 m. dick, bald hohl, kahl. 
L. herablaufend, weiß oder geröthet. In Gebirgswäldern, ſelten. Ge⸗ 


5 drechſelter T. C. diatreta. 


a 7 1 ; 7 ud 
FE . 
5 122 a 


15 


Geruch angenee, Hut weißröthlich, oft 1 -rinnig x eher 5 
ſtecknadelhoch, 0,oos m. dick. (Wohl nur Abart von C. e 
Rinnſel⸗T. C. rivulosa. & 


23. Der Pilz in allen ſeinen Theilen violett oder fleiſchröthlich. Hut Be N 
5 leiſchig, oft rauh, mit anfangs eingerolltem, ſcharfem Rande, nicht trichter⸗ 
förmig, meiſt pfennig⸗ bis thalergroß. St. bis fingerhoch, 0,02 — 0,0% ‚/UW m. 
dick faſerig, oft hobl, wie der Hut oft weiß bereift. L. dick, weitläufig. h 
In Wäldern, auch ſonſt an ſchattigen Plätzen, ganz gemein, im S. und 
H. Der ganze Pilz ſehr elaſtiſch, von verſchiedener Farbe: violett, 
fleiſchröthlich, rothbräunlich. (Frühere Autoren unterſcheiden die röth⸗ 
Be; lichen Formen als C. rubella, die violetten als C. amethystina.) Br 
Be’ Lack⸗T. C.lafata. 25 
— weiß, nur von der trichterhütigen C. muscorum habe ich eine blaß⸗ 15 

violette Abart getroffen. 24. 


24. Stiel wellig verbogen, etwas breitgedrückt, bis fingerlang, röhrig, ER 8 
Hut feucht, oft etwas gebräunt, aber trocken weiß, wellig verbogen. L. 
ſchmal, dicht. Ziemlich häufig. Wellenſtiel⸗T. C. hydro- 
gram ma. f 


e 


— höchſtens am Grunde gekrümmt. 25. ee: 
25. L. ſchöngelb, ſehr dicht und ſchmal. Hut weiß, getrichtert. St. gelblich⸗ 
weiß, etwa 0,02 m. hoch, voll, am Grunde verdickt. Faſt ſelten. Gold» 
Weißer T. G. erysoleuca. 
— und St. weiß, höchſtens die L. vergilbend. 26. 


26. . ziemlich flach, regelmäßig. St. kahl, voll. Nicht zu häufig. 27. 


— bald meiſt vertieft mit wellig verbogenem oder gelapptem Rand. St. 2 
bald hohl, oft gefaſert und am Grunde gekrümmt. Meiſt ſehr häufig. 28. 


27. 2 5 etwa thalergroß. St. meiſt ſtecknadelhoch, gleichdick, fein geſtreift. 1 
a Drechſel⸗T. C. tornata. Ei 
— und St. größer. St. eben, abwärts verdickt. Beſonders in Ahornbe 
ſtänden. Bleiweiß er T. C. cerussata. . 


28. Stiel abwärts und aufwärts verdickt, nicht gekrümmt. Hut flach, wäſſerig⸗ ö 
weiß, thaler⸗ bis handbreit, mit wellig verbogenem, abſtehendem Rande. 

L. ſehr dicht und ſchmal. Nicht zu häufig. Schmalblätteriger : 

T. C. angustissima. 4 

— am Grunde gekrümmt. Hut bald vertieft. 29. g 


29. Hut 0,01 —0,02 m. breit, gerundet, mit e Rande. Stiel 
0,02 0,06 m. hoch, zähe. Schneeweißer T. C. candicans. 


— thaler⸗ bis handbreit, mit welligem oder lappigem Rande. St. meiſt 

kleinfingerhoch, faſerig bekleidet. L. bald vergilbend. Laubfreund⸗ „ 

C. phy llophila. & 5 

30. An altem 31 (Pfählen u. ſ. w.) oder faulenden Aeſten und Stäm- Re 
men. 31. we 

Auf der Erde. 32. Te, 

31. Hut etwa thalergroß, eingedrückt und verdreht, zähe, bräunlich, kahl. St. 

„ bis fingerhoch, gefurcht, röthlich, abwärts rothbräunlich. L. geſägt, 575 

N röthlich. Im S. und H. An altem Laubholz, nicht ER Häufig 

5 Schneckenförmiger T. C. cochleata. 


N 


5 
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Dt 8 * Th DR 8 h ’ 
. 8 PER, er RER 
< = 


er 


= 
x 


en Er bis g bendbreit flachgewölbt, kaum eingedrückt, fleiſchig, TE mit 
bdiunkelbraunen angepreßten Schuppen. St. 0,03 m. hoch und ziemlich 

ſo dick, blaß, filzſchuppig. L. weiß oder gelblich. Vom Frühling an, 
an fiefernem Holzwerk, häufig. Schuppen⸗T. C. lepide a. 


8³ en von Anfang an oder doch bald trichterförmig oder napfig ver⸗ 
tieft, am Rande faſt fleiſchlos, meiſt ledergelb, gelbbräunlich, roth⸗ 
bräunlich oder bräunlich. L. von Anfang an oder doch bald ochergelb- 
lich⸗ oder fahlgelb; wenn weiß bleibend, ſo iſt doch der Hut von der 
angegebenen Farbe und tief trichterig. 33. 


— flach, grau, ſchwärzlich oder graubraun. L. weiß bleibend. 44. 


5 33. Hut mit dunklern Schüppchen oder Schuppen, wenigſtens im Alter. St. 


voll, faſerig. L. weiß, dann gelblich oder gebräunt. Selten. 34. 
E kahl oder mit doch nicht ſchuppig geordneten Faſern. 37. 


5 5 34. Hut und Stiel Se bn L. gelb. An alten Nadelholzſtümpfen i in Gebirgss⸗ 


b wäldern. Schöner T. C. bella. 
— nicht goldgelb. 35. 


35. L. weitläufig, weißlich. Hut kaum über thalergroß, zimmet⸗ bis umbrabraun. 


St. bis kleinfingerhoch, abwärts meiſt verdickt. In Nadelwäldern, im 
Graſe, im S. Schuppiger T. C. squamulos a. 


— gedrängt, gelblich oder bräunlich werdend. 36. 


36. Hut thaler⸗ bis handbreit, im Alter mit feinen Schüppchen, rothbraun bis 


ſchmutzig⸗gelb. St. ebenſo, ſtecknadelhoch, gleichdick. L. weiß, dann 
gelblich ſelten, in ſchattigem Graſe. Rothbrauner T. C. sinopica. 


— bis 0, m. breit, ledergelblich, fleiſchig aber ſchlaff, ohne Glanz, fädig 4 
oder feinſchuppig. St. etwa kleinfingerhoch un dick. L. bis finger 7 
breit, weiß, dann gebräunt. Unter Laubholz. Rieſen⸗T. C. 
ma xi ma. 


37. Hut fleiſchlos, am Rande geſtreift, etwa thalergroß, bräunlich. St. und 


oft auch die L. gleichfarbig, blaſſer, 0,02—0,06 m. hoch, bis bleiſtiftdick. 
Oft am Grunde alter Stämme, zwiſchen Moos, im H. 38. 


— höchſtens am Rande dünnfleiſchig. Meiſt größer. 39. 


38. Hut bräunlich, abblaſſend gelblich, bald tief trichterförmig. L. weißlich. 


Seltener. Genabelter T. C. ambilicat a. 


X 
— gelbbräunlich oder violett. L. gelblich oder violett oder doch dem Hute 
gleichfarbig. Oft ziemlich häufig. Moos⸗T. C. mus corum. 


39. L. weiß. 40. 


— gelblich oder doch bald gelblich 41. 


40. Hut höchſtens thalergroß, ſchief, rebbräunlich, kahl. St. bis fingerhoch, 


am Grunde knollig verdickt. L. mit gebräunter Schneide. In Gebirgen, 
ſelten. C. Hoffmanni. 


— bis 0,06 m. breit, röthlichgelb, ledergelblich oder gebräunt, meiſt ſeiden⸗ 
haarig oder fädig. St. bis kleinfingerhoch, zähe, abwärts ſtärker. Im 
S. au 4 häufig. Sehr angenehmer Geruch. Budeliger T. C. 
gibba. 


ar a. Hut gelblich, gelbbräunlich oder braun. St. meift hohl werdend. L. ſchmal, 


5 In Laub⸗ und Nadelwäldern. 2. 


Brut weißlich, leder⸗ oder ochergelb. St. voll bleibend. L. breit. 43. 
212. Hut thalerbreit, bis O0,oũ8 m. breit, braun, gelb oder rothbräunlich, abblaſſend, 


99 N ſchlaff, mit zurüdgebogenem Stande. St. bis kleinfingerhoch und blei⸗ 11 


. ſtiftdick, abwärts verdünnt, oft verbogen. L. blaßgelb, trocken gebräunt, 
Bl, etwas herablaufend. Häufig, i im H. Flattriger T. C. flaccida 


— meiſt handbreit und darüber. Der St. bis über fingerhuß, kleinfinger⸗ 


gelblich, oft gabeläſtig. Meiſt Geruch nach friſchem Mehle. Häufig, im 
S. und H. (Als Abarten gelten splendens: klein mit glänzendem Hute, 
excentriſchem, gekrümmtem St., anfangs weißen L.; und geotropus: 
. mit ſehr dünnem Hute, unveräſtelten und ziemlich weitläufigen L.) 
WFahlgelber T. C. gilva., 5 
43. Hut wenig über thalerbreit, weißlich, gelblich oder lehmgelb, Rand weiß⸗ 
filzig. St. ſtecknadelhoch, bleiſtiftdick, faſerig, am Grunde wellig. L. a 
weiß, dann gelblich. Geruch und Geſchmack fehlen. Sehr ſelten. 
Feſter T. G. solida. 1 
— blaßgelblich, bis über handbreit, Größe ſehr verſchieden, über fingerdickes 
Fleiſch. St. etwa kleinfingerhoch, auch darüber, kleinfinger⸗ bis daumen⸗ 
dick, kahl, blaßgelblich. L. bis über fingerbreit, blaßgelblich. Geruch 
und Geſchmack angenehm. Nicht zu ſelten. Anfang S. und H. Leder⸗ 
2 gelblicher T. C. subaluta ce a. & 


44. Geſchmack bitterlich. Hut ſchwärzlich, dann grau, kahl, zähfleiſchig, oft bis 

handbreit. St. bis fingerhoch, etwa bleiſtiftdick, ungleich, grau oder 
ſchmutzigblaß. Im Graſe, im H., häufig. Rauchfarbiger T. C. 
fumos a. & wi. 


Er — nicht bitter. 45. 

4᷑§5. Stiel kahl, etwa 0,oũ5 m. hoch. Hut grau. Selten. 46. 

a — faferig, aufwärts verdünnt. Hut graubräunlich. Häufig. 47. 

46. Hut hellgrau. St. gleichdick, weißlich. Grauer T. C. decastes. 

— düſtergrau, faſt ſchwärzlich. St. abwärts bauchig, grau. i 
Geomitialis. 


47. Hut wenig über thalerbreit, weich, am Rande meiſt weißlich. St. kaum 
bis kleinfingerdick und ⸗hoch, graubräunlich. L. weitläufig. Geruchlos. 
Keulenſtieliger T. C. clavipes. 


— bis über handbreit, anfangs weißgrau bereift. St. oft bis über daumen⸗ 
dick, weißgrau. L. dicht. Geruch angenehm. Nebelgrauer T. 
ne b ular is. & 


84. Milchpilz. Calorrheus. (Pepperlinge, Brätlinge, 
50 Kremlinge.) 
(Zum Theil verdächtige, zum Theil unſchädliche und eßbare Pilze.) 


1. Hut wenigſtens in der Jugend filzig oder zottig oder flaumig oder doch am 
Rande faſerfranſig. 2. 
— kahl, höchſtens mit Schuppen oder Reif. 10. 


2. Milch weiß und mildſchmeckend. Hut rothbraun, über thalergroß, i 
kelchig vertieft, mit zartem Filze. St. etwa ſtecknadelhoch, 1 


bis über daumendick, glatt, am Grunde verdickt. L. blaß, dann ocher⸗ 


och L. fleiſchröthlich. In Nadelwäldern, nicht häufig. Filz⸗ 
M. G. tomentosus. 


Milch ſcharf. 3. 


5 5 8. Milch weiß, nicht ſich verfärbend. Hut nie olivenfarbig. 8. 
g weiß, bald dann gelb, grün oder grau. 4. 


= 4. Milch bald grün oder grau. Hut weißlich, weißgelblich oder olivenfarbig. 5. 


— — gelb. Stiel bis über daumendick. Hut bis über handbreit, ocherfarbig, 
fleiſchröthlich oder rothbraun. 


| 5. Milch bald grün. Hut ſchmutzig⸗weiß oder weißgelblich, zartfilzig, berg 


bis weit über handbreit, oft trichterförmig, am Rande ſehr eingerollt, 
ſpäter ſcharfrandig. St. höchſtens kleinfingerhoch, über daumendick, weiß⸗ 
lich. L. nicht gedrängt, ſchmutzig⸗weiß, ſchmal. (Bei einer Abart var. 
exsulla milchlos und oft grünlich.) In Wäldern und auf ſchattigen 
Grasplätzen, im S. und H., ſehr gemein. lee Schie⸗ 


1 berling, Kothſchieber. E. Lellere a. (% Ay Alu. 
N — bald grau. Hut dunkel olivenbraun oder olivengrün, am Rande beſ. 


I 


anfangs gelbflaumig oder ⸗filzig. St. 0,05 m. 1 und ſehr dick, etwas 


blaſſer als der Hut, grubig, ſchleimig⸗feucht. L. ſchmal, dicht, weißlich. 


Vereinzelt, ziemlich häufig. Häßlicher M. G. turpis. 


6. Stiel zartfilzig, am Grunde zottig, gelblich, etwa 0,04 m. hoch. Hut lehm⸗ 
gelb, bei. am Rande anfangs filzig. L. weißlich. In Laubwäldern, im 
55 ziemlich ſelten. Eingebogener M. G. resimus. . 


— kahl, höher, oder der Hut ſchmutzig fleiſchröthlich. 7. 


7. Hut matt fleiſchröthlich, ungezont, filzig, am Rande franſig. L. gelblich. 

In Nadelwäldern, im H., ſehr ſelten. Franſen⸗M. G. ecili- 
cioides. 

— ochergelb, ungezont, in feuchter Luft ſehr ſchmierig⸗ſchleimig, beſonders 
am Rande zottig. St. weiß oder gelblich, grubig. L. weißlich. In 
Laub⸗ und Nadelwäldern, nicht ſelten. Er dſchie ber. G. scro-⸗ 
biculatus. ) F 

— gezont. 8. 

8. Stiel grau oder weiß. Hut klebrig. Selten. 9. 

— zumeiſt fleiſchröthlich, ſpäter auch röthlichgelb oder ochergelblich, meiſt 
kleinfingerhoch und finger- oder daumendick. Hut ebenſo gefärbt, etwas 
gezont, feucht oder ſchleimig, am eingerollten Rande filzig-weißbärtig. 
L. weißlich oder blaßgelblich. Die Milch, welche nach den Autoren weiß 
bleiben ſoll, fand ich vielfach gelb oder gelblich werdend. In Wäldern, 
beſ. unter Birken, auf Grasplätzen, an Wegen u. ſ. w., im S. und 
H., ſehr häufig. Birkenrietſch. G. torminosus. _ 

— — EEE. 


CCC ˙ ——— 
9. Stiel grau, etwa ſtecknadelhoch, fingerdick. Hut rothbraun, filzig⸗gerunzelt. 


L. gelb. Aetz⸗N. G. crampylus. 


— weiß, kleinfingerhoch, behaart. Hut rothfleckig, bald kahl oder am Rande 
zottig. Fraglicher N. G. controversus. 


10. Milch von Anfang an ſchön röthlich ſafrangelb. Hut orangerothgelb, oft 


röthlich, abblaſſend, bis 0,06 m. breit, gezont, nicht trichterig vertieft 
und klebrig. St. kaum kleinfingerhoch, gelbröthlich, meiſt grubig. 

dicht, ſchmal, etwas herablaufend, oft gabelig, gelbröthlich. Der ganze 
Pilz reichlich mit Milch gefüllt und innen gelbroͤthlich, bald beim Bruche 


1 2 u 2 1 
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Er 


grün anlaufend. In Nadelwäddern, an in BR Stelen, 15 


gemein. Sehr wohlſchmeckend, im S. und H. Köſtlicher 1 6. A: 


deliciosus. & 
Milch weiß, dann zuweilen gelb, violett, grau oder röthlich. 11. 


11. Hut in feuchter Luft klebrig oder ſchmierig⸗klebrig. Milch ſcharf, wenigſten Hein 


immer mit brennendem Nachgeſchmack, weiß, nie gelb werdend. 12. 


— trocken nn nur feucht. Milch vielfach milde, weiß, vielfach gelb wer⸗ 


dend. 
12. Milch weiß, eintrocknend, ſich färbend. 13. 
— weiß, faſt farblos bleibend, höchſtens blaßgelb. 17. 
13. Milch bald röthlich oder roth. 14. 
— — grau, blau oder violett. Ziemlich ſelten. 16. 


14. Milch bald roth. L. weißlich, dicht, herablaufend. Hut ae mit 
Zonen. St. bis kleinfingerhoch und ⸗dick, viel blaſſer als der Hut, am 
Grunde filzig. Zemlich ſelten, im H. Schmutz⸗-M. G. luvidus. 


1 5 


ER 


— — röthlih. L. röthlich werdend, anfangs meiſt gelb. Sehr felten. 15. 


5 1 29: n faſt ſchwärzlich, faſt gezont. St. blaßgrau. Scharfer 
N * 


G. a cr is. 


E weißlich, meift mit braunen Zonen. Stiel weißlich. Röthlicher M. 


G. rubellus. & 


16. Milch grau werdend. Hut ſchmutzig röthlichgelb, oft weißlich, ausblaſſend, 


faſt ſeidighaarig, aber glanzlos. St. matter farbig. L. dicht, weißlich, 
etwas herablaufend. Welker M. G. vie tus. 

— violett werdend. Hut braun. L. nicht herablaufend, nur angeheftet, 
breit, weißgelblich. Kleber-M. G. uvi dus. 


17. Lamellen gelb oder gelbröthlich. 18. 


— weißlich und ſich nicht verfärbend. Hut kaum handbreit. 22. 


18. Hut mit Zonen. Ziemlich ſelten. 19. 
— ohne Zonen, thaler- bis 0,7 m. breit. St. bis fingerhoch. L. gelblich. 21. 


19. Lamellen von Anfang an blaß gelbröthlich, nur abblaſſend. Hut gelblich, | 
bald trichterförmig, bis handbreit. St. etwa 0,03 m. hoch, bis dau⸗ 


mendick, weiß, oft gelbgrubig. Schmackloſer M. G. ins ulsus. 
— anfangs weiß, dann gelb oder blaß ſchmutzigröthlich. Hut braun oder 
grauröthlich. 20. 
20. Lamellen werden gelb. St. nur bis kleinfingerlang und ⸗dick, hohl, Milch 
ſüßlich. Leberbrauner M. G. jecorinus. 
— — ſchmutzröthlich. St. höher, dicker und derber, abwärts a 1 5 


Milch bald mit brennendem Nachgeſchmacke. Sanfter M 
quietus. 


21. Hut lehm⸗ oder röthlichgelblich, St. ebenſo. L. wenig herablaufend. Fleiſch 


weiß, im Bruche zuweilen ſich röthend. Beſ. in Laubwäldern, nicht 
ſelten. Blaſſer M. G. pallidus. 


— ſchön pomeranzengelb, ebenſo der Stiel. L. ſehr herablaufend. Steg 


nie ſich röthend. Pomeranzen⸗M. G. aurantiacus. 


22. Hut mit Zonen oder faſt kreisſtändigen, tropfig vertieften Flocken. 23. 1 


ee ſchmutzſarbig grau, gelb, braun, röthlich), bald trichterför⸗ 
. St. bis fingerhoch und oft noch über daumendick, blaſſer als der 
hut, hohl. L. dicht, breit, etwas herablaufend. Ziemlich häufig, in 
aub⸗ und Nadelwäldern, im H. Schlicht⸗M. G. trivialis. 


=. Hut gelblich. St. weißgelblich, kurz und dick, trocken. Zonen ⸗M. G. 
20 narius. 


E graugrün, nur mit kreisſtändigen Flecken, St. bloß graugrünlich, bald 
hohl, klebrig. Graugrüner M. G. blennius. 


2⁴ Milch weiß, dann gelb, orange, röthlich oder violett, nur wenn gelb wer⸗ 
dend von ſcharfem Geſchmacke. 25. 


we weiß bleibend. Geſchmack ſcharf oder milde. 30. 


25. Milch röthlich, orange oder violett werdend, ſtets von mildem Geſchmack. 26. 


— ſchwefel⸗ oder ochergelb werdend, von meiſt ſcharfem Geſchmacke. L. gelb 
E oder gelblich. 27. 


26. Hut meiſt grauröthlich oder bräunlich, bis handbreit, bald trichterförmig. 
* St. bis fingerhoch, kleinfingerdick, weißlichgrau. L. gelb, röthlich, bräun⸗ 
ö lich. Metalliſcher Geruch und Geſchmack. Milch gelbröthlich. Verein- 
ü zelt, nicht zu häufig. Ruß⸗M. G. fuliginosus. 

— grau, dunkeler gezont, ebenſo groß. St. weißlich. L. weiß. Milch 
bald violett. Veilchen milch- Pilz. G. violascens. 


27. Milch ſüß, oft kaum gelb werdend. Hut bis und übek handbreit, geſchweift, 
Le; lebhaft gelb, oft braunröthlich, abblaſſend, oft aufreißend. St. bis über 
fingerlang und ⸗dick, blaſſer als der Hut, oft auch weißlich, voll. L. 

dicht. Birnen⸗ M. G. Lolemus. & 


— ſcharf brennend. Hut meiſt gezont. 


1. Ber TE — 
g : 


. 28. Hut EN oder rothgelb. Stiel bis kleinfingerhoch und fingerdick. L. 


dicht. 

— 0 oft röthlichgrau, undeutlich gezont, bis handbreit, bald RS 
förmig, mit ſcharfem eingerolltem Rande. St. nicht fo hoch w. b. v., 
blaßgelb, röthlich, dann meiſt gebräunt, nach unten verdünnt, bald hohl. 
L. weitläufig, gelblich oder röthlich, abblaſſend. Im S. und H., in 

Laub⸗ und Nadelwäldern, oft vereinzelt, ziemlich häufig. Feu er⸗M. 
C. pyrogalus. & () 
N 29. Hut thaler- bis faſt handbreit, bald trichterförmig, gelbröthlich, mit dunklern, 
ER, oft grauen Zonen. St. weißlich oder fleiſchröthlich, oft fleckig. L. etwas 
bherablaufend, blaßgelb, das Vorkommen w. b. v. Goldfuß⸗M. G. 
1 chrysorrheus. * 

— ähnlich w. d. v., aber mehr rothgelb und ungezont, innen gelblich. St. 
| gelbröthlich. L. gelb, rothbraun werdend. In Laubwäldern, nicht häu⸗ 
9 fig. Gelb⸗M. G. thejogalus. 


N 30. Milch mild ſchmeckend. 31. 
3 et ſcharf brennend oder doch von brennendem Nachgeſchmack. 36. 


315 Starker Geruch des friſchen Pilzes nach Kampher. Hut braun, bis über 
2 thalergroß. St. noch nicht bleiſtiftdick. L. dicht und ſehr ſchmal. Nicht 
Anu ſelten. Kampher⸗M. G. camphoratus. 


5 Nicht ſolcher Geruch. 32. 


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32. 


33. 


34. 


* 


35. 


36. 


37. 


38. 


39. 


40. 


41. 


i 


Hut rothbraun oder umbrabraun. 
Selten. 33. 8 

— orange oder goldgelb oder rothgelb. L. gelb. 34. PEN 5 

Hut umbrabraun, kaum handbreit, oft geſchweift, faſt glänzend. St. blaß⸗ 
röthlich, dann ſchmutziggrau. L. blaß, dann grau, dann fleiſchröthlich. 
In Nadelwäldern. Perſoons M. G. Pers oonii. 

— kaffeebraun oder kupferroth, glanzlos, St. blaß röthlichbräunlich, zuweilen 
verbogen, fingerhoch und dick. L. gelblich oder bräunlich, ſchmal, dicht. 
Fleiſch bräunlich oder gelbröthlich. Geruch und Geſchmack angenehm. 
In lichten Laubwäldern u. ſ. w., häufig. Serum-M. G. seri- 
fluus. & 

Hut, Stiel und Lamellen (blaſſer), orangegelb, innen blaſſer. Hut meiſt 
wenig über thalergroß, dünn. St. bis kleinfingerhoch und -dick, meiſt 
kleiner und dünner, bald hohl, ſpröde. Im S. und H., ziemlich häufig. 
Mildeſter M. G. mitissimus. & f 

— goldgelb oder rothgelb, nicht jo durchweg gleichfarbig. St. über 0,1 m. 
hoch. 35. 

Lamellen gelblich, faſt herablaufend, auch die Milch oft gelb. Hut meiſt 
goldgelb. G. volemus. ſ. o. 27. 

— weiß, dann lehmgelblich, nicht herablaufend. Hut roth bis gelb, der 
St. nur blaſſer. Ziemlich ſelten. Röthlichgelber M. G. icho- 
ratus. 

Stiel wenigſtens in der Jugend weiß, meiſt auch ſpäter noch. Hut weiß⸗ 
lich oder gelblich weiß, etwa handbreit, dick und derbfleiſchig. L. weiß 
oder ſchmutzigweiß, ſchmal, dicht. 37. 

Weder Stiel noch Hut weiß, auch die L. höchſtens im Anfang. 40. 

Stiel höchſtens daumenhoch, ſo dick wie hoch. 38. 

— etwa 0% m. hoch, abwärts ſehr verdickt, bis 0,os m. dick. Hut und L. 
gelblich⸗ oder ſchmutzig⸗weiß. Häufig, in Wäldern, auf ſchattigen Gras⸗ 
plätzen, an Wegen u. |. w. Pergament⸗M. G. pergamenus. 


Hut weiß oder gelblichweiß, bereift, mit ſcharfem, anfangs eingerolltem 
Rande. St. innen und außen weiß. L. herablaufend, weiß. Von an⸗ 
genehmem Geruche. An Orten w. d. v., gemein. Weißer Pfeffer⸗ 
pilz, Kuhpilz. G. piperatus. & . a 

— ſchmutzig grünlichweiß. L. grünlich oder ſchmutzig. Selten. 39. 

Hut gelblichweißlich, mit gelben Zonen und zartem Filz. St. weißgrau. L. 
grünlichweiß. Grün licher M. G. chloroides. 

— ſchmutzig grünlichweiß, ungezont, kahl. St. weiß, bald ſchmutzig weiß, 
innen gelblich. L. ſchmutzig weiß. Liſter's M. G. Lis teri. 

Hut mit Schüppchen bekleidet. 41. 

— ohne Schüppchen. 43. 

Stiel etwa 0,02 m. hoch und dick, am Grunde verdünnt, ſpäter meiſt nicht 
mehr mittelſtändig. Hut röthlichbraun oder ledergelblich grau oder grau⸗ 
lila, bereift, weich, mit verbogenem Rande, zuweilen gezont. L. weit⸗ 
läufig, ochergelblich, etwas herablaufend. Auf lichten Waldſtellen, zwi⸗ 
ſchen Moos und Gras, an Wegen, nicht allzu häufig. Verbogener 
M. G. flexuosus. f 5 N 

— durchaus höher, viel höher als dick. Hut mittelſtändig 
regelmäßig, ungezont. 42. 5 


Die Lamellen werden oft fleiſchröthlich 1 


Hut meiſt 


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iche von ſtarkem ſüßlichem angenehmem Geruche. Hut ſchmutzig 
ſchroth, ſpäter braun, St. blaſſer, am Grunde weichfilzig. L. ſchmal, 
gewachſen, ochergelb, dann etwas grau. In lichten Laub⸗ und Nadel⸗ 
: ölzern, beſonders an Wegen, vom Fr. an, ſehr häufig. Wohlge⸗ 
1 10 ruch⸗M. G. glyciosmus. & 
2 Kaum auffälliger Geruch. Hut braun, gegen den Rand hin gelb, oft 
pbrange. St. blaſſer, flaumhaarig. In Nadelwäldern, ſelten. Röth⸗ 
lichgelber M. G. helvus. 


f 
% 43. Hut dunkelgrau, oft graubläulich, höchſtens im Alter ſchwarzbraun, unge⸗ 
. zont. Stiel bis kleinfingerhoch, blaßgrau. Bleifarbiger M. G. 
er plumbeus. 


 — gelb, orange, rothbraun oder braun. 44. 


44. Milch weiß, dann grau. Hut umbrabraun, ungezont. Stiel nur 95 m. 
boch, abwärts verdünnt, hellgrau. In Nadelwäldern, ſelten. Umbra⸗ 
farbiger M. G. umbrinus. 


en weiß bleibend oder ſich etwas röthend. St. gelblich oder blaß roth⸗ 
bräunlich. 45. 


45. Hut dunkel rothbraun, bis handbreit, ungezont, meiſt etwas glänzend, ge⸗ 
nabelt und niedergedrückt. St. bis fingerhoch und ⸗dick, blaſſer als der 
Hut, am Grunde weichhaarig. L. dicht, gelblich, gelbröthlich oder roth⸗ 
bräunlich, innen weißlich oder blaßrothbräunlich. In Nadelwäldern, 
ſehr gemein und maſſenhaft, vom Fr. an. Rothbrauner M. 
5 ruf us. T () 
— gelb oder röthlichbraun. Milch meiſt bleibend. 46. 


46. Hut gelb mit dunklerer Mitte, meiſt etwas gezont. St. fingerhoch und 
dick, etwas breitgedrückt, blaßgelb. Milch meiſt bitter. In Laubwäl⸗ 
dern, im H., nicht häufig. Wolfs milch-M. G. tithymalinus. 


yo fleiſchröthlichbraun, abblaſſend, nicht handbreit, oft 15 thalergroß, 


* innen röthlich. St. kleinfingerhoch und ⸗dick, blaſſer. ſchmal, gelb⸗ 
4 lich oder rothbräunlich. Milch anfangs ſüßlich. Vom = an, ziemlich 
‚ häufig. PER G. subduleis. 


85. Haarſäumling. Tricholoma. (Ritterſchwamm.) 
(Meiſt unſchädliche und eßbare Pilze.) 


5 Oberhaut des Hutes beſonders in der Jugend und ſtets bei feuchtem Wetter 


55 ſchleimig und klebrig. Hut derbfleiſchig, feſt. L. weiß oder gelb, meiſt u. 


ausgerandet. 5. 
— trocken oder nur feucht. 2. 


A IB, Hut (wohl auch der ganze Pilz) zumal in der Jugend reinweiß oder weiß⸗ 
lich, auch wohl weißgelblich oder mit grauem oder bräunlichem Scheitel. 
1 


5 5 L. weiß. 10. 


— braun, gelb, grau, röthlich oder violett. 3. 


* 


3. Hut fleiſchröthlich oder in Blau oder Violett ſpielend; oder der (daumen⸗ 


dicke) St. und die L. violett. 18. 
F braun (rothbraun oder ſchwarzbraun oder gelbbraun) 1 gelb. 4. 


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St. weißlich. 5 

— dotter⸗, honig⸗ abe ſchwefelgelb, meiſt ſo auch der Hut, das Sieh 3 

und der St. 27. N 

— ſich röthlich oder bräunlich verfärbend, oder das 1 dunkel ban. . 
braun. St. roth⸗ oder graubraun, (wenn weiß, jo fiehe 17 „ © 


— von Anfang an oder bald grau, bläulich, grünlich oder gel 
St. meiſt weißlich. 33. 


5. Geſchmack bitter oder Geruch und Geſchmack ſtark nach friſchem Mile. . 


1 


Hut bis handbreit. 6. 
Geſchmack und Geruch fehlt oder iſt doch anders. St. und L. meiſt gelb. 7. 


6. Hut gelblich, grau oder weißlich, ſchwarzſtreifig. St. bis handhoch, dick, 
weiß, fädig geſtreift. L. weiß, breit, weitläufig. Faſt geruchlos. Ge⸗ 
ſchmack meiſt bitterlich. Beſonders in Haiden, im H., reichlich. Weiß⸗ 
gelber. H. Tr. leucoxanthum. & 

— meiſt rothbraun oder umbrabräunlich, in der Mitte warzig⸗ſchuppig, b 
innen weiß, derbfleiſchig. St. brannröthlich blaß, oberhalb 0 
feinſchuppig, bis fingerhoch, dick, meiſt ſehr bauchig, innen weiß. 
weißlich, ſich bräunend, dicht, meiſt breit. Geruch und 1 hart 
nach friſchem Mehle. Beſonders unter Gebüſch im Graſe, im H., häu⸗ 
fig. Weißbrauner H. Tr. albo- brunn eum. & 

Wohl nur eine Abart iſt ein häufig in Nadelwäldern von mir ge⸗ 
fundener Pilz, der dieſem ähnlich iſt, aber einen nicht bauchigen 
Stiel, kupferröthlichen Hut und bittern Geſchmack hat. 8 

— roth oder düſterbraun, oft etwas fleckig⸗ſchuppig. St. fingerhoch unnd 
⸗dick, oft bauchig, rothbräunlich, innen ſchwefelgelb, faſerig, anfangs oft 
klebrig. L. gelb oder gelblich, ſich meiſt fleckig bräunend, nicht breit, 
dicht. Geruch und Geſchmack ſtark nach friſchem Mehle. Einen bittern 
Geſchmack, wie viele Autoren angeben, habe ich nie finden können. In 
Laubgehölzen im Graſe, im H., nicht ſelten. Gelbbrauner H. Tr. 
fla vo-brunneu m. & 


7. Lamellen weißlich, oft rothbräunlich. St. weißlich, meiſt braunröthlich über⸗ 

) kleidet. Hut rothbraun. Stiel weiß, unterhalb mit röthlichen Faſer⸗ 
ſchüppchen. L. breit, weiß, ausgerandet. In Laubwäldern, im H. 
Brandiger H. Tr. ustale. a 


— gelb oder weiß, dann gelblich. St. gelb. 9. 


8. Lamellen weitläufig, weiß, dann blaß, ebenſo der St. 6. 15 
— dicht, meiſt gelb, ſelten weißlich, ebenſo der St. 9. 15035 


25 Stiel citronengelb, innen gelblich, daumenhoch. Hut gelb oder 8 L. 
ſchmal. Gemein und maſſenhaft in allen Nadelwäldern, im H. Rit⸗ 
terſchwamm. Tr. equestre. & 
— ebenſo, innen weiß. Hut ſich grünlich verfärbend. L. breit, verblaſſend. 
Nicht zu häufig. Lauchgrüner H. Tr. prasinum. x 


mw blaßgelb, oft a. Auch nicht fo häufig. Geſch minkter 


Tr. fücatum. 


0. Geſchmack ſcharfbrennend oder bitter. 11. 


— milde oder fehlt (L. grünlich oder gelblich werdend, oder das eue 
geröthet. 26.) 13. 


= 


f | 


c bitter. Geruch angenehm. Hut glatt, ſchneeweiß in der Jugend, 
e St. kleinfinger⸗dick und ⸗hoch. L. breitgedrängt. In 
bgehölzen im H. Nicht zu häufig. Weißer H. Tr. album. 


i he a Geſchmack ſcharf brennend oder doch pfefferartig ſtechend. 12. 
12. Hut fpäter gelblich oder bräunlich, feinſchuppig, bis über handbreit. St. 


oberwärts flockig⸗ſchuppig, bis über fingerhoch. L. etwas verfärbend. 
Geſchmack ſalzig mit meiſt ſehr brennendem Nachgeſchmacke. (Abart von 
DE; Eblumbetta) Glanzloſer H. Tr. impolitum. K 


— Alle Theile reinweiß bleibend. Hut 0,05 —0,1 m. breit, derbfleiſchig, 


ſtumpf genabelt, bald flach gewölbt. St. etwa fingerhoch und dick, 


gleichdick, voll. Geruch angenehm. Geſchmack ſcharf brennend. In 
Laubwäldern truppweiſe, a von mir gefunden, in H. Brennen- 
der 9. Tr. urens. T) 


13. Geruch ſtark, meiſt nach friſchem Mehle. St. weiß. Beſonders im Fr. 
S. 15. 


und S. 
— fehlt. Beſonders die L. oder der St. innen im Alter oft geröthet. 14. 


14. Alle Theile wenigſtens anfangs ſchneeweiß. Hut bis handbreit, weiß oder 
g blaß gelbgrau mit oft bräunlichem Nabel. Hier und da, beſonders die 
L., im Alter geröthet. Unter Gehölz, nicht ſelten, im Spät⸗H. Tauben⸗ 
H. Tr. Columbett a. & 
Hut und St. von meiſt matter Farbe. St. derb, innen oft etwas ge⸗ 
röthet, L. und Hut aber nie. 26. 


15. Hut glatt, nie riſſig oder ſchuppig, gelblich. L. ſehr zart, durch die leiſeſte 
Berührung zu verletzen. O bſt⸗H. Tr. Po mon a e. & 


— grubig oder ſchlängelig gerieft, ſpäter oft riſſig, meiſt derbfleiſchig. Die 
L. derber. Angenehmer Mehlgeruch. 16. 


— glatt, flockig⸗ oder filzig⸗ſchuppig, dünnfleiſchig und gebrechlich. 36. 


16. Lamellen weißlich, dann dunkelgrau, weitläufig. Hut weiß, dann 
grau⸗ und ſchwarzfleckig. In Norddeutſchland fehlend. In Nadelwäl⸗ 
dern. Tiger⸗H. Te. tigrinum. & 

— weiß, dann grau, dicht. Hut weißlich, gelblich, braun oder ſchwarz⸗ 
grau, uungeſtielt, ausgeſchweift, Oos m. breit. Unter Gebüſchen, auf 
Grasplätzen. Häufig. Starkriechender H. 2 e n 


— verfärben ſich nicht, dicht. 17. 
17. Hut 0,030, m. breit, anfangs kegelförmig, weiß, dann grau⸗bräunlich 


und etwas ſchuppig. St. oft bauchig. L. weiß, 1 Unter 
Laubgebüſchen und im Graſe, im S. Weißlicher H. Tr. al- 


b ellum. & 
— bis 9 5 m. breit, gewölbt, meiſt hufförmig, weißgelblich, kahl, ſpäter 
riſſig. ſehr derb. L. gelbweißlich, hakig angeheftet. Beſonders 


auf Wiser, vom Fr. an. en . gambosum. * 


18. 8 weißlich. Mittelgroße Pilze. . 


— 5 Große maſſige Pilze; en am Grunde knollig, bis über 0,1 m. 
boch, 0,01 0,03 m. dick. Hut flach gewölbt, Hutrand fein eingerollt 
oder eingebogen und meiſt feinfilzig. 20. 


N 19. Hut fleiſch⸗ oder dunkelroth, abblaſſend, bis thalerbreit. St. gleichfarbig, 


zartflockig bereift, 0,03 m. hoch, kaum bleiſtiftdick, re verdünnt, 


ln de Tee 


meift breitgedrückt. Zwiſchen kurzem Graſe oder unter Nadelbäumen, * 
im H. Nicht ſelten. Fleiſchröthlicher H. Tr. carneum. 4 


Hut dunkelviolett, oder doch mit violettem Scheine, abblaſſend, thalergroß. 


St. meiſt hellgrau, abwärts verdickt, kaum 0,03 m. hoch. Geruch und 
Geſchmack angenehm. In lichten Wäldern, im S. und H. Bei einer 
Abart alle Theile braunröthlich. Violetter H. Tr. ionid es. & 

— dunkelviolett, dann ſich bräunend, fädig⸗ſchuppig, innen weiß. St. 
fingerhoch, voll, dann hohl, weiß. L. bläulich, dann gräulich, mit ge⸗ 
kerbt⸗geſägter Schneide. Geſchmack- und geruchlos. Beſonders in Laub⸗ 
wäldern, im H. Nicht zu häufig. Amethyſt⸗H. Tr. ame- 
thy stin um. 


20. Hut ſehr blaßgelb oder fleiſchröthlich, endlich ſich bräunend; ebenſo der 


faſerige St. Hutrand bereift. L. blaß aus Grau in Gelbgrau über⸗ 
gehend. Geruch faſt nach Veilchen. Geſchmack angenehm. Ueberall in 
Laubgehölzen, im H. Veilchen-H. Tr. irinum. & 

— braunviolett oder dunkelviolett. L. wenigſtens anfangs violett. 21. 


21. Stiel mehlig bereift, fingerboch und oben fingerdick, am Grunde knollig. 


Hutrand nackt. Säuerlicher Geſchmack. In Menge überall in lichten 
Wäldern, auf Grasplätzen, im H. Nackter H. Tr. nud um. & 
— faſt zottig. Hutrand feinfilzig. Geruchlos. Ebenſo häufig. Verſteckter 

H. Tr. personatum. & 2 


22. Geruch angenehm nach friſchem Mehl. 23. 


* 


— fehlt oder anders. 24. 


23. Hut nur bis thalergroß, gebrechlich, graubraun. St. kaum bleiſtiftdick, 


bis 0,04 m. hoch. L. breit, vorn ſchief geſchnitten. In Gebirgen auf 
graſigen Hügeln. Keilblätter⸗H. Tr. cuneifolium. & 

— anſehnlich größer, in Braun, Gelb oder Grau ſpielend. St. kaum 
fingerhoch und ⸗dick. Unter Nadelgehölz, im H., heerdenweiſe, nicht zu 
häufig. Schmutzgelber H. Tr. luridum. & 

L. vorn nicht ſchief geſchnitten und nicht in Nadeln. 24. 


24. Stiel bräunlich, kleinfingerhoch und -dick. Hut handbreit, meiſt graugelb, 


mit Körnchen⸗Schuppen. Geruch und Geſchmack unangenehm. Unter 
Laubgehölz, im H. Selten. Gekrönter H. Tr. granulatum. 


— weiß, weißlich oder graugelb. Hut nackt oder doch nicht körnig⸗ 
ſchuppig. 25. 


25. Geſchmack bitterlich, faſt ſcharf. Geruch unangenehm. Hut derb, hand⸗ 


breit, rothbraun, mit Schüppchen, am Rande weißflockig, ſpäter gefurcht. 
St. derb, bis fingerhoch und -dick, weiß, bepudert. L. ſehr dicht, etwas 
herablaufend. Auf lichten Laubwaldplätzen, nicht zu häufig, im H. 


Getropfter H. Tr. guttatum. 
— und Geruch faſt ganz fehlend. 26. 


26. Hut dunkelbraun, faſt weiß oder ſchwärzlich, meiſt grau werdend, glatt, 


thaler⸗ bis handbreit, dünn, flach, weich. St. bis 0,os m. hoch, 0,003 — 
0,01 m. dick, faſerig, ſchlank, nach oben oft verdünnt. L. dicht, meiſt 
bauchig. In lichten Wäldern unter Gebüſchen, auf Grasplätzen, im S. 
und H., häufig. Schwarzweißer H. Tr. melaleu cum. 
— gelblich, grau, bläulich, grünlichgelb, weißlich oder ſchwärzlich, bis über 
handbreit, oft ausgeſchweift, mit derbem Fleiſche; Oberhaut des 


N ute im Alter oft ritzig oder ſchuppig aufreißend. St. blaß, oft mit 
ſchwarzen, faſerigen Schuppen, bis fingerhoch und 0,01—0,03 m. dick, 
oft geſchwollen ſpindel⸗wurzelig. L. weitläufig. Ein in Färbung aller 
Theile verſchiedenartiger Pilz, im H. in allen Wäldern maſſenhaft. 

Steifenſchwamm. Tr. sa ponaceum. & 


27. Hut mit purpurrothbraunem flockig⸗ſchuppigem Filze überkleidet, beſonders 
in der Jugend mit derbem, gelbem Fleiſche, 9 05 m. breit. St. 
etwa fingerhoch und dick, auch daumendick, ähnlich dem Hute in Fär⸗ 
bung und Bekleidung. L. dicht, fein gejägt. (Eine häufige Abart 
variegata mit weißlichem Fleiſche und oft ganzrandigen L.) Beſonders 
in Nadelwäldern, meiſt am mooſigen Grunde alter Stämme, ſehr häu⸗ 
fig, im H. Röthlicher H. Pr. rutilans. x 


— ohne ſolchen Filz, höchſtens ſeidig⸗fädig bekleidet. 28. 
28. Fleiſch weiß. Hut etwa thalergroß, St. kurz, etwa bleiſtiftdick, faſerig. 


Geſellig in Nadelwäldern, im S. und H. Wachs gelber H. Pr. 
cerinum. 


b — gelb. 29. 

29. Fleiſch von Hut und Stiel ſchmutziggelb, röthlich werdend. Fataler Ge⸗ 
5 ruch. Hut anfangs ſeidenfaſerig, dann kahl, groß. St. fingerhoch und 
etwa bleiſtiftdick. L. weitläufig, dick. In allen Laubwäldern in Menge, 
im H. Schwefelgelber G. Tr. sulphureum. 

F ſchöngelb. Hut glatt, faſerig oder flockig⸗ſchuppig. 30. 

0. Fleiſch wird röthlichgelb. St. hohl. L. mit einem Zähnchen angeheftet. 
ER In Nadelwäldern, am Grunde alter Baumſtämme, büſchelig, ſelten. 
Br Gelbbräunlicher H. Tr. galbanum. 
ändert ſich nicht. St. voll, bis fingerhoch. L. frei, dicht, ſchmal. In 

5 Laubgehölzen, nicht häufig. Gelbfleiſchiger H. Tr. chry- 


e 


REN 0 
e 


© een Saale 


senterum. 
g ändert fih nicht. Hut braunlichgelb, 0,01—0, 0 m. breit, kahl. St. 
„ voll, 0,02 m. hoch. L. dicht, oft ausgerandet. In ſandigen Nadelwäl⸗ 


dern, im S. und H., faſt häufig. Gelber H. Tr. fla vum. 


5 

. 31. Geſchmack bitter, Geruch unangenehm. Hut etwas über thalergroß, roth⸗ 
5 braun, flockig⸗ſchuppig. St. kleinfingerhoch und ⸗dick, rothbräunlich. In 
feuchten Gebirgswäldern, nicht zu häufig. Kuhfarbiger H. 
vaccinum. 


 — faft fehlend. 32. 


2. Hut nackt, ſchwarz⸗ oder graubraun oder ſchmutziggelb, thalergroß bis weit 
größer. St. gleichfarbig, verblaſſend, nur 0,03 m. hoch, am Grunde 
knollig. L. weiß, werden grau oder gelbgrau. Beſonders e 
iſt die ſchmutzigbraune Färbung des Fleiſches, zumal vom St. In G 4 
Ru auf Wieſen, an Wegen, im H., ſehr häufig. Klein fuß⸗H 

| Tr. brevipes. 

. ſchuppig grau oder rothbraun, verblaſſend. St. fingerhoch, rothbräun⸗ 
lich, oberhalb weiß beſtäubt, innen weißlich. In Nadelwäldern, ſelten, 
di im 5 Büch ieee SEE RUE 


55 


Das greife N be, ..... 
Kr 35. Fleiſch, beſonders des St., innen weiß oder 1 32. 4 
885 — bläulich. Hut dunkelbraun, mittelgroß. St. etwa 0,06 m. hoch, O,005 m. 


dick. Auf Grasplätzen, Grabeland, heerdenweiſe. Nicht zu häufig. 
Schmutzi ger H. Tr. sordidum. 15 


36. Geſchmack meiſt unangenehm, oft aber nach friſchem Mehle. Hut riſſig und 
flockig⸗ſchuppig, thalergroß und weit größer, weißgelblich, grau, bläulich, 
bräunlich, röthlich oder gelblich. St. weißlich, kleinfingerhoch und ⸗dick, 
faſerig bekleidet. L. weiß, werden etwas grau. Im S. und H., in 
Wäldern, auf Grasplätzen, ſehr häufig. Erd-9. Tr. terreum. 4 

Abart: Tr. argyraceum. L. weiß bleibend, Hut ſchneeweiß mit 
ſchwarzen Schüppchen. Kleiner. Häufig auf Grasplätzen. 

— fehlt. Hut glatt, grau mit ſchwarzen Streifen. St. eine Größe wie 
bei vor., weiß, glatt, geftreift. L. dicht, breit, weiß, aber grau werdend. 
Nicht häufig. Im H., in Nadelgehölz. Geſtreifter H. Tr.vir- 
gatum. %# : Mr 


86. Armbandpilz. Armillaria. 
(Die meiſten ſind eßbar, einige verdächtig.) 


1. Hut mit meiſt dunklern Schuppen, thaler⸗ bis handbreit. 2. 
— ohne Schuppen. 4. 


2. Hut weißlich, Schuppen braun oder ſchwarz. St. bis kleinfingerhoch und 
⸗dick, weißlich, gelblich⸗feinſchuppig; 15 aufrecht, ſchmal. Geſchmack und 
Geruch unangenehm. Im Graſe, im S. und H. Spreuſchuppiger Rn 

Ar. ramentacea. ) 


— gelb, orange oder gelbbräunlich. 3. 


3. Hut ſchmutziggelblich, boniggelb, oft gebräunt, genabelt, meiſt feucht⸗ſchmie⸗ 
rig, am Rande geſtreift; Schuppen haarfaſerig, bald ſchwärzlich oder braun, 
reichlich. St. meiſt fingerlang und dick, auch darüber, oft gebogen, am 
Grunde etwas verdickt, faſt voll, faſerſchuppig, fleiſchfarbig, bald in Gelb 
oder Olivengran. Ring flockig oder zartwellig, blaß. L. zum St. hin 
verſchmälert und herablaufend, weißlich oder blaß, dann meiſt gelbbraun, 
flockig, weitläufig. Geſchmack ſäuerlich. In Laubwäldern, unter Hecken, 
e an Grunde 1 7 91 1 1 1 % En 1915 = 

weiſe, im H., gemein. onigge in allimaf Ee 

le a. f 95 5 F 

— — gelblich innen und außen, glänzend, ſchuppenriſſig, faſt gleichfarbig. St. 

weißlich, ohne beſondern Ring, dafür bis zu deſſen Stelle mit abſtehens 
den Schüppchen überkleidet. L. gelblich, dem St. buchtig angeheftet. Ge 
ſchmack und Geruch angenehm. Im Graſe, beſonders auf Waldwieſen, 
ſehr ſelten. Strohgelber A. Ar. straminea. & = 
[ orangegelb, klebrig, ge er St. weißlich mit orangenen Schr. 5 
chen. Ring faſt wie bei vor. L. weiß, dann rothbraunfleckig. In Tan⸗ 
nenwäldern, fehlt in Norddeutschland. Orangen ⸗A. Ar. aurantia. Es 


4. Hut klebrig, weißlich, oder (beſonders am Scheitel) bräunlich oder g 
runzelig, faſt bis handbreit, dünn. St. weiß, etwa lleinfingerhoch, a 


r 


ür m rain) ſingerdic; Ring häutig, derb, dickrandig, weiß oder 
gebräunt. L. weiß, ſchlaff, Bee etwas herablaufend. An morſchen 
Kanbholzſämmen, vom S. bis W., nicht zu ſelten. Schleimiger A. 
Ar. mucida. 1 
nn. weder ſchleimig, noch klebrig. Faſt nur in Nadelwäldern 5. 


. 5. Hut gran oder umbrabraunſchwarz. L. weiß oder grau. Sehr ſelten. 6. 

— anders. L. weiß oder blaß, nie grau, nicht häufig. 7. 

5 6. Hut grau, etwa handbreit, dickfleiſchig, bald trichterig. St. kurz und dick, 5 
* faſerig. Ring dicht gewebt. L. weiß, ſchmal, dicht. Ar. Las chii. 5 


— umbrabraunſchwarz, ſchwarzfleckig, höchſtens thalerbreit, gebrechlich. St. a 
dünn verbogen; Ring vergänglich. L. weißlich, bald gran. Am Grund 
alter Stämme. Geſchwärzter A. Ar. denigrat a. 


17. Stiel aufwärts verdickt, bis über daumendick, braunröthlich; Ring flockig. 
5 L. breit, weißlich. Hut mennigroth oder braun, am Rande weißlich, derb, 


es 

. 

5 handbreit, zuweilen faferig, riſſig oder ſchuppig. Derber A. Ar. ro- 

® busta. * 

5 — abwärts verdickt⸗knollig, blaß, braun⸗faſerig; Ring zerfleiſcht, ſchlaff hän⸗ 5 
. gend. L. breit, blaß. Hut kaum bis handbreit, braun, gelbröthlich oder . 
5 fahl, glänzend. Knollen⸗A. Ar. bulbig era. * 0 
a 


4 | - 87. Ningpilz. Lepiota. f 
5 Br Unſchädliche eßbare Pilze.) 8 | g 


1. Ring nicht en daher verſchiebbar⸗beweglich⸗ häutig, meiſt ſehr 3 
1 derb. St. hohl. 2. 1 
85 L angewachſen, oft ſpinnewelartig und meiſt ſehr vergänglich, oft faſt oder 

5 ganz fehlend. 4. 


5 2. Hut warzig, kaum über thalergroß, ſpitz genabelt, weiß-gelblich. St. bis 
= fingerhoch, dünn, ſchlank, weißlich, kahl. In Wäldern, ſelten. Bruft- 
5 warziger R. L. mastoidea. 

* — ſchuppig, weit größer (wenn nur wenig über thalergroß, To ſiehe 13.) 3. 
5 


; 5 Hut und Stiel weißlich. Hut 0,08 — 0,15 m. breit, undeutlich genabelt, oft 
N gebräunt, mit breiten, oft bräunlichen weichen Schuppen aufreißend, be⸗ 
ſonders am Rande. St. bis weit über fingerhoch, bis daumendick, glatt, 
am Grunde knollig. Ring dick, weiß. Vielfach abartend. Auf Gras⸗ 
plätzen, Brachäckern, geſellig, vom Fr. an, ziemlich häufig. Geſchun⸗ 
dener R. L. e xc ori at a. & 
— — graubräunlich. Hut bis 5 genabelt, groß- und dürr⸗ 
. ſchuppig aufreißend. St. meiſt 0,2 m. hoch, fingerdick, am Grunde knollig 3 
bperdickt, kleiig⸗ſchuppig aufreißend, 1 Ring lederartig weich, dick, ſehr 158 
irei. Auf lichten Waldſtellen, beſonders am Saume von Laubwäldern, 2 
auf Brachfeldern, Grasplätzen u. ſ. w., im S. und H., gemein. In N 
Größe und lichterer Färbung ſehr abartend, aber immer durch die Dürre, 
kllauhe Oberfläche des Hutes und St. charakteriſirt. Schulm eiſterpilz, 
> Paraſolpilz. L. procera. . 


A 
4. Hut kahl und glatt, höchſtens in der Jugend filzig oder flockig⸗mehlig. 6. 
i 5 mit Schuppen, 5 oder Körnern. 5. 


N 
r 


7 3 & = 7 
re 


* 


N 


5. Hut mit Warzen oder Körnern und dadurch rauh, wenig fleifchig, 00 # 


0,08 m. breit. St. kahl oder faſerig. 9. 


— mit (meiſt ſparrigen) Schuppen, meiſt handbreit und darüber, derb. 9 
St. kahl. 11. F 


6. Hut klebrig, thalergroß, gelb oder gebräunt. St. kleinfingerhoch, ſchwefelholz⸗ 
dick, roſa, gelbfleckig. Ring bald verſchwindend. In Nadelwäldern, ſel⸗ 
ten. Zärtlicher R. L. delicat a. 


— nicht klebrig. 7. 


7. Hut und Stiel flockig⸗mehlig oder dick ſpinnewebfaſerig überkleidet. Hut 
fleiſchröthlich (auch weiß), bis 0,05 m. breit. St. oft flockig geringelt. Un⸗ 
ter Gebüſchen, im H., ziemlich ſelten. Halbnackter R. L. seminu da. 

— — nackt. 8. 


8. Hut weiß, meiſt mit gebräuntem und gebuckeltem Scheitel, ſeidig⸗glänzend, 
bej. am Rande thaler- bis faſt handbreit. St. kleinfingerhoch, etwa 
bleiſtiftdick und darüber, weiß, anfangs von wolkig⸗flockigem Schleier 
umhüllt, welcher bald verſchwindet, ohne eigentlichen Ring. Auf Gras⸗ 
plätzen, an Hügeln, im Fr. und H., an manchen Orten ſehr verbreitet 
von mir gefunden. Hermelin -R. L. erminea. 4 

— weißlich oder gelb, kaum thalergroß. St. etwa 0,002 m. dick, kleinfin⸗ 

2 gerhoch. Ring häutig, aufrecht. Mittelgroßer R. L. mesomorpha. 

Alle Theile reinweiß. Hut reinweiß, höchſtens der Scheitel grau oder bräun⸗ 
lich, bis handbreit, gebuckelt, feſtfleiſchig bis zum Rande. St. glatt, 
fingerhoch und ⸗dick, gegen den Grund hin bis daumendick. Ring häu⸗ 
tig, aufrecht, dauerhaft. Siehe die Gattung Amanita. 


9. Stiel abwärts mit verwiſchbaren, dem Hute gleichfarbigen abſtehenden 
Schüppchen zierlich und oberhalb ringförmig bekleidet. Hut bis etwas 
über thalergroß, ſtumpf genabelt, rothbraun, gelb, fleiſchfarbig oder auch 
anders, feinkörnig überkleidet. St. etwa kleinfingerhoch, 0,002 m. bis 
bleiſtiftdick, meiſt etwas blaſſer als der Hut. Vielfache Spielarten (var. 
amianthina mit lehmgelblichem, feinkörnigem Hute; var. Carcharias 
mit lilaröthlichem Hute, innen weiß, oft Geruch nach Rettig.) In Wäl⸗ 
dern und auf Grasplätzen, ſehr häufig. Bekörnelter R. L. gra- 
nulos a. & 8 

— faſerig oder ganz kahl. Ziemlich ſelten. 10. 


10. Hut bekörnelt, weißlich, mit breitem bräunlichem, glänzendem Nabel, etwa 
0,5 m. breit. St. über fingerhoch, bis kleinfingerdick. Ring dünn, 
hängend. In Wäldern und auf Grasplätzen, im S. und H. Schlich⸗ 
ter R. L. naucina. l 

— filzig, dann mit ſpitzen, haarigen, aufrechten Warzen, braun, bis hand⸗ 
breit; St. etwa kleinfingerhoch und dick. Ring zart flüchtig. Im 
Graſe, auch in Gärten. Spitzſchuppiger R. L. a cutes qua- 
mos a. & 

11. Stiel voll, wie der (bis handbreite) Hut bräunlich und ſchuppig. Ring 
häutig hängend. Sehr ſelten. Natter-R. L. colubrin a. & 

— hohl. Ring flüchtig, ſich ablöſend. 12. i 


12. Stiel weiß, weißflockig, über 0,01 m. hoch, bis fingerdick, am Grunde ſehr 
verdickt. Hut weiß mit ſchmutzfarbigem Nabel, etwa 0, ä m. breit, am 


Rande faltig. Raſenweiſe maſſenhaft, beſ. in Gärten und Treibhäuſern, Er 


nicht zu häufig. Zwiebelfuß-R. L. cepaestipes. 


8 
I * 


227 
. 


lh, meift kintnflodigefnnig, kaum kleinfingerhoch und dünn. 13. 


N 13. Hut kaum thalergroß, gelblich oder graubräunlich, beſ. am Rande bald mit 


gebräunten Schüppchen. St. etwas blaſſer, etwa 0,02 m. dick, oft ver⸗ 
bogen; Ring vollſtändig, häutig. Geſchmack und Geruch unangenehm. 
Im Graſe, auch in Gärten, auf Blumentöpfen habe ich ihn ſelbſt im 
Zimmer öfters getroffen. Vom Fr. an, faſt häufig. Kammrandi⸗ 
ger R. L. crist ata. & 

— meiſt größer und weißlich, bald reichlich flockig⸗braunſchuppig. Stiel 
meiſt dicker, weißlich. L. oft ſich bräunend. Faſt geruch⸗ und geſchmack⸗ 
los. Unter Gebüſch, im H., nicht ſelten. Schildförmiger R. L. 
elypeolaria.% 


88. Manſchettenpilz, Wulſtſcheide, Fliegenpilz. 


Amanita. 
(Zum Zum Theil ſehr giftige, zum Theil wohlſchmeck ende eßbare Pilze.) 


8 1. Stiel ohne Manſchette, röhrig hohl. Hut weiß, gelb, grau, bläulich, 


röthlich oder braun, 0,5 m. breit; am Rande häutig, gerieft; weniger mit 

Warzen als mit großen weißen Fetzen beſetzt, oft ganz kahl und glänzend. 

L. weiß bleibend. Sehr häufig in allen lichten Laubgehölzen. Wahrer 
A. vagin ata. & 


E ſtets mit Manſchette, voll, ſpäter meiſt hohl. Warzen des Hutes 


mehr oder minder regelmäßig, concentriſch geordnet, meiſt mehlig oder 
flockig, zuweilen ganz fehlend, oft aber nur, indem ſie vom Regen wegge⸗ 
1 oder bei der Hebung des Pilzes aus Erde und Laub abgewiſcht 
in 


5 2. ot orange oder i St. und L. reinweiß; oder Hut goldgelb und 


St. und L. gelb 


— roth (dann er 1 der St. gefärbt oder das Fleiſch nicht ee 
braun, grau, fleiſchröthlich oder weiß. 4. 


ER Stiel (bis 0,2 m. hoch) und L. ſchneeweiß. Hut etwa 0,1 m. breit. Ganz 


gemein in allen Gebüſchen im S. und H. Fliegenpilz. A. mus 
Laria. > TE 


— und Lamellen gelb. Im füdlichen Deutſchland, hie und da auch in 
Mitteldeutſchland, im S. und H., durchaus nicht ſelten. Sehr (ſchen von 
den ie geſchätzter Speiſepilz. Kaiſerſchwam m. A. cae- 
S Area. e 


EEE ken 


Lame en weiß, aber bald ſchmutzig⸗bräunlich oder braungrün. Hut kahl, 
grau, am Rande weißlich. St. weißlich, kahl, mit weitem Ringe und 
bvergänglicher faft fehlender Wulſt. (Abarten find var. guttata mit roth⸗ 
braunem, abblaſſend ziegelrothem Hut und ſchmutzig fleckigem Stiele und 


Manſchette, in Nadelwäldern, und var. lenticularia mit kleinſchuppigem 
St. und braungrün werdenden L.) Geruch und Geſchmack zuweilen ſäuer⸗ 
lich. Nicht häufig, im Graſe an ſchattigen Orten, im S. und H. 

Secretani. 


[ weiß bleibend, höchſtens gelblich werdend. Hut (wenigſtens wenn er 
2 Be re iſt) ſtets mit Warzen oder Fetzen. 5. 


ET 2 — 8 A 


nom 625 me ſcneeweiß oder gelegrünlichweiß oder a e, 
am Rande gebräunt, in feuchter Luft meift klebrig. Fleiſch weiß. 6. 
5 durchweg bräunlich, braun, gelbbräunlich, gelbgrau oder röthlich. 7. 


6. Hut weiß oder gelbgrün oder doch mit grünlichem oder onengelki e 
SE: in feuchter Luft klebrig, meiſt handbreit; Warzen oft fehlend. 
St. 0,1 m. hoch, meiſt zartfilzig, oberhalb geſtreift, am Grunde knollig. 5 2 
Vom S. bis H. gemein in allen Gebüſchen und Waldungen. Gicht⸗ 
ſch wa m m. A. ieee > nn 

— reinwei „hböchſtens mi üntem Scheitel, etwas ſchuppig, klebrig, bis 
bandbreit. 5 lockig. Vom Fr. bis S. in Gehölzen, nicht allzu häufig. 
Frühlings⸗W. A. verna. * 9.8 

— weißlich oder bräunlich, nicht klebrig. Stiel dichtſchuppig. Ring zer⸗ 
ſchlitzt. Selten. Vereinzelter W. A. solitaria. % 5 


7. Fleiſch des Hutes und Stieles immer röthlich angelaufen, boſonders im 
. ter; der St. auch außen oft mit fleiſchröthlichem Schein. Hut braun 
N oder gelbröthlich oder blaß, etwa 0,1 m. breit, mit dicht geordneten Warzen. 
ITnm S. und H. überall in Wäldern, aber nicht truppweiſe. Perlen⸗ 

ſchwam m. A. rubescens. x | hr 
— — — gelblich. Hut roth, dann braun. St. hellgrau. L. gelblich. 1 
Re Geruch ekelhaft; ee Nachgeſchmack. In Nadelwäldern. f = 
Sehr ſelten. A. Rieckii al 
— — — weiß, höchſtens er der Haut des Hutes gebräunt. 8. 


5 8. Stiel am Grunde nicht knollig, wie der Hut gefärbt, nur blaſſer, fingerhoch; 
Ring bräunlich. Hut purpurbraun oder graubraun, kahl und eben. Nicht 
häufig. Porphyr⸗W. A. porphyria. e 
— — — knollig verdickt. Hut warzig oder mit Fetzen. 9. BE 


9. Fleiſch derb, bis zum Rande des Hutes reichend, unter der Oberhaut des 
Hutes bräunlich. Hut braun, meiſt mit grauem oder röthlichem Tone, 
etwa handbreit; mit kleinen, ſcharf⸗rauhen, harten, hellen Warzen 
= beſetzt; Hutrand eben. St. kleiig⸗ ſchuppig; Manſchette abftehend. Im 

. u. H. in lichten Gebüſchen, ab und zu. Rauher W. A. as per. E 

— e reinweiß. Hut meiſt breiter; Hutrand etwas eingebogen oder 

geſtreift. 10. 1 


10. Stiel grau, voll, beſonders unterhalb des glockigen Ringes fleinſchuppig. 1 
5 Hut braun, mit grauen, mebligen, unregelmäßigen Warzen, am Rande 


x 


. 


eben. L. lanzettlich, ſtrichelig etwas herablaufend. In Laubwäldern 
ziemlich oft von mir gefunden, im S. und H. Zäher W. A. spissa. 


— weiß, abwärts faſt ſchuppig. 11. 


IT. 9 meiſt dunkelgelbbraun, Rand geſtreift; die etwas mebligen Warzen Hein, i 1 
dichten, faſt regelmäßigen Kreiſen. Am knolligen Hunde mit dicker Om m. 
hoher, anliegender En neide; St. weiß, undeutlich ſchuppig, voll, dann 
hohl; Manſchette unregelmäßig, vergänglich. Im H. reichlich in Laubwäl⸗ E 
er dern, beſ. der Gebirge. 5 antherfleckiger W. A. pan antherin a. E 
E braun, meiſt mit grauem ı Schein, Rand eingebogen. Die Warzen häutig 
oder breitſchuppig oder körnig, regellos. St. weißlich oder blaß, voll, etwas Be 
ſchuppig, 0,10, m. hoch; Manſchette glockig⸗weit, unten oft we 18 
Hoher W. A. excelsa. K Ft 


H. Herbſt. >> 
8 L. — Lamellen. 775 
St. — Stiel. 5 
1 % = eßbar. 
5 gfftig. 
5 II. Latein. Gattungsnamen. 
ey. Seite. Seite. Seite 
. Aethalium 115 27 Geaster 29 Phallus a, 
Agaricus fiehe die Anm. Geoglossum 39 Phlegmacium 91 
25 Seite 12 Gomphidius 21 Pholiota (Ag.) 83838 
Amanita (Agar). 137 Gomphus 93 Pistillaria 2 3 ar 
Arxmillaria Gear 134 | Hebeloma As) 80 | Pleurotus (Ag.) 104 
8 Ascobolus 8 41 | Helvella . : 46 | Pluteus (Ag.) 8: 
Bolbitius Gear): 69 | Hydnum 49 | Polyporus 
u: Boletus > 62 Hygrocybe (Ag.) 111 | Polysaccum. 
Boyista -. - . 32 Hyperrhiza . 23 | Psalliota (Ag.). 
Bulgaria. - 40|Hypoxylon. . 34 | Psathyra (Ag.) 
© Balbeer3...... 35 | Hypholoma (Ag.) 72 Psilocybe (Ag.) 
. Camarophyllus (A0 117 Inocybe (Ag.) 78 Radulum 
Oantharellus (Ag.) 102 Irpex 49 Raphanozon 
Clavaria 36 | Lactarius- (Galorrheu) 9 Retieularia . 
Clitocybe (Ag) 119 Leotia . 46 |Rhizopogon. . » 
Clitopilus (Ag.) 96 | Limacium (Ag.) 118 Rhymovis (Ag.) 
Collybia (Ag.) 113 Lepiota . . . 135 | Russula (Ag.) 
Coprinarius (Ag.) 68 Leptonia (Ag) 96 | Schizophyllum 
oprinus (Ag.) 66 Leucopus i 85 Scleroderma 
d. 34 | Lycogala 28 | Secale 
85 Lycoperdon . . 31 Sistotrema . 
43 | Marasmius (Ag) . 112 | Sparassis 
74 | Merulius - 52 | Spatulea. 
30 |Mitrula . 40 | Sphaerobolus . 
Mrechbellßa 47 Spumaria 
en . 53 Mycena (Ag.) . 107 Telebolus 
laphomyces 28 Myxacium (Ag.) 91 Thelephora. 
Beciha (Ag.) 94 Naemathelia 32 Trametes 55 EN 
4 ma (Ag. 97 Naucoria (Ag.) 76 Tremella . 322 It 
Er 33 | Nolanea (Ag.). 35 Tricholoma (de) 129 5 
3 52 | Nidularia, 30 Tuber 2 
ula (Ag.) 80 Odontia 48 Tulostoma . 30 
=. 74 Omphalia Ge) 106 Typhulaa 35 
„ 40 Volvaria (Ag.) 99 


1 Abkihnan 100 eigen. 


ee Frühling. 


S. Sommer. 


— — — .. e Fr————ĩůĩů—— 


acervatus . 
Acetabulum 
Acicula . 
EN SACHS”. 
 acuminatus . 


e 
adhaerens 
9 adiposus rss 
ns 
0 e f 


a aeruginosus 

albellus 

ertin i: 
I albidus \ 


2 den 
albo-violaceus 
8 

alcalinus. 
alliaceus. 
alnicolus 


acutesquamosos 


0 130 
90 


5 alutaceus 5 34, 42, 
- 101 
es . 93 
alveolus 74 
amarus 4 121 
amethystinus . 39, 132 
amorphus 59 
amplus 120 
anatinus 96 
androsaceus a 
angustissimus . 122 
angustus 97 
annosus 57 
anomalus 5 37 
anthracophilus . 114 
applanatus 57, 74 
applicatus 105 
aquosus 114 
arcuatus 61 
arenatus. 89 
areolatus 32 
argillaceus . 37 
argyropus 98 
armeniacus. 88 
armillatus 88 
arxquatus. 3 


arvensis byssisedus . 
asemuns . 117|byssoidess . 45 
asper . . 138] caelatus . 632 
asprellus 63, 96 | caesareus 137 
astragalinus 82 | caesius 58 
e 28, 47 | callochrous. u 
atomatus 70 | callosus . 54, 69 
atramentarius . 67 I callus . - 43 
atratus . . . 41, 114 calophyllus. „ 9 
at rides 94 Calopus 64% 
atripes 106 | calyeinus 0 
atro-coeruleus. 104 | camelinus 98 
atro-marginatus . 109 campanellus 107 
atropunctatus . 94 | campanulatus . 69, 71 
atropurpureus. 39 campestris 1738 
atro-rubens 27 camphoratus . 90, 127 
atro-tomentosus . 94 candicans . . 122 
aurantiacus . 51, 103, caninus . . 32, 89 
126 | canobrunneus . 8715 
aurantius 134 caperatus 84 
aurantus. 42 | capillaris 5108 
auratus .,. 100 apitatus 8 
aureus . 37, 52, 85 capnoides 72 
Auricula Judae . 33 caprinus. 118 
Auriscalpium . 50 carbonarius 4, 82 
aurivellus 83 carneo-tomentosus 106 
avellanus „„ 791 carn eus 
badipus . 77 carpophilus. 34 
badius 43, 65 | carptus . z 79 
barba Jovis. . 48) caryophyllaeus 46 
barbatus. . . 9 |castaneus . 57, 63, 90 
bellus . 123 catinus 42 
betulinus 53, 57 | centunculus. 7 
bivelus . 89 | cepaestipes . 136 
blennius . 127 ceraceus. 112 
bohemicus . 48 cereus 42 
bolaris 89 cerinus 133 
Boltonü . 69 cernuus 70 
bombycinus 99 cerodes 77 
Botrytis . 39 | cerussatus . 192: 
bovinus . 65 | cervinus . 99 
Bovista . 29 cetratus 95. 
brevipes . . 39, 133 chionaeus 8 
brumalis. 61 chalybaeus.. 96 
brunneus 41, 88 | chloranthus 110 
bryophilus . 103 | chloroides . 128 
bulbiger . . .135 | christinae er 
bulbosus. 41, 89 | chrysenterus 133 
bullaceus . . . 71 chrysodon 118 
Bulliardi 59, 90 | chrysoleucus 122 
butyraceus. 117 |chrysophyllus . . 107 


127 | erampylus 125 | dryophilus . | 

. 27, 102 crassipes 29, 48, 117 | eburneus. 119 

97 \crenatus . 68 echinatus 73 

61 [cretaceus 73 edulis. 65 

3 125 crispulus . 38 elasticus 47 
dee 5 43, 51, 103 crispus 39, 47, 58, elatus. 33 
einnabarinus 56 103 elegans 61, 63, 109 
einnamomeus. 57, 81 cristatus. 39, 45, 60, elegantior 92 
circinans 46 137 | elodes 98 
eirrhatus 50 crocatus 108 | emeticus . 102 
ditrinellus 109 croceus 38, 59 | encephalus . 3 
dlandestinus 95 croceo-coeruleus,. 82 ephemerus 66 
cdlavatus 29, 46 Crucibulum. . . 30 epichnous 38 
clavipes 124 Cryptarum . 56 Epichysium 107 
Clavus 114 cucullatus 40 epidendron 3 2 
cluypeatus 98 cucumis 178 epiphyllus 40, 113 
elypeolarius . . 137 cuneifolius . 132 | epipterigius 109 
cCoccineus . 41, 112 cuprarius 88 | equestris. 130 
cochleatus 2 122 | euticularis . 58 ericaeus 69 
Coeruleus . 100 cyanulus 94 erinaceus 50 
cohaerens 111 cyanescens 62 | ermineus , I 
oOollinitus 93 | cyathiformis 51, |erythropus . . 35, 115 
0 collinus 115 120 | escharoides. 2 
cColubrinus 136 |dealbatus . . . 121 esculentus 47, 48, I 
Columbetta. 131 decastes . 124 euchlorus 96 
comedens 43 | decipiens .. 86 euchrous. 96 
8 comitialis 124 | decoloraus . . . 91 eumorphus 90 
communis 5 53 | decoloratus. .  91|evernius . 91 
compactus . 41, 67, 69 | deformis . 30 excelsus 138 
conchatus , 105 | defossus . . 29 | excipuliformis . 3l 
cConfertus 76 | delicatus 38, 136 | exeisus 1 

4 confluens 30, 49, 60, 117 deliciosus . 48, 126 | excoriatus 135 
cConfragosus. 59 deliquescens 67 exilis 35 
cCongregatus 67 | denigratus . 135 | expallens 120 
cConſcus . 28, 48, 111 | depallens 99 | extinetorius. 67 
cConigenus 116 | depluens. 74 | fagicolus. 70 
FConocephalus 68 destructor . 58 fagineus 40 
Conopilus 70 detonsus 86 | falcatus . 36 
cCoespersus 76 diaphanus 50 farctunns 30 
contignus. 55 diatretus. . 121 farinaceus 50 
contortus. 36 dichrous.. . 58, 97 |farreus . . . . 109 
controversus 125 | digitaliformis . . 66 fasciatus. . 86 
oprophilus . 71|digitalis . . . . 33 fascicularis.. 50, 72 
oralloides . . 39, 50 digitatus. ß; . u lt 
riun . . 53 digitellus „37 fastidiosus . . 2.08 

. 35 dilutus .. 88 fastigiatus. . 39, 47 

43 discoideus . . 119 fatuus air 79 

.. 30 disseminatus 68 ferrugineuns 55 

69 diversidens . „ 50 ferruginosus 46 

.. 35 domesticus . 66 fibrillosus 70 

. . 104 dulcamarus. 79 Fibula 5 
„„ . 84 filiformis. . . 34, 35 

%%% ⁵ Pf 


Seite. 


. 


BR 


fimbriatus . 33, 48 
Imetarins.:. 67 


d 


geophyllus . 78 


Amicolus. ©. .. 69 Sibbosus 59 
e ,.. .. . 188 
firmus. . . 88 giganteus 44, 60 
,,,, , 
VVV 
flaccidus. . 38, 124 | glaber. 39, 41 
fammans . . 84 glandulosus . 33 
Havidus . . 40, 63, 82 | glaucopus . . . 92 
flavo-brunneus . 130|globosus. . ... 30 


Havo-tuseus. . 28 


flavus. 27, 32, 
133 
Hexipes . . 86 


Hexuosos 128 
Heridus : . 456 


ossis 
glutinosus 93 
glyciosmus. . . 129 
gracilis 5 

gracillimus . . 106 
graminicola. . - 76 


foetens . . . . 102 granulatus. . 28, 65, 
fBetidus . 51, 112 132 
foliaceus . 33 | granulosus . . . 136 


-fomentarius . 57 


formosus 37 
fornicatus 30 
fragilis . 37, 102, 112 
fragrans 121 
frondosuns 60 
fructigenus 40 
frustulatuss . . 45 
fucatophyllus . . 87 
eas 130 
22 
fuligineo-albus 51 
fuligineus . . 120 
fuliginosus . . 62, 127 


C 
fumosus . 58, 95, 124 
furcatus . . 36, 101 


furfuraceus . 41, 77 
fuscescens . 67 
fusco-albus . . 119 
fusco-ater 50 
45 
fusco-purpureus . 116 
fusco-violaceus . 49 


. 


III. 
F 
galbanus . 133 
galericulatus . . 111 
galopus . 198 
gambosus. 131 
gelatinosus . 50 
gemmatus . . 31 


graveolens . . 131 
griseo-cyaneus 97 


griseo-rubellus 94 
eis, 
uss, 
gummosus 82 
Stans, 
Fans 
gyroflexus 170 
haematopus . 108 
haustellaris . . 74 
helvölus . .. .......88 
hemisphaericus 41 
hemitrichus . 8 
hepatieus 2°, 2,82 
heterophyllus . . 102 
Birnedlus ". 2 
hirsutus . . 39, 45, 56 
hirtipes . | 
E 


ISPs 
Hoffmanni . . . 123 
lf! 
Hybriduns 18 
hydrogrammus . 122 
hydrophorus 68 
hygrometricus. 29 
hypnoru . . . 75 
hypothejus. . 119 
ichoratus. . 119, 128 
ieterinus . 95 
igniarius. 57 
iliopodiuns . . 87 


imbrieatus . 


Impoljitus ao8 
impressus . . . 3 


impudieus . . . 32 
inaequalis . . 37 
incarnatus . . . 44 
e, 
Iul?szszs ee 
iuquihin us 
inquinans 40 
insulsuns 1326 
Mteser WE 
integrellus . . . 106 
involutus. °... aaa 
tonides ..... 1 le 
ianus.. x... Re 


irrigstui s. 


janthinuns . 110 
jecorinus 196 
Jneeuns 
Kretschmarü . 95 


Aecatiiss 328 
lacerus 33, 79 
laciniatus . ... 245 
lacrymabundus 71 
lacrymans a 
lacteus . 44, 49, 102, 

110 
lacunosus 47 


etus 10: 
laevigatus . . 51 
laevis.. --;... .. 42103 
Ag opLTLrͤͤ 22 GR 
lanuginosus. . . 80 
Laschii: . 7.2.2013 
lateritius 
tuns 


5 lenticularis 40 


lentus 28 
Lenzites » 53 
leoninus 8 
lepideuns 123 
leporinus 42 
leptocephalus - 61 
leucomelas . -» 62 
leucophyllus - 76 
leucopuns 86 
leucostigma. 40 
leucoxanthus . 130 
lignatilis. . - 105 
Eins 
limacinus . . I18 


175 Seite. 
mucidus 27, 36, 50, 54, 
a 135 
Mucilago R 27 
multifidus 8 30 
mundulus 97 
muricatus . 28, 88 
murinaceus . 112 
murinus . 114 
muscarius 137 
muscicolus . . 33 
. - 117 |muscigenus 33, 35, 104, 
„ 45, 81 114 
60 muscoides 39 
79 muscorum . . 28, 123 
80 | muscosus . 93, 103 
63 mutabilis . 8 
132, 126 Myosotis 77 
110 nanus. eb 98 
27 narcoticus . . 66, 100 
64, 100 naucinus. 136 
lutescens 33, 43, 56, 103 nauseosus 101 
us. 38, 41 nebularis. 1324 
feen aß 
ee 96 
91 [neglectus 97 
am 29, 30 nemoreuns . 118 
marginatus 56 nidulans . . 59, 105 
marginellus 109 nigrescens . . 32 
mastoideus f 135 | nigricans 100 
Au maximus. 28, 123 nigripes 61 
- melaenus . . 42 | nitidus 55, 93, 101 
melaleucus. . 50, 132 |niveus . . 27, 50, 
melanoloma 41 notatuns 87 
melanopus 61 nudus. ei 
melanospermus. 73 obliquus. . 49 
melinoides „ 77 Obolus 120 
38 melleus ; 334 Obtüusatus 71 
embranaceus . 50 obtusuns 86 
i 32| ocellatus. rt 
120 | ochraceus 43, 50, 100 
109 | ochroleucus 89, 92, 100 
67  odoratus. 421 
35, 55 officinalis e 57 
. 70) olivaceo-albus . 119 
106 | olivaceus 28 
34 Olla 30 
112 | onotieus . 42 
29 | ophioglossoides 34 
128 opiparus . 9121 
58, 74 orbicularis. . 49 
„ 54 Orecellaa 97 
120 oreades 116 
71 ostreatus 105 


N Seite. 


ovatus 35. 67 = 
ovinus . 62, 118 3 
pachypuns 64 
pallidus . 27 80, 126 
palmatus 38, 46 
paludosus 40, 75 
Pannosus 2.48. 
panuoides 94 


pantherinus . . 
Dapillatus 


papilionaceus 68 


Papyraceus . 
paradoxus . . . 
Darvullss 


pascuus . 
patulus % 
pectinatus e 
pediades. 78 
pellitus „ 
pelluciduns. 
PDPéren nis 
perforans 113 
pergamenus 128 
perlatus . al 
peronatus 

perpusillus , 


personatus . 


Persoonii 
petiginosus 80 
Pezizoides 74 
phacorrhizus 35 
phalloides 138 
phyllophilus 122 
picaceus . 

picreus 

pietus. 

Pinastri . 

Pini 


Pinieelus 
piperatus 
pisocarpius . 
Pistillaris 
pityreus . 
placidus . 
plancus 

planus .. 
platyphylius 
plexipes . a 
Plicatilis 
Plicosus 

plumbeus 28, 32, 120 
pluvius F 93 
Politus 


5 


> 
BET 


4 
raeborhizus . 111 
Fameals .' 113 
ramentaceus . 34 
TT 
1 
repandus . 
TesImuUS .... 125 


- resinosus . 23 9 


reticulatus . : 
retirugus 103 
rhizoides 


scutellaris 30 
seutellatus . . . 40 
Stn care 
scyphoides . . 106 
sebaceus 45 
semiglobatus . . 72 
semilanceolatus 71 
semiliber . 47 
seminudus . . . 186 
semiovat us. . 74 
sapineus. 82 
separatus . 84 


* 55 een inn 


— 144 — 
Seite Seite Seite 
polyadelphus . . 106 rhodocylix. . 95 sepiarius . 53 
polygonus . . . 43 rhodomelas . . 99 septicus 27, 104. 
polygrammus . . 111/rhodopolius . . 98 serialis 56 
polymorphus . . 35 Ribis. 57 sericellus . 97 
Pomenae 131 Riecki . 138 Serifluus 1280 
popinalis.. . 97 rigiduius . . 87 serotinus 104 
populinus . . . 56 rimosipes . 48 serpens 52 
porphyrius. . 138 rimosus . 78 setigerus. 43 
porphyropus . 91 rivulosus. 122 serrulatus . . . 96 
porreus . . 115 robustus. . . 135 sinopicus . . 123 
porrigens . . . 10&/rosellus . . . . 109 sinua tus 98 
praecox - - . 95 roseo-albus 98 sinuosus . 46 
prasinus . . . 130 roseus 37, 44 soboliferuns. Vo 
prasiosmus. . . 108/Rotula . . . . 113 sobriuns 77 
pratensis . . 118|rubellus . 37, 126 |sociatus . 2 6 
proboseideus . . 74 ruber . . 101 solidus 17% 
procerus. . 135 rubescens 59, 188 |solitarius . . . 138 
pruinosus . . . 120 rubiformis 33 sordidus 134 
Prunulus . . . 97|rubiginosus. . . 45 spadiceus . 45, 65, 71 
psittacinus . . . 112 rubro-marginatus. 109 spadiceus-griseus. 70 
pterigenus . . 108 rufescens 29, 51 sparteuis 75 
pubescens. . 48, 111 rufo-olivaceus. 93 spatulatus 49 
punctatus . . 80 rufus 45, 62, 129 speciosuns 99 
puniceus. . . 112 rugosus . 38, 44 |spectabilis . . . 84 
purpurascens . 118 |rutilans . 41, 59, 133 spiculosuius 45 
purpureus . 34, 44, 63 | saccatus . 31 spiculus ww 
purus. . 107, 110 |saccharinus. . 33 spinulosuis 38 
pusillus 32, 35, 77, 85 |salieinus. . 44, 57, 99 |spissus . . . . 18 
pustulatus 42, 118 |salignus. . . 105 spodophyllus 72 
putaneus. . 46 sanguineus 44 spumosuns 81 
Pyriforme . 31 sanguinolentus4, 54, 108 |squalidus . . . 12 
pyriodorus . . 79 saniosuns 81, 86 | squamosus . 61, 3 
pyrogalus . . 127 |saponaceus. . . 133 squamulosus . 123 
Pyxidatus 38, 107 |sarcoides . 32, 40, 44 squarrosus 84 
quercinus 43, 49, 53 Satanas . 63 stabularis. . 46 
quietus . 126 scabellus . 79 stagninus . 75 
quisquiliaris . . 35 scaber 62, 79 stellatus . . 30, 106 
radiatus . 56, 67 |scaurus . 3 stercorarus . . 
radicans . 64, 117 Schweinizü. . . 61 stereoides 56 
radicosus 84 |scorodonius. . . 113 stipitarius . . 13 
radiosuns . . 44lscrobieulatus . . 125 stipticuns 58 


stolonifer 115 


stramineus . 134 
striatus . 
strietus . 


strigiceps . 82 
strobilinus . . 109 


stylobates . 108 
styptiſuns . . 10 
suaveolens . 


subalutaceus . 124 
subdulcis . „ 129 


subsquamosus 
subtilis 
r 


, terrestris 
Perreus 


. ieee 5 127 
tigrinus 121, 131 
ttithymalinus 129 
9569 
5 
i 8 


torminosus 
1322 


IV. Populäre deutſche Namen. 


Seite. ; 


tremulus . 105 | varius. 61 

tricholoma . 82 | vellereus. . "125 
tricolor . 106 | velutinus 44, 51, 56, 72 

triqueter . 56 } velutipes. . . 116 

trivialis . . 127 |ventricosus. . . TE 
truncatus 33, 80 vernus 
baskormis 103 verrucosus . „ 29 
tuberculosus 83 versicolor 56 
tuberosus 42, 116 vescus ; 102 
tunicatus. . - 32 |vesiculosus . „ 42 
turbinatus . 92 vibratilis.. 
turgidus . 29 | vietus. 1286 
turpis. 125 |villosus . 8 
udus 69 % vinaceus 
ulmarius . 105 |violaceo-einereus. 90 
umbellatus . 60 violaceo-fulvus 74 
umbelliferus . 107 | violaceus 27, 90 
umbilicatus . 123 | violascens . . 52, 127 5 
umbonatus . . . 103 virescens 101 
umbrinus 28, 88, 129 |virgatus . . . 434 
umbrosus 98 virginens 
undulatus 77 viridis RT 
unguicularis „104 viscidus 
unicolor . 32, 53 |viscosus.. „on ae 
urens.. 131, 115 |vitellinus . . 69,101 
ustalis „130 itr eus ⁶ 
utriformis 31 | vittaeformis 75 x 
uvidus 126 | volemus . 127, 128 

vaccinus. 133 volvaceus 99 

vaginatus 137 | vulgaris 28, 34, 54, 108 = 
Vaillantii 54, 113 xerampelinus 5 100 7 
vaporarius . . 27, 54 Zephyruus 110 
variabilis 74 Zzonarius. 2127 
variecolor 85 |zonatus . 56 
variegatus. 53, 65 En: 


Seite, Seite. Seite. 
132 Blutmilch 28 | Duftpilz 121 
121 Blutſchwamm 52 Edelpilz ; 
Au VVV 32 Eggenpilz. P 49 
Barentatze 39 | Brätling . 124 Eichhaſe 60 
Sachen 40 Butterpilz 64 Eierſchwamm „ 
B.arkenpilz 62 | Champignon 75 | Exrbjenfträuling . . 29 
irke 125 ul, ; 94 Erdſchieber 125 
72 Dickfußß 117 | Erdzunge . 3 
19 Drebling . 105 | Feuerſchwamm, echter FEAR 


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— 146 — 


Seite, Seite. Seite. 

n, unecht. 57 Kothſchieber . . 125 | Sammetftiel . 116 
Fliegenpilz . 137 Krämpelpilz 94 | Sandpilz 65 
Gäling 102 Kremling . l Satanspilz 63 
Galluſchel 102 | Kıösling . 115, 116 Saupilz „ 
Galöhrchen 102 | Krötenſchwamm 67 Schafchampignon 9 6 
Gänſel 102 Kugelſchneller 30 Schafeuter 62 
Garnelenpilz . 117 ! Kuhpilz 65, 128 | Schieberling . 125 
Gelbmännel . 102 |Raudpiß . 113 Schmalzling. 64 
Gichtmorchel. 32 Leberſchwamm 52 Schneckenpilz 113 
Bie 39 Lorchel. 46 | Schulmeifterpilz 135 
Habichtspilz , 51 Milchpilz. 124 Schuſterpilz 63 
Halbſtiefelchen . . 74 Miſt pilz 66 Schwefelkopf. . 72 
Hallimaſch Morch e Seifenpilz 133 
Haſenboviſt . 32 Mouſſeron 72 118 Semmelpilz . 60 
Hausſchwamm . 58, 62 Mutterkorn 34 Spatenpik 40 
Helmpilz. . 107 Neſtchen 30 Speiteufel 102 
Helvelle 2 46 | Paraſolpilz 135 Spitzmorchel. 48 
Herbſtmouſſeron. 116 Pepperling 124 | Stachelpilz 49 
Herkuleskeule 36 Perlenſchwamm 138 Staubpilz 31 
Herrenpilz . 65 Pfefferpilz 64 Steinpilz. 8 65 
Hirſchbrunſt 28 Pfefferpilz, weißer 128 Stockſchwamm 83 
Hirſchſchwamm. 51 Pfennigpilz 113 Täubling. 99 
Hollunderſchwamm. 33 Pfifferling 102 Theuerling 30 
Holzſtielchen 34 Pflaumenpilz 96 Tintenpilz 66 
Hügeling 5 115 | Nädchenpilz 113 | Todtentrompete . 43 
Judasohr. 33 Rehling 102 | Trichterling . 119 
Jungfernpilz. 117 Neiz lter 99 | Trüffel 27 
Kaiſerſchwamm 137 Ritterſchwamm 129, 130 | Ziegenbart 39 
Kabeneier . 32 | Röthling . . 102 Ziegenlippe . 64 
Keuldenpilz . 36 Röhrchenpilz. 62 Zitterpilz. 32 

Druckfehler. 
S. 55, Z. 16: Schiefer P. ſtatt Schiefer-P. S. 109, Z. 25: alcalina ftatt alcalinea. . 
„21: 64 ſtatt 39. „ 113, „ 18: nicht ſtatt iſt. 
„ 55, „ 41: gefärbt ſtatt gefüllt. „ 121, „ 18: tigrina ſtatt figrina. 
„ 56, „ ͤ 1: Poren ſtatt Hut. „ 122, „ 12: laccata ſtatt lauata. _ 
„ 57, „ 27: den ſtatt der. „ 122, „ 22: chrysoleuca ſtatt erysoleuca, 
„ 83, „ 24: feucht ſtatt Frucht. „ 123, „ 33: umbilicata ſtatt ambilicata. 
„ 102, „ 46: Gelbmännel ſtatt Gallmännel. „ 126, „ 15: luridus ſtatt Iuvidus. 

— Ä————— 


Druck von Fr. Gieſe in Zerbſt. 


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